Systemwetten-Rechner in der Schweiz: was die Arithmetik leistet und wo sie aufhört

Updated Oktober 2026
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Ein Taschenrechner liegt neben einem Bleistift und einem karierten Blatt mit handgezeichneten Kurven auf einem hellen Holztisch.

Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Swisslos, Version 4.2) sowie das Règlement Jouez Sport (Loterie Romande, 17. Ausgabe, September 2024).

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wer mit drei Voraussagen «sicher» wetten will, weil das System schon «ausgleicht», der hat die Mechanik nicht verstanden, die er gerade bedient. Ein Systemrechner beantwortet Fragen, die jeder Wettschein selbst beantwortet: Wie viele Teilwetten enthält ein 3 aus 4? Welche Gesamtquote ergibt sich aus den Einzelquoten? Was zahlt eine Wette, wenn alle Tipps sitzen — und was, wenn einer kippt? Was er nicht beantwortet, ist die Frage, warum diese Quoten so aussehen, wie sie aussehen. Die Marge steckt in jeder einzelnen, und sie entscheidet, was vom Einsatz übrig bleibt, lange bevor ein Auswertungsalgorithmus zu rechnen beginnt.

Die Logik von Systemwetten erschliesst sich im schweizerischen Kontext durch das Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen. Das Zusammenspiel von zugelassenen Veranstaltern und ihren Limits, das Zustandekommen von Quote, Gesamtquote und Auszahlung sowie die Rundungsregeln von Sporttip bilden die Basis. Im Mittelpunkt steht die Konsequenz: was sich aus der Mechanik ergibt, sobald man sie mit echten Zahlen füttert.

Die zwei zugelassenen Veranstalter im Überblick

Wer in der Schweiz online Sportwetten abschliessen will, hat zwei Adressen. Beide sind von Gesetzes wegen allein zugelassen, beide führen ihre Produkte unter eigenen Marken, und beide begrenzen die Teilnahme auf das Kantonsgebiet, für das sie bewilligt sind. Wer ausserhalb dieses Gebiets wohnt, kann sich bei dem anderen Veranstalter nicht registrieren.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / Produkt
Swisslos Sporttip Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel — Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) Loterie Romande, Lausanne — Produkt Jouez Sport
Duelbits keine Schweizer Bewilligung ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
BillyBets keine Schweizer Bewilligung ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
Bettilt keine Schweizer Bewilligung ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
HighFlyBet keine Schweizer Bewilligung ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
BetAlright keine Schweizer Bewilligung ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
DirectionBet keine Schweizer Bewilligung ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
Betify keine Schweizer Bewilligung ausländisch, keine Schweizer Bewilligung
Bahigo keine Schweizer Bewilligung ausländisch, keine Schweizer Bewilligung

Die ausländischen Marken tauchen in der Schweiz dennoch auf, in Werbung, in Fussball-Streams und über Partnerprogramme. Sie alle tragen keine Schweizer Bewilligung. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder einem anderen Land gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS), der Anschluss an das schweizerische Ausschlussregister fehlt, und wer dort spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Weg. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Provider per DNS blockieren; derzeit stehen darauf mehrere Hundert Adressen, und wer die Liste umgeht, spielt nicht «heimlich legal».

Was ein Systemwetten-Rechner tatsächlich tut

Wettmärkte und Wettarten als Bausteine

Ein Systemrechner braucht zwei Dinge: die Auswahl der Voraussagen und einen Gesamtbetrag, der auf das System gesetzt wird. Daraus entstehen die Teilwetten. Bei einem 3 aus 4 sind das vier mögliche Dreierkombinationen, bei einem 2 aus 3 drei Zweierkombinationen. Jede Teilwette trägt ihre eigene Gesamtquote — das Produkt der Einzelquoten, mit Auszahlung am Ende nur, wenn jede Voraussage der Teilwette richtig ist. Der Rechner verteilt den Systemeinsatz gleichmässig auf die Teilwetten, rechnet für jede den möglichen Gewinn und bildet am Schluss den höchsten und den niedrigsten überhaupt erreichbaren Gewinn ab. Mehr nicht.

Wer eine Funktion «Gewinn garantiert» sucht, sucht etwas, das es nicht gibt. Auch ein System kann nicht ausgleichen, was die Quoten nicht hergeben. Wer aus vier Favoriten à 1.50 ein 2 aus 4 baut, bekommt pro Teilwette eine Gesamtquote von 2.25, der Rechner verteilt den Einsatz auf sechs Zweier und weiss am Ende nicht mehr als der Wettschein. Was er rechnet, ist die Mechanik; was er nicht rechnet, ist die Eintrittswahrscheinlichkeit der einzelnen Voraussagen. Wer die verwechselt, hat das Wesen der Quote nicht verstanden: Sie ist die um die Marge bereinigte Marktmeinung, nicht die Wahrscheinlichkeit selbst.

Grundlagen: Quote, Gesamtquote, Auszahlung

Die einzelne Quote einer Voraussage ist die Multiplikation des Einsatzes, die ein Buchmacher anbietet. Eine Quote von 2.50 bedeutet, dass 1 CHF Einsatz im Erfolgsfall 2.50 CHF zurückzahlt, davon 1.50 CHF Nettogewinn. Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Drei Voraussagen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 ergeben eine Gesamtquote von 7.50. Ein CHF Einsatz wird im Erfolgsfall zu CHF 7.50, mit Nettogewinn CHF 6.50. So weit ist das Rechnen trivial; jeder Wettschein zeigt es.

Ein Basketball ruht auf dem polierten Parkett einer leeren Halle, Nachmittagslicht fällt durch hohe Fenster.
Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1'000 und für eine Systemwette CHF 10'000.

Was auf dem Wettschein nicht steht, ist die Marge. Die Auszahlungsquote eines Marktes ist 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + …), über alle möglichen Ausgänge summiert. Eine faire Wette ohne Marge würde genau 100 % ergeben; jede echte Wette liegt darunter. Was fehlt, ist der Anteil, den der Veranstalter einbehält — typischerweise einige Prozent, je nach Markt und Sportart unterschiedlich. Diese Spanne zwischen Bruttoauszahlung und 100 % entscheidet darüber, ob die Quote eines Favoriten den Einsatz noch refinanziert, wenn sie häufig genug eintritt, oder nicht. Wer Quoten vergleicht, ohne die Marge zu kennen, vergleicht Äpfel mit Birnen.

Runde auf 5 Rappen: die Sporttip-Mechanik

Bei Sporttip ergibt sich der Gewinnbetrag aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten). Was viele übersehen: Der Betrag wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einem Gewinn von CHF 2’374 bedeutet das: zuerst Aufrundung auf 2.38, dann Abrundung auf das nächste Vielfache von 0.05, also 2.35. Das ist pro Wette nicht viel; auf Dauer und bei kleinen Einsätzen summiert es sich. Wer exakt rechnen will, rechnet mit der gerundeten Zahl, nicht mit dem Rohprodukt.

Eine Konsequenz daraus: Bei sehr kleinen Einsätzen kann die Rundung den Bruttogewinn stärker drücken als die Quote selbst. Ein System aus mehreren Teilwetten mit niedrigen Einzelquoten kann — bei häufigem Erreichen der Teilgewinne — in einer Höhe landen, die unter dem ursprünglich gerechneten Erwartungswert liegt. Der Rechner kann das abbilden, wenn er den Rundungsschritt enthält; tut er es nicht, weicht sein Ergebnis von dem ab, was am Ende ausgezahlt wird.

Rechtslage in der Schweiz: was erlaubt ist und was nicht

Bewilligung und Veranstalter

Sportwetten sind in der Schweiz Grossspiele im Sinne des Geldspielgesetzes (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) und werden von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) beaufsichtigt — nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung umfasst die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS). Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, das Sporttip betreibt, und die Loterie Romande, die hinter Jouez Sport steht. Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und veranstaltet ihre Spiele gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020). Die Loterie Romande führt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura.

Ein gepflegter Tennisplatz im Morgengrauen, über der Grundlinie hängt leichter Nebel und die Bänke am Rand sind leer.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019.

Diese Aufteilung bedeutet: Wer im Aargau wohnt, kann nur bei Sporttip online spielen; wer in Genf wohnt, nur bei Jouez Sport. Das Kantonsgebiet entspricht dem, was die Veranstalterbewilligung abdeckt. Eine Schweizer Lizenz aus einem anderen Land oder für eine andere Marke gibt es nicht. Wer «Bewilligung» sagt, meint in der Schweiz immer eine der beiden Veranstalter- plus Spielbewilligungen unter BGS.

Was gewettet werden darf

Wetten dürfen sich nur auf Sportereignisse beziehen. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind in der Schweiz nicht zugelassen. Die zugelassene Offerte ist zudem eine geschlossene Liste: Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, Stand 10.09.2026 — die Grundlage für Art. 25 BGS und Art. 29 VGS. Qualifikationsrunden sind nur erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, und Rangwetten nur, wenn das Ranking über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind nie erlaubt. Eckball- und Kartenmärkte sowie ein Esports-Bereich tauchen in der Liste nicht auf. Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Live-Wetten sind dort zugelassen, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat. Eine gesetzliche Einschränkung auf bestimmte Live-Märkte kennt das BGS nicht. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen — Elfmeter, Rote Karte, Schiedsrichter-Entscheid nach Videobeweis — kann Swisslos Wetten ebenfalls mit 1.00 werten.

Schutzmechanismen: Spielsperre und Limiten

Eine Spielsperre ist in der Schweiz mehr als eine persönliche Einstellung. Sie wird in ein schweizweites Register eingetragen, das auch die Casinos einschliesslich Online-Casinos umfasst, und gilt im Fürstentum Liechtenstein mit. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Sperre wird im Register eingetragen. Eine freiwillige Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle.

Die Verlustlimite setzt jede spielende Person selbst. Sporttip verlangt vor der ersten Teilnahme Limiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden — eine Schutzfrist, die in den Swisslos-Bedingungen steht und über die gesetzlichen 24 Stunden hinausgeht. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Eine schweizerische, gesetzliche Obergrenze für Einzahlungen gibt es nicht; was zählt, ist die eigene Limite.

Werbung, Boni und Steuern

Werbung für Geldspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3) und wird mit Busse bis CHF 500’000 geahndet (Art. 131 BGS). Gratiswetten oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS). 2025 erteilte die Gespa 24 solcher Bewilligungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos. Eine Tageszeit-Sperre für Werbung kennt das Gesetz nicht. Promo-Codes werden auf dieser Seite nicht abgedruckt.

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommenssteuerfrei. Der Bundessteuerfreibetrag liegt ab 1.1.2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); der kantonale Wert weicht ab, daher gilt: je nach Kanton. Über der Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung rückforderbar ist. Für typische Wettende liegt der Gewinn deutlich darunter, entsprechend fallen weder Einkommenssteuer noch Verrechnungssteuer an. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; die kantonale Praxis im Thurgau behandelt solche Gewinne unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen. Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht.

Verantwortung beim Systemrechnen: was die Mechanik nicht zeigt

Selbst gesetzte Limite und das System als Ganzes

Bei einer Einzelwette fliesst der Einsatz einmal, der Verlust ist der Einsatz. Bei einer Systemwette vervielfacht sich der Gesamteinsatz — ein 3 aus 4 verteilt den Einsatz auf vier Teilwetten, ein 2 aus 3 auf drei, ein 3 aus 5 auf zehn. Was auf dem Wettschein als «Einsatz» steht, ist nur der Systemeinsatz; was das Wallet tatsächlich belastet, ist der Systemeinsatz mal Anzahl Teilwetten. Wer seine Tageslimite auf CHF 50 setzt und ein 3 aus 5 mit Systemeinsatz CHF 10 platziert, hat 10 × 10 = CHF 100 bewegt und liegt bereits am zweiten Tag über der eigenen Schwelle. Ein Rechner, der nur die Mechanik abbildet, blendet diese Konsequenz aus.

Die Sporttip-Verlustlimite zählt, was tatsächlich gesetzt wird, nicht den Nettogewinn oder -verlust. Eine Erhöhung der Limite greift erst nach 72 Stunden. Wer die Limite in einem emotionalen Moment hochsetzt, kann sie frühestens drei Tage später senken. Die Senkung selbst tritt sofort in Kraft, ohne Wartefrist.

Zugang, Alter und Verifikation

Eine Online-Registrierung bei Swisslos verlangt mindestens 18 Jahre, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, keine bestehende Spielsperre und nur ein Konto pro Person. Die Identität wird über einen Ausweis-Upload geprüft, die Adresse gegen Datenbanken abgeglichen. Wer unter 18 ist, ist ausgeschlossen; das gilt für Sporttip und für alle bewilligten Angebote in der Schweiz (Art. 72 BGS). Minderjährige haben im Erfolgsfall keinen Anspruch auf Auszahlung von Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS). Wer als Wettkämpferin oder Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses nicht wetten.

Für Minderjährige gesperrte oder ausgeschlossene Personen: kein Anspruch auf Auszahlung. Der Veranstalter zieht den Wettschein nicht zurück, er zahlt lediglich nicht aus. Wer die Limite überschreitet, kann in eine Spielsperre rutschen — und die Spielsperre wird im Register eingetragen, was über das eigene Konto hinauswirkt.

Spielguthaben, Auszahlung und Verfall

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft (Mindestbetrag CHF 20). In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich; ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne darüber werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen.

Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal kostenlos aus, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen. Die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Wettarten und ihre Mechanik: was der Rechner abbilden kann

Einzelwette und Kombiwette

Die Einzelwette ist die einfachste Form: ein Tipp, eine Quote, Einsatz mal Quote gleich Bruttogewinn. Die Kombiwette verknüpft mehrere Voraussagen; die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Wer drei Voraussagen mit 1.50, 2.00 und 2.50 kombiniert, landet bei einer Gesamtquote von 7.50. Ein CHF Einsatz wird im Erfolgsfall zu CHF 7.50, davon CHF 6.50 Nettogewinn. Die Marge jeder einzelnen Quote schlägt durch: drei Quoten mit 5 % Marge ergeben eine kombinierte Marge, die höher liegt als die einzelne. Je länger die Kette, desto mehr Marge schleppt sie mit.

Bei Sporttip sind Einzel- und Kombinationswetten auf den Maximalbetrag von CHF 1’000 pro Wette limitiert; der Mindesteinsatz beträgt CHF 1. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, online mindestens CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei Jouez Sport bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Systemwette: wie viele Teilwetten entstehen

Eine Systemwette verteilt den Einsatz auf mehrere Teilwetten. Jede Teilwette ist eine Kombination aus einem Teil der Voraussagen. Bei einem 2 aus 3 entstehen drei Zweier-Kombinationen (AB, AC, BC); bei einem 3 aus 4 vier Dreier-Kombinationen (ABC, ABD, ACD, BCD); bei einem 3 aus 5 zehn Dreier-Kombinationen. Welche Voraussagen wie kombiniert werden, ergibt sich aus der mathematischen Logik des Systems. Der Systemeinsatz wird durch die Anzahl Teilwetten geteilt; jede Teilwette trägt diesen Anteil.

Was ein System leistet, ist eine teilweise Versicherung gegen Fehl-Tipps. Bei einem 3 aus 4 mit einer falschen Voraussage gewinnen noch drei Teilwetten (alle Dreier-Kombinationen, die die falsche Voraussage nicht enthalten). Bei einer vollständig richtigen Vorhersage gewinnen alle Teilwetten. Was ein System nicht leistet: einen garantierten Gesamtgewinn. Die Auszahlung jeder Teilwette ist an die Gesamtquote dieser Teilkombination gebunden, und die kombinierten Quoten tragen jeweils die Marge aller beteiligten Einzelmärkte.

Bei Sporttip ist der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000; der Systemeinsatz darf also bis zu CHF 10’000 betragen. Weil dieser Einsatz auf mehrere Teilwetten verteilt wird, ist der tatsächliche Mittelfluss pro Teilwette niedriger. Jouez Sport kennt Systemwetten mit vergleichbarer Logik; die Regeln sind in der 17. Ausgabe des Règlement festgehalten. Die Mindestquote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss bei Jouez Sport mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Cash-Out und Teilauszahlung

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Konsequenz: Cash-Out ist eine Wette auf den Cash-Out-Wert selbst. Wer vor Spielbeginn aussteigt, akzeptiert einen Abschlag auf den möglichen Endgewinn; wer in der 80. Minute aussteigt, sichert einen Teil dessen, was bei einem späten Gegentor verloren wäre. Die Höhe des Angebots hängt von der Live-Quote ab, und die Live-Quote trägt ihre eigene Marge. Der Rechner kann den Cash-Out-Betrag nicht seriös vorausberechnen, weil er vom Spielstand abhängt — und der ist die einzige Variable, die nicht im System steckt.

Bet Builder und abhängige Voraussagen

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert. Nimmt Swisslos eine solche Kombination versehentlich ohne die Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Ein 2 aus 3, das auf einem einzigen Spiel drei Märkte (Tore, Ecken, Karten) kombiniert, ist im Wettschein ohne Bet-Builder ein Widerspruch zur Regel. Die Bet-Builder-Funktion ist damit nicht ein Komfort, sondern eine Voraussetzung dafür, dass die Wette überhaupt angenommen wird.

Kombiboost, Quotenboost und Profitboost

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, prematch, live und für Systemwetten. Er verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich: 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Quotenboosts gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Person nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Was der Rechner nicht zeigt: Der Boost ist eine Marketingzusage, die an Voraussetzungen geknüpft ist. Wer die Mindestquote 1.50 pro Voraussage nicht einhält, fällt aus dem Boost; wer unter vier Voraussagen bleibt, ebenfalls. Der «Bonus auf den Nettogewinn» wird auf den Nettogewinn nach Quote berechnet, nicht auf den Einsatz — und ein Nettogewinn, der nie entsteht, lässt sich auch nicht erhöhen. Die 100 % bei fünfzehn Voraussagen sind ein Werbeversprechen, kein Auszahlungsversprechen.

Berechnungsbeispiel: drei Wege zur Konsequenz

Um die Mechanik sichtbar zu machen, drei fiktive Voraussagen mit den Quoten 1.50, 2.00 und 2.50 und ein Systemeinsatz von CHF 1 pro Linie. Diese Quoten sind illustrativ, nicht aktuell, und sie stehen nur für die Rechenwege.

Einzelwette auf eine Voraussage (Quote 2.00): Einsatz CHF 1 mal Quote 2.00 = Rückzahlung CHF 2.00, Nettogewinn CHF 1.00. Die Auszahlung erfolgt bei korrektem Tipp, sonst ist der Einsatz verloren.

Kombiwette auf alle drei Voraussagen: Gesamtquote 1.50 × 2.00 × 2.50 = 7.50. Einsatz CHF 1 mal Gesamtquote 7.50 = Rückzahlung CHF 7.50, Nettogewinn CHF 6.50. Die Sporttip-Rundung (Aufrundung auf 2 Nachkommastellen, dann Abrundung auf 5 Rappen) ergibt aus 7.50 zuerst 7.50, dann 7.50 — keine Abweichung. Bei einer fiktiven Gesamtquote von 7’474 ergäbe die Rundung 7.48, dann 7.45.

Systemwette 2 aus 3 mit Systemeinsatz CHF 3: Drei Teilwetten (AB, AC, BC). Systemeinsatz pro Teilwette CHF 1. Teilwetten und ihre Gesamtquoten: 1.50 × 2.00 = 3.00, 1.50 × 2.50 = 3.75, 2.00 × 2.50 = 5.00. Mögliche Auszahlungen, wenn alle drei Voraussagen richtig sind: 3.00 + 3.75 + 5.00 = CHF 11.75. Wenn eine Voraussage falsch ist, gewinnen nur die zwei Teilwetten, die diese Voraussage nicht enthalten — bei einer falschen Voraussage A: Teilwetten BC mit Gesamtquote 5.00 = CHF 5.00. Der tatsächliche Gewinn hängt also davon ab, welche Voraussage kippt.

Die Konsequenz: Ein System verteilt das Risiko, vervielfacht aber den Einsatz. Aus 3 CHF Systemeinsatz werden 3 × 1 = 3 CHF, die am Ende als Gesamteinsatz gezählt werden, inklusive der Konsequenz für die Verlustlimite. Wer CHF 3 als Systemeinsatz setzt, hat drei separate Wetten platziert und das Dreifache des Einzelwetten-Einsatzes riskiert.

Anbieter im Detail

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die Veranstalterin von Sporttip und eine Genossenschaft mit Sitz in Basel. Die Online-Teilnahme steht Personen ab 18 Jahren mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet offen — das sind die Deutschschweizer Kantone, das Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Eine Online-Registrierung verlangt einen Ausweis-Upload; die Daten werden gegen Adress-Datenbanken geprüft. Pro Person ist nur ein Konto zulässig.

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Die Verlustlimite wird vor der ersten Teilnahme gesetzt (1, 7 und 30 Tage), die Oberlimite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Cash-Out ist nur online und nur als vollständiges Cash-Out verfügbar; eine Garantie pro Markt gibt es nicht. Live-Wetten können in spielentscheidenden Situationen mit Quote 1.00 gewertet werden.

Sporttip ist der einzige Anbieter mit Schweizer Bewilligung, der Systemwetten mit dem höchsten hier genannten Maximalbetrag anbietet. Die Spielregeln sind in Version 4.2 dokumentiert und können von Swisslos jederzeit ohne Angabe von Gründen geändert werden. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS). Der Kontakt liegt in Lausanne (Avenue de Provence 14). Die Loterie Romande betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende. Jouez Sport ist neben der Online-Plattform über das dichte Netz an Verkaufsstellen zugänglich.

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Spielregeln sind in der 17. Ausgabe des Règlement (September 2024) festgehalten.

Für Westschweizer Wettende ist Jouez Sport die einzige inländische Adresse mit Schweizer Bewilligung. Das Règlement regelt auch die Runde, den Verfall nicht abgeholter Gewinne und die Einsprachefristen.

Duelbits, BillyBets, Bettilt, HighFlyBet, BetAlright, DirectionBet, Betify, Bahigo

Diese acht Marken tragen keine Schweizer Bewilligung. Sie sind hier aufgeführt, weil Schweizer Spielerinnen und Spieler ihnen in Werbung, Affiliate-Links und auf Fussball-Streams begegnen. Eine ausländische Lizenz — aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land — hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die Marken sind nicht an das schweizerische Ausschlussregister angeschlossen, es gibt keine Schweizer Rekursmöglichkeit, und die Gespa führt sie auf der Sperrliste, die Schweizer Provider per DNS blockieren.

Wer bei einem dieser Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Schutz: keine Verlustlimite mit Wartefrist bei Erhöhung, keine Spielsperre im Register, keine Schweizer Aufsicht über die Auszahlung, keine Schweizer Instanz bei Streit. Die Quoten dieser Marken können in Einzelfällen besser aussehen, sie tragen aber auch die entsprechende Marge, und die Frage der Auszahlung hängt allein am ausländischen Anbieter. Werbung für solche Angebote ist in der Schweiz verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS); das Auftauchen der Marke im eigenen Feed bedeutet nicht, dass sie hier erlaubt wäre.

Häufig gestellte Fragen

Wie viele Einzelwetten enthält eine Systemwette, und wie wird der Einsatz verteilt?

Die Anzahl der Teilwetten hängt von der Systemform ab: Ein 2 aus 3 enthält drei Zweierkombinationen, ein 3 aus 4 vier Dreierkombinationen, ein 3 aus 5 zehn. Der Systemeinsatz wird gleichmässig auf alle Teilwetten aufgeteilt. Bei einem 2 aus 3 mit Systemeinsatz CHF 3 entfallen CHF 1 pro Teilwette. Die Auszahlung jeder Teilwette erfolgt nur, wenn alle Voraussagen dieser Teilwette richtig sind.

Wie berechnet sich der mögliche Gewinn aus Einsatz und Quote, und wie entsteht die Gesamtquote?

Eine Einzelwette zahlt Einsatz mal Quote, eine Kombiwette Einsatz mal Gesamtquote. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Drei Voraussagen mit 1.50, 2.00 und 2.50 ergeben 7.50. Jede Einzelquote trägt eine Marge; die kombinierte Marge ist höher als die einzelne. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Wie wird der Gewinnbetrag gerundet, und was bedeutet das bei kleinen Einsätzen?

Sporttip rundet den Bruttogewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen auf, dann auf das nächste Vielfache von 0.05 ab. Bei kleinen Einsätzen wirkt die Rundung stärker: Aus 7’474 wird 7.45 statt 7.50, was bei einem Einsatz von CHF 1 schon einen spürbaren Abschlag bedeutet. Wer exakt rechnen will, rechnet mit der gerundeten Zahl, nicht mit dem Rohprodukt.

Was kann ein Wettrechner leisten, und was kann er nicht?

Ein Rechner verteilt den Systemeinsatz auf die Teilwetten, rechnet für jede den möglichen Gewinn und bildet die Spanne zwischen maximalem und minimalem Ausgang ab. Er beantwortet nicht die Frage, wie wahrscheinlich jede Voraussage ist, und er kennt die Marge der einzelnen Quoten nicht, sofern er sie nicht aus den Quoten selbst herleitet. Ein «Rechner für sichere Wetten» ist eine Wunschvorstellung, keine Mechanik. Die Quote ist die Marktmeinung, nicht die Wahrscheinlichkeit.

Welche Höchsteinsätze gelten bei den beiden zugelassenen Veranstaltern für Einzel-, Kombinations- und Systemwetten?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000; für Systemwetten gilt ein Höchsteinsatz von CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei Jouez Sport bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»