Wo man in der Schweiz auf die Australian Open wetten kann

Updated Oktober 2026
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Ein Tennisnetz in Nahaufnahme im Gegenlicht der tiefstehenden Sonne, feine Staubkörner schweben über dem Platz.

Stand: Oktober 19, 2026 · Geprüft gegen die Gespa-Liste (Stand 10.09.2026) und die Schweizer Geldspielgesetzgebung.

Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt; für die Ausgabe 2027 sind der 17. bis 31. Januar angesetzt.

Das Turnier in Melbourne ist jedes Jahr das erste Grand-Slam-Event der Saison. Wer in der Schweiz darauf wetten will, hat keine grosse Auswahl an Anbieterern: das Geldspielgesetz lässt nur zwei Veranstalter zu, und beide sind in ihren eigenen Sprachregionen zu Hause. Wer ausserhalb dieser Gebiete lebt, kann sich bei keinem der beiden online registrieren. Wer dennoch bei einem ausländischen Anbieter spielt, spielt ohne Schweizer Bewilligung und ohne die Schutzinstrumente, die das Gesetz daran knüpft. Dieser Text beschreibt, was die beiden bewilligten Veranstalter bieten, was sie kosten, welche Märkte die Gespa überhaupt zulässt und wie sich ein Wettangebot zum Turnier lesen lässt – ohne Marketing-Versprechen, mit den Zahlen, die hinter jeder Quote stehen.

Veranstalter im Vergleich: was die zwei bewilligten Anbieter für die Australian Open bieten

Das Wettangebot zu den Australian Open ist in der Schweiz auf zwei Namen beschränkt. Beide veranstalten die Wetten unter einem Produktnamen – Sporttip bei Swisslos, Jouez Sport bei Loterie Romande – und beide sind nur in ihren eigenen Vertragsgebieten erreichbar. Wer in der Deutschschweiz wohnt, geht zu Sporttip; wer in der Romandie wohnt, zu Jouez Sport. Wer ausserhalb dieser Gebiete wohnt, kann sich bei keinem der beiden ein Online-Konto eröffnen, weil die Registrierung an den Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet gebunden ist.

Ein Schläger und ein Handtuch liegen auf einer Bank im Schatten eines Sonnensegels, dahinter flimmert die Hitze über dem Platz.
Die Australian Open 2026 fanden vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne statt.
Veranstalter Produkt Bewilligung Vertragsgebiet
Swisslos Sporttip Gespa (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS) Deutschschweizer Kantone, Tessin, Liechtenstein
Loterie Romande Jouez Sport Gespa (Veranstalter- und Spielbewilligung, BGS) Westschweizer Kantone (FR, GE, JU, NE, VD, VS)

Die Absätze im Abschnitt «Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: was Schweizer Spieler dort treffen» zeigen, wer ohne Schweizer Bewilligung auf demselben Markt aktiv ist. Sie stehen hier, weil Schweizer Spieler auf sie stossen – nicht, weil sie eine Alternative zur bewilligten Wette wären.

Swisslos Sporttip: was der Deutschschweizer Veranstalter bietet

Swisslos veranstaltet Sportwetten unter dem Namen Sporttip und ist in 19 Deutschschweizer Kantonen, im Tessin sowie im Fürstentum Liechtenstein erreichbar. Sitz des Veranstalters ist Basel, die Aufsicht führt die Gespa. Wer sich online registriert, muss volljährig sein und Wohnsitz im Vertragsgebiet haben; die Identität wird gegen Adressdatenbanken geprüft, eine Spielsperre darf nicht bestehen, jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Ein Feldweg zwischen Weinreben im Wallis bei Sonnenaufgang, im Hintergrund hohe Berge und klare Luft.
Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf.

Das Wettangebot zum Grand-Slam-Turnier umfasst Einzelwetten, Kombiwetten und Systemwetten auf die Partien sowie auf den Turniersieger. Mindesteinsatz ist CHF 1, der Höchsteinsatz liegt bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombiwette und bei CHF 10’000 pro Systemwette. Wer live wettet, kann Wetten vor Spielbeginn oder während des Spiels platzieren – der Anbieter behält sich vor, Wetten mit Quote 1.00 zu werten, wenn sie nach dem tatsächlichen Eintreten des Wettausgangs platziert werden oder in spielentscheidenden Situationen wie Elfmeter, Rote Karte oder VAR-Entscheid liegen. Bei Spielen der Australian Open gilt die reguläre Spielzeit: Match-Tiebreak im Entscheidungssatz zählt als Teil des Satzes.

Cash-Out ist für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Der Betrag liegt unter dem theoretischen Wettgewinn ohne vorzeitige Auszahlung und hängt vom Spielstand ab; Swisslos kann ihn jederzeit ändern und muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten. Wer Sporttip nutzt, kann Quotenboosts auf Prematch-Einzelwetten aktivieren und Profitboosts einsetzen, die den möglichen Nettogewinn um einen genannten Prozentsatz erhöhen – beide sind pro Person nur einmal nutzbar und im Einsatz gedeckelt; bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Kombiboost gilt online für Prematch-, Live- und Systemwetten und verlangt mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50: der Bonus auf den Nettogewinn steigt von 5 % bei vier Voraussagen über 20 % bei sieben und 40 % bei zehn bis zu 100 % bei fünfzehn Voraussagen.

Wer im Sporttip-Konto vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzt – Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000 –, behält die Kontrolle über seine Einsätze; eine Senkung greift sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Bei Swisslos kann sich eine Person produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf; eine unbefristete Spielsperre wird im schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie für Liechtenstein.

Wer in der Deutschschweiz wohnt und ein vollständiges Wettangebot mit Cash-Out und Boosts sucht, ist hier am richtigen Ort. Wer auf andere Anbieter ausweicht, verlässt den Schutz des Gespa-Regimes.

Loterie Romande Jouez Sport: was der Westschweizer Veranstalter bietet

Loterie Romande betreibt das Produkt Jouez Sport in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende zählt der Veranstalter nach eigenen Angaben, die Online-Teilnahme ist über die Plattform jeux.loro.ch erreichbar. Eine Registrierung setzt voraus, dass die Person volljährig ist und Wohnsitz im Vertragsgebiet hat.

Wer in der Romandie wohnt, kann dort auf die Australian Open wetten – Prematch und live, mit Einzel- und Kombiwetten. Wer im deutschsprachigen Landesteil wohnt, kann sich bei Jouez Sport nicht online registrieren. Die Trennung der Vertragsgebiete ist nicht technisch, sondern regulatorisch: die Gespa-Bewilligung gilt nur im jeweiligen Vertragsgebiet, und die Identitätsprüfung schliesst einen Wohnsitz ausserhalb dieses Gebiets aus.

Die Reingewinn-Verwendung der Swisslos – CHF 506 Mio. an die kantonalen Fonds und CHF 56 Mio. an die Stiftung Sportförderung Schweiz im Jahr 2025, davon CHF 109 Mio. aus den Sportwetten – zeigt, wohin die Einsätze fliessen, die nicht an die Wettenden zurückgehen. Bei Loterie Romande fliessen die Reingewinne in ähnliche Zwecke der Romandie; konkrete Zahlen zu 2025 nennt der Geschäftsbericht des Veranstalters.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: was Schweizer Spieler dort treffen

Diese acht Anbieter – Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet und Bahigo – sind auf dem europäischen Wettmarkt aktiv, aber keiner von ihnen verfügt über eine Schweizer Bewilligung. Sie nehmen Spieler aus der Schweiz entgegen, weil das Internet keine Grenzen kennt. Eine in Curaçao, Malta oder einem anderen Land ausgestellte Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung (Art. 4 BGS); die Gespa publiziert eine Sperrliste mit ausländischen Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren – 671 Domains standen Ende 2025 auf der Liste.

Wer dort spielt, spielt ohne Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Rekursweg, unter fremden AGB. Die Gespa beaufsichtigt diese Anbieter nicht; ein Streit um eine Auszahlung wird vor einem ausländischen Gericht oder gar nicht ausgetragen. Stakes und Gewinne können in einem Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und die kantonal unterschiedliche Steuerpraxis – etwa diejenige des Kantons Thurgau – besteuert Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig, unabhängig von der Höhe. Wer hier spielt, hat den Vorteil eines breiteren Wettangebots und manchmal höherer Quoten; er bezahlt dafür mit fehlendem Schutz.

Was die Spalte Bewilligung in der Übersicht wirklich sagt

Eine «Lizenz» aus dem Ausland ist in der Schweiz keine Lizenz im Sinne des Gesetzes; die Spalte Bewilligung trennt die zwei Lager, welche die «Spalte Bewilligung trennt die zwei Lager sauber»: wer eine Schweizer Veranstalter- und Spielbewilligung hat, unterliegt der Gespa-Aufsicht, den Verlustlimiten, dem Ausschlussregister und der Steuerfreibetrag-Regel. Wer sie nicht hat, fällt durch dieses Netz. Wer auf die Bewilligung schaut, achtet auf den Veranstalter, das Vertragsgebiet und die Aufsicht – nicht auf den Markennamen der Plattform.

Was die Australian Open sind – und warum das Wettangebot anders aussieht als bei anderen Events

Die Australian Open sind das erste Grand-Slam-Turnier der Tennissaison und werden im Melbourne Park auf Hartplatz ausgetragen. Seit 2020 ist der Belag GreenSet, von 2008 bis 2019 Plexicushion, davor Rebound Ace. Gespielt wird auf drei Gewinnsätze bei den Herren und auf zwei Gewinnsätze bei den Damen; bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung. Dieser Match-Tiebreak zählt als regulärer dritter Satz – was bei klassischen Drei-Satz-Wetten auf Satz- oder Spielausgang relevant ist, weil eine Partie in den Entscheidungssatz geht und im Tiebreak enden kann.

Das Turnier wurde im November 1905 erstmals ausgetragen; die Open Era begann 1969, seither ist Novak Djokovic mit zehn Titeln Rekordsieger im Herreneinzel, bei den Damen hält Serena Williams mit sieben Titeln den Rekord. Margaret Court gewann insgesamt elf Einzeltitel, davon Titel aus der Zeit vor der Open Era. Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis 1. Februar 2026; die nächste Ausgabe ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt.

Für Wettende bedeutet das: das Turnier dauert rund zwei Wochen, von der ersten Runde bis zu den Finals. Wer auf einzelne Matches wettet, sieht die Quoten über die ganze Woche hinweg – wer auf den Turniersieger wettet, sieht sie ab dem Turnierstart und bis zum Ende. In der ersten Runde sind die Aussenseiter am schwersten zu lesen, weil die Form der Spielerinnen und Spieler aus der Vorsaison noch nicht gesichert ist; in der zweiten Woche sind die Quoten enger, weil die Auswahl auf acht Herren und acht Damen geschrumpft ist.

Was die Gespa zum Turnier auf die Liste setzt

Die Gespa führt eine Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten; das Turnier Australian Open steht darauf, ebenso die Einzelwette auf den Turniersieger und die Partie-Singles. Was nicht auf der Liste steht, kann nicht angeboten werden – corner markets, Kartenmärkte und Esports fehlen durchweg. Ranglisten-Wetten sind nur erlaubt, wenn die Rangliste über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet; nicht erlaubt sind Wetten auf Trainingsläufe oder Qualifikationsrunden, die nicht Teil der Liste sind.

Wer auf das Turnier wettet, kann auf den Sieger des Herren- oder Dameneinzels setzen, auf den Sieger einer einzelnen Partie, auf die Anzahl Sätze (etwa «Herr gewinnt 3:0» oder «Dame gewinnt 2:0»), auf den Tiebreak in einem Satz und – wo es die Liste vorlegt – auf Handicap-Märkte. Live-Wetten sind zugelassen, vorbehaltlich einer Bewilligung pro Anbieter; das Gesetz schränkt den Inhalt der Live-Märkte nicht ein.

Wie der Schweizer Rechtsrahmen Wetten auf das Turnier formt

Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51) regelt Grossspiele – Lotterien, Sportwetten und Geschicklichkeitsspiele – und definiert die Veranstalterbewilligung und die Spielbewilligung als zwei getrennte Bewilligungen (Art. 21-25 BGS). Die Aufsicht führt die Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern); die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) beaufsichtigt nur die Casinos, nicht die Sportwetten. Die interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen (IKV 2020) trat am 1. Januar 2021 in Kraft und begrenzte die Zahl der Veranstalter von Lotterien und Sportwetten auf zwei: Swisslos und Loterie Romande.

Eine Veranstalterbewilligung gilt nur in der Schweiz (Art. 4 BGS). Wer in der Schweiz eine Sportwette anbieten will, braucht eine Bewilligung der Gespa; eine Lizenz aus dem Ausland – Curaçao, Malta, Deutschland – hat hier keine Wirkung. Die Gespa publiziert nur die Sperrliste blockierter ausländischer Domains, nicht eine «Whitelist» von Anbietern; die Logik ist, dass alle bewilligten Anbieter im Gesetz stehen und alle nicht-bewilligten Domains gesperrt werden, sobald sie auffallen.

Für die Australian Open heisst das: Wetten sind in der Schweiz nur bei den zwei bewilligten Veranstaltern möglich, und zwar nur auf das, was die Gespa-Liste für dieses Turnier vorsieht. Wer auf nicht gelistete Märkte wetten will, hat keine legale Möglichkeit, dies in der Schweiz zu tun.

Wer im Vertragsgebiet lebt, hat zwei Wege; wer ausserhalb lebt, hat keinen

Die IKV 2020 hat das Land in zwei Vertragsgebiete geteilt: die Deutschschweiz mit Swisslos und die Romandie mit Loterie Romande. Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann sich bei Sporttip registrieren; wer in einem Westschweizer Kanton wohnt, kann sich bei Jouez Sport registrieren. Wer in beiden Gebieten gewohnt hat und umzieht, kann das Konto wechseln – die Registrierung hängt am aktuellen Wohnsitz, nicht am Heimatkanton. Wer im Ausland wohnt, kann sich bei keinem der beiden online registrieren; die Verkaufsstellen sind für Einwohner der Schweiz da, und die Online-Teilnahme verlangt einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Vertragsgebiet.

Was im Inland als Wohnsitz gilt, ist eine Frage des Zivilrechts; was die Veranstalter akzeptieren, ist eine zweite Frage. Swisslos prüft den Ausweis gegen Adressdatenbanken; wer dort nicht als wohnhaft im Vertragsgebiet erscheint, kann sich nicht registrieren. Die praktische Konsequenz: ein Zürcher, der in Genf wohnt, kann sich bei Sporttip nicht registrieren, weil er nicht im Vertragsgebiet wohnt.

Werbung, Boni und die Grenze zwischen Information und Anwerbung

Das BGS verbietet aufdringliche oder irreführende Werbung sowie Werbung, die sich an Minderjährige oder gesperrte Personen richtet (Art. 74 BGS). Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten und wird mit Busse bis CHF 500’000 bestraft (Art. 74 Abs. 3, Art. 131 BGS). Gratisspiele und Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte sie 24 Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Wer eine Sportwette bewirbt, ohne die Bewilligung zu haben, bewegt sich auf der falschen Seite dieser Linie.

Die Beschreibung eines Wettangebots auf dieser Seite fällt unter Information, nicht unter Werbung. Wer einen Anbieter bewirbt, ohne Schweizer Bewilligung zu haben, fällt unter Art. 74 Abs. 3 BGS; die Auflistung der ausländischen Anbieter im Abschnitt «Anbieter ohne Schweizer Bewilligung: was Schweizer Spieler dort treffen» ist keine Empfehlung, sie zeigt nur, wer auf demselben Markt aktiv ist. Werbung für einen dieser Anbieter, auch über einen Link, wäre die Wendung, die das Gesetz nicht zulässt.

Verlustlimiten, Spielsperren und die eigenen Kontrollmechanismen

Wer bei Swisslos Sporttip oder bei Loterie Romande Jouez Sport wettet, setzt seine eigenen Limiten. Das verlangt das Gesetz (Art. 87 VGS); der Veranstalter muss mindestens einen Höchstwert für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste verlangen. Bei Sporttip sind das drei Werte für 1, 7 und 30 Tage; die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, für unter 21-Jährige bei CHF 1’000. Eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden – Swisslos hat die gesetzliche Mindestfrist (24 Stunden) damit verlängert. Zusätzlich ist eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage möglich.

Wer zu viel setzt, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren. Eine Aufhebung vor Fristablauf ist ausgeschlossen; wer in der heissen Phase des Turniers merkt, dass er seine Limite nicht einhalten kann, hat 180 Tage, in denen kein Wettschein angenommen wird. Eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein – wer also bei Sporttip gesperrt ist, kann auch in einem Schweizer Casino nicht mehr spielen.

Die Spielsperre ist ein zweistufiges Instrument: die zeitlich begrenzte Selbstsperre für 1 bis 180 Tage, die ohne Begründung sofort greift, und die unbefristete Sperre, die in das Register eingetragen wird und nur über eine Fachstelle aufgehoben werden kann. Beide schützen den Spieler, aber auf unterschiedlichen Ebenen: die befristete Sperre ist eine Atempause, die unbefristete eine Lebenssperre. Wer sich für die zweite entscheidet, kommt ohne Hilfe einer Beratungsstelle nicht mehr ins Konto zurück.

Warum die Aufhebungsfrist bei einer Limite 72 Stunden und nicht 24 ist

Das Gesetz sieht eine Frist von 24 Stunden vor, bevor eine Limite erhöht werden darf; Swisslos hat intern 72 Stunden gesetzt. Der Hintergrund: eine Erhöhung nach 24 Stunden lässt sich in einer einzigen emotionalen Reaktion vornehmen; eine Frist von 72 Stunden zwingt zu einer Pause über das Wochenende oder über drei Nächte. Wer die Limite nach einer verlorenen Partie erhöhen will, wartet drei Tage – und kann die Erhöhung nach drei Tagen vergessen oder bewusst zurückziehen.

Das ist keine Schikane, sondern ein baulicher Schutz der eigenen Selbstkontrolle. Wer die Frist kürzer setzen würde, würde den Mechanismus aushöhlen; wer sie länger setzen würde, würde Spieler bestrafen, die mit Bedacht erhöhen. Die 72 Stunden bei Sporttip sind ein Kompromiss, der im Schweizer Markt üblich ist.

Was eine Spielsperre für ein laufendes Turnier bedeutet

Wer sich mitten in den Australian Open sperrt, sperrt sich für den Rest des Turniers, falls die Frist kurz ist. Eine Sperre von 30 Tagen dauert über das Turnier hinaus; eine Sperre von 7 Tagen reicht knapp bis zum Finale. Wer merkt, dass er das Turnier zum Wetten nutzt, um eine lange Durststrecke zu überbrücken, hat mit der Sperre ein Werkzeug, das ohne Begründung sofort greift – im Gegensatz zur Selbstaussperrung in einem ausländischen Anbieter, die oft nur per Mail und nach Rückfrage greift.

Die Spielsperre gilt nur für den produktbezogenen Zugang – Sporttip oder Jouez Sport. Wer sich bei Sporttip sperrt, kann bei Loterie Romande weiter spielen, sofern er dort wohnt. Wer sich in das schweizweite Register eintragen lässt, ist für alle Schweizer Veranstalter gesperrt; diese Sperre gilt auch für die Landeslotterie und für Casinos. Wer wirklich aufhören will, lässt sich eintragen – wer eine Pause braucht, nutzt die befristete Sperre.

Wettarten, Quoten und die Marge, die in jeder Quote steckt

Wer auf die Australian Open wettet, wettet auf einen Markt. Ein Markt ist eine Sammlung von möglichen Ausgängen mit einer Quote pro Ausgang – etwa «Sieg Alcaraz», «Sieg Sinner», «Sieg Medvedev». Die Quoten multiplizieren sich mit dem Einsatz zum möglichen Gewinn: bei Quote 2.10 und Einsatz CHF 50 ist der Bruttogewinn CHF 105, der Nettogewinn CHF 55. Bei einer Kombiwette auf vier Ausgänge mit Einzelquoten 1.80, 2.10, 1.65 und 1.95 ist die Gesamtquote 1.80 × 2.10 × 1.65 × 1.95 = 12.13; der Nettogewinn bei einem Einsatz von CHF 10 ist CHF 111.30.

Was die Quote nicht zeigt, ist die Marge des Anbieters. Die Marge ist das, was der Veranstalter von jedem Franken Einsatz einbehält; sie ist in die Quoten eingepreist. Berechnet wird sie so: für einen Zwei-Wege-Markt mit den Quoten q1 und q2 ist die Auszahlungsquote 1 ÷ (1/q1 + 1/q2); die Marge ist 1 minus die Auszahlungsquote. Für einen Drei-Wege-Markt wie 1X2 beim Fussballensystem sind es drei Quoten.

Ein illustratives Beispiel: ein Markt mit zwei Ausgängen zu je Quote 1.90. Die Auszahlungsquote ist 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) = 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.95, also 95 %. Die Marge ist 5 %. Bei jeder Wette von CHF 100 gehen CHF 95 als Gewinn zurück und CHF 5 an den Veranstalter. Bei einem Drei-Wege-Markt mit Quoten 2.50 / 3.40 / 2.80 liegt die Marge höher – typischerweise zwischen 6 und 8 %, je nachdem wie der Veranstalter die Quoten gewichtet.

Die Marge ist nicht der Gewinn des Veranstalters, weil die Ausgänge nicht mit den Quotenwahrscheinlichkeiten eintreten. Wenn ein Aussenseiter gewinnt, zahlt der Anbieter mehr aus, als er eingenommen hat; wenn der Favorit gewinnt, weniger. Über viele Wetten mittelt sich die Marge zum Ertrag des Anbieters. Eine Marge von 5 % heisst: über alle Wetten gerechnet behält der Anbieter 5 % der Einsätze, unabhängig davon, wer die einzelnen Spiele gewinnt.

Warum die Marge bei den Australian Open typischerweise bei 5 bis 7 % liegt

Tennis-Märkte sind liquider als die meisten anderen Märkte – die grossen Anbieter wetten gegeneinander, die Quoten bewegen sich schnell, die Marge ist enger. Bei Grand-Slam-Turnieren liegt die Marge bei grossen Anbietern oft zwischen 4 und 6 % auf die Match-Sieger-Märkte; bei kleinen Anbietern, die nicht gegeneinander wetten, ist sie höher. Die Marge, die research nicht selbst erhebt, liegt im für diesen Markt typischen Bereich – der Anbieter eines partiellen Wettangebots wie Swisslos ist kein Hochvolumen-Anbieter, die Marge ist dort tendenziell höher als bei den ganz grossen Plattformen.

Die Marge ist nicht auf jedem Markt gleich. Auf den Match-Sieger-Markt ist sie enger, auf den Turniersieger-Markt ist sie weiter, weil dort mehr Ausgänge im Spiel sind und der Veranstalter das Risiko breiter streuen muss. Auf den Satz-Markt (etwa «3:0 für Alcaraz») ist sie wieder enger, weil der Veranstalter die genauen Ergebnisse kennt und mit den anderen Anbietern abgleichen kann. Wer auf einen engen Markt wettet, bekommt eine bessere Quote – im Sinne einer höheren Auszahlungsquote und einer tieferen Marge.

Wie eine Wette rechnerisch funktioniert: das Beispiel aus dem Vergleich

Bei einer Einzelwette auf den Sieg von Alcaraz mit Quote 2.10 und Einsatz CHF 50 ist der Bruttogewinn CHF 105. Wer den Einsatz mitrechnet, hat am Ende CHF 105 auf dem Wettkonto; wer den Einsatz abzieht, hat einen Nettogewinn von CHF 55. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet – eine Quote von 2.1053 mit Einsatz CHF 47 ergibt einen Gewinn von CHF 98.95 (aufgerundet von 98.9491, abgerundet auf 5 Rappen genau).

Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote. Bei vier Voraussagen mit Quoten 1.80, 2.10, 1.65 und 1.95 ist die Gesamtquote 1.80 × 2.10 × 1.65 × 1.95 = 12.13. Ein Einsatz von CHF 10 ergibt einen Bruttogewinn von CHF 121.30. Bei Sporttip aktiviert sich der Kombiboost, wenn mindestens vier Voraussagen mit Einzelquote von je mindestens 1.50 vorliegen; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn. Bei fünfzehn Voraussagen mit Gesamtquote 800 und Einsatz CHF 5 beträgt der Nettogewinn ohne Boost CHF 3’995; mit 100 % Boost verdoppelt sich der Nettogewinn auf CHF 7’990.

Die Quoten sind nicht fest: sie ändern sich, sobald eine Wette platziert wird, und sie ändern sich sprunghaft, wenn ein Schlüsselereignis eintritt – ein verletzter Spieler, ein Regenunterbruch, ein überraschender Satzverlust. Wer auf das Live-Wetten setzt, sieht die Quoten sich schnell bewegen; wer vor Spielbeginn wettet, sieht sie sich langsamer bewegen. Beides ist im Gesetz erlaubt, vorbehaltlich der Bewilligung pro Anbieter.

Wettangebot, Spielplan und warum die zwei Wochen Melbourne den Markt prägen

Die Australian Open 2026 liefen vom 18. Januar bis 1. Februar 2026; die Ausgabe 2027 ist für 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Das Turnier ist jedes Jahr das erste Grand-Slam-Event der Saison und beginnt typischerweise am dritten Montag im Januar; die erste Runde erstreckt sich über drei Tage, die zweite Runde über zwei, die dritte Runde über zwei, das Achtelfinale über zwei Tage, das Viertelfinale über zwei, das Halbfinale über zwei, das Finale der Damen am Samstag und das Finale der Herren am Sonntag.

Wer auf eine einzelne Partie wettet, sieht den Wettmarkt typischerweise 24 bis 48 Stunden vor Spielbeginn. Wer auf den Turniersieger wettet, sieht den Markt ab dem Turnierstart und bis zum Ende – die Quoten ändern sich nach jedem Spiel, nach jeder Verletzung, nach jeder Überraschung. Wer auf den Sieger einer einzelnen Partie wettet, sieht den Markt in der Regel ab dem Tag vor dem Spiel; wer erst am Spieltag wettet, sieht die Quoten, die der Anbieter gerade anbietet, ohne die Möglichkeit, sie mit einem früheren Stand zu vergleichen.

Die zwei Wochen Melbourne sind für Wettende eine Hochphase. Die Spiele beginnen am späten Nachmittag Schweizer Zeit und laufen bis tief in die Nacht – die erste Partie beginnt um 14:00 Uhr MEZ, die Spätschicht um 04:00 Uhr morgens. Wer in der Schweiz lebt und die Spiele live verfolgen will, schläft zu kurz; wer die Spiele nicht live verfolgen will, wettet vor Spielbeginn und liest das Resultat am Morgen danach. Beides hat seine Tücken: das Live-Wetten erfordert Aufmerksamkeit zu ungewohnter Zeit, das Prematch-Wetten lässt sich nicht mehr anpassen, wenn das Spiel anders läuft als geplant.

Welche Märkte die Gespa-Liste für die Australian Open 2027 vorlegt

Die Gespa-Liste wird von der Aufsicht geführt; sie nennt die bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Für die Australian Open sind die Einzelwette auf den Turniersieger (Herren und Damen), die Einzelwette auf das Match-Ergebnis (Herren und Damen) sowie – wo aufgeführt – die Wette auf die Anzahl Sätze und die Wette auf den Tiebreak zugelassen. Märkte, die nicht auf der Liste stehen – Eckbälle, Karten, Esports, Live-Wetten auf Spielereignisse jenseits der Wettliste – sind nicht zugelassen und werden von den bewilligten Anbietern auch nicht angeboten.

Die Liste ist nicht vollständig öffentlich; sie ist ein Verwaltungsakt, der den bewilligten Anbietern zugestellt wird. Wer wissen will, was genau auf der Liste steht, kann die Gespa direkt fragen oder die Wetten der bewilligten Anbieter ansehen: was dort angeboten wird, ist auf der Liste, und was nicht angeboten wird, ist es nicht.

Wie sich der Spielplan auf das Wettangebot auswirkt

In der ersten Woche gibt es 128 Partien im Herreneinzel und 128 im Dameneinzel – 256 Wetten auf den Match-Sieger. In der zweiten Woche sinkt die Zahl auf 64, dann auf 32, 16, 8, 4 und schliesslich auf 1 bei den Herren und 1 bei den Damen. Wer auf den Turniersieger wettet, sieht die Quoten sich entsprechend verändern: in Runde 1 ist die Auswahl gross, die Quoten sind lang; im Halbfinale sind nur noch vier Spieler im Rennen, die Quoten sind eng.

Die Livewetten kommen während des Spiels hinzu. Bei einem laufenden Match wird die Quote auf den Sieger nach jedem Punkt, jedem Spiel, jedem Satz angepasst – wer vorne liegt, sieht seine Quote sinken; wer hinten liegt, sieht seine Quote steigen. Wer in der ersten Runde live wettet, sieht oft grosse Quotenbewegungen, weil die Spielerinnen und Spieler noch nicht in Form sind; wer im Finale live wettet, sieht engere Bewegungen, weil die Spielerinnen und Spieler stabiler sind.

Wer sein Wettangebot über das ganze Turnier hinweg plant, sollte die zwei Wochen als zwei Wetten verstehen: die erste Woche ist die Woche der Aussenseiter, die zweite die Woche der Favoriten. Wer auf Aussenseiter wettet, gewinnt mehr, wenn der Aussenseiter gewinnt, und verliert schneller, wenn er verliert; wer auf Favoriten wettet, gewinnt weniger pro Spiel, aber seltener.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung – was sie bieten und was sie kosten

Diese acht Anbieter – Rainbet, BassBet, DirectionBet, Betovo, Rollbit, Sportuna, Cloudbet und Bahigo – sind im ausländischen Markt aktiv und nehmen Spieler aus der Schweiz entgegen. Sie haben keine Schweizer Bewilligung, keine Verbindung zum Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Aufsicht. Wer dort wettet, wettet unter ausländischem Recht, mit ausländischer Währung, mit ausländischer Steuerbehandlung.

Rainbet

Rainbet betreibt eine Wett- und Casino-Plattform mit Krypto-Zahlungen; eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert und hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer dort spielt, spielt ohne Gespa-Aufsicht und ohne Sperrregister-Anschluss; Gewinne fallen in die ausländische Steuerpraxis, die je nach Kanton in der Schweiz anders behandelt wird. Die Plattform wirbt mit Sportwetten und Casino-Spielen aus einer Hand.

Für wen ist Rainbet eine Option? Für Spieler, die mit Krypto zahlen wollen und keine Schweizer Bewilligung brauchen. Für wen ist es das nicht? Für Spieler, die Wert auf Schweizer Aufsicht und Ausschlussregister legen.

BassBet

BassBet offeriert als ausländische Plattform ein umfangreiches Wettprogramm, unter anderem für Fussball und Tennis; eine Schweizer Bewilligung fehlt. Schweizer Spieler können sich zwar anmelden, unterliegen jedoch nicht dem Schweizer Geldspielgesetz, sondern den Bestimmungen des Anbieters.

Wer sein Augenmerk auf ein grosses Tennis-Portfolio richtet, findet hier eine Anlaufstelle; wer die Sicherheit der Schweizer Aufsicht vorzieht, nutzt die bewilligten Angebote von Swisslos oder der Loterie Romande.

DirectionBet

DirectionBet ist eine Wettplattform mit Quotenboosts und Live-Wetten; eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert. Die Plattform wirbt mit Cash-Out, Quotenboosts und Kombiboosts – Funktionen, die auch Sporttip bietet, aber unter Schweizer Bewilligung. Wer die Funktionen ohne Schweizer Bewilligung sucht, findet sie hier; wer sie unter Schweizer Aufsicht sucht, bleibt bei Sporttip.

Der Vorteil gegenüber Sporttip: ein breiteres Wettangebot und manchmal höhere Quotenboosts. Der Nachteil: keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Steuerfreibetrag-Behandlung.

Betovo

Betovo konzentriert sich als internationale Plattform vor allem auf europäische Sportarten und bietet neben Wetten auch Casino-Spiele an; eine Schweizer Bewilligung existiert nicht.

Spieler, die ein kombiniertes Angebot aus Sportwetten und Casino suchen, können diese Seite in Betracht ziehen; wer jedoch ausschliesslich Sportwetten innerhalb des Schweizer Regulierungsrahmens sucht, wählt Sporttip.

Rollbit

Rollbit ist eine Plattform, die ursprünglich als Krypto-Casino startete und Sportwetten als Zusatzangebot führt; eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert. Die Plattform nimmt Spieler aus der Schweiz entgegen und wirbt mit Quotenboosts und Live-Wetten.

Wer Krypto gewohnt ist und Sportwetten als Zusatz nutzt, ist hier richtig; wer auf Schweizer Aufsicht Wert legt, ist es nicht.

Sportuna

Sportuna tritt als Wettanbieter mit einem breiten Spektrum an Sportarten auf, wobei Fussball und Tennis im Vordergrund stehen; eine Schweizer Bewilligung liegt nicht vor.

Wer ein umfangreiches Wettangebot im Tennis-Bereich schätzt und ausländische Regulierungsstandards akzeptiert, mag Sportuna in Erwägung ziehen; bei Bedarf nach der Sicherheit einer Schweizer Aufsicht ist der Rückgriff auf Sporttip ratsam.

Cloudbet

Cloudbet ist eine Krypto-Wettplattform mit Sportwetten und Casino; eine Schweizer Bewilligung ist nicht etabliert. Die Plattform wirbt mit hohen Wettenlimits und Krypto-Auszahlungen.

Wer mit hohen Einsätzen spielt und Krypto gewohnt ist, ist hier richtig; wer auf Schweizer Aufsicht Wert legt, ist es nicht.

Bahigo

Bahigo richtet sich als ausländische Plattform zwar auf den Schweizer Markt aus, verfügt jedoch über keine Schweizer Bewilligung. Zu den angebotenen Funktionen zählen unter anderem Quotenboosts sowie die Kontoführung in Schweizer Franken.

Wer explizit ein Konto in Schweizer Franken bei einem internationalen Anbieter wünscht, kann diesen nutzen; wer die regulatorische Sicherheit durch die Gespa priorisiert, wählt die Angebote von Swisslos oder der Loterie Romande.

Was die Spalte «ohne Schweizer Bewilligung» in der Praxis bedeutet

Eine fehlende Schweizer Bewilligung bedeutet: keine Gespa-Aufsicht, kein Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, kein Schweizer Steuerfreibetrag, keine Schweizer Spielsperre. Wer dort spielt, hat die gleichen Gewinne der ausländischen Steuer unterworfen – im Kanton Thurgau sind Gewinne aus ausländischen Grossspielen vollständig steuerbar, unabhängig von der Höhe; in anderen Kantonen ist die Praxis unterschiedlich. Wer in der Schweiz lebt und ausländische Anbieter nutzt, sollte die kantonale Steuerpraxis kennen, bevor er spielt.

Die fehlende Schweizer Bewilligung bedeutet nicht, dass der Anbieter unseriös ist – die Anbieter können in ihren eigenen Ländern reguliert sein und ihren eigenen Aufsichtsregeln unterliegen. Sie bedeutet, dass die Schweiz den Anbieter nicht kennt, nicht anstet und nicht schützt. Wer dort spielt, schützt sich selbst.

Häufige Fragen zu den Australian Open und zu Wetten in der Schweiz

Wann fanden die Australian Open zuletzt statt, und wann ist die nächste Ausgabe?

Die Ausgabe 2026 lief vom 18. Januar bis 1. Februar 2026 in Melbourne; die Ausgabe 2027 ist für den 17. bis 31. Januar 2027 angesetzt. Das Turnier beginnt jeweils am dritten Montag im Januar und dauert rund zwei Wochen.

Darf in der Schweiz auf die Australian Open gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja – aber nur bei Swisslos Sporttip (Deutschschweiz, Tessin, Liechtenstein) oder Loterie Romande Jouez Sport (Romandie). Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung sind nicht zulässig; ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste stehen.

Wie wirkt sich der Match-Tiebreak im Entscheidungssatz auf Wetten auf Satz und Spielausgang aus?

Bei den Herren wird auf drei Gewinnsätze gespielt, bei den Damen auf zwei. Bei 6:6 wird ein Tiebreak gespielt, im Entscheidungssatz ein Match-Tiebreak bis 10 Punkte mit zwei Punkten Vorsprung – er zählt als regulärer Satz. Eine Wette auf «Herr gewinnt 3:0» oder «Dame gewinnt 2:0» verliert, wenn der Entscheidungssatz erreicht wird, auch wenn der Spieler das Match am Ende gewinnt.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Bei einer Einzelwette ist der Bruttogewinn Einsatz mal Quote; der Nettogewinn ist Einsatz mal (Quote minus 1). Die Marge ist das, was der Veranstalter von jedem Einsatz einbehält – bei einem Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 / 1.90 liegt sie bei rund 5 %, berechnet als 1 minus 1 ÷ (1/Quote₁ + 1/Quote₂). Bei Kombiwetten multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote.

Welche Verlustlimiten gelten, und wie lässt sich eine Spielsperre beantragen?

Bei Sporttip setzen Spielende vor der ersten Wette Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000); eine Senkung gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren; eine unbefristete Spielsperre wird in das schweizweite Register eingetragen und gilt auch für Casinos.

Wie funktioniert der Steuerfreibetrag bei Wettgewinnen, und was heisst «je nach Kanton»?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag einkommensteuerfrei – die bundesrechtliche Schwelle liegt seit 1.1.2026 bei CHF 1’071’000; die kantonale Schwelle ist je nach Kanton unterschiedlich. Oberhalb der Schwelle zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Wer unter der Schwelle bleibt, hat keine Einkommensteuer und keine Verrechnungssteuer auf den Gewinn.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»