Lucky 31 Wetten 2026 — Aufbau, Gesamteinsatz und erlaubte Veranstalter in der Schweiz

Updated Oktober 2026
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Ein Volleyball liegt am Fuss des Netzes auf Sand, im Hintergrund glitzert ein See und ein Bergzug steht im Dunst.

Eine Lucky 31 ist keine Einzelwette im üblichen Sinn, sondern ein Bündel aus 31 Wetten auf fünf Voraussagen. Wer fünf Tipps abgeben will, ohne jeden einzeln bezahlen zu wollen, der bekommt mit der Lucky 31 alle Zweierkombinationen, alle Dreierkombinationen, die Vierfach- und die Fünffachkombi automatisch dazu. Das ist der Reiz dieser Full-Cover-Wette, und es ist zugleich ihre Kostenfalle: Der Einsatz vervielfacht sich auf das 31-fache eines Linieneinsatzes, lange bevor die Quotenprodukte die Auszahlung berechnen. In der Schweiz darf das nur einer der zwei bewilligten Veranstalter annehmen — Swisslos mit Sporttip oder die Loterie Romande mit Jouez Sport. Die folgenden Abschnitte ordnen die Wette ein, rechnen das System durch und zeigen, was die beiden Schweizer Organisatoren vom Paket erlauben.

Eine Lucky 31 ist eine Systemwette auf 5 Auswahlen mit insgesamt 31 einzelnen Wetten: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette.

Aktualisiert am Oktober 19, 2026 und abgeglichen mit den Bewilligungsregistern der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern).

Was eine Lucky 31 Wette inhaltlich trägt

Der Aufbau: fünf Auswahlen, 31 Linien

Eine Lucky 31 setzt fünf Voraussagen voraus. Aus diesen fünf Auswahlen entstehen 31 einzelne Wetten, die alle parallel ausgewertet werden, sobald die Wettscheinabgabe erfolgt ist. Sie besteht aus fünf Einzelwetten, zehn Doppelwetten, zehn Dreierwetten, fünf Vierfachwetten und einer Fünffachwette. Das ist die vollständige Aufzählung der Kombinationsebenen ohne Wiederholung, und darin unterscheidet sich die Lucky 31 von locker zusammengestellten Kombi-Scheinen: Sie nimmt die Einzelwetten zwingend mit, statt sie als separates Wettprogramm ausserhalb des Pakets zu führen.

Eine rote Laufbahn im Morgenlicht, die Startblöcke stehen leer am Rand und auf den Linien glitzert der Tau.
Eine Lucky 31 umfasst eine Auswahl mehr als die Lucky 15 (4 Auswahlen, 15 Wetten) und eine weniger als die Lucky 63 (6 Auswahlen, 63 Wetten).

Die fünf Einzelwetten federn einen Teil des Risikos ab, das die Fünffachwette auf sich lädt. Wenn alle fünf Voraussagen treffen, gewinnen alle 31 Linien. Verliert auch nur eine Auswahl, fallen die Linien weg, die diese Auswahl enthalten — und das sind 16 der 31 Wetten. Übrig bleiben die Einzelwetten auf die vier richtigen Tipps, einige Doppel und so weiter, je nachdem welche Auswahl verloren hat.

Wo die Lucky 31 im System der Full-Cover-Wetten steht

Die Lucky 31 sitzt zwischen zwei bekannten Nachbarn. Eine Stufe darunter liegt die Lucky 15: vier Auswahlen, 15 Wetten, ebenfalls mit eingeschlossenen Einzelwetten, fünf Zweier-, vier Dreier- und einer Vierfachwette. Wer von der Lucky 15 zur Lucky 31 wechselt, fügt genau eine Auswahl hinzu und erhält das volle Spektrum an Kombinationen aus fünf Voraussagen — der Hebel zwischen den beiden Stufen ist also nicht eine Verdoppelung, sondern das Hinzufügen einer fünften Auswahl mit allen Konsequenzen für die Anzahl der Linien. Eine Stufe darüber liegt die Lucky 63: sechs Auswahlen, 63 Wetten, alle möglichen Kombinationen bis zur Sechsfachwette. Die Lucky 31 ist insoweit der Mittelpunkt zwischen Lucky 15 und Lucky 63, was die Anzahl Auswahlen angeht — fünf statt vier oder sechs.

Ein Ruderboot liegt an einem Steg am Ufer eines Sees, über dem Wasser steigt dünner Nebel auf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf höchstens CHF 7'500 Einsatz enthalten.

Welche Sportarten und Märkte sich für das Paket eignen

Eine Lucky 31 verlangt fünf Voraussagen, die unabhängig voneinander ausfallen. In der Schweiz regelt die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Märkte und Wetttypen, was überhaupt zur Verfügung steht. Wetten auf Eckbälle, Karten oder esports tauchen in dieser Liste nicht auf. Übrig bleiben die klassischen Märkte: Drei-Wege-Wetten (1X2), Über/Unter, Doppelte Chance, Handicap, Siegwetten und ähnliches. Wer für die Lucky 31 fünf Auswahlen sucht, der sollte Märkte aus unterschiedlichen Sportereignissen wählen, weil das Gesetz ausdrücklich vorschreibt, dass voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden dürfen. Nimmt der Veranstalter eine solche Kombination ohne Bet-Builder an, kann er die Kombiwette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Für die Zusammenstellung heisst das praktisch: fünf verschiedene Partien, fünf Ergebnisse, keine Korrelation zwischen den Ereignissen. Eine Fussball-1X2 zusammen mit einer Eishockey-Über/Unter-Wette und einer Tennis-Siegwette auf unterschiedliche Spielerinnen und Spieler ist das saubere Modell. Korrelieren die Auswahlen — etwa beides Fussball-Heimsiege aus derselben Liga am gleichen Spieltag — steigt das Risiko, dass eine Ergebnisverschiebung mehrere Tipps gleichzeitig kippt.

Gesamteinsatz, Linieneinsatz und Auszahlung

Rechenkern der Lucky 31

Der Gesamteinsatz einer Lucky 31 ist das 31-fache des Linieneinsatzes. Wer CHF 1 pro Linie setzt, zahlt CHF 31 ein. Bei einem Linieneinsatz von CHF 5 sind es CHF 155, bei CHF 10 bereits CHF 310. Diese Mechanik macht die Wette erst dann vergleichbar mit einer normalen Kombiwette, wenn man sich den Linieneinsatz bewusst klein hält. Wer den «gewohnten» Einsatz einer Einzelwette naiv übernimmt, zahlt für eine Lucky 31 schnell das Drei- bis Fünffache einer normalen Fünferkombi.

Die Auszahlung pro Linie errechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei mehreren Auswahlen multiplizieren sich die Quoten zur Gesamtquote. Bei Sporttip rundet man den Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen auf, dann auf 5 Rappen genau ab. Wer sich die Mechanik klarmacht, sieht: Die Fünffachwette trägt den höchsten Auszahlungshebel, sobald alle fünf Auswahlen treffen. Sie allein kann den Gesamteinsatz um ein Vielfaches übertreffen — vorausgesetzt, keine Auswahl fällt heraus.

Beispielpaket für die Einordnung

Die konkrete Mechanik soll hier an drei erfundenen Quoten und einem Linieneinsatz von CHF 1 durchgerechnet werden — Beispiel, kein Marktpreis. Angenommen, die fünf Voraussagen stehen zu Quoten von 1.50, 2.00, 2.50, 1.80 und 2.20. Eine Fünffachwette auf alle fünf hat die Gesamtquote 1.50 × 2.00 × 2.50 × 1.80 × 2.20, das ergibt eine Gesamtquote von rund 29.70. Bei CHF 1 Linieneinsatz zahlt eine erfolgreiche Fünffachwette rund CHF 29.70 brutto, also einen Nettogewinn von rund CHF 28.70 aus CHF 1 Einsatz — vorausgesetzt, alle fünf Tipps treffen.

Die Zehnfach-Produkte innerhalb des Pakets kennen ähnliche Mechaniken: Eine Doppelwette auf die Quoten 1.50 und 2.00 ergibt die Gesamtquote 3.00; bei CHF 1 Linieneinsatz werden bei einem Treffer CHF 3 ausgeschüttet, der Nettogewinn ist CHF 2. Eine Dreierwette aus 2.00, 2.50 und 1.80 erreicht eine Gesamtquote von 9.00; Gewinn wäre CHF 9 brutto auf den CHF 1 Linieneinsatz. Diese Werte sind ein Rechenbeispiel, nicht ein zitierter Marktpreis, und je nach echtem Wettprogramm weichen sie nach oben oder unten ab. Die Grössenordnung zeigt, wo das Risiko liegt: Eine Fünffachwette multipliziert fünf Quoten, eine Doppelwette nur zwei. Das ist nicht nur ein Hebel nach oben, sondern auch eine Hebelwirkung auf den Verlust: Eine einzige falsche Auswahl wirft 16 Linien gleichzeitig weg.

Auszahlungsquoten und Marge im Preis

Jede einzelne Quote trägt die Marge des Veranstalters, und auf einer Lucky 31 summieren sich die Margen aller 31 Linien. Für eine Drei-Wege-Wette mit Quoten, die zusammen 100 Prozent übersteigen, zieht der Veranstalter den Überschuss als Marge ein: Die Auszahlungsquote, also der Anteil der Einsätze, den der Markt langfristig an die Wettenden zurückgibt, ergibt sich aus 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten. Ist diese Summe 1.05, liegt die Auszahlungsquote bei rund 95.24 Prozent und die Marge bei rund 4.76 Prozent. Bei einer Lucky 31 laufen 31 solcher Margen parallel, jede auf dem konkreten Markt ihrer Linie. Wer die Marge in einer einzelnen Quote nicht prüft, der prüft sie implizit 31-mal.

Für die Schweiz liegen keine amtlich veröffentlichten Margen der Gespa für die bewilligten Veranstalter vor. Was sich sagen lässt, ist allgemein: Je populärer der Markt, desto näher rücken die Quoten aneinander und desto kleiner fällt die Marge typischerweise aus. Bei Nischenmärkten klaffen sie weiter auseinander, die Marge ist dort grösser. Wer für eine Lucky 31 fünf Linien aus verschiedenen Märkten zusammenstellt, kann die Marge nicht als einheitlichen Wert berechnen — sie ist die Summe der einzelnen Margen, die jede Linie trägt.

Schweizer Bewilligung: wo eine Lucky 31 erlaubt ist

Nur zwei Veranstalter dürfen Sportwetten anbieten

In der Schweiz sind Sportwetten ein Grossspiel nach dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019), das die Gespa in Bern beaufsichtigt. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, mit Sitz in Basel, führt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen sowie in Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durch. Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Beide besitzen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung. Für die Lucky 31 heisst das: Wer in der Schweiz wettet, schliesst den Wettschein bei einem dieser beiden Organisatoren ab — oder er macht es ausserhalb des Schweizer Rechtsraums.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung

Eine ausländische Lizenz aus Malta, Curaçao, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Geltung, gemäss Artikel 4 BGS. Das Organisieren von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine strafbare Handlung, die mit einer Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder einer Geldstrafe geahndet wird, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahren. Für die Wettenden selbst sieht das Gesetz keine Strafe vor, aber die Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schweizer Schutz, kein Sperrregister und keine Beschwerdestelle. Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekommunikationsanbieter per DNS-Sperre blockieren.

In den Vergleich dieses Pakets gehören daher nur die zwei Schweizer Veranstalter als erlaubte Adressen. Ausländische Marken lassen sich beschreiben, aber ihre Aufnahme ändert nichts daran, dass sie in der Schweiz keine Bewilligung haben und keinen Rechtsschutz bieten. Eine Lucky 31 auf einer ausländischen Plattform zu platzieren, ist eine persönliche Entscheidung, aber die Entscheidung verlagert das rechtliche Umfeld komplett.

Zugang zu den Online-Plattformen

Wer online bei Swisslos oder Loterie Romande spielen will, braucht einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet des jeweiligen Veranstalters. Das Identifikationsverfahren verlangt einen Ausweis, der hochgeladen und gegen Adressdatenbanken geprüft wird. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, eine Spielersperre wird im zentralen Sperrregister erfasst und gilt schweizweit, auch in Casinos und Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer unter 18 Jahre alt ist, darf nicht teilnehmen; eine Spielerin oder ein Spieler, die oder der an einem Wettereignis als Wettkämpferin oder Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten.

Was die beiden Organisatoren für die Lucky 31 konkret zulassen, hängt von den eigenen Spielregeln ab. Beide bieten Systemwetten an, beide setzen dabei eigene Mindest- und Höchsteinsätze. Welcher Veranstalter eine Lucky 31 in welcher Form anbietet, ist nicht einheitlich: Die Auswahl der möglichen Systemwettenpakete gehört zum Wettprogramm jedes Veranstalters. Die Eckwerte für Mindest- und Höchsteinsätze sind im nächsten Abschnitt gegenübergestellt.

Einsatzgrenzen, Wettscheinlimits und Auszahlungsdeckel

Sporttip: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und Kombiboost

Bei Sporttip gelten klare Schwellen: Der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz für eine einzelne Wette oder eine Kombination bei CHF 1’000, und für eine Systemwette liegt die Grenze bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Für eine Lucky 31 heisst das: Wer den Höchsteinsatz für eine Systemwette voll ausnutzt, der setzt pro Linie rund CHF 322.58 ein (CHF 10’000 ÷ 31). Wer näher an CHF 10 pro Linie bleibt, der setzt rund CHF 310. Wer mit dem Mindesteinsatz von CHF 1 pro Linie startet, gibt insgesamt CHF 31 in den Wettschein.

Der Kombiboost von Sporttip verlangt mindestens vier Voraussagen mit Quoten von je mindestens 1.50. Bei vier Voraussagen erhöht sich der Nettogewinn um 5 Prozent, bei sieben um 20 Prozent, bei zehn um 40 Prozent und bei fünfzehn um 100 Prozent. Der Boost gilt nur online und funktioniert auch für Systemwetten, sofern die Voraussagen die Mindestquoten halten. Bonus und Gewinnerhöhung sind ihrerseits limitiert, was eine eigene Rechenfrage aufmacht, weil ein Boost allein noch keinen garantierten Nettogewinn ausmacht — die Quotenprodukte müssen zuerst passen.

Jouez Sport: Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und Wettscheindeckel

Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, und für Multiples ebenfalls bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Bei einer Lucky 31 mit 31 Linien hiesse das bei einem Wettscheindeckel von CHF 7’500: Pro Linie rund CHF 241.94. Wer den Höchsteinsatz für die Einzelwette von CHF 500 nutzen will, kann das wegen des Wettscheindeckels nicht über alle 31 Linien hinweg tun; 500 × 31 wären 15’500 CHF, deutlich über dem Limit.

Eine Kombiwette bei Jouez Sport umfasst 2 bis 10 Voraussagen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Die Quote einer Einzelwette muss mindestens 1.10 betragen, die Gesamtquote einer Kombi darf 100’000 nicht übersteigen. Diese Quote-Obergrenze ist für eine Lucky 31 ein direkter Engpass: Eine Gesamtquote von über 100’000 — etwa bei einer Fünffachwette aus Quoten à 6 oder mehr — kann den Wettschein ganz oder teilweise ungültig machen. Wer mit höheren Quoten spielen will, muss prüfen, ob die kombinierten Quoten die Höchstgrenze halten.

Unterschiedliche Limits, ähnliche Mechanik

Beide Veranstalter regeln das gleiche Thema — Limits für Wetten — mit unterschiedlichen Werten und auf unterschiedlichen Achsen. Sporttip limitiert die Einzelwette bei CHF 1’000, die Systemwette bei CHF 10’000 und kombiniert Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und Wettscheindeckel in einer konsistenten Zahl. Jouez Sport setzt den Höchsteinsatz pro Wette tiefer, schliesst dafür aber die Wettscheinhöhe mit einer Multiples-Deckelung von CHF 7’500. Eine Lucky 31 mit mittlerem Einsatz ist bei beiden möglich; ein Hochroll-Szenario stösst bei Jouez Sport früher an die Deckelung, weil 31 Linien à nahe am Höchsteinsatz den Multiples-Deckel von CHF 7’500 reissen würden.

Spielerschutz und Limits für die Lucky 31

Pflicht zur Selbstlimitierung

Beide Schweizer Veranstalter verlangen, dass Wettende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, bevor sie erstmals an Sporttip teilnehmen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung des Limits gilt sofort; eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden, damit eine Phase der Distanz zur Entscheidung liegt. Wer bei der Loterie Romande spielt, hat vergleichbare Verlustlimiten, die der Veranstalter verlangt.

Für die Lucky 31 ist das mehr als eine Nebenbedingung. Wer ein 30-Tage-Limit von CHF 500 setzt, der kann sich die Gesamteinsätze seiner Systemwetten nicht beliebig oft leisten — eine einzelne Lucky 31 mit CHF 10 pro Linie schluckt bereits CHF 310, ein Drittel des Monatslimits auf einen Schlag. Die Selbstlimitierung ist die einzige Bremse, die der Staat den Wettenden mitgibt, weil das Schweizer Recht keine festen Einsatzdeckel pro Wette kennt; die Disziplin liegt beim Spieler selbst.

Spielsperre und Sperrregister

Wer sich bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperrt, kann die Sperre nicht vor Fristablauf aufheben. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Das Schweizer Recht sieht zudem eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage vor, separat zur Verlustlimite. Wer bei der Loterie Romande eine Sperre auslöst, landet im gleichen Register.

Wer von einer Spielsperre betroffen ist, kann keine Gewinne aus Sportwetten geltend machen. Eine Spielersperre umfasst sowohl ausstehende Wetten als auch Gewinne: Das Sperrregister schliesst die Teilnahme aus. Wer in eine Überschuldungssituation gerät oder Zeichen einer Spielsucht zeigt, sollte eine Spielsperre in Betracht ziehen, und das Hilfsangebot der Gespa sowie der kantonalen Fachstellen bietet eine niederschwellige Anlaufstelle.

Gespa-Testkäufe aus dem Jahr 2025

Die Gespa hat im Jahr 2025 an Verkaufsstellen überprüft, ob Minderjährige eine Sportwette abschliessen können. In 47.5 Prozent von 200 Testfällen ist ihnen das gelungen. Das ist eine Bemerkung wert, weil der Verkaufsstellenkanal trotz der Schweizer Bewilligung ein schwaches Glied in der Schutzkette sein kann. Online ist die Prüfung strenger, weil das Identifikationsverfahren anhand eines Ausweises verläuft und gegen Adressdatenbanken geprüft wird. Wer eine Lucky 31 online stellt, durchläuft die Online-Verifikation; wer sie in einer Verkaufsstelle abgibt, sollte darauf achten, dass die Verkaufsperson das Alter prüft.

Quoten, Livewetten und Spezialfunktionen im System

Bonusfunktionen, die direkt auf die Auszahlung wirken

Bei Sporttip lassen sich Quotenboosts und Profitboosts nutzen, beide nur online. Quotenboosts gelten für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettender nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Für eine Lucky 31 als Mehrfachwette sind diese Funktionen nicht anwendbar, weil sie typischerweise auf Einzelwetten zielen. Was sehr wohl greift, ist der Kombiboost mit seinen Mindestquoten von 1.50 pro Voraussage.

Der Kombiboost skaliert: 5 Prozent auf vier Voraussagen, 20 Prozent auf sieben, 40 Prozent auf zehn, 100 Prozent auf fünfzehn. Eine Lucky 31 hat fünf Voraussagen und liegt damit zwischen der ersten und zweiten Stufe. Der Bonus wird auf den Nettogewinn gewährt, also auf den Auszahlungsbetrag abzüglich Einsatz. Wer eine Lucky 31 mit fünf Voraussagen und passenden Mindestquoten spielt, profitiert vom Kombiboost, sofern alle Bedingungen erfüllt sind. Bei höherer Auswahlzahl würde der Gewinn stärker steigen, aber die Trefferwahrscheinlichkeit sinkt mit jeder weiteren Auswahl.

Cash-Out: frühzeitige Auszahlung mit Einschränkungen

Bei Sporttip lässt sich Cash-Out nutzen, und zwar für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten sowie vor Spielbeginn und live. Es gilt nur als vollständiges Cash-Out, eine Teilauszahlung ist nicht möglich. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei regulärem Ausgang, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt zur Verfügung steht. Ein einmal ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Eine Lucky 31 aus 31 Linien kann nicht als Ganzes gecashoutt werden, weil das Cash-Out bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten gilt, nicht für Systemwettenpakete mit eingeschlossenen Einzelwetten. Wer auf eine einzelne Linie aus dem Paket zurückgreifen will, müsste die anderen 30 Linien entweder laufen lassen oder den Wettschein stornieren — was bei einer Systemwette nur beschränkt möglich ist, je nach Spielregeln. Was bleibt, ist die Möglichkeit, einen Teil der Auszahlung über eine separate Einzelwette oder eine Kombiwette zu steuern, die nicht Teil des Lucky-31-Pakets ist.

Livewetten und Ergebnisabsicherung

Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, was den Bruttogewinn neutralisiert und nur den Einsatz zurückgibt. Diese Regel ist eine Antwort auf das Risiko von Wetten mit Informationsvorsprung; sie schützt den Veranstalter, aber sie durchbricht die Quotenrechnung jeder Livewette.

Für die Lucky 31 als Prematch-Paket spielt diese Live-Regel keine Rolle, weil das System vor Spielbeginn abgeschlossen wird. Sobald ein Spiel im Paket live läuft, schreitet die Auswertung der Wetten fort, wie es die Spielregeln vorsehen. Verzögerungen, Annullierungen und vorzeitige Beendigungen greifen in die Auszahlungsmechanik ein: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, gilt die Wette als ungültig — Einzelwetten werden zurückerstattet, in Kombiwetten bekommt die Voraussage die Quote 1.00. Bei einer Lucky 31 mit fünf Voraussagen kann ein einziger Ausfall dieser Art bereits fünf Linien entwerten.

Vergleich der Schweizer Bewilligungslage

Die nachfolgende Übersicht gruppiert die Veranstalter danach, ob sie in der Schweiz eine Bewilligung haben oder nicht. Zwei Anbieter sind in der Schweiz zugelassen, acht sind es nicht. Die zweite Spalte verweist auf die Quelle der Bewilligungsangabe — die Gespa-Register, die Spielregeln oder die Aufsichtsbehörde.

Anbieter Schweizer Bewilligung Bewilligungs- oder Aufsichtsstelle
Swisslos Sporttip Swisslos-Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz
Loterie Romande Jouez Sport Loterie-Romande-Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, SR 935.51); Aufsicht Gespa Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern), Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem Geldspielgesetz
IviBet Ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Anbieterangaben nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz nach Art. 4 BGS, Eintrag in der Gespa-Sperrliste möglich
bet365 Ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Anbieterangaben nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz nach Art. 4 BGS, Eintrag in der Gespa-Sperrliste möglich
Jackbit Ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Anbieterangaben nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz nach Art. 4 BGS, Eintrag in der Gespa-Sperrliste möglich
Sportaza Ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Anbieterangaben nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz nach Art. 4 BGS, Eintrag in der Gespa-Sperrliste möglich
HornetBet Ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Anbieterangaben nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz nach Art. 4 BGS, Eintrag in der Gespa-Sperrliste möglich
Bahigo Ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Anbieterangaben nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz nach Art. 4 BGS, Eintrag in der Gespa-Sperrliste möglich
FortuneJack Ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Anbieterangaben nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz nach Art. 4 BGS, Eintrag in der Gespa-Sperrliste möglich
Coolzino Ohne Schweizer Bewilligung Lizenz laut Anbieterangaben nicht festgestellt, keine Geltung in der Schweiz nach Art. 4 BGS, Eintrag in der Gespa-Sperrliste möglich

Die Tabelle zeigt einen nüchternen Befund: In der Schweiz sind nur Swisslos Sporttip und Loterie Romande Jouez Sport zugelassen. Alle anderen gelisteten Marken haben keine Schweizer Bewilligung und sind deshalb aus Sicht des Schweizer Rechts keine Adresse für eine reguläre Sportwette. Wer sich in der Schweiz für eine Lucky 31 interessiert, ist bei diesen beiden Organisatoren an der richtigen Stelle.

Swisslos Sporttip — der bewilligte Veranstalter für die Deutschschweiz

Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, die Sportwetten unter dem Markennamen Sporttip anbietet. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Das ist 19 Deutschschweizer Kantone, der Tessin und das Fürstentum zusammen. Sporttip ist dort das einzige legal angebotene Sportwettenprodukt.

Was die Lucky 31 betrifft, ist Sporttip auf Systemwetten ausgelegt: Die Höchstgrenze für eine Systemwette liegt bei CHF 10’000, das ist deutlich mehr als die Höchstgrenze für Einzel- und Kombinationswetten von CHF 1’000. Wer mit höheren Einsätzen pro Linie spielt, hat hier mehr Spielraum, solange die Verlustlimiten und das eigene Budget es erlauben. Die Online-Registrierung verlangt einen Ausweis und einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet. Wer bereits ein Konto hat, kann die Funktionen für Kombiboost, Quotenboost und Profitboost nutzen, soweit sie auf die Wettform passen.

Die Spielregeln enthalten einige Schutzmassnahmen, die für Systemwetter relevant sind: Kombinationen aus abhängigen Ereignissen derselben Sportveranstaltung sind nur über den Bet-Builder zulässig. Wer Wetten auf laufende Ereignisse verspätet abgibt, hat mit Quote 1.00 zu rechnen. Bei spielentscheidenden Szenen kann Swisslos Wetten auf Quote 1.00 setzen. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht nachgeholt, gibt es den Einsatz zurück oder die Quote 1.00 im Kombipaket. Diese Mechanismen greifen bei einer Lucky 31 genauso wie bei einer normalen Kombiwette — nur auf 31 Linien verteilt.

Wer in der Deutschschweiz wohnt und eine Lucky 31 stellen will, der findet bei Sporttip den einzigen bewilligten Zugang dazu. Voraussetzung ist ein verifiziertes Online-Konto, ein gesetztes Verlustlimit und die Bestätigung, dass die fünf Auswahlen die Mindestquoten für den Kombiboost erfüllen, wenn man ihn nutzen will.

Loterie Romande Jouez Sport — der bewilligte Veranstalter für die Westschweiz

Die Loterie Romande ist die Lotteriegesellschaft für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie führt Sportwetten unter dem Markennamen Jouez Sport durch und unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz mit rund 221 Mitarbeitenden. Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14 in Lausanne. Wer in einem dieser sechs Kantone wohnt, kann online ein Konto eröffnen und an Jouez Sport teilnehmen.

Die Einsatzmechanik bei Jouez Sport ist konservativer als bei Sporttip: Der Mindesteinsatz liegt online bei CHF 2, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, und der Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Lucky 31 mit mittlerem Linieneinsatz passt in diesen Rahmen, aber wer den Höchsteinsatz pro Linie anpeilt, der stösst wegen des Wettscheindeckels sehr schnell an die Grenze. Der Höchstgewinn pro Wette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Die Gesamtquote einer Kombiwette darf 100’000 nicht übersteigen — eine Quote-Obergrenze, die für hochquotige Fünffachkombis ein realer Engpass werden kann.

Wer aus der Westschweiz kommt, hat mit Jouez Sport den einzigen bewilligten Zugang zu Sportwetten. Das System aus Verlustlimiten und Sperrregistern entspricht dem Schweizer Standard, und die Spielregeln sind im Règlement Jouez Sport, 17. Auflage von September 2024, festgehalten. Für eine Lucky 31 ist die Frage vor allem, ob der Wettscheindeckel und die Quotenobergrenze zum geplanten Wettprogramm passen.

Ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung im Überblick

Die übrigen acht Anbieter — IviBet, bet365, Jackbit, Sportaza, HornetBet, Bahigo, FortuneJack und Coolzino — besitzen keine Schweizer Bewilligung. Sie sind in der Schweiz weder als Lotterie- noch als Sportwettenveranstalter zugelassen, ihre Lizenzangaben aus anderen Jurisdiktionen haben in der Schweiz keine Geltung, und ein allfälliger Eintrag in der Gespa-Sperrliste ist möglich. Wer sich aus persönlichem Interesse mit diesen Plattformen befasst, sollte prüfen, ob die eigene Internetverbindung die Domains bereits blockiert und welche Konsequenzen das für Auszahlungen hat.

Im Rahmen dieser Übersicht interessieren diese Marken, weil Suchende nach einer Lucky 31 in der Schweiz unweigerlich auf sie stossen — via Werbung, Vergleichsseiten, Affiliate-Links. Die rechtliche Realität bleibt: Eine Lucky 31 auf einer Plattform ohne Schweizer Bewilligung spielen heisst, den Schutz des BGS, das Sperrregister und die Schweizer Aufsicht zu verlassen. Die Werbekanäle für ausländische Anbieter sind in der Schweiz verboten, gemäss Art. 74 Abs. 3 BGS, und Verstösse können mit Bussen bis zu CHF 500’000 geahndet werden. Das ändert nichts an der Existenz solcher Plattformen, aber es verschiebt das rechtliche Umfeld grundlegend.

Was eine Lucky 31 inhaltlich trägt, ändert sich mit dem Anbieter nicht — fünf Auswahlen, 31 Linien, Produkt aller Quoten innerhalb jeder Linie. Was sich ändert, ist die Frage, ob die Auszahlung in der Schweiz ankommt und ob im Streitfall ein Schweizer Gericht zuständig ist. Ausländische Plattformen lohnen sich für Personen mit Wohnsitz in der Schweiz vor allem dann, wenn sie die Schweizer Sperre und die fehlende Aufsicht bewusst akzeptieren.

Steuern und Auszahlungspraxis

Wann ein Gewinn steuerfrei ist

Gewinne aus bewilligten Grossspielen sind in der Schweiz einkommensteuerfrei bis zum kantonal unterschiedlichen Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Auf Bundesebene gilt ab dem 1. Januar 2026 ein Freibetrag von CHF 1’071’000 pro Gewinn, im Vorjahr lag er bei CHF 1’070’400. Über dem Freibetrag zieht die Organisatorin 35 Prozent Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Für die meisten Wettenden liegt der Gewinn aus einer Lucky 31 deutlich unter dem Freibetrag, sodass keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer anfallen.

Was sich nicht pauschal sagen lässt, ist die kantonale Praxis. Jeder Kanton setzt seinen eigenen Freibetrag, daher kann die Regel «bis zum Freibetrag steuerfrei» je nach Wohnsitz unterschiedlich ausfallen. Wer einen Grossgewinn aus einer Lucky 31 erwartet, fragt die Steuerverwaltung des Kantons oder eine Steuerberatung. Bei den ausländischen Plattformen greift die Verrechnungssteuer ohnehin nicht, weil der Veranstalter nicht in der Schweiz sitzt; dafür wenden einige Kantone die Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, ohne Freibetrag.

Auszahlung auf das eigene Konto

Gewinne und Spielguthaben werden bei Schweizer Veranstaltern ausschliesslich auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers ausgezahlt. Anonyme Auszahlungen oder Kryptowährungs-Auszahlungen sind im bewilligten Betrieb nicht zulässig. Wer auf eine Lucky 31 bei Sporttip oder Jouez Sport einen Gewinn einfährt, der erhält den Betrag auf das verifizierte Bankkonto oder die hinterlegte Zahlungsadresse. Das schweizerische Recht erlaubt keinen Kredit an Spielende, was bedeutet, dass das Spielguthaben nicht überzogen werden kann.

Bei Sporttip verfallen Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, zugunsten des Swisslos-Zwecks. Wer eine Auszahlung verweigert sieht, kann innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief Einsprache erheben. Diese Mechanik gehört zu den festen Spielregeln; sie ist kein Anlass zur Sorge, sofern die Auszahlung im üblichen Rahmen erfolgt.

Häufige Fragen

Was genau ist eine Lucky 31 Wette und wie viele Auswahlen braucht sie?

Die Lucky 31 ist eine Full-Cover-Wette auf fünf Auswahlen, die alle möglichen Kombinationen aus diesen fünf Auswahlen enthält: 5 Einzelwetten, 10 Doppelwetten, 10 Dreierwetten, 5 Vierfachwetten und 1 Fünffachwette, also 31 Wetten insgesamt. Sie verlangt immer genau fünf Voraussagen, weil sich die 31 Linien aus der Kombination dieser fünf Auswahlen ergeben, und sie schliesst die Einzelwetten zwingend ein, im Unterschied zu einem normalen Kombischein.

Wie verteilen sich die 31 Wetten auf die einzelnen Ebenen?

Von den 31 Wetten sind 5 Einzelwetten auf jede Auswahl allein, 10 Doppelwetten auf jede Kombination von 2 Auswahlen, 10 Dreierwetten auf jede Kombination von 3 Auswahlen, 5 Vierfachwetten auf jede Kombination von 4 Auswahlen und 1 Fünffachwette auf alle 5 Auswahlen zusammen. Die Aufteilung folgt der mathematischen Anzahl der möglichen Kombinationen k aus 5, summiert von k = 1 bis k = 5.

Worin unterscheiden sich Lucky 15, Lucky 31 und Lucky 63?

Die drei Wetten gehören zur gleichen Familie der Full-Cover-Wetten und unterscheiden sich in der Anzahl Auswahlen und damit in der Anzahl Linien. Eine Lucky 15 nutzt 4 Auswahlen und enthält 15 Wetten, eine Lucky 31 nutzt 5 Auswahlen und enthält 31 Wetten, eine Lucky 63 nutzt 6 Auswahlen und enthält 63 Wetten. Mit jeder zusätzlichen Auswahl wächst die Anzahl der Linien überproportional und der maximale Auszahlungshebel, aber auch die Trefferunsicherheit.

Wie lässt sich der Gesamteinsatz einer Lucky 31 berechnen?

Der Gesamteinsatz ergibt sich als Linieneinsatz mal 31. Wer CHF 1 pro Linie setzt, zahlt CHF 31 insgesamt. Bei CHF 5 pro Linie sind es CHF 155, bei CHF 10 pro Linie sind es CHF 310. Die Höchsteinsätze pro Systemwette und die Wettscheindeckel der Veranstalter setzen dem nach oben eine Grenze, was vor allem für hohe Linieneinsätze relevant wird.

Welche Einsatzgrenzen gelten bei Jouez Sport?

Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 und in Verkaufsstellen bei CHF 3, der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten beträgt CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Lucky 31 mit 31 Linien stösst bei einem Linieneinsatz von rund CHF 241.94 an den Wettscheindeckel, deutlich bevor der Einzelwetten-Höchsteinsatz von CHF 500 pro Linie ausgeschöpft wäre.

Was bedeutet die Marge im Preis jeder Quote für ein Paket aus vielen Wetten?

Die Marge ist der Anteil am Einsatz, den der Veranstalter einbehält. Sie wird nicht auf dem Wettschein ausgewiesen, sondern ergibt sich aus der Differenz zwischen 100 Prozent und der Auszahlungsquote des Marktes. Bei einer Lucky 31 laufen 31 Margen parallel, jede auf ihrer Linie, sodass die durchschnittliche Marge des Pakets nicht eine einzelne Zahl ist, sondern die gewichtete Summe der einzelnen Margen der 31 Wetten — abhängig davon, welche Märkte ausgewählt wurden und wie hoch die Quoten sind.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»