Asiatische Wetten erklärt: Linien, Teilwetten und Auszahlung

Updated Oktober 2026
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Ein Fussball und ein Massband liegen auf kurz geschnittenem Rasen neben einer Kreidelinie, Morgenlicht von der Seite.

Wer bei Sporttip oder Jouez Sport auf asiatische Handicaps oder asiatische Torlinien setzt, teilt seinen Einsatz oft auf zwei Ergebnisse auf und bekommt im Trefferfall nicht immer den vollen Gewinn. Wer das Spiel hinter der Wette versteht, sieht die Quote anders. Im Folgenden wird erklärt, wie die Wettarten funktionieren, was die Schweizer Organisatoren anbieten dürfen und wie eine Wette in der Praxis ausgewertet wird.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Stand: Oktober 19, 2026 — geprüft gegen die Gespa-Liste der bewilligten Wettarten und die Spielregeln von Sporttip sowie Jouez Sport.

Die zwei Schweizer Organisatoren im Vergleich

Die Schweiz kennt nur zwei Anbieter, die Sportwetten mit einer Bewilligung der Gespa veranstalten dürfen. Beide haben ihren Sitz in der Romandie beziehungsweise in Basel und teilen das Land unter sich auf. Wer in der Deutschschweiz wohnt, kann nur bei Swisslos Sporttip spielen; wer in der Westschweiz wohnt, nur bei Loterie Romande Jouez Sport.

Ein Kajak liegt am Ufer eines Bergsees, daneben ein Paddel, das Wasser ist glatt und der Himmel klar.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.
Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter
Swisslos Sporttip Gespa-Bewilligung als Grossspiel (BGS, SR 935.51) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Loterie Romande Jouez Sport Gespa-Bewilligung als Grossspiel (BGS, SR 935.51) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne

Die acht weiteren Anbieter in diesem Vergleich – Boomerang Bet, BDMBet, 22Bet, X3Bet, IviBet, Bettilt, FortuneJack und Betclic – besitzen keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta, der Tobique Gaming Commission oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS); die Gespa kann solche Domains auf die Sperrliste setzen, Schweizer Provider sperren sie per DNS. Schweizer Spielende sind bei diesen Anbietern nicht über die Spielsperre geschützt, haben keinen Schweizer Rekursweg und müssen ausländische Gewinne je nach Kanton versteuern. Sie gehören in diesen Vergleich als Referenz, weil Schweizer Spielende ihnen im Alltag begegnen – nicht als gleichwertige Auswahl.

Was asiatische Wetten sind

Der Begriff «asiatische Wette» steht im Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport für zwei verwandte Wettarten: das asiatische Handicap auf Sieg oder Niederlage und die asiatische Torwette («Über/Unter mit Handicap»). Beide funktionieren nach demselben Prinzip: Zum Ergebnis einer Partie wird vor der Auswertung eine imaginäre Linie addiert – ein Handicap. Aus diesem korrigierten Stand ergibt sich, ob die Wette gewinnt, verliert oder ganz oder teilweise zurückbezahlt wird.

Diese Aufteilung ist der Grund, warum asiatische Wetten in der Auswertung etwas anderes liefern als ein klassisches 1X2 oder ein einfaches Über/Unter 2.5. Statt einer einzigen Ja-/Nein-Antwort gibt es Zwischenstufen: die halbe Wette gewinnt, die andere Hälfte wird zurückgezahlt; oder beide Hälften gewinnen mit unterschiedlicher Quote. Wer darauf wettet, muss vor dem Tipp entscheiden, wie wahrscheinlich ein bestimmtes Resultat ist – und zwar in einem feineren Raster als «Sieg/Niederlage/Unentschieden».

Die Gespa führt eine geschlossene Liste bewilligter Wettarten. Was dort nicht steht, darf in Sporttip und Jouez Sport nicht angeboten werden – egal wie verbreitet der Markt im Ausland ist.

Rechtslage und Bewilligung

Online-Sportwetten sind in der Schweiz ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51). Die Aufsicht liegt bei der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern – die ESBK beaufsichtigt nur Casinos. Eine Bewilligung umfasst zwei Teile: die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung pro Wettprodukt (Art. 21–25 BGS). Die Bewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS).

Ein Seeufer mit einem hölzernen Steg, Nebel liegt über dem Wasser, am anderen Ufer erheben sich Berge.
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Swisslos bedient die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Loterie Romande bedient die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer ein Online-Konto eröffnen will, muss Wohnsitz im Vertragsgebiet haben und sich mit Ausweis verifizieren lassen. Mehr bewilligte Buchmacher gibt es nicht, weil das Gesetz keine weiteren zulässt – die Gespa veröffentlicht nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains.

Was gewettet werden darf, bestimmt die Liste der Gespa mit bewilligten Sportarten, Wettbewerben und Wettarten (Version 10.09.2026). Bets auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt; Qualifikationsrunden, Frauenwettbewerbe und Ranglistenwetten sind nur dann erlaubt, wenn sie auf der Liste stehen. Eckball- und Kartenmärkte fehlen auf der Liste ebenso wie ein Esport-Bereich. Bei Events mit überwiegend Minderjährigen sind Wetten ausgeschlossen. Was bewilligt ist, ändert sich mit jeder Version der Liste; das aktuelle Angebot bei Sporttip und Jouez Sport bildet die Liste ab.

Steuerlich sind Gewinne aus Schweizer Grossspielen bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Bundesrechtlich liegt die Schwelle bei CHF 1’071’000 ab dem 1.1.2026 (CHF 1’070’400 im Jahr 2025); die kantonale Schwelle weicht davon ab – «je nach Kanton» gilt, nie eine einzelne kantonale Zahl. Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Eine Wettsteuer auf den Einsatz existiert in der Schweiz nicht. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; einzelne Kantone – Thurgau ist hier zu nennen – behandeln solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen.

Werbung für nicht in der Schweiz bewilligte Sportwetten ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse bis CHF 500’000 geahndet werden (Art. 131 BGS). Wer eine solche Seite beschreibt, darf sie nicht bewerben.

Spielerschutz und Verlustlimiten

Schutzfunktionen sind im BGS vorgeschrieben und werden von den beiden Organisatoren in ihren Spielregeln umgesetzt. Wer bei Sporttip mitspielen will, muss vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Person liegt bei CHF 9’999, bei unter 21-Jährigen bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – das ist strenger als das Gesetz (Art. 87 VGS würde 24 Stunden genügen lassen) und bewusst so gewählt. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage setzen.

Die Spielsperre ist die zweite Säule: Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Schweizer Casinos inklusive Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbstgewählte Pause lässt das Gesetz nur über drei Monate aufheben (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Ausgeschlossene oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).

Mindestalter ist 18 Jahre. Wer an einem Wettereignis als Wettkämpfer teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Pro Person ist ein Konto zugelassen; Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.

Die asiatischen Wetten sind im Spielerschutz keine eigene Kategorie – sie fallen unter dieselben Limiten und Sperren. Was sie riskant macht, ist die Mechanik selbst: Ein Tipp auf eine Viertel-Tor-Linie kann den Einsatz auf zwei oder vier Teilwetten aufteilen, was bei mehreren parallelen Wetten die Ausgaben schneller wachsen lässt als geplant. Wer seine Tageslimite schützen will, sollte vor einer Sitzung wissen, wie viele Teilwetten ein Schein auslöst und wie viel Einsatz pro Teilwette abgeht.

Wettarten: Handicap, Gesamttore und Vierteltore

Das asiatische Handicap verteilt einen Torvorsprung an eine Mannschaft: Heimsieg -1.5, Auswärtssieg +0.75, Remis-Wette -0.25 und so weiter. Das Handicap wird vor der Auswertung zum tatsächlichen Endstand addiert – dann zählt, ob die gewettete Mannschaft nach dieser Korrektur noch vornehlt. Das Spezielle ist die Bruchstrich-Schreibweise: Eine Linie von -0.25 entspricht zwei Teilwetten, eine zu -0 und eine zu -0.5, jede mit dem halben Einsatz. -0.75 entspricht -0.5 und -1. Die Wette gewinnt also nicht ganz oder gar nicht, sondern teilweise: Eine Hälfte wird voll ausbezahlt, die andere zurückerstattet – oder beide Hälften gewinnen mit unterschiedlicher Quote.

Die asiatische Torwette funktioniert analog auf die Torsumme. Statt Über/Unter 2.5 mit festem Schwellenwert gibt es Linien wie Über 2.25, Unter 2.75 oder Über 3.0. Der Mechanismus ist identisch: Eine Viertellinie wird zur Hälfte ausgewertet (Über 2.0) und zur Hälfte mit dem vollen Wert (Über 2.5). Bei Linien mit ganzen Zahlen – Über 2.0 – kommt der Geld-zurück-Fall dazu: Fällt das Spiel genau mit zwei Toren Unterschied, wird der Einsatz zurückerstattet, als hätte nie gewettet.

Halbtore (Über 1.5, Unter 3.5) sind die einfachste Form: voller Gewinn bei einem Treffer mehr als die Schwelle, voller Verlust bei einem Treffer weniger. Bruchlinien mit Viertel oder drei Viertel teilen den Einsatz auf zwei Nachbarwerte auf. Das ist der Grund, warum die Quote einer asiatischen Wette niedriger ausfällt als die einer klassischen Drei-Wege-Wette: Der Buchmauer streut das Risiko, der Wettende verzichtet auf die Gleichgewichtslage.

Bei Sporttip und Jouez Sport sind diese Wettarten Teil des bewilligten Angebots, soweit die Gespa-Liste sie für die jeweilige Sportart und den jeweiligen Wettbewerb vorsieht. Was nicht auf der Liste steht – Eckballmärkte, Esport-Sonderlinien, Kartenwetten – wird im Wettprogramm beider Organisatoren nicht auftauchen.

Wie eine Wette ausgewertet wird

Eine asiatische Wette wird in vier Schritten ausgewertet: Linie lesen, Endstand zuordnen, Halbierung anwenden, Gewinn berechnen. Der Endstand der regulären Spielzeit zählt; bei Fussball sind das 90 Minuten plus Nachspielzeit, Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00.

Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote. Bei einer Kombinationswette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote, die zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet wird. Bei einem Live-Ereignis kann Swisslos eine Wette, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert wird, mit Quote 1.00 werten; in spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheid – gilt dasselbe.

Zur Veranschaulichung eine Rechnung: Wird ein Markt mit zwei Ausgängen zu je 1.90 angeboten, beträgt die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 95 %. Die Marge des Marktes liegt bei 5 % – jener Anteil jedes Einsatzes, der im Schnitt beim Veranstalter bleibt. Bei 1000 Franken Einsatz auf diesen Markt fliessen 950 Franken als Gewinn zurück, 50 Franken als durchschnittlicher Buchmachernutzen. Diese Marge gilt nur für genau diesen Markt in dieser Quotenkonstellation; ein anderer Markt (Handicap, Über/Unter, Kombination) hat eine andere Spanne. Wer Quoten vergleicht, vergleicht deshalb am besten Märkte, die dieselbe Frage stellen, nicht verschiedene Wettarten.

Cash-Out bei Sporttip ist nur online verfügbar, nur als volles Cash-Out ohne Teilauszahlung, vor Spielbeginn oder live. Der angebotene Betrag liegt unter dem möglichen Gewinn bei Endauswertung und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; eine Garantie, dass Cash-Out für einen bestimmten Markt zur Verfügung steht, gibt es nicht. Bei einem Cash-Out verfällt ein allfälliger Quotenboost. Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung werden bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert; nimmt Swisslos eine solche Kombination versehentlich ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten.

Die Anbieter im Überblick

Swisslos Sporttip

Swisslos führt das Online-Wettprodukt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein. Der Sitz der Genossenschaft ist in Basel. Sporttip akzeptiert Online-Wetten nur von Personen mit Wohnsitz im Vertragsgebiet, die mindestens 18 Jahre alt sind und sich mit Ausweis verifiziert haben.

Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten liegt bei CHF 1, Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette; Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 innert drei Arbeitstagen auf das im Konto hinterlegte Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein ab CHF 20 aufladen; in 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart an, die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Aus dem Wallet Guthaben auszahlen lässt sich zweimal pro Jahr gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks; bei verweigerter Auszahlung ist eine Einsprache innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.

Vorteil von Sporttip: gesetzlich verankerte Schweizer Bewilligung, vollständige Aufsicht durch die Gespa, Anbindung an das Schweizer Spielsperren-Register, Auszahlung auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Konto. Nachteil: nur in den im Abschnitt «Die zwei Schweizer Organisatoren im Vergleich» genannten Kantonen und Liechtenstein verfügbar, geschlossene Liste an Wettarten, alle asiatischen Wetten nur soweit von der Gespa-Liste abgedeckt.

Loterie Romande Jouez Sport

Jouez Sport ist das Pendant für die Westschweiz: Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Loterie Romande hat ihren Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14) und betreibt 2’350 Verkaufsstellen mit 221 Mitarbeitenden. Ein Online-Konto gibt es nur mit Wohnsitz im Vertragsgebiet.

Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Verkaufsstellen dürfen Wettscheine mit einem Gewinn oder einer Einsatz-Rückerstattung bis CHF 200 einlösen; bei genügend Bargeld darf eine Verkaufsstelle bis höchstens CHF 2’000 auszahlen.

Vorteil von Jouez Sport: gesetzlich verankerte Schweizer Bewilligung, vollständige Aufsicht durch die Gespa, Anbindung an das Schweizer Spielsperren-Register, dichte Verkaufsstellen-Infrastruktur in der Romandie. Nachteil: nur in den sechs Westschweizer Kantonen verfügbar, geschlossene Liste an Wettarten, identisches Angebot wie Sporttip, aber eigene Wettprogramm-Pflege.

Boomerang Bet

Boomerang Bet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz ist nicht festgestellt; sie hätte in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen, Schweizer Provider sperren sie per DNS. Schweizer Spielende sind nicht an das hiesige Spielsperren-Register angeschlossen, haben keinen Schweizer Rekursweg und müssen ausländische Gewinne je nach Kanton als Einkommen versteuern.

BDMBet

BDMBet operiert ohne Schweizer Genehmigung. Da keine offizielle Lizenz vorliegt, findet Art. 4 BGS Anwendung, wonach solche Papiere hierzulande rechtlich wirkungslos sind. Der Anbieter steht ausserhalb der Gespa-Aufsicht, was für Spielende ein höheres Risiko bei Auszahlungen oder Streitfällen bedeutet. Eine Anbindung an das Schweizer Sperrregister fehlt ebenfalls.

22Bet

22Bet verfügt über keine Bewilligung für den Schweizer Markt. Ausländische Lizenzen werden gemäss Art. 4 BGS nicht anerkannt, da ausschliesslich die beiden konzessionierten Schweizer Anbieter operieren dürfen. Kunden müssen hier auf Spielerschutzmassnahmen wie Verlustlimiten oder die Spielsperre verzichten, da der Betreiber nicht an die nationalen Systeme angeschlossen ist.

X3Bet

X3Bet bietet Sportwetten ohne die erforderliche Schweizer Bewilligung an. Eine Berufung auf die Tobique Gaming Commission ist aufgrund von Art. 4 BGS irrelevant, da nur Schweizer Genehmigungen zählen. Der Dienst ist nicht durch die Gespa oder vergleichbare nationale Stellen kontrolliert, was den Zugangsschutz und die Sicherheit des Spielguthabens erschwert.

IviBet

IviBet agiert ohne die notwendige Konzession in der Schweiz. Da der Anbieter keine Anerkennung nach BGS besitzt, greifen die Bestimmungen des Art. 4 BGS, die ein solches Angebot als nichtig einstufen. Wer bei diesem Anbieter wettet, agiert in einem unregulierten Raum ohne den speziellen Schutz durch das Schweizer Geldspielgesetz, etwa beim Spielsperren-Register.

Bettilt

Bettilt ist in der Schweiz nicht zum Betrieb von Sportwetten zugelassen. Fehlende Betriebsgenehmigungen führen gemäss Geldspielgesetz dazu, dass das Angebot keine rechtliche Basis besitzt. Dies bringt für Wettende den Nachteil mit sich, dass kein Schweizer Rekursweg zur Verfügung steht und keine der hiesigen Spielerschutzvorgaben – etwa zur Spielsperre – greifen.

FortuneJack

FortuneJack führt keine Schweizer Bewilligung, was den Betrieb nach Art. 4 BGS unzulässig macht. Der Anbieter entzieht sich der schweizweiten Regulierung, sodass weder eine Kontrolle der Wettangebote durch die Gespa noch eine Einbindung in das Sperrsystem stattfindet. Für Schweizer Spielende bedeutet das die Eigenverantwortung bei der Versteuerung der Gewinne und das Risiko bei Konflikten mit dem Anbieter.

Betclic

Betclic ist ein unregulierter Anbieter ohne Schweizer Konzession. Die Bedingungen des Art. 4 BGS stellen klar, dass derartige Angebote keine Wirkung in der Schweiz entfalten dürfen. Da keine Anbindung an das offizielle Schweizer Spielsperren-System existiert, sind Kunden hier weniger geschützt als bei den beiden lizenzierten Organisatoren Sporttip und Jouez Sport.

Häufige Fragen

Was sind asiatische Wetten?

Asiatische Wetten sind eine Gruppe von Wettarten, bei denen zum Ergebnis eine Linie addiert wird, bevor die Wette ausgewertet wird. Bei einem asiatischen Handicap auf Sieg oder Niederlage erhält eine Seite einen virtuellen Torvor- oder -nachteil; bei der asiatischen Torwette wird eine Linie zur Torsumme addiert. Entscheidend ist das korrigierte Resultat, nicht der tatsächliche Ausgang.

Was bedeutet eine asiatische Wette bei Torwetten?

Bei einer asiatischen Torwette setzen Sie darauf, dass die Torsumme eines Spiels über oder unter einer Linie liegt – die Linie kann ein Viertel, ein Halb, ein Dreiviertel oder eine ganze Zahl sein. Eine Viertellinie (etwa Über 2.25) teilt den Einsatz auf zwei benachbarte Werte (2.0 und 2.5) auf; jede Hälfte wird für sich gewonnen, erstattet oder verloren. Eine ganze Linie (Über 2.0) führt zum Geld-zurück-Fall, wenn das Spiel genau auf dieser Tordifferenz endet.

Wie unterscheiden sich asiatische Torwetten von der klassischen Über-Unter-Wette?

Die klassische Über-Unter-Wette kennt nur zwei Ausgänge: Treffer oder Niete. Bei einer asiatischen Linie mit Vierteln oder Dreivierteln gibt es Zwischenstufen – die halbe Wette gewinnt, die andere Hälfte wird erstattet, oder beide Hälften gewinnen mit unterschiedlicher Quote. Asiatische Linien verteilen das Risiko feiner; deshalb fällt die Quote einer asiatischen Wette in der Regel niedriger aus als bei einer klassischen Zwei-Wege-Wette.

Wie wird der Spielstand bei Live-Wetten mit Handicap gewertet?

Bei Sporttip zählt der Spielstand zum Zeitpunkt der Wettabgabe. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, wertet Swisslos mit Quote 1.00; dasselbe gilt in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheid. Eine Livewette wird unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird.

Welche Anbieter dürfen solche Wetten in der Schweiz anbieten?

In der Schweiz dürfen nur Swisslos (mit dem Produkt Sporttip) und Loterie Romande (mit dem Produkt Jouez Sport) Sportwetten veranstalten – beide mit einer Gespa-Bewilligung als Grossspiel. Welche asiatischen Wettarten sie konkret anbieten, bestimmt die Liste der Gespa mit bewilligten Sportarten, Wettbewerben und Wettarten. Was dort nicht steht, wird im Wettprogramm beider Organisatoren nicht auftauchen.

Welche Rolle spielen Verlustlimiten, wenn der Einsatz auf mehrere Handicaps aufgeteilt wird?

Eine Viertel- oder Dreiviertel-Linie teilt eine Wette in zwei Teilwetten mit dem halben Einsatz – bei mehreren parallelen Scheinen wächst der Gesamteinsatz entsprechend schneller. Die Verlustlimite für 1, 7 und 30 Tage greift unabhängig von der Wettart; wer den Überblick behalten will, rechnet vor der Sitzung aus, wie viele Teilwetten ein Schein auslöst und wie viel Einsatz pro Teil abgeht.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»