Online Cricket Wetten in der Schweiz: Anbieter, Regeln und was ein Wettschein wirklich kostet
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Aktualisiert: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) und gegen die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten.
Wer in der Schweiz auf Cricket wetten will, betritt zuerst eine rechtliche Engstelle und danach eine fachliche. Rechtlich ist die Auswahl an Veranstaltern seit dem Geldspielgesetz von 2019 auf zwei Namen begrenzt; fachlich ist Cricket eine Sportart, in der ein Wettschein über mehrere Tage laufen kann, in der das Wetter eine eigene Rolle spielt und in der die Wettmärkte nicht alle drei Resultate kennen, die ein Fussballspiel hätte. Wer das nicht im Wettschein mitdenkt, zahlt am Ende drauf. Im Folgenden werden die Bewilligungslage, die Spielformen sowie die Mechanik von Quote, Marge und Wettgewinn erläutert, gefolgt von einer Übersicht der Anbieter im bewilligten wie im unbewilligten Lager.
Die zugelassenen Veranstalter und der Vergleich nach Bewilligung
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur zwei Veranstalter anbieten: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Beide stützen sich auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen von 2019 und auf eine Bewilligung der Gespa. Wer bei einem anderen Anbieter ein Konto eröffnet, tut es ohne Schweizer Bewilligung — das heisst ohne Schutz durch das Schweizer Sperrsystem, ohne Anbindung an die Schweizer Verlustbereiche und ohne die Schweizer Verrechnungssteuer, die bei sehr hohen Gewinnen greift. Diese Trennung ist die wichtigste Information auf der Seite und wird im Abschnitt zur Rechtslage vertieft.

Die Tabelle ordnet die Anbieter nach Bewilligungsstatus, Veranstalter und Bewilligungsgrundlage. Eine Spalte mit Auszahlungsdauer oder Zahlungsmethoden fehlt, weil die Faktenlage für die ausländischen Marken dazu keine belastbaren Werte liefert und eine Spalte voller Lücken dem Leser weniger sagt als gar keine Spalte.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter und Bewilligungsgrundlage |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung (BGS, Gespa) | Société de la Loterie de la Suisse Romande; Produkt Jouez Sport |
| Betscore | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| 22Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| bet-at-home | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| Betify | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| ZotaBet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| BetAlright | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| N1 Bet | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
| BetFury | ohne Schweizer Bewilligung | ausländische Lizenz ohne Kraft in der Schweiz (Art. 4 BGS); kann auf der Gespa-Sperrliste stehen |
Die Logik der Tabelle ist einfach: zwei Schweizer Organisatoren mit voller Aufsicht durch die Gespa, acht ausländische Marken ohne Schweizer Bewilligung und ohne Anbindung an die Schweizer Spielsperre. Auszahlungsdauer, Zahlungswege oder Bonusbedingungen der ausländischen Marken erscheinen hier bewusst nicht, weil sie sich jederzeit ändern und die Aufsicht in der Schweiz nicht greift — wer diese Punkte prüfen will, sieht in die AGB des jeweiligen Anbieters, nicht in eine Liste, die schon beim Verfassen veraltet wäre.
Swisslos Sporttip — der einzige Anbieter für die Deutschschweiz
Swisslos ist die Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel und organisiert Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip. Das Vertragsgebiet von Swisslos deckt 19 Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein ab. Wer dort wohnt und volljährig ist, kann ein Online-Konto eröffnen, die Verlustlimiten setzen und auf Cricket wetten, falls die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten Cricket enthält.

Das Sporttip-Angebot für Cricket hängt davon ab, ob die Gespa Cricket in der aktuellen Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten führt. Nur was dort steht, darf angeboten werden; was nicht dort steht, fällt aus dem Programm, selbst wenn der internationale Cricket-Führerspiele-Tross bedeutende Themen liefert. Wer auf ein bestimmtes Format wetten will, prüft darum zuerst das Sporttip-Wettprogramm, nicht die Cricket-News.
Die Einsatzlimiten sind eng: Der Mindesteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette beträgt CHF 1, der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und bei CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen anpassen; eine Wette oberhalb der Limite wird nicht angenommen. Cash-Out ist verfügbar — für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur ohne Teilauszahlung; Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten und der Betrag fällt typischerweise tiefer aus als der nicht vorzeitige Wettgewinn.
Verdikt: Für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein ist Sporttip die einzige bewilligte Adresse. Wer dort spielt, akzeptiert ein enges Marktangebot und vergleichsweise tiefe Einsatzlimiten, bekommt im Gegenzug die Schweizer Aufsicht und ein funktionierendes Sperrsystem.
Loterie Romande Jouez Sport — das Gegenstück für die Romandie
Die Loterie Romande organisiert Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sie hat ihren Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne) und betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Die Online-Teilnahme ist möglich, aber wie bei Swisslos an den Wohnsitz im Vertragsgebiet gebunden.
Die Spielregeln, die Verlustlimiten, die Pflicht zur Identitätsprüfung und die Aufsicht durch die Gespa sind im Aufbau identisch mit jenen von Swisslos; die Marke und die Wettprogramme sind es nicht. Wer in der Romandie wohnt und Cricket wetten will, geht zu Jouez Sport, nicht zu Sporttip.
Verdikt: Für die Romandie ist Jouez Sport der einzige bewilligte Anbieter. Für wen die Deutschschweizer Marke schon vor der ersten Wette ein vertrauter Name war, ist die Westschweizer Schwester organisatorisch gleich aufgebaut; der Unterschied liegt im Produktnamen und im Wettprogramm.
Ausländische Marken — was «ohne Schweizer Bewilligung» konkret heisst
Acht der zehn Anbieter in der Tabelle führen keine Schweizer Bewilligung: Betscore, 22Bet, bet-at-home, Betify, ZotaBet, BetAlright, N1 Bet und BetFury. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer dort spielt, hat keinen Zugang zur Schweizer Spielsperre, keinen Schweizer Vollstreckungspfad bei Streit und keine Schweizer Aufsicht über das Angebot. Die Gespa kann die Domains solcher Anbieter auf die Sperrliste setzen; Schweizer Telekomanbieter sperren sie per DNS, was den Zugang erschwert, aber nicht jeden Spieler erreicht.
Ein konkreter Punkt, der im Inland auffällt: Das Schweizer Geldspielgesetz verbietet Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel (Art. 74 Abs. 3 BGS), und eine Zuwiderhandlung kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Werbung heisst hier auch, dass diese Seite einen ausländischen Anbieter beschreibt, ohne ihn zu bewerben — der Name steht, der Werbekanon bleibt aus.
Verdikt: Eine ausländische Marke zu nutzen heisst, das gesamte Schutzsystem der Gespa- und BGS-Aufsicht zu verlassen, und genau diesen Schutz tauscht man gegen tiefere Limits oder ein grösseres Wettprogramm. Wer bewusst spielt, sollte wissen, dass eine Beschwerdestelle in der Schweiz für Streit mit einem ausländischen Anbieter praktisch nicht existiert.
Spielplan: Cricket, gespielt über fünf Tage oder zwanzig Overs
Cricket ist nicht eine Sportart, sondern ein Bündel von Formaten, und das Format entscheidet darüber, was ein Wettschein überhaupt leistet. Im Cricket stehen sich zwei Mannschaften mit je elf Spielern gegenüber; ein Spiel hat zwei oder vier Innings, ein Over umfasst sechs reguläre Bälle. Wer auf einen Marktwert wettet, sollte das Format kennen, sonst passt die Wette zum falschen Spiel.
Test, ODI und T20 — drei Spiellängen, drei Wettwelten
Ein Test-Match dauert bis zu fünf Tage mit täglich drei Sessions von ungefähr zwei Stunden; jede Mannschaft hat zwei Innings, in denen sie je einmal schlägt und einmal im Feld steht. Ein One-Day International (ODI) umfasst in der Regel 50 Overs pro Innings und wird an einem Tag ausgetragen. Ein Twenty20 (T20) schliesslich beschränkt jede Innings auf 20 Overs und ist auf maximal 75 Minuten pro Innings angelegt.
Die Länge hat zwei direkte Folgen für den Wettschein: Bei einem Test-Match ist eine Wette nicht nach 90 Minuten «durch», sondern läuft mit dem Spiel über Tage, was die psychologische Kontrolle über das eigene Wettverhalten erschwert. Bei einem T20 ist das Spiel nach ungefähr drei Stunden fertig, was den Wettschein in eine vertraute Beobachtungszeit einbettet. Märkte, die im Fussball selbstverständlich sind — etwa Eckbälle oder Karten —, fehlen im Cricket; das Angebot dreht sich um Sieger, Runs, Wickets, Over-Linien, Partnership-Werte und bei Limited-Overs-Formaten auch um die Anzahl der Boundaries.
Draw, Tie und No Result — drei Resultate, die das Fussballrepertoire nicht hat
Ein Limited-Overs-Match kennt im Wettschein nicht zwei, sondern drei oder vier mögliche Ausgänge: Sieg der einen Mannschaft, Sieg der anderen, Tie (Punktgleichstand nach allen Innings, was als sehr selten gilt) und bei Limited-Overs-Formaten zusätzlich No Result (Spiel wird nicht zu Ende gespielt). Ein Test-Match kennt zusätzlich den Draw, bei dem die Zeit vor dem Ende aller Innings abläuft. Ein Wettschein auf «Sieg Indien» kann also leer ausgehen, weil das Spiel in ein Draw rutscht oder nach Regen als No Result gewertet wird. Wer diesen Resultatetopf ignoriert, wettet gegen eine Quote, die der Markt bewusst enger stellt, weil sie das Risiko einkalkuliert.
Duckworth-Lewis-Stern — wenn der Wetter die Partie entscheidet
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft in durch Wetter unterbrochenen Limited-Overs-Spielen. In einem 50-Over-Match muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, in einem Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als No Result gewertet; eine Ausnahme gilt, wenn ein Team all out ist oder das Ziel früher erreicht. Die Methode wurde 1997 eingeführt und 1999 vom International Cricket Council (ICC) offiziell übernommen; seit November 2014 trägt sie nach dem Statistiker Steven Stern den heutigen Namen.
Die Folge für eine Wette: Ein Wettschein, der nach dem ursprünglichen Spielstand ausgewertet wird, kann durch eine Regenunterbrechung zu einem anderen Resultat kommen als erwartet. Die Asian-Handicap-Linie, die Over/Under-Linie und die Sieger-Wette werden in der Regel nach den Regeln der Duckworth-Lewis-Stern-Methode neu berechnet. Wer bei einem Livewetter-Markt in ein laufendes Spiel einsteigt, sollte das Regelwerk kennen, sonst wettet er gegen eine Buchmacher-Logik, die er nicht mitrechnet.
Wettquoten, Marge und das, was eine Quote wirklich bedeutet
Eine Quote ist kein Versprechen, sondern ein Preis, in dem die Marge des Anbieters eingepreist ist. Wer das nicht weiss, vergleicht zwei Quoten, die nicht dieselbe Quote sind. Der Abschnitt erklärt, was eine Quote bei Cricket ausmacht und was eine angenommene Beispielrechnung über die Marge verrät.
Wie eine Quote entsteht
Eine faire Zweiwegequote ohne Marge wäre auf beiden Seiten 2.00 — wer richtig liegt, bekommt seinen Einsatz verdoppelt zurück. In der Praxis quotiert der Anbieter so, dass beide Seiten unter 2.00 liegen, zum Beispiel 1.90 / 1.90. Die Differenz zwischen 100 % und der tatsächlichen Auszahlungsquote ist die Marge des Anbieters.
Für die Beispielrechnung: Auszahlungsquote = 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,95 = 95 %. Die Marge ist 100 % − 95 % = 5 %. Bei einem Markt mit drei Ausgängen — etwa Sieg A, Sieg B und Draw — verschiebt sich die Marge nach oben, weil die Summe der Kehrwerte mehr Faktor enthält. Eine Zweiwegequote von 1.90 / 1.90 entspricht einer fairen Zweiwegequote, an der die Anbieter 5 von 100 CHF Einsatz als Bruttomarge einbehalten; bei einem Dreiwege-Markt mit 2.00 / 3.50 / 4.00 liegt die Auszahlungsquote tiefer, die Marge entsprechend höher. Die Marge ist also kein Zufall und keine versteckte Gebühr, sondern die Mechanik, mit der ein Buchmärkte.
Beispielrechnung: Marge bei 1.90 / 1.90
Die folgende Beispielrechnung nutzt Quoten, die der Anbieter nicht nennt, sondern die der Leser als Illustration versteht. Sie zeigen, wie sich aus zwei scheinbar «fairen» Quoten eine Bruttomarge ergibt.
Bei einer Zweiwegequote von 1.90 auf jeder Seite beträgt die Auszahlungsquote rund 95 % und die Marge rund 5 %. Bei einer Zweiwegequote von 1.85 auf jeder Seite beträgt die Auszahlungsquote rund 92,7 % und die Marge rund 7,3 %. Bei einer Zweiwegequote von 1.95 auf jeder Seite beträgt die Auszahlungsquote rund 97,4 % und die Marge rund 2,6 %. Drei Szenarien, alle aus der gleichen Formel, alle für einen Markt, an dem es nur zwei Ausgänge gibt. Das ist die Bandbreite, in der sich Cricket-Quoten auf den beiden Schweizer Plattformen typischerweise bewegen, wenn auch nicht jede Wettart auf diesem Niveau liegt.
Bei Limited-Overs-Cricket mit drei Ausgängen — Sieg A, Sieg B, Draw — liegt die Bruttomarge höher; eine Beispielrechnung mit Quoten 2.20 / 3.40 / 3.20 ergibt eine Auszahlungsquote von rund 86 % und eine Marge von rund 14 %. Bei Test-Match-Märkten mit vier Ausgängen (Sieg A, Sieg B, Draw, Tie) steigt sie weiter. Die Bruttomarge ist also nicht eine Konstante, sondern eine Funktion der Anzahl Ausgänge und der Verteilung der Quoten.
Wettgewinn, Einsatz und die einfache Multiplikation
Ein Wettgewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote. Bei einem Einsatz von CHF 1 auf Quote 2.50 erhält der Spielende im Erfolgsfall CHF 2.50 zurück, davon CHF 1.50 Nettogewinn. Bei einer Kombinationswette mit zwei Auswahlen zu 2.00 und 3.00 multiplizieren sich die Quoten zur Gesamtquote 6.00; ein Einsatz von CHF 1 zahlt im Erfolgsfall CHF 6.00, davon CHF 5.00 Nettogewinn.
Was die Rechnung nicht zeigt: Je mehr Beineausen kombiniert werden, desto höher die Bruttomarge, weil jeder einzelne Markt seinen Anteil einbringt. Eine Viererkombi auf vier Märkten zu je 1.90 hat eine Gesamtquote von 1.90⁴ = 13.03, aber eine kombinierte Bruttomarge, die deutlich über 5 % liegt. Die Quote wächst, die Wahrscheinlichkeit sinkt, der erwartete Verlust wächst. Wer die Quoten multipliziert, ohne die Margen zu addieren, sieht den versprochenen Gewinn und übersieht den erwarteten Verlust.
Live-Wetten, Cash-Out und die Mechanik, die jeder Wettschein mitbringt
Cricket ist nicht nur Format und Regel, sondern auch ein Spiel über lange Zeit, in dem sich der Wettschein verändern kann, bevor das letzte Over gespielt ist. Die folgenden Abschnitte ordnen die Funktionen live, die Sporttip anbietet, und grenzen sie von dem ab, was die Plattform nicht verspricht.
Livewetten bei Sporttip — Quote 1.00 in spielentscheidenden Situationen
Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; das gilt insbesondere für spielentscheidende Situationen wie einen Elfmeter im Fussball, eine Rote Karte oder eine Videoschiedsrichter-Entscheidung. Im Cricket gibt es vergleichbare spielentscheidende Situationen — der letzte Ball eines Super Overs, das entscheidende Wicket, die Bestätigung eines Reviews — und die Logik der Plattform gilt sinngemäss.
Die Konsequenz für den Spielenden: Eine Livewette, die nach dem entscheidenden Ereignis platziert wird, zahlt den Einsatz zurück und keinen Gewinn. Wer auf «nächster Ball ist ein Wicket» wettet, sieht das Wicket fallen und klickt dann, hat die Wette schon verloren, bevor der Wettschein angenommen wird. Diese Mechanik ist nicht betrügerisch, sondern eine Spielregel, die der Anbieter offenlegt und die der Spielende kennen muss.
Cash-Out — verfügbar, aber nicht garantiert
Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen; eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt zur Verfügung steht, besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden.
Der Vorteil für den Spielenden: Eine Wette, die kippt, lässt sich vor dem Ende zu einem reduzierten Betrag schliessen. Der Preis dafür: Der Anbieter behält einen Teil des Wertes, und der Cash-Out-Knopf verschwindet in genau den Situationen, in denen er psychologisch am wichtigsten wäre — kurz vor dem letzten Ball, wenn das Ergebnis noch offen ist.
Quoten- und Profitboosts — einmalig, begrenzt, an Einsatz gebunden
Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage und erhöhen die ausgewählte Quote; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Das klingt nach Mehrwert, ist aber in der Mechanik eine Einmal-Aktion mit niedrigerem Höchsteinsatz als eine Normalwette. Wer einen Boost nutzt, tauscht Flexibilität gegen ein paar Rappen mehr Quote.
Bet Builder und voneinander abhängige Ereignisse
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Der Hintergrund: Eine Kombination aus «Sieg Indien» und «Indien schlägt zuerst» ist keine unabhängige Auswahl und gehört in einen Bet Builder, nicht in eine Kombiwette. Die Regel verhindert, dass die Quote künstlich aufgeblasen wird, weil die zweite Auswahl durch die erste schon fast feststeht.
Verlustlimiten, Spielsperre und der Schutz, der nicht überall greift
Wer bei einem bewilligten Schweizer Anbieter spielt, bekommt ein Schutzsystem, das bei ausländischen Marken fehlt. Wer bei einer ausländischen Marke spielt, hat diesen Schutz nicht — und sollte sich bewusst sein, dass die Werbung «verantwortungsbewusst spielen» auf einer Plattform ohne Schweizer Aufsicht nicht das Gleiche bedeutet wie auf einer Plattform mit Gespa-Aufsicht.
Verlustlimiten und ihre Mechanik
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für einen, sieben und 30 Tage setzen; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — die Sperrfrist ist eine Schutzmassnahme gegen das Nachschärfen in der Hitze des Spiels. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Das Gesetz sieht vor, dass eine Senkung sofort und eine Erhöhung frühestens nach 24 Stunden gilt; Swisslos und Loterie Romande ziehen die Frist auf 72 Stunden, was im Interesse der Spielenden enger ist als das Minimum.
Die Logik dahinter: Wer eine Limite setzt, schützt sich nicht nur vor Verlust, sondern auch vor dem eigenen Verhalten in einer emotionalen Spielsituation. Eine Limite von CHF 200 pro Woche ist eine Selbstbeschränkung, die am Tag des Spiels gilt, nicht erst nach dem Verlust.
Spielsperre — das schweizweite Register
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für einen bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine freiwillige Spielsperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, und zwar unter Einbezug einer Fachstelle. Wer in der Romandie wohnt und bei Jouez Sport spielt, ist an die Sperrregeln der Loterie Romande gebunden, die im Aufbau identisch funktionieren.
Die Logik dahinter: Eine Spielsperre ist nicht ein Werbegag, sondern ein rechtlich wirkenderes Instrument mit Folgen über die Plattform hinaus. Wer sich bei Swisslos sperrt, kann am gleichen Schalter kein Konto mehr eröffnen und ist im Schweizer Sperrsystem eingetragen. Das funktioniert, weil die Gespa das Register führt und die bewilligten Anbieter an dieses Register angeschlossen sind. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, ist nicht in dieses Register eingetragen, und eine schweizweite Sperre wirkt dort nicht.
Werbung, Gratiswetten und die Linie, die die Aufsicht zieht
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht auf Minderjährige oder gesperrte Personen zielen. Werbung für nicht bewilligtes Glücksspiel in der Schweiz ist verboten und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 geahndet werden. Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa — 2025 hat die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos erteilt. Die Quote eines Bonus ist also nicht die Quote einer Normalwette, und der Bonusrahmen ist eng.
Die Konsequenz für den Spielenden: Ein Bonus auf einer ausländischen Plattform ist keine Einladung der Schweizer Aufsicht, sondern ein Werbeangebot eines Anbieters ohne Schweizer Bewilligung. Wer einen Bonus annimmt, akzeptiert die Regeln der Plattform, nicht der Gespa.
Was auf dem Wettschein steht und was die Gespa-Liste erlaubt
Cricket ist im Schweizer Wettprogramm nicht selbstverständlich; was angeboten werden darf, steht in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (10.09.2026). Die Liste ist eine geschlossene Liste: Was nicht draufsteht, ist nicht erlaubt. Was nicht erlaubt ist, kann auf einer bewilligten Plattform nicht gewettet werden — auch wenn der internationale Cricket-Kalender es hergibt.
Märkte, die auf Sporttip angeboten werden können
Was die Liste abdeckt, hängt von der Version ab; Cricket kann enthalten sein, muss aber nicht. Wer auf eine bestimmte Cricket-Liga wetten will, prüft das Sporttip-Wettprogramm, bevor er einen Klick macht. Märkte sind in der Regel: Sieger, Top-over-Batting-Scorer, Top-over-Wicket-Taker, Over/Under-Runs, Over/Under-Wickets, Method of Dismissal (sofern in der Liste), und bei Limited-Overs-Formaten Handicap-Linien auf Runs. Was die Liste nicht enthält, sind Märkte, die im Fussball selbstverständlich sind — Eckbälle, Karten, Halbzeitresultate —, und es gibt keinen Esports-Abschnitt.
Märkte, die es auf Sporttip nicht gibt
Wer auf eine Cricket-Wette klickt, die das Programm nicht anbietet, bekommt die Wette nicht angenommen. Wer auf eine Wette klickt, die irrtümlich angenommen wurde und gegen die Spielregeln verstösst, riskiert die Annullierung und die Rückzahlung des Einsatzes. Die Konsequenz: Wer eine Wette platzieren will, schaut zuerst ins Programm, dann erst in die Statistik. Die Quote einer Wette, die nicht angenommen wird, ist eine Quote, die nie bezahlt hat.
Wettturniere und Spielplan: World Cup, IPL und der Breitenkalender
Der Cricket-Kalender ist das, was ihn von Fussball unterscheidet: Der Cricket World Cup findet alle vier Jahre statt und wird mit 50 Overs pro Innings gespielt, seit 1987 (zuvor 60). Die erste Austragung war 1975 in England. Rekordsieger ist Australien mit sechs Titeln. Den Cricket World Cup 2023 gewann Australien, Gastgeber war Indien. Die Ausgabe 2027 wird in Südafrika, Simbabwe und Namibia ausgetragen und auf 14 Teams erweitert.
Das Finale 2019 ist ein gutes Beispiel für Cricket-Eigenheiten: Nach 50 Overs stand es 241:241:2021; im Super Over 15:15; England gewann anhand der Zahl der Boundaries. Wer auf den Sieger wettete, gewann; wer auf «mehr Runs» wettete, hatte eine Wette, die der Cricket-Kalender selten produziert; wer auf die Methode des Siegs wettete, hatte eine Wette, die im Wettschein oft nicht angeboten wird. Auf nationaler Ebene ist die Indian Premier League (IPL) ein Beispiel für eine Twenty20-Liga mit internationalen Spielern, daneben gibt es die Big Bash League in Australien und andere nationale Twenty20-Wettbewerbe. Wer auf eine nationale Liga wetten will, sollte prüfen, ob die Gespa-Liste die Liga enthält.
Spielplan als Wettkontext
Der Spielplan entscheidet, wann ein Wettschein reif wird. Bei einem mehrtägigen Test-Match beginnt der Wettschein am ersten Tag und endet am fünften; bei einem ODI am Vormittag Schweizer Zeit, beim IPL-Match in der Nacht. Wer auf einen Markt wettet, der zur Halbzeit ausgewertet wird, sollte die Halbzeit kennen — im Cricket ist das die Innings-Pause, nicht die Halbzeit im Sinne von Fussball. Wer auf den «Top Scorer» wettet, sollte wissen, dass der Top Scorer erst nach dem Ende aller Innings feststeht.
Cricket-Boni und die Mechanik, die sie kosten
Auf einer bewilligten Schweizer Plattform gibt es keine Boni, die nicht von der Gespa bewilligt sind. Quoten- und Profitboosts sind die typische Aktion; ein klassischer «100 %-Bonus» ist im Schweizer Markt unüblich und auf ausländischen Plattformen der typische Einstieg in eine Bonusmechanik, die hier nicht im Detail erklärt werden soll, weil sie für die bewilligten Anbieter nicht gilt.
Wer bei einem ausländischen Anbieter einen Bonus annimmt, akzeptiert eine Rollover-Mechanik, die üblicherweise einen Mehrfachumsatz des Bonusbetrags verlangt, bevor eine Auszahlung möglich ist. Die Mechanik kostet: Wer den Bonus fünfmal umsetzen muss, gibt fünfmal den erwarteten Verlust des Marktes aus, an dem er umsetzt. Bei einer Bruttomarge von 5 % kostet das 25 % des Bonusbetrags an erwartetem Verlust — der Bonus ist also kein Geschenk, sondern ein Darlehen an den Anbieter auf Kosten des Spielenden.
Die Konsequenz für den Spielenden: Wer einen Bonus annimmt, sollte wissen, dass der erwartete Verlust nicht nur den Bonusbetrag betrifft, sondern den Mehrfachumsatz. Wer auf einer bewilligten Plattform spielt, hat diese Mechanik nicht — der Vorteil der Schweizer Plattformen ist nicht die Höhe des Bonus, sondern das Fehlen dieser Mechanik.
Die Mechanik der Zahlen: was ein Cricket-Wettschein im Erwartungswert bedeutet
Ein Wettschein ist ein Erwartungswert, kein Gewinn. Wer das vergisst, sieht die Quote wert und die Wahrscheinlichkeit nicht. Der folgende Abschnitt fasst die Mechanik zusammen, die oben an Beispielen erläutert wurde.
Bei einer Quote von 2.50 und einem Einsatz von CHF 1 beträgt der erwartete Gewinn CHF 1.50 im Erfolgsfall, null im Misserfolgsfall. Bei einer angenommenen Wahrscheinlichkeit von 40 %, dass die Quote eintrifft, ist der Erwartungswert 0.40 × 1.50 + 0.60 × (−1.00) = 0.60 − 0.60 = 0.00. Eine faire Wette hat einen Erwartungswert von null; jede Wette hat eine Marge des Anbieters, also einen negativen Erwartungswert für den Spielenden. Die Marge ist die Bruttomarge, die der Anbieter im Markt eingepreist hat.
Bei einer Bruttomarge von 5 % verliert der Spielende im Durchschnitt 5 Cent pro 1 Franken Einsatz, der auf dem Markt bleibt. Das ist der Preis, den der Spielende für die Möglichkeit zahlt, zu wetten; ein positiver Erwartungswert ergibt sich nur, wenn der Spielende Informationen hat, die der Markt nicht hat, oder das ist nicht der Fall. Wer auf Cricket wettet, wettet gegen die Bruttomarge.
Steuern und Vollstreckung: was nach der Wette passiert
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen — wozu die ESTV Sportwetten zählt — sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundessteuerfreibetrag liegt ab dem 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonalen Freibeträge sind unterschiedlich, was den Zusatz «je nach Kanton» nötig macht. Oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die der Spielende über die Steuererklärung zurückfordern kann.
Ein typischer Wettende liegt mit seinen Gewinnen unter dem Freibetrag, zahlt keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn. Das gilt nicht für ausländische Anbieter: Gewinne von ausländischen Grossspielen fallen je nach Kanton als voll steuerbares Einkommen an; im Kanton Thurgau etwa ist die kantonale Steuerpraxis so ausgestaltet, dass Gewinne ausländischer Grossspiele unabhängig von der Höhe steuerbar sind. Wer einen grossen Gewinn bei einer ausländischen Plattform macht, sollte die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater fragen.
Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz; wer einen Einsatz von CHF 100 platziert, zahlt CHF 100 Einsatz, nicht CHF 105. Die Bruttomarge ist keine Schweizer Wettsteuer, sondern die Mechanik der Quote.
Häufige Fragen zu Cricket-Wetten in der Schweiz
Kann man in der Schweiz bei Swisslos oder Loterie Romande auf Cricket wetten?
In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten, beide stehen unter Aufsicht der Gespa. Welche Cricket-Märkte konkret angeboten werden, hängt davon ab, was die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten für Cricket enthält; die Liste ist eine geschlossene Liste und entscheidet, welche Cricket-Wetten überhaupt angeboten werden dürfen. Wer dort wohnen will, wo das Vertragsgebiet liegt, kann ein Online-Konto eröffnen; eine Verlustlimite ist vor der ersten Wette zu setzen, eine Spielsperre ist jederzeit möglich.
Was bedeuten Test, ODI und Twenty20 für die Auswahl der Wetten?
Ein Test-Match läuft über bis zu fünf Tage mit zwei Innings pro Mannschaft, ein ODI über 50 Overs pro Innings an einem Tag, ein Twenty20 über 20 Overs pro Innings mit höchstens 75 Minuten pro Innings. Für den Wettschein heisst das: Beim Test ist die Wette über Tage offen, was die Selbstkontrolle erschwert, beim ODI und T20 ist sie in einen Tag eingebettet; Märkte sind unterschiedlich — Test-Märkte kennen vier mögliche Resultate (Sieg A, Sieg B, Draw, Tie), Limited-Overs-Märkte kennen drei plus No Result. Wer das Format nicht kennt, wettet möglicherweise auf einen Markt, der für dieses Format gar nicht existiert.
Wie wirkt sich die Duckworth-Lewis-Stern-Methode auf eine Wette aus?
Die Duckworth-Lewis-Stern-Methode berechnet das Ziel der zweiten schlagenden Mannschaft bei einer Wetterunterbrechung in Limited-Overs-Matches. In 50-Over-Spielen muss jedes Team mindestens 20 Overs spielen, im Twenty20 mindestens fünf, sonst wird das Spiel als No Result gewertet; eine Ausnahme gilt, wenn ein Team all out ist oder das Ziel früher erreicht. Die Methode wurde 1997 eingeführt, 1999 vom ICC übernommen und trägt seit 2014 nach Steven Stern ihren heutigen Namen. Für die Wette heisst das: Ein Wettschein kann durch eine Regenunterbrechung neu berechnet werden, und ein Spiel kann zu No Result werden, was im Wettschein meist zur Rückzahlung des Einsatzes führt.
Wie berechnet sich der Gewinn bei Cricket-Wetten aus Einsatz und Quote?
Der Gewinn ist Einsatz mal Quote, der Bruttogewinn den Einsatz eingeschlossen. Bei einem Einsatz von CHF 1 auf Quote 2.50 erhält der Spielende CHF 2.50 zurück, davon CHF 1.50 Nettogewinn; bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Quoten der einzelnen Beine zur Gesamtquote. Die Quote ist nicht das Versprechen auf einen Gewinn, sondern der Preis, zu dem der Anbieter die Wette annimmt; die Bruttomarge ist in der Quote eingepreist und liegt je nach Markt und Ausgabezahl zwischen etwa 3 % und über 10 %.
Wie lässt sich die Marge in Cricket-Quoten abschätzen?
Die Marge ist 100 % minus der Auszahlungsquote, die sich aus der Summe der Kehrwerte der Quoten aller Ausgänge ergibt. Bei einer Zweiwegequote von 1.90 auf jeder Seite beträgt die Auszahlungsquote rund 95 % und die Marge rund 5 %; bei einer Zweiwegequote von 1.85 / 1.85 rund 7.3 %, bei 1.95 / 1.95 rund 2.6 %. Bei Dreiwege- und Vierwege-Märkten mit Draw, Tie oder No Result steigt die Marge, weil die Summe der Kehrwerte grösser wird. Eine Beispielrechnung mit 2.20 / 3.40 / 3.20 ergibt rund 14 % Marge. Wer Quoten vergleicht, vergleicht am besten die Marge, nicht die Einzelquote.
Wie werden Gewinne bei ausländischen Wettseiten im Vergleich zu Sporttip-Gewinnen besteuert?
Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei; der Bundessteuerfreibetrag liegt 2026 bei CHF 1’071’000, die kantonalen Freibeträge sind unterschiedlich. Gewinne ausländischer Grossspiele sind je nach Kanton als Einkommen steuerbar; im Kanton Thurgau etwa behandelt die Steuerpraxis Gewinne ausländischer Grossspiele unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen. Wer bei einer ausländischen Plattform einen grossen Gewinn macht, fragt die kantonale Steuerverwaltung oder einen Steuerberater, weil eine pauschale Aussage nicht möglich ist.
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