Mit Systemwetten Geld verdienen – was die Wettform wirklich leistet
Ladevorgang...
Eine Systemwette klingt nach einem Schlüssel, der mehr Türen öffnet, als die einfache Kombiwette es tut. In der Praxis bündelt sie mehrere Kombinationen aus einem einzigen Tippkorb, und sie kann auch dann etwas auszahlen, wenn nicht jede Voraussage stimmt. Genau diese Eigenschaft verleitet zu einer Annahme, die das Rechenwerk der Wetten widerlegt: dass die Form der Wette selbst die Quote verbessert. Sie verteilt das Risiko, sie hebt es nicht auf. Wer in der Schweiz mit Systemwetten spielt, spielt ausschliesslich bei zwei Veranstaltern, die das Geldspielgesetz (BGS) dafür zulässt – Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide bieten Systemwetten an, beide haben eigene Regeln für Höchsteinsatz, Höchstgewinn und Spielerschutz, die ein Spieler kennen sollte, bevor er die erste Reihe setzt. Die folgende Übersicht erläutert die Mechanik der Wettform Schritt für Schritt, beleuchtet die Marge hinter den Quoten und verdeutlicht: Eine Systemwette ist keine Einkommensquelle, und keine Auswahl an Tipps macht sie dazu. Sie ist ein Werkzeug, das den Einsatz auf verschiedene Kombinationen verteilt und damit das Risiko eines einzigen falschen Tipps abfedert – zu einem Preis, der in den gewählten Wettreihen selbst liegt.
Datenstand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Gespa-Aufsichtspraxis und die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2) sowie das Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).
Die zwei zugelassenen Veranstalter und ihre Auswahl im Überblick
In der Schweiz darf Sportwetten nur anbieten, wer eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung nach dem BGS besitzt. Die Interkantonale Vereinbarung von 2019 hat die Zahl der zugelassenen Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Beide Produkte stehen unter Aufsicht der Gespa und sind nicht mit Casino-Angeboten zu verwechseln, für die eine andere Bewilligungslinie gilt.

| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter / Meldung |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Spielbewilligung gemäss BGS SR 935.51, Aufsicht Gespa |
| Loterie Romande Jouez Sport | Ja (Veranstalter- und Spielbewilligung BGS) | Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne; Spielbewilligung gemäss BGS SR 935.51, Aufsicht Gespa |
| X3Bet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen aus Tobique (Kanada); gilt nicht in der Schweiz, kein Schweizer Sperrregister-Anschluss |
| Wettigo | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen nicht feststellbar |
| AmunRa | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen nicht feststellbar |
| BDMBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen nicht feststellbar |
| Duelbits | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen nicht feststellbar |
| Unibet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen nicht feststellbar |
| BetOnRed | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen nicht feststellbar |
| BassBet | Keine Schweizer Bewilligung | Lizenz laut Drittquellen nicht feststellbar |
Die Auswahl folgt der Logik des Marktes: zwei erlaubte Veranstalter, danach Anbieter ohne Schweizer Bewilligung, die einem Spieler in der Schweiz trotzdem begegnen – per Suche, per Werbung in nicht gesperrten Kanälen oder per Weiterleitung. Die Gespa führt eine Sperrliste von Domain-Namen ausländischer Anbieter; ist eine Domain gesperrt, ist der Weg über Schweizer Provider versperrt. Das ändert nichts daran, dass diese Anbieter weiter bestehen, mit anderen Mitteln erreichbar sind und in der Schweiz rechtlich nicht zugelassen sind.
Was «zugelassen» in der Schweiz konkret heisst
Die Gespa beaufsichtigt diese beiden Sportwetten-Angebote, weil sie die rechtliche Form eines Grossspiels haben und damit unter das BGS fallen. Eine Bewilligung wird pro Veranstalter und pro Spiel erteilt; das BGS sagt in Art. 21 bis 25, was eine solche Bewilligung voraussetzt. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, gilt in der Schweiz nicht. Wer in der Schweiz Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung anbietet, macht sich nach Art. 123 ff. BGS strafbar – nicht der Spieler, aber der Anbieter, und das Vermögen aus diesen Wetten kann in einem Strafverfahren eingezogen werden.

Die Systemwette: Was sie bündelt, was sie kostet
Eine Systemwette ist eine Sammlung ähnlicher Kombinationswetten, die alle aus denselben Voraussagen gebildet werden. Geschrieben wird sie als «X aus Y», wobei Y die Anzahl Voraussagen ist und X die Mindestzahl, die in einer einzelnen Reihe stimmen muss. Bei «3 aus 5» entstehen 10 Wettreihen, bei einem Einsatz von 2 CHF pro Reihe liegt der Gesamteinsatz also bei 20 CHF. Wer das System verkleinert, also auf «2 aus 5» geht, erhöht die Zahl der Reihen, senkt aber die Schwelle, ab der eine Reihe überhaupt etwas zahlt.
Die Idee dahinter: Trifft ein Tipp nicht, fällt nicht die ganze Wette aus, sondern nur ein Teil der Reihen. Bei «3 aus 5» und fünf richtigen Tipps gewinnen alle 10 Reihen; bei vier richtigen Tipps gewinnen einige Reihen und andere nicht; bei höchstens zwei richtigen Tipps gewinnt keine Reihe. Genau das macht die Form attraktiv für Spieler, die sich gegen einzelne Ausrutscher absichern wollen. Es macht sie aber nicht billiger. Jede Reihe trägt ihren eigenen Buchmachermarge-Anteil, und der Gesamteinsatz verteilt sich auf alle Reihen, ob sie gewinnen oder nicht.
Eine Rechnung mit konkreten Zahlen
Nehmen wir einen Tippkorb mit fünf Voraussagen zu Quoten von 1.90, 1.90, 1.90, 1.90 und 1.90 – fünf Spiele, alle ähnlich wahrscheinlich eingeschätzt, jede Einzelquote 1.90. Bei einer Zweiwege-Wette (z. B. Heimsieg oder Auswärtssieg) ergibt die Auszahlungsquote eines Marktes mit zwei gleichen Quoten:
- 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.9500
- Marge = 1 − 0.9500 = 0.0500 oder 5.0 %
Das heisst: Von jedem Franken, der in einem solchen Markt gesetzt wird, zahlt der Veranstalter 95 Rappen zurück und behält 5 Rappen. Bei fünf Voraussagen mit ähnlicher Quote trägt jede Reihe ihre eigene Marge. Bei «3 aus 5» und 10 Reihen ist der Gesamteinsatz das Zehnfache des Reiheneinsatzes; die erwartete Auszahlung ist 95 % dieses Gesamteinsatzes, gemittelt über die möglichen Ausgänge. Der Spieler zahlt also 5 % seines Gesamteinsatzes als «Preis» für die Streuung, bevor irgendetwas gewonnen oder verloren ist.
Wie die Bank die Reihen verändert
Eine «Bank» ist eine feste Voraussage, die in jeder Reihe enthalten ist. Wer eine Systemwette «3 aus 5» mit Bank spielt, behandelt die Bank als sicher und kombiniert die übrigen vier Voraussagen in Zweier- und Dreierkombinationen. Das reduziert die Zahl der Reihen, hebt aber die durchschnittliche Quote der einzelnen Reihe, weil die Bank-Quote multiplikativ in jede Reihe eingeht. Für den Spieler bedeutet das: weniger Reihen, höherer Einsatz pro Reihe, höhere Schwankung im Gewinn. Es ändert nichts an der Marge, die in jeder Quote steckt. Wer die Bank setzt, wettet gegen das Haus mit einem leicht besseren Hebel, aber demselben Abzug pro Franken.
Was eine Systemwette in der Schweiz konkret kostet
Die Schweizer Veranstalter setzen eigene Limiten, die das BGS nicht direkt vorschreibt. Bei Sporttip liegt der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000, für eine Systemwette bei CHF 10’000. Der Mindesteinsatz beträgt CHF 1 pro Einzel- oder Kombinationswette. Bei Jouez Sport liegt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000, der Höchstgewinn aller Wetten eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote mindestens 1.10 und höchstens 100’000.
Diese Zahlen sind keine Empfehlung; sie zeigen, wo der Veranstalter den Hebel ansetzt. Wer mit einem kleinen Budget spielt, kommt mit den Mindesteinsätzen zurecht; wer mit grossem Budget spielt, stösst bei sehr vielen Reihen oder sehr hohen Quoten an die obere Grenze. In jedem Fall ist die Systemwette eine Wette mit vielen Reihen, deren jeder sein eigener kleiner Vertrag ist.
Wie der Gewinn berechnet wird
Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ist Einsatz mal Quote; bei Kombinationen ist es der Einsatz mal die Gesamtquote, also das Produkt der Einzelquoten. Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Systemwette wird diese Rechnung pro Reihe geführt. Wer «3 aus 5» mit 2 CHF pro Reihe setzt, hat einen Gesamteinsatz von 20 CHF, und der Gewinn jeder Reihe berechnet sich aus 2 CHF mal der Quote dieser Reihe. Nur Reihen, deren Voraussagen vollständig stimmen, zahlen; alle anderen sind verloren.
Bei Jouez Sport folgt die Logik dem gleichen Grundsatz, mit eigenen Quoten und einer eigenen Auszahlungspyramide. Der Mechanismus ist nicht das Unterscheidende – die Schweizer Bewilligung, das Spielerschutzregime und die Service-Gebiete sind es.
Wie die Marge das Spiel verändert, bevor der erste Tipp sitzt
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter von jedem gesetzten Franken einbehält, im Durchschnitt über alle möglichen Ausgänge eines Marktes. Bei einer Zweiwege-Wette mit zwei ausgeglichenen Quoten (1.90 / 1.90) liegt die Auszahlungsquote bei 95 % und die Marge bei 5 %. Bei drei Wegen (Heimsieg / Unentschieden / Auswärtssieg) und ähnlichen Quoten liegt die Auszahlungsquote tiefer, die Marge höher – typischerweise im Bereich von 5 % bis 8 %, je nach Sport und Veranstalter. Diese Spanne ist der Ort, an dem jede Wette, auch eine Systemwette, ihr Geld verliert, bevor sie gewinnt.
Eine Systemwette mit zehn Reihen zahlt im Mittel 95 % des Gesamteinsatzes zurück, wenn jede Reihe für sich genommen eine 5 %-Marge hätte. Der Spieler «gewinnt» nur, wenn die Trefferquote seiner Tipps über der Auszahlungsquote liegt. Das ist eine hohe Hürde, denn die Quoten, die ein Veranstalter anbietet, spiegeln seine eigene Einschätzung der Wahrscheinlichkeit, und ein Spieler, der diese Einschätzung nicht schlägt, verliert im Mittel genau die Marge.
Was «im Mittel» hier heisst
Eine Systemwette ist kein Glücksspiel mit einer fairen Münze; sie ist ein Vertrag, in dem jede Reihe ihre eigene Wahrscheinlichkeitsverteilung hat. Im Mittel, also über sehr viele Wetten und viele Spieler, zahlt der Veranstalter 95 % zurück, und der Spieler zahlt 5 % in die Marge. Für den einzelnen Spieler heisst das: Eine Reihe von Wetten wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ins Minus laufen, und nur eine kleine Minderheit von Spielern wird auf Dauer mehr zurückholen als die Marge frisst. Das ist kein Vorwurf; es ist die Mechanik, die jedes Wettprodukt trägt.
Wie sich die Marge beim Übereinstem verhält
Bei höheren Quoten sinkt die Marge in einem einzelnen Markt nicht automatisch; sie ist unabhängig von der absoluten Quote, sondern abhängig vom Verhältnis der Quoten zueinander. Eine Wette mit Quoten 3.00 und 1.40 trägt eine andere Marge als eine Wette mit 1.90 und 1.90. Der Spieler kann die Marge nicht eliminieren, indem er «riskanter» wettet; er verschiebt nur das Risiko. Bei einer Systemwette mit sehr hohen Quoten kann eine einzige richtige Voraussage viele Reihen retten, aber jede dieser Reihe hat ihre eigene Marge.
Verantwortungsvolles Spielen: was die Schweizer Regeln tatsächlich verlangen
Das BGS verlangt von jedem Veranstalter, dass Spieler selbst Limiten setzen, bevor sie spielen. Die Limiten umfassen tägliche, wöchentliche oder monatliche Maximalwerte für Einsatz oder Verlust; das BGS überlässt die konkreten Werte und die Perioden dem Veranstalter. Bei Swisslos müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 (für Spieler unter 21 Jahren CHF 1’000). Eine Senkung des Limits gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – die Schweizer Veranstalter wenden also die längere Frist an, die das BGS erlaubt.
Wer sich selbst sperren will, kann das produktbezogen für 1 bis 180 Tage tun. Eine unbefristete Sperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre kann vor Fristablauf nicht aufgehoben werden; nach Ablauf greift eine Sperre von mindestens drei Monaten, an deren Aufhebung eine Fachstelle mitwirkt.
Für Systemwetten hat das zwei konkrete Folgen. Erstens: Wer ein Verlustlimit für 30 Tage setzt, sollte dieses Limit so wählen, dass auch eine Systemwette mit zehn Reihen à 5 CHF vollständig Platz hat, ohne das Limit zu reissen. Wer «2 aus 5» spielt, hat 10 Reihen, bei «3 aus 5» ebenfalls, bei «3 aus 4» 4 Reihen. Ein Spieler, der nicht weiss, wie viele Reihen seine Systemwette hat, kann nicht sinnvoll limitieren. Zweitens: Wer sich nach einer verlorenen Systemwette selbst sperren will, kann das tun – das Register ist schweizweit und gilt für alle lizenzierten Angebote.
Warum die Sperrliste für ausländische Anbieter wichtig ist
Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains ausländischer Anbieter; Schweizer Provider sperren diese Domains über DNS. Wer in der Schweiz spielt, erreicht diese Anbieter typischerweise nicht über die gewohnten Wege, kann sie aber über andere Kanäle finden. Das ändert nichts an der Rechtslage: Diese Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung, kein Sperrregister, keinen Schweizer Rechtsweg. Wer dort spielt, spielt ohne die Schutzmechanismen des BGS.
Prognosen und Strategie: warum eine Systemwette keine schlechte Analyse verbessert
Eine Strategie für Systemwetten beginnt bei der Auswahl der Voraussagen und hört dort auf. Die Frage ist nicht, ob das System «3 aus 5» oder «2 aus 6» ist – das ist eine Frage der Streuung und des Gesamteinsatzes. Die Frage ist, ob die Auswahl der Voraussagen besser ist als die Einschätzung, die der Veranstalter in seine Quoten eingepreist hat. Wer die Quoten schlägt, gewinnt trotz Marge. Wer sie nicht schlägt, verliert trotz System.
Eine Systemwette ist keine Form der Absicherung gegen falsche Analysen; sie ist eine Form der Absicherung gegen einzelne Ausrutscher in einer ansonsten plausiblen Auswahl. Wer fünf Spiele tippt und eines falsch einschätzt, hat in der einfachen Kombiwette verloren; in «3 aus 5» sind noch Reihen offen, die das eine falsche Spiel kompensieren können. Diese Kompensation kostet: Der Gesamteinsatz ist höher, weil mehr Reihen gespielt werden, und die Marge wird auf einen grösseren Einsatz angewendet.
Wo Strategie tatsächlich sitzt
Die Analyse, die zählt, ist die einzelne Voraussage. Verletzte Spieler, Heimstärke, Formkurve, Tabellenkonstellation – alles, was in die Quote eingeflossen ist, ist die Stelle, an der eine bessere Einschätzung Geld verdient. Eine Systemwette streut das Ergebnis dieser einzelnen Einschätzung, sie ersetzt sie nicht. Wer glaubt, mit einer ausgeklügelten Kombination aus sieben Spielen die Quote zu schlagen, hat in Wahrheit sieben einzelne Wetten zu schlagen – plus die Marge, die auf jede einzelne davon wartet.
Warum kein System «sicher» ist
Es gibt im Wettmarkt kein System, das mit Sicherheit gewinnt. Wer ein solches System anbietet, verkauft eine Geschichte; die Mechanik sagt das Gegenteil. Die Marge sorgt dafür, dass der Veranstalter im Mittel gewinnt, auch wenn einzelne Spieler mehr zurückholen als sie eingesetzt haben. Wer ein System verkauft, das «sicher» gewinnt, hat entweder die Mechanik nicht verstanden oder versteht sie sehr gut und verkauft sie trotzdem. Beides ist ein Grund, das Angebot nicht anzunehmen.
Wettformen, Quoten und das Tool, das zwischen Spieler und Tipp sitzt
Eine Systemwette ist eine Sonderform der Kombinationswette. Wer den Unterschied versteht, versteht die Systemwette. Eine Einzelwette ist eine Wette auf ein Spiel, eine Quote, einen Ausgang. Eine Kombinationswette (oft auch «Kombi» genannt) setzt mehrere Einzelwetten zusammen und multipliziert die Quoten. Eine Systemwette ist eine Sammlung von Kombinationswetten aus demselben Tippkorb, die alle nach demselben Muster gebaut sind. Sie zahlt auch dann, wenn nicht alle Voraussagen stimmen, sofern die jeweilige Reihe ihre Schwelle erreicht.
Diese Form gibt es in zwei Schweizer Spielen. Bei Sporttip ist sie Teil des Online-Angebots, mit Quotenboosts für Prematch, Live und Systemwetten und einem Kombiboost, der ab vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 den Nettogewinn erhöht – 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn, 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Der Boost ist im Einsatz und in der Gewinnerhöhung limitiert und greift nur online. Bei Jouez Sport ist das Angebot schmaler, aber ähnlich strukturiert: Kombiwetten mit 2 bis 10 Voraussagen, Gesamtquoten zwischen 1.10 und 100’000.
Wie das Cash-Out die Systemwette verändert
Cash-Out heisst, eine Wette vorzeitig auswerten, bevor alle Voraussagen entschieden sind. Bei Sporttip gibt es Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn bei vollem Ausgang, hängt vom Stand der Spiele ab und kann vom Veranstalter jederzeit geändert werden. Eine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt zur Verfügung steht, gibt es nicht.
Für Systemwetten bedeutet das: Wer mitten im Spielverlauf cashen will, lässt viele Reihen zurück, deren Ausgang noch nicht feststeht. Der Cash-Out bündelt die offenen Reihen zu einem Betrag, der im Mittel unter dem liegt, was bei vollem Ausgang möglich wäre. Wer auf eine «Versicherung» durch Cash-Out setzt, zahlt dafür die Differenz.
Wie Quotenbooster den Eindruck von Mehrwert erzeugen
Quotenboosts erhöhen die ausgewiesene Quote eines Marktes, Profitboosts den möglichen Nettogewinn eines Ereignisses um einen Prozentsatz. Beide sind einmal pro Spieler nutzbar, im Einsatz und in der Erhöhung limitiert; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Die Mechanik ist klar: Der Veranstalter erhöht für einen bestimmten Markt eine Quote und gewinnt im Mittel über alle Booster, weil die Auswahl der Spieler, die den Booster nutzen, nicht repräsentativ ist. Wer den Booster nutzt, hat eine etwas höhere Quote; wer den Booster regelmässig nutzt, hat trotzdem die Marge im Spiel, die nicht verschwindet.
Wettreihen und Spielregeln: was die Schweizer Veranstalter im Detail regeln
Die Spielregeln von Sporttip (Version 4.2) regeln die Form jeder Wette. Eine Einzelwette ist eine Wette auf eine Voraussage, eine Kombiwette auf mindestens zwei, eine Systemwette auf eine Sammlung von Kombiwetten aus demselben Tippkorb. Der Mindesteinsatz liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wird ein Ereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nachgeholt, wird die Einzelwette zurückbezahlt und die Voraussage in einer Kombination mit Quote 1.00 gewertet.
Diese Regeln klingen technisch, sind aber genau die Stelle, an der eine Wette Geld verliert oder zurückkommt. Wer eine Systemwette mit fünf Reihen à 2 CHF setzt und ein Spiel fällt aus, sieht vier Reihen mit einer Quote-1.00-Voraussage und eine Reihe ohne Ausfall. Die Marge der verbleibenden Reihen ist dieselbe wie ohne Ausfall; der Gewinn ist deutlich kleiner als geplant. Wer das nicht weiss, wettet gegen eine Regel, die er nicht gelesen hat.
Die Frage nach der Live-Wette
Live-Wetten bei Sporttip sind Wetten, die während eines laufenden Ereignisses platziert werden. Die Wetten gelten unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Das ist ein Schutzmechanismus gegen Wetten auf bereits entschiedene Ausgänge, aber es ist auch eine Stelle, an der ein Spieler, der zu spätisch klickt, eine Wette verliert, die er glaubte gewonnen zu haben.
Service-Gebiete und Spielerschutz: warum nicht jeder Schweizer überall spielen kann
Die zwei Veranstalter haben klar getrennte Service-Gebiete. Swisslos führt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG, ZH), im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein. Die Loterie Romande führt Jouez Sport in den Westschweizer Kantonen (FR, GE, JU, NE, VD, VS). Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann ein Online-Konto bei Swisslos führen; wer in der Westschweiz wohnt, kann ein Online-Konto bei Loterie Romande führen. Eine Kontoeröffnung erfordert einen Wohnsitz im jeweiligen Service-Gebiet, ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Identitätsprüfung.
Diese Aufteilung ist nicht historisch gewachsen; sie ist die logische Folge der interkantonalen Vereinbarung. Sie bedeutet, dass die Auswahl an Systemwetten für einen Spieler in Genf eine andere ist als für einen Spieler in Zürich – nicht nur in der Verfügbarkeit von Märkten, sondern auch in der Handhabung von Wetten, Auszahlungen und Limits. Wer die Wahl hat, wählt nicht nur eine Wette, sondern auch einen Veranstalter.
Zahlungen, Auszahlungen und die Logik des Wallets
Das Swisslos-Wallet wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben, Gewinne über CHF 1’000 innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Auszahlungen vom Wallet sind zweimal pro Jahr gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen; die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen.
Die Logik ist klar: Keine Auszahlung an Dritte, keine anonymen Auszahlungen, keine Krypto-Auszahlungen. Das ist die Spielerseite des BGS, das eine Auszahlung nur auf ein Konto im Namen des Spielers erlaubt. Wer mit Krypto zahlt oder auszahlt, spielt bei einem Anbieter, der diese Regel nicht einhält – und das ist in der Schweiz ein Anbieter ohne Bewilligung.
Steuern und Freibeträge: was ein Gewinn mit dem Steueramt zu tun hat
Gewinne aus Schweizer Grossspielen, also auch aus Sportwetten, sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (2025: CHF 1’070’400); die kantonalen Freibeträge unterscheiden sich, weshalb die genaue Schwelle «je nach Kanton» zu prüfen ist. Oberhalb der Schwelle werden 35 % Verrechnungssteuer abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Für die meisten Spieler, die mit Systemwetten spielen, liegt der Gewinn weit unter dem Freibetrag – keine Einkommensteuer, keine Verrechnungssteuer.
Gewinne aus ausländischen Anbietern ohne Schweizer Bewilligung sind nicht in die Verrechnungssteuer einbezogen; die kantonale Praxis behandelt sie jedoch unterschiedlich. Wer in einem Kanton mit strenger Praxis spielt, sollte sich vor einem grossen Gewinn bei einem ausländischen Anbieter beim Steuerberater oder der kantonalen Steuerverwaltung erkundigen. Das ist keine Empfehlung, sondern der Hinweis, dass das, was bei einem Schweizer Anbieter steuerfrei bleibt, bei einem ausländischen Anbieter eine andere Behandlung haben kann.
Wer bietet Systemwetten in der Schweiz an – und wer nicht
Die Frage klingt nach einer Auswahl, ist aber eine Ja-Nein-Frage. In der Schweiz bieten Systemwetten nur Swisslos (Sporttip) und die Loterie Romande (Jouez Sport) an. Jeder andere Anbieter, der in der Schweiz Systemwetten anbietet, hat keine Schweizer Bewilligung. Die Gespa führt keine Liste «weiterer» zugelassener Anbieter, weil es keine weiteren gibt. Was die Gespa führt, ist die Sperrliste der Domains ausländischer Anbieter – eine Sperrliste, keine Zulassungsliste.
Für einen Spieler bedeutet das: Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Spielerschutz, ohne Schweizer Sperrregister, ohne Schweizer Rechtsweg. Die Mechanik der Wette ist dieselbe – Quote, Marge, Auszahlung –, aber die Rahmenbedingungen sind es nicht. Wer sich für einen ausländischen Anbieter entscheidet, sollte sich bewusst sein, dass er die Schutzmechanismen des BGS verlässt, ohne dass die Mechanik fairer wird.
Was «Liste der zugelassenen Wettarten» bedeutet
Die Gespa führt eine Liste der zugelassenen Wettarten, die festlegt, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen angeboten werden dürfen. Die Liste wird regelmässig aktualisiert; die jüngste eingesehene Version datiert auf den 10. September 2026. Sie enthält keine Eck- oder Kartenmärkte und keine esports-Angebote; Qualifikationsrunden und Frauenwettbewerbe sind nur dann zugelassen, wenn sie auf der Liste stehen. Ein Anbieter, der solche Märkte anbietet, bewegt sich ausserhalb der Liste – was die Bewilligung nicht automatisch aufhebt, aber eine Frage aufwirft, die ein Spieler vor dem Tipp klären sollte.
Wie Verlustlimiten bei einer Systemwette greifen
Wer eine Systemwette spielt, setzt nicht einen Einsatz, sondern eine Summe über alle Reihen. Eine «3 aus 5» mit 2 CHF pro Reihe sind 20 CHF; eine «2 aus 6» mit 5 CHF pro Reihe sind 75 CHF; eine «4 aus 7» mit 1 CHF pro Reihe sind 35 CHF. Diese Summe zählt gegen das Verlustlimit, sobald die Wette platziert ist, auch wenn am Ende nur eine Teilmenge der Reihen verliert.
Die Konsequenz: Wer mit einem 30-Tage-Limit von CHF 500 spielt und fünf «3 aus 5»-Systemwetten mit 2 CHF pro Reihe setzt, hat 100 CHF davon gebunden, ohne dass die Wette ausgewertet ist. Wer drei solche Wetten verliert, hat nicht 6 CHF Verlust, sondern 60 CHF – das Zehnfache des Reiheneinsatzes. Eine Systemwette ist also kein «kleineres» Engagement als eine Einzelwette mit gleichem Reiheneinsatz; sie ist ein grösseres, weil das Gesetz der Reihen gilt.
Wie eine Spielsperre bei einer Systemwette greift
Eine produktbezogene Spielsperre für 1 bis 180 Tage gilt für das konkrete Produkt, also Sporttip oder Jouez Sport. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt schweizweit, auch für Casinos. Wer sich sperrt, kann keine neue Wette platzieren, auch keine Systemwette, und kann das Wallet nicht weiter aufladen. Wer gesperrt ist und spielt, hat nach Art. 45 BGS keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn – die Wette wird nicht ausgewertet, der mögliche Gewinn verfällt. Eine Spielsperre ist also kein «Sicherheitsnetz», sondern ein Stoppschild.
Die Mechanik im Detail: was jede Komponente der Systemwette leistet
Eine Systemwette besteht aus drei Komponenten: dem Tippkorb (den Voraussagen), dem System (der Form «X aus Y») und dem Reiheneinsatz. Jede Komponente hat ihre eigene Wirkung. Der Tippkorb bestimmt die Quoten; das System bestimmt die Zahl der Reihen; der Reiheneinsatz bestimmt, wie tief der Spieler in jede Reihe geht. Wer diese drei Grössen trennt, versteht, welche Hebel er hat – und welche er nicht hat.
Was der Tippkorb kann und was nicht
Der Tippkorb bestimmt die Quoten, mit denen das System rechnet. Eine Voraussage mit Quote 1.30 ist sehr wahrscheinlich; eine mit Quote 5.00 ist sehr unwahrscheinlich. Wer den Korb aus sehr wahrscheinlichen Voraussagen baut, hat eine niedrige Marge pro Voraussage, aber auch niedrige Auszahlungen. Wer ihn aus sehr unwahrscheinlichen Voraussagen baut, hat höhere Auszahlungen pro Reihe, aber höhere Marge und mehr verlorene Reihen. Die Mischung ist der Hebel; sie hebt die Marge nicht auf.
Was das System kann und was nicht
Das System «X aus Y» bestimmt die Zahl der Reihen und die Schwelle. «2 aus 5» hat 10 Reihen und zahlt ab zwei richtigen Tipps; «3 aus 5» hat 10 Reihen und zahlt ab drei richtigen Tipps; «4 aus 5» hat 5 Reihen und zahlt ab vier richtigen Tipps; «5 aus 5» hat 1 Reihe – das ist die Kombiwette. Wer «2 aus 5» spielt, streut stärker, zahlt aber mehr Gesamteinsatz. Wer «4 aus 5» spielt, streut weniger, hat aber weniger Gesamteinsatz und einen höheren Hebel pro Reihe. Das System ist also ein Streuungsregler, kein Mechanismus, der die Marge neutralisiert.
Was der Reiheneinsatz kann und was nicht
Der Reiheneinsatz bestimmt, wie viel pro Reihe gesetzt wird. Bei 2 CHF pro Reihe in «3 aus 5» ist der Gesamteinsatz 20 CHF; bei 5 CHF pro Reihe sind es 50 CHF. Der Hebel ist linear: Wer den Reiheneinsatz verdoppelt, verdoppelt Gewinn und Verlust pro Reihe. Es gibt keinen Reiheneinsatz, der die Marge weghebt – jede Reihe hat ihre eigene Marge, und die Marge ist proportional zum Einsatz. Wer den Einsatz verdoppelt, verdoppelt auch die Marge.
Was eine kluge Fundierte Analyse leistet – und was nicht
Eine «fundierte Analyse» im Wettkontext ist eine Einschätzung der Wahrscheinlichkeit eines Ausgangs, die über die Einschätzung des Veranstalters hinausgeht. Verletzte Spieler, Heimstärke, Wetter, Tabellenkonstellation – alles, was in die Quote eingeflossen ist, ist die Stelle, an der eine bessere Einschätzung Gewinn bringt. Eine Systemwette streut das Ergebnis dieser einzelnen Einschätzung; sie ist nicht selbst eine fundierte Analyse. Wer glaubt, mit einer Systemwette aus fünf mittelmässigen Tipps mehr zu gewinnen als mit einer Einzelwette auf den besten Tipp, hat die Mechanik nicht verstanden.
Warum Statistik die Marge nicht aufhebt
Statistik kann die Trefferquote einer Auswahl erhöhen. Sie kann aber nicht die Marge aufheben, die in jeder Quote steckt. Ein Spieler, dessen Auswahl eine Trefferquote von 55 % erreicht, gewinnt im Mittel über alle Wetten mehr, als er verliert – vorausgesetzt, die Quoten spiegeln eine Trefferquote von 50 %. Das ist möglich, aber selten, und es ist gegen die Tendenz des Marktes, der seine Quoten auf Basis vieler Daten und vieler Spieler setzt. Wer mit Statistik schlägt, schlägt das Haus; wer ohne Statistik spielt, verliert im Mittel die Marge.
Wie sich die Auswahl an Systemwetten in der Schweiz darstellt
Die Auswahl an Systemwetten in der Schweiz ist kleiner als in Märkten mit vielen lizenzierten Anbietern. Wer in der Schweiz spielt, hat die Wahl zwischen zwei Produkten: Sporttip von Swisslos und Jouez Sport von Loterie Romande. Beide bieten Systemwetten an; beide haben eigene Regeln für Höchsteinsatz, Höchstgewinn und Auszahlung. Die folgenden Reviews beschreiben die beiden Produkte und gehen danach auf neun ausländische Anbieter ein, die in der Schweiz keine Bewilligung haben, aber von Spielern in der Schweiz erreicht werden können.
Swisslos Sporttip
Swisslos betreibt Sporttip in den Deutschschweizer Kantonen, im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein, mit Sitz in Basel. Die Online-Teilnahme erfordert einen Wohnsitz im Vertragsgebiet, ein Mindestalter von 18 Jahren und eine Identitätsprüfung; jede Person darf sich nur einmal registrieren. Sporttip bietet Einzel-, Kombi- und Systemwetten an, mit Mindesteinsatz CHF 1 und Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette, CHF 10’000 pro Systemwette. Der Gewinn ist auf 5 Rappen gerundet, abgesagte Ereignisse werden mit Quote 1.00 gewertet, eine Auszahlung erfolgt nur auf ein Konto im Namen des Spielers.
Für Systemwetten heisst das: Wer in der Deutschschweiz spielt, hat mit Sporttip das vollständige Systemwetten-Angebot, mit Cash-Out für Einzel-, Kombi- und Langzeitwetten, mit Quotenboosts für Prematch-Einzelwetten, Profitboosts und einem Kombiboost, der den Nettogewinn ab vier Voraussagen mit Mindestquote 1.50 erhöht. Wer die Limits kennt, kann das eigene Limit sinnvoll setzen; wer die Auszahlungslogik kennt, weiss, dass Gewinne bis CHF 1’000 automatisch dem Wallet gutgeschrieben werden und Gewinne darüber innert drei Arbeitstagen auf das Bankkonto gehen.
Sporttip ist die richtige Wahl für Spieler in der Deutschschweiz, die ein vollständiges Systemwetten-Angebot mit Schweizer Bewilligung suchen. Die Marge ist nicht anders als bei anderen Veranstaltern, aber der Spielerschutz ist vollständig: Verlustlimiten, Spielsperre, Schweizer Rechtsweg, Auszahlung nur auf das eigene Konto. Wer sich gegen einen einzelnen Ausrutscher absichern will, kann das mit einer Systemwette tun; wer glaubt, mit einer Systemwette die Marge zu schlagen, hat die Mechanik nicht verstanden.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport in den Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura, mit Sitz in Lausanne und 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz. Jouez Sport bietet Einzel- und Kombiwetten an, mit Höchstgewinn CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 1’000’000 für alle Gewinne eines Multiples zusammen. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen.
Jouez Sport ist die richtige Wahl für Spieler in der Westschweiz, die eine Schweizer Bewilligung suchen. Das Systemwetten-Angebot ist Teil des Kombiwetten-Angebots; die Mechanik ist dieselbe wie bei Sporttip, mit eigenen Limiten und eigener Auszahlungslogik. Wer die Auszahlungspyramide versteht, kann das eigene Limit sinnvoll wählen; wer die Service-Gebiete kennt, weiss, dass ein Westschweizer Spieler nur hier ein Online-Konto eröffnen kann.
X3Bet
X3Bet ist ein ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung; eine Lizenz wird in Drittquellen aus Tobique (Kanada) angegeben, die in der Schweiz keine Wirkung hat. Der Anbieter ist nicht an das Schweizer Sperrregister angeschlossen, es gibt keinen Schweizer Rechtsweg, und die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa stehen.
X3Bet ist keine Alternative für Spieler, die eine Schweizer Bewilligung suchen. Wer hier spielt, spielt ohne Schweizer Spielerschutz; das BGS schützt nicht, was es nicht zulässt.
Wettigo
Wettigo verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Die Domain kann auf der Sperrliste der Gespa stehen, da der Anbieter nicht an das Schweizer System angeschlossen ist.
Wettigo bietet keine Schweizer Spielerschutzmechanismen.
AmunRa
AmunRa besitzt keine Schweizer Bewilligung. Wie bei anderen ausländischen Anbietern ohne Sperrregister-Anschluss besteht kein Schutz durch das BGS.
AmunRa ist für Spieler in der Schweiz nicht geeignet.
BDMBet
BDMBet operiert ohne Schweizer Bewilligung. Ein Zugang zur Webseite kann durch die Gespa via DNS-Sperre unterbunden sein.
BDMBet erfüllt keine Anforderungen an den Schweizer Spielerschutz.
Duelbits
Duelbits agiert ohne Schweizer Bewilligung und unterliegt nicht der Aufsicht der Gespa. Rechtsschutz für Spieler besteht im Falle von Streitigkeiten nicht.
Duelbits ist keine Wahl für Personen, die auf Schweizer Spielerschutz setzen.
Unibet
Unibet bietet seine Dienste ohne Schweizer Bewilligung an. Das Angebot ist nicht an die Schweizer Spielerschutzregeln gebunden.
Unibet ist keine Alternative für Spieler, die eine Schweizer Bewilligung suchen.
BetOnRed
BetOnRed operiert ohne Schweizer Bewilligung. Es besteht kein Anschluss an das Schweizer Sperrregister für den Spielerschutz.
BetOnRed ist für Spieler, die auf Schweizer Sicherheit achten, nicht die richtige Wahl.
BassBet
BassBet besitzt keine Schweizer Bewilligung. Die Nutzung dieses Angebots erfolgt ohne die Schutzgarantien des BGS.
BassBet ist keine Alternative für Spieler, die in der Schweiz mit Schweizer Bewilligung spielen wollen.
Was die Auszahlung über die Mechanik verrät
Eine Auszahlung bei Sporttip erfolgt über das Wallet oder direkt auf das Bankkonto. Das Wallet wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein gekauft, mit einem Mindestbetrag von CHF 20; die Höchstgrenze liegt bei CHF 9’999 Wallet-Guthaben, der 30-Tage-Kauf bei CHF 10’000. Gewinne bis CHF 1’000 werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 innert drei Arbeitstagen auf das Bankkonto überwiesen. Auszahlungen vom Wallet sind zweimal pro Jahr gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % anfallen, die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen.
Für eine Systemwette heisst das, dass ein Gewinn aus zehn Reihen als ein einziger Gewinn auf das Wallet oder das Bankkonto fliesst – nicht zehn Einzelgewinne. Wer ein Cash-Out vor dem Ende aller Reihen macht, erhält einen Betrag, der im Mittel unter dem vollen Ausgang liegt. Wer auf das Ende wartet, erhält den vollen Ausgang – sofern keine Reihe durch ein abgesagtes Ereignis entwertet wurde.
Wie sich der Vergleich liest
Der Vergleich der zwei Schweizer Anbieter folgt nicht der Logik «Wer hat die bessere Quote?» – das hat kein Veranstalter in einem Markt mit vergleichbaren Quoten – sondern der Logik «Wer passt zu welchem Spieler?». Für einen Deutschschweizer Spieler ist Sporttip die einzige Wahl; für einen Westschweizer Spieler ist Jouez Sport die einzige Wahl. Die Frage, die bleibt, ist: Wie spielt man Systemwetten, ohne in die Marge zu laufen, und wie setzt man Limits, die zur Mechanik passen? Die Antwort steht in der Mechanik selbst, nicht in der Auswahl des Veranstalters.
Wie eine kluge Auswahl von Systemwetten aussieht
Eine kluge Auswahl von Systemwetten beginnt mit der Frage, ob das System zur eigenen Risikobereitschaft passt. «2 aus 5» streut stark und kostet viel Gesamteinsatz; «4 aus 7» streut weniger und kostet weniger; «3 aus 4» ist eine schmale Streuung mit hoher Schwelle. Wer mit kleinem Budget spielt, ist mit «2 aus 4» oder «2 aus 5» mit kleinem Reiheneinsatz gut bedient; wer mit grossem Budget spielt, kann «3 aus 6» oder «4 aus 7» mit höherem Reiheneinsatz spielen. Die Frage ist nicht, welches System «gewinnt», sondern welches System zur eigenen Mechanik passt.
Wie eine kluge Auswahl von Voraussagen aussieht
Eine kluge Auswahl von Voraussagen folgt den Quoten, die der Veranstalter setzt. Eine Quote von 1.10 ist sehr wahrscheinlich, eine von 5.00 ist sehr unwahrscheinlich; wer aus Quoten von 5.00 einen Korb baut, hat eine niedrige Trefferquote und einen hohen Gewinn pro richtiger Reihe. Wer aus Quoten von 1.30 baut, hat eine hohe Trefferquote und einen niedrigen Gewinn pro richtiger Reihe. Die Mischung ist der Hebel; sie hebt die Marge nicht auf.
Wie eine kluge Bank aussieht
Eine Bank ist eine Voraussage, die der Spieler für sicher hält. Wer eine Bank setzt, glaubt, dass diese Voraussage mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eintrifft – typischerweise Quote unter 1.30, manchmal näher an 1.10. Die Bank reduziert die Zahl der Reihen, hebt aber die durchschnittliche Quote. Wer die Bank setzt, wettet mit weniger Reihen, aber höherem Hebel pro Reihe. Es ändert nichts an der Marge, die in jeder Quote steckt.
Häufige Fragen
Wie funktioniert eine Systemwette, und was bedeutet «3 aus 5»?
Eine Systemwette bündelt mehrere Kombinationswetten aus einem Tippkorb. «3 aus 5» heisst: fünf Voraussagen, in jeder Reihe müssen mindestens drei stimmen, damit die Reihe etwas zahlt. Bei fünf Voraussagen ergeben sich 10 Wettreihen; bei 2 CHF pro Reihe ist der Gesamteinsatz 20 CHF. Eine Reihe zahlt nur, wenn ihre Mindestzahl an Voraussagen stimmt; alle anderen Reihen sind verloren.
Wie berechnen sich Gesamteinsatz und Gewinn einer Systemwette?
Der Gesamteinsatz ist die Zahl der Reihen mal der Einsatz pro Reihe. Bei «3 aus 5» sind das 10 Reihen mal 2 CHF = 20 CHF. Der Gewinn jeder Reihe ist der Reiheneinsatz mal die Quote dieser Reihe; nur Reihen, deren Voraussagen vollständig stimmen, zahlen. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.
Gibt es eine beste Systemwette, oder hängt die Wahl von Auswahl, Quote und Risikobereitschaft ab?
Es gibt keine beste Systemwette in dem Sinne, dass ein System «X aus Y» mit einer bestimmten Auswahl die Marge schlägt. Die Marge steckt in jeder Quote, und die Marge wird auf jede Reihe angewendet. Die Wahl von System, Auswahl und Reiheneinsatz ist eine Frage der Risikobereitschaft und des Budgets – nicht eine Frage der «Gewinnstrategie».
Kann man mit Systemwetten Geld verdienen, obwohl in jeder Quote eine Marge steckt?
Ja, aber nicht im Mittel und nicht garantiert. Wer die Quoten des Veranstalters dauerhaft schlägt, gewinnt im Mittel mehr als er verliert; wer sie nicht schlägt, verliert im Mittel genau die Marge. Die Marge liegt typischerweise bei 5 % pro Markt; wer nicht ausgilt, verliert 5 % seines Einsatzes im Mittel. Systemwetten streuen das Ergebnis; sie ändern es nicht.
Wer darf in der Schweiz Systemwetten anbieten, und welche Rolle spielt die Liste der zugelassenen Wettarten der Gespa?
In der Schweiz dürfen nur Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) Sportwetten anbieten. Die Liste der zugelassenen Wettarten der Gespa legt fest, welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen angeboten werden dürfen; nur die dort gelisteten Wettarten sind in der Schweiz erlaubt. Anbieter ohne Schweizer Bewilligung dürfen diese Wetten nicht anbieten, auch wenn sie im Ausland zugelassen sind.
Wie wirken Verlustlimiten und eine Spielsperre, wenn viele Reihen einer Systemwette gespielt werden?
Verlustlimiten gelten für den Gesamteinsatz, nicht für die einzelne Reihe. Eine Systemwette mit zehn Reihen zählt mit ihrem Gesamteinsatz gegen das Limit, sobald sie platziert ist. Eine Spielsperre gilt produktbezogen oder schweizweit; gesperrte Spieler können keine Wette platzieren und haben keinen Anspruch auf Einsatz oder Gewinn aus Wetten, die während der Sperre platziert wurden. Wer sich nach einer verlorenen Systemwette sperren will, kann das tun – aber das Limit muss so gewählt sein, dass die Systemwette nicht ins Limit läuft.
Strategie – wettenzahlungch
Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»
