Wo Tischtennis in der Schweiz gewettet werden darf – und was die Gespa-Liste tatsächlich erlaubt
Ladevorgang...
Tischtennis gehört zu den Sportarten, die in der Schweiz legal wettbar sind – aber nicht bei jedem Anbieter, der im Internet auftaucht. Wer hier wetten will, landet bei genau zwei Veranstaltern: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles andere spielt sich ausserhalb des Schweizer Rechts ab. Wer die Wahl hat, sollte zuerst wissen, was diese beiden abdecken und wo ihre Programme enden – und dann die Anbieter ohne Schweizer Bewilligung so behandeln, wie das Gesetz sie behandelt: als ungeschütztes Angebot.
Stand der Daten: Oktober 19, 2026; abgeglichen mit den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie den Angaben der Gespa zur Liste der bewilligten Sportarten und Wettarten.
Die zehn Anbieter im Überblick: was erlaubt ist und was nicht
In der Schweiz dürfen nur zwei Veranstalter Sportwetten anbieten. Sie haben je ein genau definiertes Vertragsgebiet; ein Online-Konto gibt es nur mit Wohnsitz im eigenen Kantonsgebiet. Acht weitere Marken tauchen im Netz auf, wenn nach «Tischtennis Wettanbieter» gesucht wird – sie alle haben hierzulande keine Bewilligung. Sie stehen hier, weil Schweizer Spieler auf sie stossen, und sie sind nach den gleichen Kriterien beschrieben wie die bewilligten Häuser. Bewertet sind sie, nicht beworben.

| Marke | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung (BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; Produkt Sporttip |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung (BGS, SR 935.51; Aufsicht Gespa) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne; Produkt Jouez Sport |
| Rabona | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, gilt nicht in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Betscore | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, gilt nicht in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Playzilla | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, gilt nicht in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Sportuna | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, gilt nicht in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bettilt | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, gilt nicht in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Bruce Bet | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, gilt nicht in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Donbet | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, gilt nicht in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
| Rainbet | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht feststellbar, gilt nicht in der Schweiz (Art. 4 BGS) |
Die Tabelle trennt die zwei zugelassenen Veranstalter sauber von den ausländischen Marken. Wer bei einem Anbieter ohne Schweizer Bewilligung spielt, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg, keinen Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister und keine Garantie, dass das Guthaben tatsächlich ausgezahlt wird.
Wie Tischtennis-Wetten in der Schweiz funktionieren
Tischtennis ist ein schneller Sport, und die Wetten darauf sind es auch. Ein Ballwechsel dauert im Schnitt wenige Sekunden; ein Satz endet, sobald ein Spieler 11 Punkte erreicht und mindestens zwei Punkte vorne liegt, bei 10:10 wird so lange weitergespielt, bis die zwei Punkte Differenz stehen. Im Punktspielbetrieb wird Best of five gespielt (drei Gewinnsätze), bei grossen Turnieren Best of seven (vier Gewinnsätze). Wer auf den Sieger eines Matches setzt, muss diese Modi im Kopf haben, weil die Wettlinie im Programm den Modus abbildet, nicht die schiere Spieldauer.
Der Aufschlag wechselt nach jeweils zwei Punkten, bei 10:10 nach jedem Punkt, im entscheidenden Satz zusätzlich ab dem fünften Punkt ein Seitenwechsel. Solche Details wirken pingelig, entscheiden aber über die Wettart Handicap und über die Frage, ob ein «Satzball» im Wettprogramm noch vor dem Seitenwechsel liegt oder schon danach. Bis 2001 wurde im Tischtennis bis 21 Punkte gespielt, mit Aufschlagwechsel nach fünf Punkten – wer alte Aufzeichnungen liest, muss das umrechnen. Heute ist der Ball 40 mm im Durchmesser und 2,7 g schwer; seit dem 1. Januar 2018 werden nur noch Kunststoffbälle produziert, nachdem die ITTF den Plastikball 2014 beschlossen hatte. Die Platte misst 2,74 m × 1,525 m und steht 76 cm über dem Boden, das Netz ist 15,25 cm hoch.
Wettarten, die sich aus dem Modus ergeben
Aus dem Modus entstehen die Wettlinien, die ein Anbieter führt. Wer auf den Sieger des Matches setzt, wettet über fünf oder sieben Sätze. Wer auf Satzsieger setzt, wettet auf einen Abschnitt. Über/unter-Linien beziehen sich je nach Anbieter auf die Gesamtzahl der Sätze oder auf die Punktzahl einzelner Sätze. Handicap-Wetten gleichen den Qualitätsunterschied aus und verlangen, dass ein Spieler mit einem fiktiven Rückstand startet – bei einem Format bis vier Gewinnsätze sieht ein Handicap von -1,5 Sätzen schon einen Satz Vorsprung für den Aussenseiter vor. Der Wettschein gibt die Wettart namentlich an; was er nicht nennt, ist die Spielregel, die zählt, wenn das Ereignis abgebrochen wird.
Warum die Quoten so schnell altern
Im Fussball zeigt die Quote eine Stunde vor Anpfiff noch annähernd das, was sie eine Stunde nach Anpfiff zeigen würde. Im Tischtennis kann sich das Bild zwischen Ballwechsel fünf und Ballwechsel sieben drehen. Das liegt an der Ereignisdichte: ein Satz hat durchschnittlich etwa 15 bis 25 Punkte, die Live-Quote rechnet die Wahrscheinlichkeit jedes Mal neu. Eine Livewette verliert dadurch schneller an Wert als eine Prematch-Wette, und der Cash-Out, den Swisslos als vorzeitige Auszahlung anbietet, fällt in den meisten Fällen tiefer aus als der mögliche Gewinn bei natürlicher Spielende.
Die Rechtslage: was in der Schweiz erlaubt ist
Tischtennis ist in der Schweiz als Wettgegenstand nicht verboten – das Verbot betrifft Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows, die das Geldspielgesetz ausdrücklich ausschliesst. Was im Inland gilt, ist eine geschlossene Liste: die Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten der Gespa, aktualisiert am 10.09.2026. Was nicht auf dieser Liste steht, darf nicht angeboten werden. Werbungen für nicht bewilligtes Glücksspiel sind verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und mit Busse bis CHF 500’000 sanktioniert (Art. 131 BGS).

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf
Sportwetten sind im Schweizer Recht ein Grossspiel nach dem Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019). Sie werden von der Gespa, der Interkantonalen Geldspielaufsicht in Bern, beaufsichtigt; das Geldspielkonkordat datiert vom 1.1.2021. Die ESBK, die Eidgenössische Spielbankenkommission, ist hier nicht zuständig – sie beaufsichtigt Spielbanken. Eine Bewilligung braucht sowohl eine Veranstalterbewilligung als auch eine Spielbewilligung (Art. 21–25 BGS) und gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) die Zahl der Veranstalterinnen von Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos und Loterie Romande.
Swisslos, die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel, betreut die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Loterie Romande, die Société de la Loterie de la Suisse Romande, führt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura und zählt 2’350 Verkaufsstellen sowie 221 Mitarbeitende. Kontaktadresse der Loterie Romande: Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne.
Wer in der Schweiz spielen darf
Wer bei Swisslos ein Online-Konto eröffnen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet haben, und es darf keine Spielsperre bestehen. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Identität wird über einen hochgeladenen Ausweis geprüft; die Daten werden gegen Adressdatenbanken abgeglichen. Für Loterie Romande gilt Entsprechendes im eigenen Vertragsgebiet. Wer wettet, wettet im Rahmen der eigenen Kantonszugehörigkeit – das Konto bei Swisslos funktioniert in Genf nicht, das Konto bei Jouez Sport in Zürich nicht.
Wer ohne Bewilligung anbietet, ist strafbar
Eine Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Wer hier Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung organisiert, macht sich strafbar – bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Der Spieler wird nicht bestraft (Bundesjustiz), doch Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz und keine Fairness-Kontrolle. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains; Schweizer Telekomanbieter sperren sie per DNS (Art. 86–93 BGS). Die erste Veröffentlichung datiert vom 3. September 2019; Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste. Wer eine Domain sucht, die dort auftaucht, findet sie mitunter Stunden später unter einer anderen Endung wieder – die Gespa nennt dieses Domain-Hopping und nennt Interwetten und Bet-at-Home als Beispiele, bet365 ist auf der Liste.
Werbung, Boni, Gratiswetten
Werbung darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und sich nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen richten (Art. 74 BGS). Gratiswetten und Gratisguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettendem nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online (Prematch, Live, Systemwetten) und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen; Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert.
Steuern auf Gewinne
Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommensteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn und werden erst darüber besteuert. Der Bund legt die Schwelle fest: ab dem 1.1.2026 sind es CHF 1’071’000, 2025 waren es CHF 1’070’400. Die kantonale Schwelle weicht ab; wer es genau wissen will, fragt die kantonale Steuerverwaltung. Über der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die bei der Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Ein typischer Wettgewinn liegt weit darunter: keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer. Es gibt keine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz – wer eine solche Behauptung liest, liest falsch. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; im Kanton Thurgau jedoch werden Gewinne aus ausländischen Grossspielen unabhängig vom Betrag als voll steuerbares Einkommen behandelt.
Spielerschutz: Limiten, Pausen, Sperren
Wer in der Schweiz wettet, schützt sich selbst am wirksamsten. Der Staat setzt keine festen Einsatzlimiten; er verlangt vom Veranstalter, dass er den Spielenden vor der ersten Wette eigene Verlustlimiten abnötigt.
Verlustlimiten bei Sporttip
Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Limite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort; eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Gesetzlich wäre eine Erhöherung schon nach 24 Stunden zulässig (Art. 87 VGS); Swisslos und Loterie Romande wenden in ihren Bedingungen die strengere 72-Stunden-Frist an. Die 72-Stunden-Frist ist also kundenfreundlicher als das Minimum, nicht kundenfeindlicher.
Spielsperre und Selbstsperre
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die gesetzliche Grundlage steht in Art. 80–82 BGS: gesperrt werden überschuldete oder spielsüchtige Personen, dazu die Selbstsperre. Eine selbst gewählte Sperre lässt sich erst nach drei Monaten aufheben (Art. 84 VGS), mit Einbezug einer Fachstelle (Art. 81 BGS). Eine selbst gewählte Pause bis sechs Monate muss angeboten werden (Art. 89 VGS). Wer gesperrt oder minderjährig ist, hat keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn (Art. 45 BGS).
Testkäufe 2025: das Bild an der Verkaufsstelle
Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen Testkäufe durchgeführt: in 200 Versuchen wurde in 47,5 % der Fälle eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Wer behauptet, der Jugendschutz funktioniere lückenlos, hat die Zahlen nicht gelesen. Wer im Internet spielt, hat die Hürde der Identitätsprüfung vor sich; an der physischen Verkaufsstelle ist sie weniger zuverlässig.
Vorhersagen und Strategie: warum es keinen sicheren Tipp gibt
Tischtennis ist schneller als Fussball, aber nicht unberechenbarer. Eine Vorhersage ruht auf drei Bausteinen: Form, direkte Duelle und Quoten.
Form
Form ist die Leistung der letzten Wochen, idealerweise mit derselben Schläger- und Belagkombination und auf vergleichbarem Boden. Im Tischtennis hat der Belag einen grösseren Einfluss als in vielen anderen Sportarten – wer den Belag vor einem Turnier wechselt, kann seine gewohnte Länge und seinen Spin verlieren. Wer die Form lesen will, sucht nach Ergebnissen über die letzten zehn bis zwanzig Matches, nicht nach den letzten drei.
Direkte Duelle
Direkte Duelle zeigen, wie zwei Spieler gegeneinander spielen. Sie sind nur dann aussagekräftig, wenn das Duell mehrfach und unter ähnlichen Bedingungen stattgefunden hat. Ein einziges Duell ist ein Datenpunkt, kein Trend. Wer Wettanbieter mit Head-to-Head-Statistiken vergleicht, sollte prüfen, wie weit die Daten zurückreichen und wie aktuell sie sind.
Quoten
Quoten bündeln die Erwartungen des Marktes. Sie sind nicht die Wahrheit, aber sie sind die beste verfügbare Zusammenfassung. Wer seine eigene Einschätzung hat, vergleicht sie mit der Quote und wettet nur dort, wo die eigene Einschätzung über der Markt-Erwartung liegt. Wer auf den Favoriten setzt, gewinnt oft und verdient wenig; wer auf den Aussenseiter setzt, gewinnt selten und verdient viel. Die Marge des Marktes sitzt in jeder Quote und drückt beide Seiten.
Warum es keine sichere Strategie gibt
Die Marge des Marktes ist der Grund. Ein Markt mit zwei gleichwertigen Ausgängen und Quoten von 1.90 / 1.90 gibt etwa 95,2 % der Einsätze als Gewinn aus und behält etwa 4,8 % als Marge. Auf 100 Franken Einsatz zahlt der Markt rund 95,20 Franken zurück – die Differenz ist der Preis fürs Wetten. Ein Beispiel: Wer 1’000 Franken zu gleichen Teilen auf beide Ausgänge eines 1.90/1.90-Marktes setzt, erhält bei einem der beiden Ausgänge 500 × 1.90 = 950 Franken, hat aber 1000 Franken eingesetzt. Wer jede Wette als ein Rädchen in einer Kette von Wetten versteht, versteht auch, dass die Kette den Preis zahlt, nicht die Einzelwette. Wer glaubt, eine «sichere Strategie» gefunden zu haben, hat den Preis der Marge nicht eingepreist – kompliziertere Strategien wie Fibonacci oder Martingale bezahlen die Marge genauso, sie verschleiern sie nur.
Einsatzdisziplin
Einsatzdisziplin heisst: festlegen, wie viel Prozent des Budgets pro Wette riskiert wird, und die Quote als Mindestanspruch setzen. Wer 2 % des Budgets pro Wette riskiert und nur Wetten mit Quote 1.50 oder höher annimmt, braucht eine lange Pechsträhne, um das Budget zu verlieren. Die Quote von 1.50 ist eine Untergrenze: tiefer lohnt sich das Risiko bei einer Wette kaum noch. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.
Livewetten: Tempo schlägt Recherche
Eine Liveswette im Tischtennis verlangt, den Ballwechsel zu lesen, nicht die Statistik. Wer einen Satz Rückstand sieht und die Quote des Underdogs steigen sieht, kann sich verführen lassen, das Momentum zu kaufen. Das Momentum im Tischtennis ist kürzer als im Tennis: ein Satz dauert im Schnitt etwa zehn Minuten, fünf verlorene Ballwechsel am Stück können das Blatt wenden, fünf gewonnene das Momentum kippen lassen. Wer trotzdem live wettet, sollte die Quote bei jedem Ballwechsel prüfen – und die Wette nur platzieren, solange die Quote 1.5 oder höher ist. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen bei Sporttip mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei Tischtennis gibt es keinen Elfmeter und keine Rote Karte – aber es gibt den Matchball, und der zählt als spielentscheidende Situation.
Sport und Turniere: was im Wettprogramm steht
Tischtennis wird vom Weltverband ITTF (International Table Tennis Federation) regiert, gegründet 1926 in Berlin. Seit den Olympischen Spielen 1988 in Seoul ist Tischtennis olympisch. Weitere grosse Wettbewerbe sind Weltmeisterschaften, Europameisterschaften, der World Cup und die World Tour Grand Finals. Auf der Gespa-Liste stehen diejenigen Wettbewerbe, die bewilligt sind; Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind, Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder das Podium entscheidet. Trainingsläufe stehen nie auf der Liste – im Tischtennis gibt es keine Trainingsläufe, aber die Logik gilt für jede Sportart auf der Liste: was die Liste nicht nennt, fällt durch.
Ecken- und Kartenmärkte sowie ein Esports-Bereich erscheinen auf der Liste nicht. Wer nach «Eckenstosswetten ein Wallet» oder «Tischtennis Wettanbieter eSports» sucht, sucht etwas, das die Gespa nicht anbietet. Wetten auf Veranstaltungen mit überwiegend Minderjährigen sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS). Livewetten sind erlaubt, prematch und live, wo der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hat; das BGS kennt keine gesetzliche Beschränkung auf einzelne Live-Märkte. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt; beschrieben wird, was jeder Veranstalter anbietet. Sporttip: Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, nur online, nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung, ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie für jeden Markt.
Die Anbieter im Detail
Swisslos Sporttip
Swisslos ist einer der zwei Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen. Das Produkt heisst Sporttip, das Vertragsgebiet umfasst 19 Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein; 2025 verteilte Swisslos einen Reingewinn von CHF 562 Mio., davon CHF 109 Mio. aus Sportwetten (2024: CHF 122 Mio.), den Rest an kantonale Fonds und an die Stiftung Sportförderung Schweiz für Swiss Olympic, Fussball, Eishockey und Sporthilfe. Das Sportwetten-Programm ist die Schweizer Referenz: alle grossen Turniere und Ligen, prematch und live, mit Handicap- und Über/Unter-Linien sowie Kombiboost. Das ist nicht der umfangreichste Wettmarkt im Internet, aber der einzige, der hier zuverlässig erreichbar ist – ohne Schweizer Bewilligung gibt es in der Schweiz kein verbindliches Wettangebot, sondern nur ein Risiko.
Das Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer mit Cash-Out arbeitet, akzeptiert einen Abschlag auf den Endwert – das ist der Preis der Flexibilität.
Wer Livewetten bei Swisslos platziert, sollte die Sonderregeln kennen: die Wette gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Bei Tischtennis ist die spielentscheidende Situation der Matchball, nicht der Strafpunkt – und doch kann Swisslos den Markt in genau diesem Moment schliessen.
Für Spieler mit kleinem Budget ist Swisslos der einzige Anbieter, der den Einstieg mit CHF 1 pro Wette erlaubt. Für Spieler mit grossem Budget ist der Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette der Deckel – wer darüber hinaus will, wechselt die Seite des Rechts. Wer unter 21 ist, kann nur mit tieferen Verlustlimiten spielen; die Obergrenze pro Schlag liegt bei CHF 1’000 statt CHF 9’999. Für Spieler mit Wohnsitz im Vertragsgebiet ist Swisslos die einzige seriöse Adresse; für Spieler in Genf, Waadt oder Zürich ist es nicht erreichbar.
Loterie Romande Jouez Sport
Loterie Romande ist die andere Seite der Schweiz: sechs Westschweizer Kantone, Avenue de Provence 14 in Lausanne, 2’350 Verkaufsstellen, 221 Mitarbeitende, das Produkt heisst Jouez Sport. Wer in Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura wohnt, hat hier seinen Anschluss; wer in der Deutschschweiz wohnt, hat hier keinen. Das Programm ist auf die gleiche Gespa-Liste gestützt und folgt denselben Regeln – Prematch, Live, Kombiwetten, Cash-Out, wo verfügbar. Das ist die zweite seriöse Adresse im Inland, nicht ein zweites Produkt.
Für Westschweizer Spieler mit Wohnsitz im Vertragsgebiet ist Jouez Sport das Pendant zu Sporttip: das einzige Angebot mit Schweizer Bewilligung, mit vollem Spielerschutz und mit Auszahlung auf das eigene Zahlungskonto (Art. 50 Abs. 2 VGS). Für Spieler ausserhalb des Vertragsgebiets gibt es kein Konto. Wer das Angebot vergleicht, sollte prüfen, ob die Quoten bei den Turnieren, die ihn interessieren, auf beiden Plattformen verfügbar sind – die Märkte können sich unterscheiden.
Rabona
Rabona hat keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenz, die auf der Webseite ausgewiesen wird, ist nicht feststellbar und gilt in der Schweiz nicht (Art. 4 BGS). Die Marke ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, im Streitfall gibt es keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste landen. Spieler, die in der Schweiz wohnen und hier spielen, haben keinen Schutz.
Wer Rabona nutzt, spielt auf eigenes Risiko – das ist die nüchterne Beschreibung, keine Empfehlung. Wer die Plattform dennoch testen will, sollte die Auszahlungsmodalitäten prüfen, bevor er einzahlt, und das Guthaben so klein halten, dass ein Totalverlust tragbar ist. Das gilt nicht nur für Rabona, sondern für jede ausländische Marke auf dieser Liste.
Betscore
Betscore hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz ist nicht feststellbar, gilt in der Schweiz nicht, und die Marke hat keinen Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister. Die Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen; im Streitfall gibt es keinen Schweizer Rechtsweg. Für Schweizer Spieler ist das die gleiche Risikolage wie bei Rabona.
Wer Betscore nutzt, sollte wissen, dass die Sperrliste der Gespa Domains nachspt – wer dort steht, ist nach Stunden wieder unter einer anderen Endung erreichbar, aber die Sperre kommt. Wer nicht weiss, ob die Domain gerade auf der Liste steht, schaut auf der Gespa-Webseite nach.
Playzilla
Playzilla hat keine Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz ist nicht feststellbar, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Bewilligung, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Für Schweizer Spieler dieselbe Risikolage.
Playzilla gehört zu den Marken, die im Marketing mit «Cashback» und «Reload-Bonus» werben – die Begriffe klingen grosszügig, sind aber an Bedingungen geknüpft, die im Kleingedruckten stehen. Wer dort spielt, sollte die Umsatzbedingungen lesen, bevor er einzahlt.
Sportuna
Sportuna hat keine Schweizer Bewilligung. Ausgewiesene Lizenz nicht feststellbar, kein Schweizer Rechtsweg, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Die Plattform bietet ein Wettprogramm, das Sporttip in der Breite übertreffen kann – Bundesliga, NBA,tennis, Tischtennis – aber kein Schutz im Schweizer Recht.
Wer auf Sportuna wettet, verlässt sich auf eine ausländische Lizenz. Die Frage ist nicht, ob die Plattform seriös ist; die Frage ist, ob der Schweizer Spieler im Konfliktfall sein Geld zurückbekommt. In Schweizer Gerichten hilft eine ausländische Lizenz nicht, weil das Schweizer Recht hier nicht anwendbar ist.
Bettilt
Bettilt hat keine Schweizer Bewilligung. Ausgewiesene Lizenz nicht feststellbar, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen. Für Schweizer Spieler dasselbe Bild wie bei den anderen ausländischen Marken auf dieser Liste.
Wer auf Bettilt spielt, sollte das Kleingedruckte lesen – insbesondere die Auszahlungsbedingungen und die Identitätsprüfung. Ausländische Anbieter verlangen bei Auszahlung oft eine erneute Prüfung, die Tage dauern kann.
Bruce Bet
Bruce Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Ausgewiesene Lizenz nicht feststellbar, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, kein Schweizer Rechtsweg. Bruce Bet gehört zu den neueren Marken, die mit aggressiven Bonusangeboten um Spieler werben – das Marketing-Argument ist nicht die Lizenz.
Wer auf Bruce Bet einzahlt, sollte das Bonusangebot kritisch lesen: ein «100 % Bonus» ist werblich, aber die Umsatzbedingung entscheidet, was er kostet. Wer den Bonus nicht umsetzen will, zahlt am besten ohne Bonus ein – das schmälert die Auszahlung am Ende nicht.
Donbet
Donbet hat keine Schweizer Bewilligung. Ausgewiesene Lizenz nicht feststellbar, Domain kann auf der Gespa-Sperrliste stehen, kein Schweizer Rechtsweg. Für Schweizer Spieler das gleiche Bild.
Donbet ist eine von den Plattformen, die mit Kryptowährungen werben – wer dort spielt, sollte wissen, dass in der Schweiz Auszahlungen nur auf das eigene Zahlungskonto im Namen des Spielenden erfolgen (Art. 50 Abs. 2 VGS), aber das gilt nur für bewilligte Veranstalter. Bei ausländischen Marken gibt es diese Schutzregel nicht.
Rainbet
Rainbet hat keine Schweizer Bewilligung. Für Schweizer Spieler das gleiche Bild wie bei den anderen ausländischen Marken.
Rainbet ist eine jüngere Marke; wer dort spielt, sollte besonders auf die Auszahlungsmodalitäten achten. Neue Marken haben in der Regel weniger Reputation zu verlieren – das ist ein Risiko, kein Vorteil.
Marge und Quoten: was die Quote wirklich sagt
Eine Quote ist kein Versprechen. Sie ist der Preis, den der Anbieter für einen Einsatz zahlt, wenn die Wette eintrifft – und sie enthält immer einen Abschlag zugunsten des Anbieters. Eine Quote von 2.00 auf einen Münzwurf wäre fair: jeder Ausgang zahlt das Doppelte des Einsatzes, der Anbieter nimmt nichts. In der Praxis zeigt kein Anbieter 2.00 / 2.00 auf einen Münzwurf, sondern 1.90 / 1.90 oder 1.85 / 1.85. Die Differenz ist die Marge.
Wie die Marge gerechnet wird
Die Auszahlungsquote eines Marktes ist die Summe der Kehrwerte der Quoten: 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂ + …). Die Marge ist 1 minus die Auszahlungsquote. Für einen Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 ergibt sich: 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0,5263 + 0,5263) = 1 ÷ 1,0526 = 0,9500. Die Auszahlungsquote beträgt 0,9500 oder 95,0 %, die Marge entsprechend 5,0 % – auf 100 Franken Einsatz zahlt der Markt im Schnitt 95 Franken zurück und behält 5 Franken. Für 1.85 / 1.85: 1 ÷ (1/1.85 + 1/1.85) = 1 ÷ (0,5405 + 0,5405) = 1 ÷ 1,0811 = 0,9250; Marge 7,5 %. Bei Drei-Wege-Märkten wie 1X2 im Fussball ist die Marge höher, weil drei Ausgänge bezahlt werden müssen. Die Marge eines Marktes ist eine Schätzung der Anbieterkosten plus Gewinn; sie ist nicht starr.
Warum die Marge im Live-Markt grösser ist
Im Live-Markt sind die Quoten weniger stabil, weil der Anbieter auf jede Änderung reagieren muss. Die Marge ist im Live-Markt in der Regel höher als im Prematch-Markt, weil der Anbieter das Risiko der schnellen Anpassung einkalkuliert. Wer live wettet, zahlt also tendenziell mehr Marge – das ist der Preis der Geschwindigkeit. Im Tischtennis ist der Effekt besonders ausgeprägt, weil die Sätze kurz sind und die Anbieter jede Rallye einpreisen müssen.
Warum ein «besserer Preis» nicht automatisch besser ist
Wer zwei Anbieter vergleicht, sieht auf den ersten Blick: Anbieter A hat 1.95, Anbieter B hat 1.90 auf denselben Ausgang. Anbieter A ist «besser» – 5 Rappen mehr pro Franken Einsatz. Aber die Marge des Marktes bei Anbieter A könnte 6 % betragen und bei Anbieter B 4 % – dann ist Anbieter B der bessere Markt, weil die eigene Wette gegen einen grösseren Pool gespielt wird. Die Quote ist ein Preis; die Marge ist die Rechnung. Wer vergleicht, vergleicht beides.
Häufig gestellte Fragen
Sind Wetten auf Tischtennis in der Schweiz verboten?
Nein, sie sind nicht als Sportart verboten. Verboten sind Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows nach dem Geldspielgesetz. Tischtennis gehört zu den Sportarten, die bewilligt werden können. Was verboten ist, ist das Anbieten ohne Schweizer Bewilligung – das ist ein Straftatbestand (Art. 130 BGS) und trifft den Anbieter, nicht den Spieler.
Welche Veranstalter sind in der Schweiz zugelassen?
Zugelassen sind nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Swisslos betreut 19 Deutschschweizer Kantone, den Kanton Tessin und Liechtenstein; Loterie Romande betreut die sechs Westschweizer Kantone FR, GE, JU, NE, VD und VS. Ein Online-Konto gibt es nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet. Andere Anbieter sind in der Schweiz nicht zugelassen, gleichgültig welche Lizenz sie ausweisen.
Stehen alle grossen Turniere auf der Gespa-Liste?
Die Gespa-Liste ist die geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten (Stand 10.09.2026). Welche Turniere im Einzelfall stehen, wechselt mit jeder Aktualisierung. Wer auf ein Turnier wetten will, prüft das Wettprogramm von Sporttip oder Jouez Sport; was dort nicht steht, ist hier nicht bewilligt. Ecken- und Kartenmärkte sowie Esports sind nicht auf der Liste.
Wie funktioniert Cash-Out bei Sporttip?
Cash-Out gibt es bei Sporttip für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden; Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.
Gibt es eine sichere Wettstrategie?
Nein. Die Marge des Marktes wird bei jeder Wette eingepreist, gleichgültig welche Strategie verfolgt wird. Wer eine Folge von Wetten nach Fibonacci oder Martingale spielt, zahlt die Marge genauso wie der Gelegenheitswetter – die Marge verschwindet nicht durch eine komplexere Einsatzstruktur. Was bleibt, ist die Einsatzdisziplin: ein festes Prozent des Budgets pro Wette, eine Mindestquote, und das Bewusstsein, dass kein System einen Vorteil über den Markt herstellt.
Was bedeutet die Marge bei einem Markt?
Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter von jedem Franken Einsatz im Schnitt einbehält. Bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 liegt die Marge bei rund 5 %, bei 1.85 / 1.85 bei rund 7,5 %. Wer langfristig wettet, zahlt diese Marge bei jeder Wette mit; sie ist der Preis fürs Wetten. Wer zwei Anbieter vergleicht, vergleicht nicht die Quote allein, sondern die Marge des jeweiligen Marktes.
Wie funktionieren Verlustlimiten bei Swisslos?
Bei Swisslos setzen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage. Die Obergrenze pro Limite liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Wer die Limite nicht selbst setzt, kann nicht spielen.
Wie wird eine Spielsperre aufgehoben?
Eine selbst gewählte Spielsperre bei Swisslos lässt sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage setzen, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos und im Fürstentum Liechtenstein. Die Aufhebung einer unbefristeten Sperre ist erst nach drei Monaten möglich und mit Einbezug einer Fachstelle verbunden (Art. 81 BGS).
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Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»
