Gratis Wettprognosen heute: So entstehen sie, was sie taugen und was im 2026 in der Schweiz erlaubt ist

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein abgegriffenes Notizheft, ein Bleistift und eine Stoppuhr liegen auf einer Bank am Rand eines Trainingsplatzes.

Wer nach «gratis wettprognosen heute» sucht, will eine schnelle Einschätzung für das nächste Match. Bekommen lässt sich daraus nie eine sichere Aussage über den Ausgang. Eine Prognose bündelt Wahrscheinlichkeiten aus Form, Verletzungen, Statistik und Quotenvergleich; sie ersetzt das eigene Urteil nicht, und sie nimmt nichts von der Marge des Veranstalters aus der Quote heraus. Wer das versteht, nutzt Prognosen als Mosaikstein und nicht als Tippzettel – und schützt seinen Geldbeutel.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Datenstand: Oktober 19, 2026 · geprüft gegen die Spielregeln Sporttip (Version 4.2) und die Online-Teilnahmebedingungen Swisslos vom 13.01.2025 sowie das Reglement Jouez Sport, 17. Ausgabe (September 2024).

Die besten Quellen für Wettprognosen im Überblick

Wer eine Prognose liest, sollte wissen, wer sie schreibt und wie sie entsteht. Genau daran scheitern viele der «gratis»-Angebote, die in Sozialen Medien und auf Vergleichsseiten auftauchen: kein genannter Verfasser, keine erkennbare Methode, dafür vollmundige Trefferversprechen. Beim Vergleich von Prognosequellen zählen offene Methode, nachvollziehbare Bilanz und die saubere Trennung von Werbung und Analyse.

Worauf es bei einer Prognosequelle ankommt

Eine Prognose ist so gut wie die Daten, die in sie einfliessen. Wer eine Quelle prüft, schaut zuerst auf drei Dinge: Wer hat sie verfasst und mit welcher Erfahrung? Welche Quellen werden genannt – Mannschaftsform, Head-to-Head, Verletzungen, Wetter, Schiedsrichter-Statistik? Und vor allem: Wie offen wird die Bilanz ausgewiesen, idealerweise mit einem Track-Record über Monate, nicht nur über die letzten fünf Tipps.

Eine Alpwiese mit weidenden Kühen und einem Holzzaun unter wolkigem Himmel.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Sauber arbeitende Anbieter trennen Werbung von Inhalt. Wenn auf einer Seite ein Werbebanner für einen Buchmacher direkt neben dem Tipp steht, ist Vorsicht angebracht: Die Empfehlung kann, muss aber nicht an der Bezahlung hängen. Seriöse Quellen kennzeichnen bezahlte Partnerschaften und liefern die Begründung, warum genau dieses Spiel zu genau dieser Wette führt.

Trefferversprechen sind das deutlichste Warnzeichen. «90 % Trefferquote» oder Versprechen auf garantierte Erträge widersprechen jeder Wahrscheinlichkeitsrechnung. Selbst die besten Modelle kommen auf langfristige Trefferquoten, die nur knapp über dem liegen, was die Quote des Veranstalters schon einpreist. Wer eine solche Zahl dennoch bewirbt, verkauft Hoffnung – keine Analyse.

Welche Quellen sich lohnen und welche nicht

Fachredaktionen mit namentlich genannten Analysten und ausgewiesenem Track-Record sind die verlässlichste Klasse. Dazu kommen spezialisierte Datenanbieter, die Modelle aus Expected-Goals-Werten, Formkurven und Quotenvergleichen füttern. Beide liefern keine sicheren Tipps, sondern nachvollziehbare Einschätzungen.

Soziale Medien, Telegram-Kanäle und Foren-Tipper sind das andere Ende. Ohne verifizierte Bilanz, oft mit anonymen Accounts, häufig mit Affiliate-Links – hier ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Tipp nicht auf eigener Analyse beruht, sondern auf dem Wunsch, dass der Kanal überhaupt wächst. Für eine einzelne Wette mag ein solcher Tipp zufällig treffen; für eine Strategie, die auf Dauer Gewinne produzieren soll, taugt er nicht.

Wer mehrere Quellen parallel nutzt, sollte die Begründungen vergleichen, nicht nur die Tipps. Stimmen die Begründungen in den wesentlichen Punkten überein – Verletzung des Schlüsselspielers, Heimstärke, Formtief – steigt die Wahrscheinlichkeit, dass die Einschätzung auf einer realen Grundlage beruht. Weichen sie stark voneinander ab, ist das nicht zwingend ein Zeichen für Qualität, sondern oft für unterschiedliche Annahmen, die der Leser selbst abwägen muss.

Was die Swisslos Sporttip und die Loterie Romande anders machen

Beide bewilligten Veranstalter in der Schweiz liefern keine Prognosen, sondern Wettprogramme und Quoten. Das ist kein Zufall: Wer die Wette verkauft, hat ein Interesse, das mit der Trefferquote des Spielenden in Spannung steht. Wer eigene Prognosen veröffentlicht, würde in einem Interessenkonflikt stehen, den das Geldspielgesetz den Veranstaltern ausdrücklich verbietet.

Spielende finden die Daten, die sie für eigene Prognosen brauchen, beim Blick auf das Wettprogramm: Welche Märkte werden angeboten, wie tief ist die Quote im Vergleich zu anderen Quellen, wie eng liegen die Quoten innerhalb eines Marktes. Das ist mehr Information, als die meisten Gratis-Tipps liefern, und es kommt ohne Marketing im Gepäck aus.

Die Trennung zwischen Veranstalter und Prognose ist also kein Mangel, sondern Teil der Logik. Wer gratis Wettprognosen sucht, bekommt sie aus Quellen, die mit den Wetten selbst nichts zu tun haben – und genau darin liegt ihre Aufgabe: die Qualität der Begründung zu liefern, nicht den Schein einer Treffergarantie.

Grundlagen: was eine Prognose wirklich ist

Eine Prognose beschreibt Wahrscheinlichkeiten, keine Ergebnisse. Sie sagt nicht «dieses Team gewinnt», sondern «dieses Team gewinnt meiner Einschätzung nach mit einer Wahrscheinlichkeit von 58 %». Aus dieser Wahrscheinlichkeit ergibt sich zusammen mit der angebotenen Quote, ob eine Wette einen Wert hat – oder ob die Quote zu niedrig ist, um den Einsatz zu rechtfertigen.

Ein Fussball ruht an der Seitenlinie im taufeuchten Gras, die ersten Sonnenstrahlen fallen schräg über den Platz.
Bei Sporttip-Livewetten zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00.

Form, Statistik und Quotenvergleich als Bausteine

Eine seriöse Prognose stützt sich auf vier Bausteine: die aktuelle Form der Mannschaft, also die Ergebnisse der letzten Spiele; die Verfügbarkeit von Schlüsselspielern, die verletzungs- oder suspensionsbedingt fehlen; statistische Werte wie Expected Goals, Ballbesitz, Torschüsse oder Heimstärke; und den Vergleich mit den Quoten anderer Anbieter, um zu sehen, wo der Markt die gleiche Einschätzung schon eingepreist hat.

Was fehlt, sind die weichen Faktoren: die Stimmung in der Kabine, ein Trainerwechsel in der Länderspielpause, ein Schiedsrichter, der in dieser Liga konsequent Karten zeigt. Solche Faktoren lassen sich schwer in Zahlen fassen, aber sie gehören in jede vollständige Prognose – genau dort, wo der erfahrene Analyst den entscheidenden Vorteil gegenüber rein datengetriebenen Modellen hat.

Kostenlose Prognosen unterscheiden sich von bezahlten vor allem in der Tiefe. Gratis-Tipps fassen sich oft kurz und liefern die Begründung nur in einem Satz; ausführliche Analysen nehmen mehrere Absätze, manchmal eine ganze Seite. Wer nur eine Empfehlung «Heimsieg» liest, hat keine Grundlage, die Quote selbst zu beurteilen.

Warum jede Quote eine Marge enthält

Die Quote, die ein Veranstalter anbietet, ist nie eine faire Wette. Sie enthält die Marge des Veranstalters – den Anteil, den dieser von jedem eingesetzten Franken für sich behält, unabhängig vom Ausgang. Bei einem typischen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten um 1.90 ergibt die Rechnung 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90) eine Auszahlungsquote von rund 95 %, entsprechend einem Gewinn des Anbieters von rund 5 % pro Markt – die Bandbreite liegt je nach Sport, Markt und Veranstalter eher zwischen 2 % und über 10 %.

Diese Marge ist der Preis, den die Spielenden zahlen, bevor die Wette überhaupt beginnt. Wer eine faire Chance von 50 % auf einen Heimsieg annimmt und eine Quote von 1.90 bekommt, hat eine Wette, die ihn langfristig Geld kostet: Bei 100 Wetten zu 1.90 mit echter 50 %-Chance landet der Ertrag bei rund 95 Franken auf 100 Franken Einsatz – fünf Franken gehen an den Veranstalter.

Die einzige Möglichkeit, langfristig gegen diese Marge zu spielen, ist die Value Bet: eine Quote, die über dem liegt, was die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung rechtfertigt. Wer glaubt, dass die Heimmannschaft mit 60 % gewinnt, braucht eine Quote von mindestens 1.67, damit die Wette auf Dauer einen Wert hat – und genau darin liegt die Disziplin, die aus einem Tipp eine Strategie macht.

Was eine Value Bet ist und was sie kostet

Eine Value Bet entsteht, wenn die vom Veranstalter angebotene Quote über der «fairen» Quote liegt, die sich aus der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung ergibt. Die Formel dahinter: Faire Quote = 1 ÷ eigene Wahrscheinlichkeit. Wer also 50 % Wahrscheinlichkeit annimmt, braucht eine Quote von 2.00 oder besser, um einen Wert zu haben.

Das klingt einfach und ist es in der Praxis nicht. Die eigene Wahrscheinlichkeit ist eine Schätzung, und eine Schätzung kann danebenliegen. Genau deshalb gehört zu jeder Value Bet eine ehrliche Fehlertoleranz: Wer 60 % schätzt und dafür Quote 1.80 bekommt (fair wäre 1.67), spielt eine Wette mit Wert – aber das Modell kann die Mannschaft falsch eingeschätzt haben, und die Wette kann trotzdem verlieren.

Die häufigste Falle ist die Verwechslung von «Trefferquote» mit «Gewinn». Eine Value Bet gewinnt nicht jedes Mal, sondern über viele Wetten hinweg. Wer nach zehn verlorenen Value Bets aufhört, hat nicht «bewiesen», dass die Strategie nicht funktioniert, sondern nur, dass die Schwankung in einem kurzen Zeitraum sehr gross sein kann. Wer die Marge schlagen will, braucht Hunderte von Wetten mit konsequenter Disziplin – und einen Geldbeutel, der die Schwankungen aushält.

Bankroll-Management: wie viel pro Wette gesetzt werden darf

Eine Wette ist eine einzelne Entscheidung, aber sie ist Teil einer Serie. Wer langfristig spielt, definiert seine Bankroll als den Betrag, den er insgesamt bereit ist, in einem klar abgegrenzten Zeitraum einzusetzen – oft ein Prozent bis fünf Prozent des verfügbaren monatlichen Wettbudgets pro einzelner Wette, je nach Risikobereitschaft.

Die Drei-Stufen-Regel: 1 %, 3 %, 5 %

Die gängigste Regel für die Höhe des Einzel-Einsatzes kommt aus drei Stufen: ein Prozent der Bankroll bei «sicheren» Wetten, also Value Bets mit grossem Puffer; drei Prozent bei normalen Wetten, die einen erkennbaren Wert haben, aber nicht zwingend einen grossen; fünf Prozent bei Wetten, die der Tipper als sehr stark einschätzt und die eine hohe Quote mitbringen. Wer höher geht, riskiert, dass eine Pechsträhne die halbe Bankroll in einer Woche vernichtet.

Das ist kein Selbstzweck. Eine Bankroll von 1’000 Franken, von der ein Prozent pro Wette gesetzt wird, erlaubt hundert Wetten, bevor das Geld weg ist. Wer die Disziplin durchhält, hat Zeit, Glück und Unglück auszugleichen, und die Strategie kann beweisen, ob sie etwas taugt. Wer fünf Prozent oder mehr setzt, hat vielleicht dreissig Wetten – und keine Zeit, eine echte Trefferquote aufzubauen.

Wichtig ist die Konsistenz. Wenn der Tipper mal ein Prozent, mal zehn Prozent setzt, geht die Vergleichbarkeit der Wetten untereinander verloren, und die Auswertung wird unbrauchbar. Ein festes Regelwerk, das vor jeder Wette festlegt, wie viel eingesetzt wird, ist die Grundlage jeder Strategie.

Das Kelly-Kriterium als Obergrenze

Wer es genauer haben will, nutzt das Kelly-Kriterium als Obergrenze: Einsatz = (Quote × eigene Wahrscheinlichkeit − 1) ÷ (Quote − 1). Eine Wette mit Quote 2.20 und einer eigenen Wahrscheinlichkeit von 50 % gibt nach Kelly einen Einsatz von rund 8.3 % der Bankroll – konservativ gerechnet, weil viele Tipper nur die halbe Kelly-Quote setzen, um Schwankungen abzufangen.

Das ist eine Obergrenze, kein Zielwert. Wer konsequent das volle Kelly setzt, ist in den Schwankungen des Marktes ständig am Rand eines Totalverlusts – das Kriterium ist mathematisch korrekt, aber für die meisten Spielenden zu aggressiv. Eine halbe oder viertel Kelly-Quote ist die übliche Variante und reduziert die Schwankung, ohne den langfristigen Erwartungswert komplett zu verlieren.

Die Spielregeln der beiden Schweizer Veranstalter setzen hier eigene Grenzen. Bei Swisslos Sporttip liegt der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei 1’000 Franken, für Systemwetten bei 10’000 Franken; bei Loterie Romande ist der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette auf 300’000 Franken begrenzt, der maximale Gewinn über alle Wetten eines Multiples zusammen auf 1’000’000 Franken. Beide Limits sind unabhängig von der eigenen Bankroll – wer sie überschreitet, bekommt die Wette nicht angenommen.

Verlustlimiten als Werkzeug, nicht als Strafe

Die Schweizer Veranstalter verlangen vor der ersten Teilnahme, dass Spielende Verlustlimiten für ein, sieben und 30 Tage setzen: bei Swisslos maximal 9’999 Franken pro 30 Tage (für unter 21-Jährige 1’000 Franken), wobei eine Senkung sofort gilt und eine Erhöhung erst nach Ablauf einer 72-stündigen Karenzzeit. Eine freiwillige Einzahlungslimite pro 30 Tage ist zusätzlich möglich.

Diese Limiten sind kein Hindernis, sondern Schutz. Wer seine eigene Verlustlimite zu hoch setzt, hat die Disziplin der Selbstkontrolle an ein Stück Software delegiert, das nichts weiss. Wer sie zu niedrig setzt, kann an einem guten Abend nicht ausnutzen, was das Modell sieht. Eine mittlere Limite, die zu den eigenen finanziellen Verhältnissen passt, ist der Punkt, an dem das Tool seine Aufgabe erfüllt.

Wer die Limite erhöhen will, weil sie «zu eng» geworden ist, sollte innehalten. Die 72 Stunden Karenzzeit, die Swisslos einbaut, ist kein Schikan, sondern eine Atempause: Wer nach drei Tagen immer noch glaubt, die Limite müsse herauf, hat sie wahrscheinlich richtig gesetzt.

Rechtliche Lage in der Schweiz: nur zwei Veranstalter sind erlaubt

Die Schweiz hat das Glücksspielwesen 2019 neu geordnet. Mit dem Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), in Kraft seit dem 1. Januar 2019, ist die Aufsicht neu organisiert: Die Gespa – die interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern – überwacht Lotterien und Sportwetten, nicht die ESBK, die für Casinos zuständig bleibt.

Wer in der Schweiz Sportwetten anbieten darf

Eine Bewilligung braucht zwei Schritte: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel. Im Gesetz sind die Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, deren Sportwetten unter dem Namen Sporttip laufen, und Loterie Romande, deren Angebot Jouez Sport heisst. Beide arbeiten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Die Aufteilung folgt Sprachregionen und Kantonen. Swisslos Sporttip betreut die Deutschschweizer Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein – zusammen das Swisslos-Vertragsgebiet. Loterie Romande bedient mit Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Ein Online-Konto gibt es nur für Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet; eine Registrierung ausserhalb dieses Gebiets ist nicht möglich.

Was sich daraus für die Spielenden ergibt: Wer in einem Deutschschweizer Kanton wohnt, kann nur bei Sporttip spielen, Wer aber in Genf oder Lausanne wohnt, nur bei Jouez Sport. Es gibt in der Schweiz keine andere bewilligte Sportwetten-Plattform – und keine Liste weiterer bewilligter Anbieter, weil es schlicht keine weiteren gibt. Die Gespa führt nur die Sperrliste der blockierten ausländischen Domains, kein Verzeichnis erlaubter Buchmacher.

Was an Wetten erlaubt ist und was nicht

Das Geldspielgesetz definiert den erlaubten Rahmen eng. Erlaubt sind Wetten auf Sportereignisse – und nur auf solche. Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht zulässig. Was genau an Sportereignissen, Wettbewerben und Wetttypen erlaubt ist, hält die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen fest (Version 10.09.2026); nur was dort steht, darf angeboten werden.

Daraus folgen praktische Einschränkungen: Qualifikationsrunden nur, wenn sie gelistet sind; Frauenwettbewerbe nur, wenn sie gelistet sind; Ranglistenwetten nur, wenn die Rangliste über die Qualifikation zu einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet. Trainingsläufe sind nie erlaubt. Eckbälle, Kartenmärkte und ein eigener Esports-Bereich fehlen in der Liste – sie sind in der Schweiz bei den bewilligten Veranstaltern nicht verfügbar.

Live-Wetten sind erlaubt, prematch und live, sofern der Veranstalter eine entsprechende Bewilligung hält. Das BGS kennt keine grundsätzliche Einschränkung bestimmter Live-Märkte – die Liste der Gespa entscheidet. Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird; Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00, und in spielentscheidenden Situationen (Elfmeter, Rote Karte, VAR-Entscheid) kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Cash-Out ist nicht gesetzlich geregelt, sondern eine Funktion, die jeder Veranstalter selbst anbietet oder nicht.

Was die Sperrliste für ausländische Anbieter bedeutet

Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, tut dies ausserhalb des Schweizer Rechtsraums. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Die Gespa veröffentlicht eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Die Gespa nennt dabei Interwetten und Bet-at-Home als besonders häufig umbenannte Domains – «Domain-Hopping» – und bet365 als auf der Liste stehend.

Das Veranstalten von Sportwetten ohne Schweizer Bewilligung ist eine Straftat: bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Betrieb bis zu fünf Jahre (Art. 130 BGS). Die Spielenden selbst werden nicht bestraft – aber Einsätze und Gewinne können im Verfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, und es gibt keinen Schutz durch das Schweizer Ausschlussregister und keinen Rekursweg vor Schweizer Behörden.

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Glücksspiele ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit Busse bis zu 500’000 Franken geahndet werden (Art. 131 BGS). Genau das ist der Grund, warum eine seriöse Seite über Sportwetten in der Schweiz keine ausländischen Anbieter bewirbt – sie kann sie beschreiben, sie kann sie bewerten, aber sie darf nicht für sie werben.

Verantwortung gegenüber Minderjährigen

Die Schweizer Gesetzgebung schliesst Minderjährige konsequent aus: Sportwetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, eine Teilnahme unter 18 ist ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten – das gilt auch für Amateurspieler in tieferen Ligen. Eine Registrierung bei Swisslos verlangt die Identitätsprüfung; die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Jede Person darf sich nur einmal registrieren, ein zweites Konto wird gesperrt.

Die Realität sieht weniger sauber aus, als es das Gesetz vermuten lässt. Die Gespa hat 2025 Testkäufe an Verkaufsstellen durchgeführt: Bei 200 Versuchen wurde in 47.5 % der Fälle eine Sportwette an eine minderjährige Person verkauft. Wer meint, der Verkauf an der Verkaufsstelle sei durch das System geschützt, irrt sich – der Jugendschutz an Verkaufsstellen ist eine offene Baustelle, und das gilt für Spielende wie für Eltern.

Werbung, Boni und Steuern

Werbung für Glücksspiele darf nicht aufdringlich oder irreführend sein und nicht an Minderjährige oder gesperrte Personen gerichtet werden (Art. 74 BGS). Freispiele oder Gratisspielguthaben brauchen die vorgängige Zustimmung der Gespa (Art. 75 Abs. 2 BGS); 2025 erteilte die Aufsicht 24 solcher Zustimmungen an Loterie Romande und 8 an Swisslos. Bonusbedingungen sind keine Erfindung der Werbung, sondern stammen aus den Bedingungen jedes Veranstalters.

Eine Schweizer Wettsteuer auf den Einsatz gibt es nicht. Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn – die bundeshohe Grenze liegt seit 2026 bei 1’071’000 Franken, im Jahr 2025 noch bei 1’070’400 Franken; der kantonale Steuerfreibetrag weicht davon ab, weshalb einheitliche Aussagen nur «je nach Kanton» lauten können. Oberhalb des Freibetrags zieht der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ab, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer; die kantonale Praxis im Thurgau behandelt solche Gewinne unabhängig von der Höhe als steuerbares Einkommen.

Was bleibt, ist die ehrliche Einsicht: Die allermeisten Spielenden bleiben zeitlebens unter dem Steuerfreibetrag, zahlen weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer, und merken von der Besteuerung nichts. Die Steuerfrage ist eine Frage für die grosse Ausnahme, nicht für den Normalfall.

Spielerschutz: Verlustlimiten, Spielsperre und Selbstkontrolle

Spielerschutz ist nicht ein Kapitel am Rand des Gesetzes, sondern ein eigenes Gebäude. Die Schweiz hat dafür ein ganzes System aus Verlustlimiten, Spielsperren und einer zentralen Datei gebaut, das im Geldspielgesetz (Art. 80-82 BGS) verankert ist und von beiden Veranstaltern in ihren Bedingungen umgesetzt wird.

Verlustlimiten sind Pflicht, nicht Kür

Wer bei Swisslos Sporttip online mitmachen will, muss vor der ersten Wette Verlustlimiten für ein, sieben und 30 Tage setzen: maximal 9’999 Franken pro Periode, für unter 21-Jährige maximal 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite greift sofort; eine Erhöhung wird erst nach 72 Stunden wirksam, damit eine emotionale Reaktion nicht zu einem überhöhten Limit führt. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite pro 30 Tage, die unabhängig von der Verlustlimite funktioniert.

Die Statik dieser Limite ist Absicht. Das Geldspielgesetz verlangt, dass die Spielenden selbst maximale Werte für tägliche, wöchentliche oder monatliche Einsätze oder Verluste setzen (Art. 87 VGS); die Schweizer Veranstalter setzen die Schwelle bei 72 Stunden statt der im Gesetz vorgesehenen 24 Stunden, weil sie den Schutz bewusst enger ziehen. Eine Senkung gilt sofort, weil sie das eigene Risiko reduziert; eine Erhöhung braucht Zeit, weil sie das eigene Risiko erhöht. Das ist kein Schikan, sondern Psychologie in Code.

Wer die Verlustlimite regelmässig erhöht, sollte sich fragen, warum. Wer sie einmal senkt und dann nie wieder anfasst, hat wahrscheinlich die richtige Grösse gefunden.

Spielsperre als Selbstschutz und Registereintrag

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Möglichkeit der Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre kann frühestens nach drei Monaten aufgehoben werden (Art. 84 VGS); eine Fachstelle ist dabei einzubeziehen (Art. 81 BGS). Der Veranstalter bietet zusätzlich eine selbstgewählte Pause von bis zu sechs Monaten an (Art. 89 VGS).

Was das praktisch heisst: Eine Selbstsperre ist kein Disziplinierungsinstrument, das man nach drei Tagen wieder aufhebt, wenn der Wetteifer zurück ist. Die Mindestdauer ist gesetzlich verankert. Wer sich sperrt, hat Zeit, die Sperre zu überstehen, das Verhalten zu reflektieren und dann mit einer Fachstelle zu klären, ob die Aufhebung sinnvoll ist. Das System ist auf Wiederholungstäter ausgelegt, nicht auf Gelegenheitssperren.

Aus dem Schutz folgt eine Härte: Gesperrte oder minderjährige Personen haben keinen Anspruch auf Einsätze oder Gewinne (Art. 45 BGS). Wer trotz Sperre spielt, verliert das Recht auf den Gewinn – das ist die Konsequenz eines Systems, das den Schutz ernst nimmt.

Warnzeichen und wo Hilfe zu finden ist

Spielerschutz beginnt vor dem Ernstfall. Wer Anzeichen wie ständiges Verfolgen von Spielergebnissen, das Vergessen anderer Verpflichtungen oder das Zurückhalten von Verlusten gegenüber dem Umfeld erkennt, sollte handeln, bevor eine Selbstsperre nötig wird. Die Gespa führt eine Liste mit Fachstellen und Hotlines, die anonym beraten; eine frühzeitige Anfrage kostet nichts und kann eine Sperre überflüssig machen.

Hilfe wird in der Schweiz von der Fachstelle «Sucht Schweiz» und regionalen Suchtberatungen angeboten. Wer für sich oder eine nahestehende Person unsicher ist, ob das eigene Spielverhalten noch im Rahmen liegt, kann dort einen Termin vereinbaren – kostenlos, anonym und ohne Konsequenzen für das Spielkonto.

Wie eine Prognose entsteht – Schritt für Schritt

Eine vollständige Prognose ist mehr als eine Bauchentscheidung. Wer die Methode versteht, kann die Qualität einer fremden Prognose einschätzen und eigene Urteile bilden.

Schritt 1: Form und Heimvorteil

Der erste Blick gilt der Form der beiden Mannschaften über die letzten fünf bis zehn Spiele. Dabei zählt nicht nur Sieg oder Niederlage, sondern die Art: ein knapper Auswärtssieg gegen einen schwachen Gegner wiegt weniger als eine deutliche Heimniederlage gegen einen Spitzengegner. Heimvorteil ist real, aber unterschiedlich stark: in einigen Ligen beträgt er 5 %-Punkte Heimvorteil in der Siegquote, in anderen kaum messbar.

Was in die Form einfliesst, ist auch der Spielplan: Eine Mannschaft, die drei Spiele in sechs Tagen bestritten hat, ist in einer anderen Verfassung als eine ausgeruhte. Der Spielplan entscheidet mit darüber, wie die Leistung am Spieltag ausfallen wird – und genau deshalb gehört er in jede Prognose, die mehr sein will als eine Wette.

Schritt 2: Verletzungen und Sperren

Ein Ausfall in der Innenverteidigung verändert die Dynamik eines Spiels komplett; eine fehlende Sturmspitze senkt die erwarteten Tore. Die Verletztenlisten sind die zweite Säule nach der Form. Wer hier blind ist, wettet gegen Informationen, die der Markt längst eingepreist hat – und genau deshalb liefern die grossen Buchmacher ihre Quoten so früh, weil sie die Kaderlisten kennen.

Sperren gehören dazu. Eine Rote Karte aus dem letzten Spiel bedeutet den Ausfall für das nächste; eine Gelbsperre ebenso. Wer eine Sperre übersieht, wettet gegen einen Kader, den es in dieser Form gar nicht gibt.

Schritt 3: Statistik und Head-to-Head

Expected Goals (xG), Ballbesitz, Torschüsse, Passgenauigkeit – die modernen Statistiken sind eine Fülle, die ein Analyst nutzen kann. Welche davon relevant ist, hängt vom Spiel ab: Bei einer Mannschaft, die über Konter kommt, sagt Ballbesitz wenig; bei einer Mannschaft, die über Ballbesitz dominiert, ist er zentral.

Head-to-Head ist eine zweischneidige Statistik. Eine lange Siegesserie von Mannschaft A gegen Mannschaft B kann Zufall sein oder auf einem echten taktischen Vorteil beruhen. Wer nur die letzten zehn direkten Duelle hernimmt, wettet auf einer schmalen Datenbasis. Sinnvoller ist es, die Statistik als einen Baustein unter vielen zu nutzen, nicht als alleinige Grundlage.

Schritt 4: Quotenvergleich und Value Check

Wenn die eigene Wahrscheinlichkeit für einen Heimsieg bei 60 % liegt, ist die faire Quote 1.67. Wer bei Swisslos oder Loterie Romande eine Quote von 1.90 bekommt, hat eine Value Bet. Wer nur 1.55 bekommt, hat eine Wette ohne Wert – egal, wie schön die Begründung klingt. Der Quotenvergleich ist die Stelle, an der die eigene Analyse auf das zahlt, was der Markt dafür gibt.

Hier zahlt sich aus, mehrere Quellen zu kennen. Wer nur die Anzeige bei einem Veranstalter sieht, weiss nicht, ob die Quote hoch oder niedrig ist. Wer die Quote auf einem Vergleichsportal mit der bei Swisslos vergleicht, sieht sofort, wo ein Wert liegt – und wo keiner ist.

Schritt 5: Einsatz festlegen und Wette platzieren

Die letzte Disziplin ist die banalste: Wie viel wird gesetzt? Die Regeln aus dem Bankroll-Management gelten unabhängig von der Qualität der Prognose. Eine noch so brillante Analyse rechtfertigt keinen 10 %-Einsatz auf eine einzelne Wette. Die Bankroll-Disziplin ist der Bodensatz, auf dem eine langfristige Strategie steht oder fällt.

Wer alle Schritte durchläuft, hat eine Prognose, die den Namen verdient. Wer nur den Tipp «Heimsieg» aus einer Sozialen-Medien-Quelle übernimmt, hat eine Wette ohne Begründung, ohne Wahrscheinlichkeit und ohne Wertprüfung. Der Unterschied zwischen beiden liegt nicht in der Trefferquote – die kann kurzfristig identisch sein –, sondern in der Reproduzierbarkeit und in der Fähigkeit, aus den eigenen Wetten zu lernen.

Schweizer Veranstalter im Vergleich

Die Schweiz hat genau zwei bewilligte Veranstalter für Sportwetten. Beide nehmen unterschiedliche Gebiete ab, bieten unterschiedliche Produkte an und haben unterschiedliche Stärken und Schwächen. Wer in der Schweiz spielt, hat die Wahl zwischen diesen beiden – und nur zwischen diesen beiden.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter
Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS (Gespa-Aufsicht) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft (Sitz Basel)
Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung unter BGS (Gespa-Aufsicht) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande)

Swisslos Sporttip

Swisslos ist eine Genossenschaft mit Sitz in Basel und organisiert Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Die Sportwetten laufen gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020); die Aufsicht führt die Gespa. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone (AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH), den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein.

Der Mindesteinsatz bei Sporttip liegt für Einzel- und Kombinationswetten bei 1 Franken, der Höchsteinsatz für Einzel- oder Kombinationswetten bei 1’000 Franken und für Systemwetten bei 10’000 Franken. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote – bei Kombiwetten aus Einsatz mal Gesamtquote, also dem Produkt der Einzelquoten – und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Die Sonderfunktionen sind vielfältig: Kombiboost nur online, mindestens vier Voraussagen mit Quote von je mindestens 1.50, Bonus auf den Nettogewinn von 5 % bei vier bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen; Quotenboosts nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn um einen angegebenen Prozentsatz; alle Boosts sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert, bei Cash-Out verfällt der Boost. Cash-Out gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, prematch und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung – ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Wetten können online über Swisslos.ch oder die Sporttip App (iOS, Android) abgegeben werden; in der App zusammengestellte Wetten können per QR-Code an einer Sporttip-Verkaufsstelle gespielt werden. Gewinne bis 1’000 Franken pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben; Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Spielguthaben lässt sich per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein kaufen (Mindestbetrag CHF 20, maximal CHF 10’000 in 30 Tagen), auch über PostFinance Pay direkt aus der PostFinance App; Auszahlungen erfolgen innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden, die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Das Urteil: Wer in einem der deutschsprachigen Kantone oder im Tessin wohnt, hat an Sporttip keine Alternative – der Veranstalter ist zugleich Pflicht und einzige Option. Wer die ganze Breite des Schweizer Wettmarktes sucht, wird sie hier finden, von der Bundesliga bis zur Schweizer Super League, von der Champions League bis zu den grossen Turnieren.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne organisiert Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Kontaktadresse ist Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne; 2’350 Verkaufsstellen und 221 Mitarbeitende gehören zur Organisation. Das Reglement Jouez Sport, 17. Ausgabe von September 2024, bildet die Grundlage.

Bei Jouez Sport beträgt der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette 300’000 Franken und für alle Gewinne eines Multiples zusammen 1’000’000 Franken. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Die Mindest- und Höchstquoten sind klar definiert, was die Spielbedingungen einfach macht.

Das Urteil: Wer in der Romandie wohnt, kommt an Jouez Sport nicht vorbei – das Produkt ist für die Westschweiz gemacht und spricht in dieser Region die Spielenden an, die ein klar geregeltes Angebot suchen. Wer die tiefere Limite bei Höchstgewinnen akzeptiert, findet hier ein solides Angebot.

Ausländische Anbieter: warum sie in der Schweiz keine Rolle spielen

Wer eine Prognose liest, landet schnell bei Vergleichsseiten, die ausländische Anbieter listen. Die wenigsten davon haben eine Schweizer Bewilligung, und die meisten haben auch keine Berechtigung, in der Schweiz Spielerinnen und Spieler zu akquirieren. Genau hier liegt die Fallstrick-Gefahr: Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland) hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS); wer dort spielt, spielt ausserhalb des Schweizer Rechtsraums.

Was eine fehlende Schweizer Bewilligung konkret bedeutet

Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren; Ende 2025 umfasste die Liste 671 Domains. Ist ein Anbieter dort gelistet, ist seine Seite aus dem Schweizer Netz nicht ohne Weiteres erreichbar. Die Gespa nennt dabei Interwetten und Bet-at-Home als besonders häufig umbenannte Domains – «Domain-Hopping» – und bet365 als auf der Liste stehend.

Was im Schweizer Recht fehlt, ist der Schutz: Die Anbieter sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, eine Spielsperre aus der Schweiz gilt dort nicht, und im Streitfall gibt es keinen Schweizer Rekursweg. Die Spielenden sind auf das Recht des Sitzlandes des Anbieters angewiesen – und das ist bei einer Lizenz aus Curaçao ein anderes als bei einer aus Malta.

Welche ausländischen Anbieter Spielende in der Schweiz kennen

Die folgende Übersicht nennt Anbieter, die Spielende in der Schweiz auf Vergleichsportalen oder in der Werbung sehen, ohne Schweizer Bewilligung. Sie sind nicht abschliessend, aber sie decken das Spektrum ab, das in der Diskussion um Sportwetten in der Schweiz immer wieder auftaucht. Alle genannten Marken sind in der Schweiz ohne Bewilligung, nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen und bieten keinen Schweizer Rekursweg; ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen.

22Bet: Ohne Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt – kein Schutz im Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Rekursmöglichkeit. Die Plattform wird in der Schweiz über Vergleichsportale beworben und ist über die Sperrliste der Gespa erreichbar oder blockiert.

Rollbit: Ohne Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt – keine Schweizer Schutzmechanismen, Domains können auf der Sperrliste landen. Bekannt vor allem als Krypto-Casino, bietet aber auch Sportwetten an.

Donbet: Ohne Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt – kein Schutz im Schweizer Ausschlussregister. Die Plattform ist über Affiliate-Links in der Schweiz sichtbar.

BDMBet: Ohne Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt – Domains können auf der Sperrliste landen. Ebenfalls über Affiliate-Netzwerke sichtbar.

BetFury (betfury.ac): Ohne Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt – keine Schweizer Schutzmechanismen. Auch über Krypto-Affiliate-Netzwerke beworben.

HighFlyBet: Ohne Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt – Domains können auf der Sperrliste landen.

Interwetten: Ohne Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt – von der Gespa als Beispiel für Domain-Hopping genannt. Die Marke ist im deutschsprachigen Raum bekannt, in der Schweiz aber nicht bewilligt.

Sportaza: Ohne Schweizer Bewilligung, Lizenz nicht festgestellt – Domains können auf der Sperrliste landen. Über Affiliate-Netzwerke sichtbar.

Die Tabelle ist ehrlich, nicht abschliessend. Wer in der Schweiz spielt, sollte bei keinem dieser Anbieter ein Konto eröffnen, weil die Schweizer Schutzmechanismen nicht greifen, die Werbung in der Schweiz verboten ist (Art. 74 Abs. 3 BGS) und die Strafbarkeit beim Anbieter liegt (Art. 130 BGS). Die Auflistung dient der Information, nicht der Empfehlung.

Berechnung: was eine Wette wirklich kostet

Eine Quote sieht nach einer Chance aus. Sie ist eine Chance, aber sie ist keine faire Chance. Wer eine Quote von 1,3 auf einen klaren Favoriten bekommt, gewinnt 30 Rappen pro eingesetzten Franken – aber der Veranstalter hat in diese Quote bereits seine Marge eingerechnet, und die Marge ist der Anteil, der langfristig beim Anbieter bleibt.

Wie die Marge den Erwartungswert bestimmt

Bei einem Zwei-Wege-Markt – Heimsieg oder Auswärtssieg – mit beiden Quoten um 1,90 errechnet sich die Auszahlungsquote aus 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90), also rund 95 %. Der Veranstalter behält 5 % der Einsätze, egal wie das Spiel ausgeht. Diese Marge ist der Preis, den die Spielenden bezahlen, bevor die Wette beginnt; sie ist unabhängig von der eigenen Trefferquote und unabhängig von der Disziplin.

Bei einem Drei-Wege-Markt – Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg – ist die Rechnung komplexer. Mit Quoten 1,80 / 3,40 / 4,50 etwa errechnet sich die Auszahlungsquote aus 1 ÷ (1/1.80 + 1/3.40 + 1/4.50), rund 90 %, was eine Marge von rund 10 % ergibt. Die Marge steigt, je mehr Ergebnisse es gibt, weil der Veranstalter auf jedes Ergebnis einen kleinen Puffer legt. Bei Kombiwetten mit acht Voraussagen multiplizieren sich die Margen, was den effektiven Anteil des Veranstalters auf über 30 % treiben kann.

Die Bandbreite der Margin ist gross: Je nach Sport, Markt und Veranstalter liegt sie zwischen rund 2 % bei grossen Fussball-Ligen und über 10 % bei exotischen Märkten. Eine niedrige Marge bedeutet, dass mehr vom Einsatz an die Spielenden zurückfliesst; eine hohe Marge, dass mehr beim Anbieter bleibt. Wer bewusst auf Märkte mit niedriger Marge setzt, verbessert seinen langfristigen Erwartungswert – aber die Margen sind nicht in jeder Quelle offengelegt.

Warum die eigene Trefferquote nicht reicht

Ein häufiges Missverständnis: Wer 60 % seiner Wetten gewinnt, macht Gewinn. Bei Quoten von 1,90 gewinnt 60 % von 100 Wetten zu 1 Franken Einsatz rund 114 Franken – nach Abzug der Marge des Veranstalters. Wer nur 50 % gewinnt, landet bei rund 95 Franken, also unter dem Einsatz. Wer 40 % gewinnt, ist klar im Minus.

Die Marge ist der Grund, warum eine reine Trefferquote nichts sagt. Eine Quote von 1,90 mit 50 % Trefferquote ist ein Verlustgeschäft; eine Quote von 3,00 mit 33 % Trefferquote ist ein Nullsummenspiel. Die Value Bet – die Quote, die über der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung liegt – ist die einzige Grösse, die zählt. Alles andere ist Kosmetik.

Was das für die tägliche Prognose heisst

Wer heute eine Prognose für ein Spiel liest und die angebotene Quote prüft, hat zwei Werkzeuge: die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung und die faire Quote, die sich daraus ergibt. Liegt die angebotene Quote darüber, ist es eine Value Bet; liegt sie darunter, ist die Wette es nicht. Daraus ergibt sich der Einsatz nach den Regeln des Bankroll-Managements – nicht aus dem Bauch heraus, nicht aus dem Wunsch, «endlich zu gewinnen».

Die ehrliche Rechnung offenbart, warum die meisten Spielenden langfristig verlieren: Sie setzen auf Quoten, die keine Value Bets sind, weil die eigene Wahrscheinlichkeitseinschätzung zu optimistisch war. Wer die Disziplin aufbringt, nur Wetten mit echtem Wert zu platzieren, hat einen Vorteil – aber auch dann ist das Ergebnis über einzelne Tage oder Wochen unberechenbar.

Häufig gestellte Fragen

Wie entsteht eine Wettprognose, und welche Statistiken fliessen ein?

Eine Wettprognose entsteht aus vier Bausteinen: der aktuellen Form der Mannschaft über die letzten Spiele, der Verfügbarkeit von Schlüsselspielern, statistischen Werten wie Expected Goals oder Heimstärke und dem Vergleich mit den Quoten anderer Anbieter. Die eigene Einschätzung ist eine Schätzung – sie kann danebenliegen, und genau deshalb gehört zu jeder Prognose eine Begründung, nicht nur ein Tipp. Wer die Bausteine kennt, kann die Qualität einer fremden Prognose einschätzen.

Was ist eine Value Bet, und weshalb enthält jede Quote eine Marge?

Eine Value Bet ist eine Wette, deren Quote über der «fairen» Quote liegt, die sich aus der eigenen Wahrscheinlichkeitseinschätzung ergibt. Faire Quote = 1 ÷ eigene Wahrscheinlichkeit. Jede angebotene Quote enthält die Marge des Veranstalters – bei einem typischen Zwei-Wege-Markt mit beiden Quoten um 1,90 sind das rund 5 %, die der Veranstalter langfristig behält. Diese Marge ist der Preis, den die Spielenden bezahlen, bevor die Wette beginnt.

Welcher Anteil des Kapitals darf auf eine einzelne Wette entfallen, damit die Bankroll geschützt bleibt?

Üblich sind ein bis fünf Prozent der Bankroll pro Wette, je nach Risikobereitschaft und Überzeugung von der Value Bet. Wer konsequent das Kelly-Kriterium nutzt, landet konservativ bei der halben Kelly-Quote, die bei einer Value Bet mit Quote 2,20 und 50 % eigener Wahrscheinlichkeit rund vier Prozent ergibt. Wichtig ist die Konsistenz: Wechselnde Einsätze nach Bauchgefühl zerstören die Vergleichbarkeit der Wetten untereinander.

Welche Wetten sind in der Schweiz bei Swisslos und Loterie Romande überhaupt erlaubt, und wo steht das?

Erlaubt sind Wetten auf Sportereignisse, die in der Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen stehen (Version 10.09.2026). Wetten auf Wetter, Politik oder Fernsehshows sind nicht zulässig, Eckbälle und Kartenmärkte fehlen in der Liste, und ein Esports-Bereich ist nicht vorgesehen. Die Liste wird von der Gespa geführt und ist die einzige Grundlage, auf der beide Veranstalter ihr Wettprogramm aufbauen.

Wie wird der Gewinn einer Wette aus Einsatz und Quote berechnet?

Der Gewinn berechnet sich aus Einsatz mal Quote (Rückgabe inklusive Einsatz) oder, wenn nur der Nettogewinn gemeint ist, aus Einsatz mal (Quote minus 1). Bei einer Kombiwette multiplizieren sich die Einzelquoten zur Gesamtquote; der Gewinn ist dann Einsatz mal Gesamtquote. Bei Sporttip wird das Ergebnis zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, weshalb kleinere Rundungsdifferenzen möglich sind.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»