Kostenlose Wettprognosen 2026: Was sie taugen und wo sie legal sind
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Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen das Schweizer Geldspielgesetz (BGS) und die Bewilligungsregister der Gespa
# Kostenlose Wettprognosen 2026: was eine Vorhersage leisten kann und was nicht
Eine kostenlose Wettprognose ersetzt keine Wettanalyse. Sie liefert eine Wahrscheinlichkeitseinschätzung, und erst der Vergleich dieser Einschätzung mit der Quote entscheidet darüber, ob sich ein Einsatz lohnt. Wer Prognosen sammelt, ohne Quoten zu lesen, sammelt Behauptungen; wer Quoten liest, ohne Prognosen zu prüfen, lässt das Marketing des Buchmachers die eigene Einschätzung ersetzen. Beides endet im gleichen Schnitt.
Die Schweiz kennt nur zwei Veranstalter mit Bewilligung für Sportwetten: Swisslos mit Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Alles, was daneben auf eine Wette mit Schweizer Wohnsitzkonto wartet, fällt in einen anderen Rechtsraum. Diese Seite erklärt, wie Prognosen entstehen, welche Daten einfliessen, warum auch die beste Vorhersage scheitern kann, und wo in der Schweiz legal auf eine Prognose gesetzt werden darf. Dazu gehört ein nüchterner Blick auf die Marge, die in jeder Quote steckt und die nichts mit dem Können eines Tippers zu tun hat.
Die FIFA Fussball-Weltmeisterschaft 2026 ist gespielt, und kein anderes grossformatiges Turnier trägt das Jahr 2026 im Namen. Eine Europameisterschaft wird erst 2028 ausgetragen. Wer eine Seite nach «Wettprognosen 2026» öffnet, sucht also keine turniergebundene Prognose, sondern den laufenden Ligabetrieb, nationale Pokale und die internationalen Klubwettbewerbe.
Die zehn einordnendsten Quellen für kostenlose Wettprognosen im Überblick
Wer Prognosen sucht, vergleicht nicht «die beste Seite», sondern eine Reihe von Anbietern mit unterschiedlichen Methoden, Märkten und Sprachen. Die folgende Einordnung ordnet zehn Quellen ein und ordnet sie nach ihrer Eignung für bestimmte Leserinnen und Leser. Die Tabelle zeigt nur, was die Veranstalter an Bewilligung mitbringen; was sie an Märkten, Methoden oder Trefferquoten leisten, gehört in den anschliessenden Text.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Veranstalter bzw. ausgewiesene Lizenz |
|---|---|---|
| Swisslos Sporttip | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel |
| Loterie Romande Jouez Sport | Bewilligung (Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS) | Loterie Romande, Lausanne |
| HornetBet | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| myBet | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Betovo | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| BassBet | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| GG.BET | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| FortuneJack | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| BetLabel | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
| Jackbit | keine Schweizer Bewilligung | ausgewiesene Lizenz: nicht festgestellt |
Die Tabelle trennt sauber, was das Schweizer Recht trennt: zwei Veranstalter mit einer Bewilligung, die für den Schweizer Markt gilt, und eine Reihe ausländischer Marken ohne eine solche Bewilligung. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS). Dass eine Marke irgendwo auf der Welt eine Lizenz führt, ändert daran nichts.
Was die beiden Schweizer Veranstalter im Prognose-Alltag ausmacht
Swisslos und die Loterie Romande sind im Alltag keine Quellen für Prognosen, sondern Wettannahmestellen. Ihr Wettprogramm, ihre Limits, ihr Cash-Out und ihre Boosts gehören zum Produkt. Wer in der Schweiz eine Prognose liest und sie umsetzen will, landet bei einem der beiden Produkte. Die Produkte sind nach Sprachregion getrennt: Sporttip läuft in den Deutschschweizer Kantonen, in Ticino und in Liechtenstein, Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Wer im Tessin wohnt und ein Konto eröffnen will, geht zu Sporttip; wer in Genf wohnt, zu Jouez Sport. Beide Produkte jeweils zu Hause.
Die Produkte unterscheiden sich an Stellen, die für eine Prognose relevant sind. Sporttip erlaubt Kombiwetten mit einem Kombiboost von 5 % bei vier Voraussagen bis 100 % bei fünfzehn, jeweils mit Mindestquote 1.50 pro Voraussage und nur online. Jouez Sport setzt den maximalen Gewinn pro Einzel- und Kombiwette bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Mindestquote pro Voraussage und die Gesamtquote bewegen sich zwischen 1.10 und 100’000. Diese Zahlen prägen, welche Prognose sich rechnet und welche nicht. Eine sichere Fünf-Voraussagen-Kombi auf Sporttip bringt mehr Bonus, eine riskante Zehn-Voraussagen-Kombi auf Jouez Sport läuft in einen Gewinndeckel.
Was die ausländischen Marken im Vergleich leisten und was nicht
HornetBet, myBet, Betovo, BassBet, GG.BET, FortuneJack, BetLabel und Jackbit sind im Schweizer Rechtsraum Wettanbieter ohne Bewilligung. Sie bieten, soweit ihre eigenen Seiten Auskunft geben, breite Wettprogramme, unterschiedliche Boni und Quoten an. Was sie im Einzelfall an Trefferquoten oder Methoden leisten, ist eine Frage, die jede Leserin und jeder Leser bei jeder Marke einzeln prüfen muss, am Produkt und an dessen Trefferliste der Vergangenheit.
Diese Marken werben in der Schweiz für ein Angebot, das hier nicht erlaubt ist. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Geldspiel ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis CHF 500’000 bedroht. Eine seriöse Prognose-Seite, gleich in welcher Sprache, trennt diese Marken von den beiden Schweizer Veranstaltern, nennt sie beim Namen und markiert sie als «ohne Schweizer Bewilligung». Sie wird sie nicht weiterempfehlen.
Die Grundlage: was eine Prognose leisten kann und wo sie aufhört
Eine Prognose ist eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit eines Spielausgangs. Sie fusst auf Form, Heimvorteil, Verletzungen, Tabellenstand und statistischen Vergleichswerten. Sie kann auch das Wetter, die Tagesform, die Reisedaten und die taktische Ausrichtung der Mannschaften einbeziehen. Eine gute Prognose ist nicht die Aussage «Heimsieg», sondern die Aussage «Heimsieg mit einer Wahrscheinlichkeit von ungefähr 58 %», und sie enthält die Annahmen, unter denen diese Schätzung gilt.

Der Abstand zwischen dieser Wahrscheinlichkeit und der Quote entscheidet darüber, ob eine Wette «Wert» hat. Eine Quote von 2.00 entspricht einer fairen Wahrscheinlichkeit von 50 %. Liegt die Prognose bei 58 %, ist die Quote 2.00 ein schlechter Preis, denn sie zahlt für eine 50-Prozent-Chance so, als wäre sie eine 50-Prozent-Chance. Eine Quote von 2.40 entspricht einer fairen Wahrscheinlichkeit von etwa 41.7 %, und die gleiche 58-Prozent-Prognose wird damit zu einem Angebot mit Wert. Die Quote ist der Preis; die Prognose ist das, was der Preis wert sein müsste.
Was eine Prognose nicht kann, ist die Zukunft kennen. Eine Wahrscheinlichkeit von 58 % heisst, dass in 42 von 100 Fällen der Ausgang anders kommt. Über eine einzelne Wette sagt diese Zahl nichts. Sie sagt auch nichts darüber aus, ob ein Tipp in einem konkreten Fall «richtig» war, denn 58 % heisst nicht «fast sicher», sondern «öfter als die Hälfte». Wer mit Prognosen spielt, spielt mit einer Wahrscheinlichkeitsmaschine, nicht mit einem Orakel.
Aus welchen Bausteinen eine brauchbare Prognose besteht
Vier Bausteine tragen eine brauchbare Prognose. Erstens die Form der letzten Spiele, gefiltert nach Stärke des Gegners und nach Heim- und Auswärtsspiel. Drittens der direkte Vergleich, der bei einigen Sportarten mehr sagt als bei anderen. Bei Fussball sagt der direkte Vergleich weniger als bei Snooker, weil sich Mannschaften schneller verändern als Einzelspieler. Zweitens die Tabelle und der Spielplan: Eine Spitzenmannschaft im Formtief gegen einen Tabellenführer ist eine andere Wette als eine Spitzenmannschaft gegen einen Tabellenführer ohne Druck. Viertens die Quote: nicht als Vorhersage, sondern als Zusammenfassung dessen, was der Markt insgesamt denkt.
Dazu kommen Bausteine, die nicht alle Prognose-Seiten offenlegen. Die Zusammensetzung des Kaders, die Belastung durch Reisen, die Sperre von Schlüsselspielern, der Schiedsrichter und seine Statisitk bei Karten, die Höhe des Rasens, das Wetter. Eine Seite, die diese Bausteine nennt, gibt nachvollziehbare Gründe an. Eine Seite, die nur das Resultat nennt, gibt eine Meinung, deren Wert sich erst hinterher zeigt.
Was die Quote über die Marge verrät
Eine Quote ist nie der faire Preis. Sie enthält die Marge des Veranstalters, den Anteil, den der Anbieter vom Umsatz einbehält, gleich gleich wie die Wette ausgeht. Bei einer Quote von 1.90 auf jede Seite eines Zweier-Marktes beträgt die faire Auszahlungsquote 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (2/1.90) = 1.90 ÷ 2 = 0.95, also 95 %, und die Marge ist 100 − 95 = 5 %. Bei einem dritten Ergebnis, etwa dem Unentschieden, fällt die faire Auszahlungsquote noch tiefer.
Eine Marge von 5 % gilt als moderat. Wer eine Quote von 1.90 auf ein 50-Prozent-Ereignis sieht, dem wird eine faire Wette zu einem Preis verkauft, der um etwa 5 % zu hoch ist. Wer darauf wettet, verschenkt 5 Rappen pro eingesetzten Franken an die Marge des Veranstalters, auf lange Sicht, unabhängig von Trefferquoten. Über hundert Wetten à CHF 10 verliert ein Spieler im Schnitt CHF 50 an die Marge, gewinnt er einzelne Wetten, und schreibt am Ende trotzdem rot.
Die Marge ist der Grund, warum Prognosen allein nicht reichen. Eine gute Prognose verschiebt die Trefferquote eines Spielers nach oben; sie verschiebt die Marge nicht. Wer nach einer 58-Prozent-Prognose zu einer Quote von 2.00 wettet, statt zu warten, bis die Quote auf 2.40 steigt, gewinnt zwar einzelne Wetten öfter als die Quote vermuten lässt, verliert aber langfristig trotzdem Geld, weil die Marge den Vorteil auffrisst. Sehr gute Prognosen verbessern die Trefferquote so weit, dass sie die Marge über lange Strecken übersteigen; durchschnittliche Prognosen tun das nicht.
Die Rechtslage: wo in der Schweiz legal auf eine Prognose gewettet werden darf
Die Rechtsfrage ist nicht Sonne, sondern Sache: Eine kostenlose Prognose darf in der Schweiz frei verbreitet werden. Sie unterliegt keiner Bewilligungspflicht und keiner Aufsicht durch die Gespa. Sie ist eine Meinungsäusserung zu einem Sportereignis, keine Wette und keine Annahme. Was hingegen eine Bewilligung braucht, ist die Annahme und die Auszahlung der Wette.

Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) teilt Geldspiele in Geldspiele in Casinos und Grossspiele ein. Sportwetten sind Grossspiele. Eine Bewilligung für ein Grossspiel braucht eine Veranstalterbewilligung und zusätzlich eine Spielbewilligung pro Spiel an dieser Stelle. Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei beschränkt: Swisslos, Produkt Sporttip, und Loterie Romande, Produkt Jouez Sport. Beide Veranstalter führen eine Veranstalterbewilligung und die nötigen Spielbewilligungen, und beide unterstehen der Aufsicht der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern). Die ausländischen Marken, gleich aus welchem Land sie kommen, führen keine Schweizer Bewilligung und dürfen in der Schweiz keine Sportwetten annehmen.
Was die Schweizer Bewilligung konkret bedeutet
Eine Schweizer Bewilligung verlangt von den beiden Veranstaltern vier Dinge. Erstens eine Identitätsprüfung bei der Online-Registrierung: Ausweis wird hochgeladen, Daten werden ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft, und wer sich einmal registriert hat, kann sich nicht ein zweites Mal anmelden. Zweitens eine Spielsperre auf Antrag oder von Amtes wegen, eingetragen in einem schweizweit gemeinsamen Register, das auch für Casinos und Online-Casinos gilt und im Fürstentum Liechtenstein anerkannt ist. Drittens freiwillig oder pflichtig gesetzte Limiten: vor der ersten Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, mit Obergrenze CHF 9’999 pro Periode und mit CHF 1’000 für unter 21-Jährige; eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Viertens die Beschränkung der Zahlungen auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen, ohne Bargeldtransaktionen und ohne Krypto-Auszahlung.
Was die Bewilligung nicht leistet, ist die Garantie, dass eine einzelne Verkaufsstelle sich an die Regeln hält. Die Gespa hat im Jahr 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt und dabei in 47.5 % von 200 Versuchen eine Sportwette an Minderjährige verkauft. Wer an einer Verkaufsstelle spielt, sieht die Bewilligung der Veranstalterin, aber nicht die Praxis der Verkaufsstelle.
Was die Werbung für ausländische Marken in der Schweiz bedeutet
Werbung für Geldspiel, das in der Schweiz nicht bewilligt ist, ist nach Art. 74 Abs. 3 BGS verboten und nach Art. 131 BGS mit einer Busse bis CHF 500’000 bedroht. Die Busse trifft die Werbenden, nicht die Spielenden. Wer in der Schweiz auf einer ausländischen Seite spielt, macht sich nicht strafbar; aber seine Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen die Anbieterin eingezogen werden, und der Schutz der Schweizer Aufsicht greift nicht.
Die Gespa führt eine Sperrliste von Domains, die in der Schweiz per DNS gesperrt werden können. Ende 2025 standen 671 Domains auf der Liste, und die Liste wird laufend aktualisiert, weil die Anbieterinnen Domains wechseln. Eine seriöse Prognose-Seite nennt eine ausländische Marke beim Namen, nicht als Geheimtipp, und trennt sie sauber von den Schweizer Veranstaltern.
Verantwortung: was Spielerinnen und Spieler selbst tun können und müssen
Eine Prognose senkt das Risiko nicht. Sie verlagert es von «ich weiss nichts» zu «ich weiss etwas, der Anbieter weiss aber auch etwas, und der Anbieter hat die Marge». Wer mit Prognosen spielt, spielt mit einem besseren Modell, nicht mit einem sicheren Modell. Der wirksame Schutz kommt nicht aus der Prognose, sondern aus den eigenen Limiten, einem festen Budget und der Möglichkeit, sich selbst auszuschliessen.
Die zwei Schweizer Veranstalter sind verpflichtet, vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage zu setzen. Die Obergrenze pro Periode beträgt CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen, und wer das Wallet lädt, kann in 30 Tagen höchstens CHF 10’000 einzahlen, sofern das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Diese Limiten sind Werkzeuge, die nichts kosten und nichts versprechen, ausser dass sie die Spitze des eigenen Verlusts begrenzen.
Wie die Spielsperre funktioniert und was sie bringt
Eine Spielsperre kann bei Swisslos produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst gesetzt werden, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweit gemeinsamen Register eingetragen, das auch für Casinos und Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein gilt. Eine freiwillige Sperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, und an der Aufhebung ist eine Fachstelle beteiligt, die die Sperre würdigt.
Wer sich sperren lässt, verliert den Zugang zu seinem Konto, zu seinem Wallet und zu seinen Wetten. Ausstehende Gewinne werden nach den Regeln des Veranstalters ausgezahlt, Einsätze verfallen in der Regel zugunsten des Swisslos-Zwecks, sofern sie nicht innerhalb der geltenden Frist beansprucht werden. Die Sperre ist kein Eingeständnis, sondern eine Massnahme, und sie schützt genau dann, wenn das eigene Urteil gerade nicht zu gebrauchen ist.
Was eine Prognose-Seite vom Spieler verlangt
Eine seriöse Prognose-Seite verlangt vier Dinge vom Spieler. Erstens die Annahme, dass eine Prognose eine Wahrscheinlichkeit ist und kein Versprechen. Zweitens die Bereitschaft, die Quote zu prüfen, nicht nur die Prognose. Drittens die Bereitschaft, vor dem ersten Tipp Limiten zu setzen und das Budget zu fixieren. Viertens die Bereitschaft, aufzuhören, wenn das Budget aufgebraucht ist. Wer diese vier Punkte akzeptiert, spielt mit einer Prognose; wer sie ablehnt, spielt gegen sie.
Prognosen im Alltag: Aufbau, Wert und Grenzen
Eine Prognose entsteht nicht in einem Schritt, sondern in einer Kette. Sie beginnt mit der Frage, was gespielt wird. Fussball, Eishockey, Basketball, Tennis, Handball, Unihockey, Volleyball, Snooker, Darts, Formel 1, Radsport und weitere Sportarten tragen eigene Wettprogramme. Eine Swisscovery-Seite trennt die genannten Spiele, und eine seriöse Seite trennt die Spiele innerhalb ihrer eigenen Wettangebote. Eine Prognose für ein Fussballspiel folgt anderen Daten als eine Prognose für ein Snookerspiel, und die Seite, die beide gleich behandelt, macht in beiden etwas falsch.
Nach der Sportart kommt das Ereignis. Ligaspiel, Pokalspiel, Turnierspiel, Qualifikationsspiel, Freundschaftsspiel. Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten vom 10.09.2026 legt fest, welche Wettbewerbe und Wettarten überhaupt angeboten werden dürfen; Qualifikationsspiele nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen, Rangierungswetten nur, wenn die Rangierung über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Eckball- und Kartenmärkte erscheinen auf der Liste nicht, eine Esports-Sektion fehlt. Eine Prognose, die einen Eckballmarkt vorhersagt, prognostiziert etwas, das in der Schweiz gar nicht angeboten werden darf.
Wie eine Prognose Schritt für Schritt entsteht
Schritt eins: Auswahl der Ereignisse. Eine Prognose-Seite kann nicht alle Spiele eines Wochenends abdecken, weil die Datenmenge die Zeit übersteigt. Sie wählt Spiele aus, die genug oder fragwürdig Daten tragen, das heisst Ligen, in denen genug Historie vorliegt, Mannschaften, über die genug Informationen verfügbar sind, und Spiele, die der Buchmacher nicht zu Unrecht zu einem klaren Favoriten gemacht hat.
Schritt zwei: Datensammlung. Aktuelle Form, Heim- und Auswärtsbilanz, Tabellenstand, Verletzungen, Sperren, Reisedaten, Wetter, Schiedsrichter, direkter Vergleich. Diese Daten werden zusammengetragen, gefiltert und gegenübergestellt. Welche Daten Vorrang haben, hängt von der Sportart ab; im Fussball hat die Form mehr Gewicht, im Tennis der direkte Vergleich und die Belagpräferenz.
Schritt drei: Modellierung. Aus den Daten entsteht eine Schätzung der Wahrscheinlichkeit pro Ausgang. Das Modell kann einfach sein (Mittelwert aus Form und Quote) oder komplex (eine Regressionsgleichung mit zehn Variablen). Welches Modell benutzt wird, ist für die Leserin und den Leser weniger wichtig als die Frage, ob die Methode erklärt wird und ob sie auf lange Sicht die Quote schlägt.
Schritt vier: Vergleich mit der Quote. Die geschätzte Wahrscheinlichkeit wird in eine faire Quote umgerechnet (1 ÷ Wahrscheinlichkeit) und mit der angebotenen Quote verglichen. Eine positive Differenz ist ein «Value», ein Wetten mit Wert. Eine negative oder ausgeglichene Differenz ist kein Value, und wer trotzdem wettet, zahlt die Marge des Veranstalters, ohne sie zurückzugewinnen.
Was eine gute Prognose von einer schlechten unterscheidet
Eine gute Prognose nennt die Wahrscheinlichkeit, nicht nur das Resultat. Sie nennt die Annahmen, unter denen die Schätzung gilt, und die Daten, die in die Schätzung eingeflossen sind. Sie zeigt die Trefferquote der Vergangenheit, mit einer genügend grossen Stichprobe, nicht mit drei richtigen Tipps aus drei Spielen.
Eine schlechte Prognose nennt das Resultat als Meinung, ohne Daten, ohne Annahmen, ohne Trefferquote. Sie fällt auf, wenn die Tipperin oder der Tipp erklärt, warum «diesmal» alles anders ist. «Diesmal» ist die Sprache der Werbung, nicht die Sprache der Analyse. Eine Seite, die «diesmal» erklärt, ist eine Seite, die Wahrscheinlichkeit nicht von Meinung trennt.
Warum Turnierprognosen schwerer sind als Ligaprognosen
Eine Ligaprognose beruht auf einer grossen Datenmenge: 30 bis 38 Spieltage pro Saison, Heim- und Auswärtsspiele, Kopf-an-Kopf-Daten über mehrere Saisons. Eine Turnierprognose, etwa für eine Welt- oder Europameisterschaft, beruht auf weniger Daten: ein Turnier dauert wenige Wochen, und die teilnehmenden Mannschaften kommen aus unterschiedlichen Qualifikationspfaden mit unterschiedlichen Belastungen.
Eine Weltmeisterschafts-Prognose ist daher mit grösserer Unsicherheit behaftet als eine Bundesliga-Prognose. Die Datenmenge pro Mannschaft ist kleiner, die Varianz der Ergebnisse grösser, und der Anteil der Spiele, in denen eine Aussenseitermannschaft gewinnt, ist höher als in einer Liga über eine Saison. Wer eine Turnierprognose liest, sollte sie mit einer grösseren Bandbreite lesen: 58 % bei einer Ligaprognose ist 58 %, 60 % bei einer Turnierprognose ist vielleicht 55 % bis 65 %.
Wie sich die Frequenz auf die Trefferquote auswirkt
Wer jede Woche 20 Prognosen abgibt, hat mehr Treffer, aber auch mehr Verlust durch die Marge. Wer pro Woche 3 gut ausgewählte Prognosen abgibt, hat weniger Treffer, aber eine kleinere Marge und einen besseren Erwartungswert, falls die Prognosen tatsächlich die Quote schlagen.
Die Marge schlägt auf jede Wette, unabhängig von der Trefferquote. Wer 100 Wetten à CHF 10 zu einer durchschnittlichen Marge von 5 % abgibt, zahlt im Schnitt CHF 50 an die Marge, und diese Frequenz wächst mit der Frequenz der Wetten. Eine seriöse Prognose-Seite empfiehlt daher, weniger zu wetten, nicht mehr.
Die zwei Schweizer Veranstalter im Detail
Die folgende Einordnung gilt für beide Schweizer Veranstalter, weil sie die einzigen sind, die in der Schweiz mit Bewilligung Sportwetten annehmen dürfen. Sie unterscheiden sich nach Sprachregion, nach Wettprogramm und nach den Regeln, die sie in ihren eigenen Bedingungen setzen.
Swisslos Sporttip
Swisslos (SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft) hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Die Sportwetten laufen unter dem Namen Sporttip. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen; wer in Genf wohnt, kann es nicht.
Das Wettprogramm umfasst Prematch- und Livewetten auf eine breite Auswahl von Sportarten. Mindesteinsatz pro Einzel- und Kombinationswette ist CHF 1, Höchsteinsatz CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und CHF 10’000 pro Systemwette. Der Gewinn errechnet sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote (Produkt der Einzelquoten), wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Bei einer Absage ohne Nachholen innert 48 Stunden wird die Einzelwette zurückbezahlt; in einer Kombinationswette erhält die abgesagte Voraussage die Quote 1.00.
Das Kombiboost-System belohnt online gespielte Kombiwetten mit mindestens vier Voraussagen und einer Mindestquote von 1.50 pro Voraussage: 5 % Bonus auf den Nettogewinn bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Zusätzlich gibt es Quotenboosts und Profitboosts auf Prematch-Einzelwetten, jeweils pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur als vollständiges Cash-Out, nie als Teilauszahlung; ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und es besteht keine Garantie, dass Cash-Out für jeden Markt angeboten wird.
Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00; in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder Videoschiedsrichter-Entscheid kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Die reguläre Spielzeit umfasst die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind.
Wer bei Sporttip online mitspielen will, muss mindestens 18 Jahre alt sein, Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet haben und darf keine Spielsperre haben. Vor der ersten Teilnahme müssen Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, Obergrenze CHF 9’999 pro Periode, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich. Das Wallet lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein laden, Mindestbetrag CHF 20, Höchstbetrag in 30 Tagen CHF 10’000, und nur sofern das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt.
Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Swisslos-Zwecks; eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben.
Was Swisslos im Prognose-Alltag nicht ist, ist eine Datenquelle für Wettvorhersagen. Swisslos verkauft Wetten. Die Bewertung der eigenen Quoten ist Sache der Spielenden, nicht der Veranstalterin. Wer die Quote von Sporttip als fairen Preis annimmt, weil sie von einer Veranstalterin mit Bewilligung kommt, zahlt trotzdem die Marge, und diese Marge steht nicht in den Bedingungen, sondern in der Quote selbst.
Loterie Romande Jouez Sport
Die Loterie Romande veranstaltet Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Sitz des Veranstalters ist Lausanne, Avenue de Provence 14; das Unternehmen zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen; wer im Aargau wohnt, kann es nicht.
Das Wettprogramm ähnelt in den Grundzügen dem von Sporttip, mit eigenen Akzenten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette beträgt CHF 300’000, und für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette und die Gesamtquote einer Kombi müssen zwischen 1.10 und 100’000 liegen. Diese Grenzen prägen das Wettverhalten: Eine Zehn-Voraussagen-Kombi mit hohen Quoten kann den Gewinndeckel erreichen, bevor die Quoten sich auszahlen.
Die übrigen Regeln folgen dem, was das BGS und die VGS verlangen: Identitätsprüfung bei Registrierung, Wohnsitz im Vertragsgebiet, Spielsperre auf Antrag oder von Amtes wegen, Limiten nach eigenem Ermessen, Auszahlung auf ein Bank- oder Postkonto auf den eigenen Namen. Wer die genauen Werte wissen will, liest die «Règlement Jouez Sport» in der jeweils gültigen Fassung auf jeux.loro.ch.
Was die Loterie Romande im Prognose-Alltag nicht ist, ist ebenfalls eine Datenquelle. Sie verkauft Wetten, sie macht keine Prognosen, und ihre Quoten tragen dieselbe Marge wie die Quoten anderer Veranstalter. Die Marge ist der Preis der Bewilligung, der Lizenz und der Aufsicht, und sie wird auf jede Wette aufgeschlagen.
Die acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung
Die folgende Einordnung gilt für acht Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Sie werden hier genannt, weil Schweizer Spielende ihnen im Internet begegnen, und sie werden ausdrücklich als «ohne Schweizer Bewilligung» markiert. Was die Marken im Einzelfall an Quoten, Boni oder Methoden bieten, ist eine pro Entscheidung pro Marke; die folgende Einordnung ordnet sie nach ihrer Eignung als Vergleichspunkt für Schweizer Spielende ein, nicht als Empfehlung.
HornetBet, myBet, Betovo und BassBet
Diese vier Marken werben in mehreren Sprachen mit breiten Wettprogrammen und unterschiedlichen Boni. Was sie konkret anbieten, ist auf ihren eigenen Seiten nachzulesen; was sie in der Schweiz anbieten dürfen, ist nichts. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer auf einer dieser Seiten ein Konto eröffnet, spielt in einem Rechtsraum, der nicht der Schweizer Rechtsraum ist, und die Schweizer Spielerschutzregeln greifen nicht.
GG.BET, FortuneJack, BetLabel und Jackbit
Diese vier Marken bedienen, soweit ihre eigenen Seiten Auskunft geben, ebenfalls breite Wettprogramme mit unterschiedlichen Schwerpunkten, von Esportierungen zu klassischen Sportarten. Was sie im Einzelfall leisten, ist eine Frage an ihre eigenen Bedingungen; was sie in der Schweiz leisten dürfen, ist nichts. Werbung für nicht bewilligtes Geldspiel ist in der Schweiz verboten.
Die acht Marken werden hier genannt, damit eine Leserin oder ein Leser, die oder der im Internet auf sie stösst, weiss, dass sie ohne Schweizer Bewilligung arbeiten. Die Marken werden hier nicht empfohlen, nicht getestet und nicht in ein Range geschrieben. Wer auf einer ausländischen Seite spielt, sollte vorher prüfen, ob die Seite auf der Gespa-Sperrliste steht oder nicht, und ob der Anbieter in seinem eigenen Rechtsraum überhaupt überprüfbar ist.
Was die Marge konkret bedeutet: ein Rechenbeispiel
Eine faire Wette auf einen Zweier-Markt zu Quoten 1.90 und 1.90 hat eine faire Auszahlungsquote von 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1.90 ÷ 2 = 0.95, also 95 %. Die Marge ist 100 % − 95 % = 5 %. Das bedeutet: Von jedem Franken, der auf diesen Markt gesetzt wird, behält der Veranstalter etwa 5 Rappen, unabhängig vom Ausgang.
Über 100 Wetten à CHF 10 entspricht das einem erwarteten Verlust von etwa CHF 50 an die Marge, wenn die Wetten zufällig verteilt sind. Eine gute Prognose, die die Trefferquote auf 55 % statt 50 % hebt, kann diese 5 Rappen pro Franken teilweise zurückgewinnen, aber nicht vollständig. Eine sehr gute Prognose, die die Trefferquote auf 60 % hebt, gewinnt die Marge zurück und liegt im Plus. Eine durchschnittliche Prognose, die die Trefferquote nicht über 52 % hebt, verliert die Marge nicht zurück und liegt im Minus.
Die Marge ist nicht der Feind der Spielenden; sie ist der Preis der Bewilligung, der Aufsicht und der Spielsperre. Bei den beiden Schweizer Veranstaltern fliesst ein Teil der Erträge in den Zweck der Swisslos und der Loterie Romande, also in öffentliche und gemeinnützige Aufgaben in den Kantonen. Bei ausländischen Marken fliesst die Marge an die ausländischen Anbieterinnen. Die Marge ist der Preis der Dienstleistung; sie verschwindet nicht, und sie wird nicht zurückerstattet.
Wie die eigenen Limiten konkret aussehen
Vor der ersten Teilnahme bei Sporttip oder Jouez Sport müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Periode beträgt CHF 9’999, für unter 21-Jährige CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage möglich.
Wer ein Wallet bei Swisslos lädt, kann in 30 Tagen höchstens CHF 10’000 einzahlen, sofern das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Der Mindestbetrag pro Aufladung ist CHF 20. Bei Gewinnen bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung wird der Betrag automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen überwiesen. Bei einer Auszahlung von Spielguthaben sind die ersten beiden Auszahlungen innerhalb 365 Tagen gratis, ab der dritten kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.
Diese Zahlen klingen trocken, und sie sind trocken. Sie sind gleichzeitig das wirksamste Werkzeug gegen Verlust, das die Schweizer Veranstalter bieten. Eine Verlustlimite von CHF 50 pro Tag kostet ein regelmässiges Spiel nichts, wenn das Budget diese CHF 50 trägt; sie kostet ein überschuldetes Spiel die Möglichkeit, weiterzuspielen. Wer die Limite vor der ersten Tätigkeit setzt, entscheidet in einem klaren Moment, nicht in einem Moment, in dem das Spiel schon läuft.
Steuern, Werbung und Werbegrenzen
Gewinne aus Schweizer Sportwetten sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bund hat den Freibetrag auf CHF 1’071’000 ab dem 1.1.2026 festgelegt; im Vorjahr lag er bei CHF 1’070’400. Die Kantone setzen ihre eigenen Freibeträge, die je nach Kanton tiefer oder höher liegen. Über dem Freibetrag behält die Veranstalterin 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann.
Ein typischer Spielender gewinnt weit unter dem Freibetrag. Wer mit CHF 10 Einsatz und Quote 2.10 spielt und gewinnt, erhält CHF 21, davon CHF 11 Gewinn, und liegt unter jedem Freibetrag. Wer mit hohen Einsätzen spielt, sollte den Freibetrag seines Kantons kennen und die Gewinne ab jenem Betrag in der Steuererklärung deklarieren.
Werbung für Geldspiel, das in der Schweiz nicht bewilligt ist, ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und wird mit einer Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 131 BGS). Werbung für bewilligtes Geldspiel darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet sein. Gratiswetten und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte die Gespa 24 Zustimmungen an die Loterie Romande und 8 an Swisslos.
Eine konkrete Promo-Code-Liste wird hier nicht abgedruckt. Promo-Codes ändern sich schnell, sind an Bedingungen geknüpft und gehören auf die Seite der Veranstalterin, nicht in einen Vergleich. Wer eine Promo sucht, liest die Spielregeln und Teilnahmebedingungen der Veranstalterin auf der eigenen Seite.
Häufige Fragen zu kostenlosen Wettprognosen
Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Daten fliessen ein?
Eine Wettprognose ist das Ergebnis einer Wahrscheinlichkeitsschätzung, die auf aktueller Form, Heim- und Auswärtsbilanz, Tabellenstand, Verletzungen, Sperren, Reisedaten, Wetter und Schiedsrichterstatistik beruht. Dazu kommt der direkte Vergleich, soweit er für die Sportart etwas sagt. Die Daten werden gefiltert, gewichtet und zu einer Wahrscheinlichkeit pro Ausgang verrechnet; anschliessend wird diese Wahrscheinlichkeit mit der Quote verglichen, um zu sehen, ob die Wette Wert hat.
Warum ist eine kostenlose Wettprognose keine Garantie für einen Gewinn?
Eine Prognose ist eine Wahrscheinlichkeit, kein Versprechen. Eine Schätzung von 58 % für einen Heimsieg heisst, dass in 42 von 100 Fällen der Ausgang anders kommt. Über eine einzelne Wette sagt die Zahl nichts. Über viele Wetten bewegt sich die Trefferquote um die geschätzte Wahrscheinlichkeit, aber sie liegt nicht auf dieser Linie. Wer mit Prognosen spielt, spielt mit einer besseren Schätzung, nicht mit einer sicheren Wette.
Welche Rolle spielen Quoten bei der Bewertung einer Prognose?
Die Quote ist der Preis der Wette, und die Prognose schätzt, was der Preis wert sein müsste. Liegt die faire Quote, also 1 ÷ geschätzte Wahrscheinlichkeit, über der angebotenen Quote, ist die Wette mehr wert, als sie kostet, und die Differenz ist der «Value». Liegt die faire Quote unter der angebotenen Quote, zahlt die Wette zu wenig für das Risiko. Die Quote entscheidet, nicht die Vorhersage des Resultats.
Was ist die Marge eines Wettanbieters, und wie wirkt sie auf eine Prognose?
Die Marge ist der Anteil, den der Veranstalter vom Umsatz einbehält. Bei einer Quote von 1.90 auf jede Seite eines Zweier-Marktes beträgt die faire Auszahlungsquote 95 % und die Marge 5 %. Die Marge wird auf jede Wette aufgeschlagen, unabhängig vom Ausgang, und sie ist der Grund, warum eine Prognose die Quote über viele Wetten hinweg übertreffen muss, um rentabel zu sein. Eine durchschnittliche Prognose tut das nicht.
Wo darf in der Schweiz legal auf eine Prognose gesetzt werden?
In der Schweiz dürfen Sportwetten nur bei den beiden Veranstaltern mit Bewilligung gespielt werden: Swisslos mit Sporttip im Vertragsgebiet der Deutschschweizer Kantone, Ticino und Liechtenstein, und Loterie Romande mit Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen. Wer in einem dieser Kantone wohnt, kann ein Online-Konto eröffnen und spielt unter Schweizer Recht. Ausländische Marken, gleich aus welchem Land, haben in der Schweiz keine Bewilligung.
Wie verlässlich sind Prognosen für Turniere wie eine Weltmeisterschaft im Vergleich zu Ligaspielen?
Eine Turnierprognose beruht auf weniger Daten als eine Ligaprognose, weil die Datenmenge pro Mannschaft kleiner ist. Die Varianz der Ergebnisse ist höher, und der Anteil der Spiele, in denen eine Aussenseitermannschaft gewinnt, ist grösser als in einer Liga über eine Saison. Eine Turnierprognose ist daher mit einer grösseren Unsicherheit behaftet als eine Ligaprognose und sollte mit einer grösseren Bandbreite gelesen werden.
Tipps – wettenzahlungch
Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»
