Sportwetten Ergebnisse in der Schweiz: Abrechnung, Quoten und Spielzeit

Updated Oktober 2026
Licensed
usAvailable in US
Fast payouts
18+ Only

Ladevorgang...

Ein Fussballnetz in Nahaufnahme, in dem ein Ball hängt, Wassertropfen glänzen auf den Maschen.

Aktualisiert am Oktober 19, 2026 und abgeglichen mit der Spielbewilligungs- und Sperrlisten-Publikation der Gespa.

Wer in der Schweiz eine Sportwette platziert, will am Schluss vor allem eines wissen: was das Resultat eigentlich bedeutet, was die Wette wert ist und welche Stelle dieses Resultat überhaupt abrechnet. Die Seite beantwortet diese drei Fragen, ohne Werbung und ohne Versprechen. Sie zeigt, wie aus Spielstand und Quote ein Gewinn wird, wann eine Wette ungültig ist, wer in der Schweiz überhaupt Sportwetten anbieten darf und was es kostet, jedes einzelne Resultat zu verfolgen.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Zwei Dinge sind in der Schweiz klar geregelt. Erstens dürfen Sportwetten nur von zwei Veranstaltern angeboten werden, Swisslos mit dem Produkt Sporttip und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport. Zweitens bestimmt der bewilligte Veranstalter, wie ein Resultat zu einer Abrechnung wird, nicht die Börse und nicht das Wettbüro um die Ecke. Wer diese beiden Punkte verstanden hat, versteht den grössten Teil dessen, was ein «Sportwetten-Ergebnis» in der Schweiz überhaupt heisst. Den Rest — Spielzeit, Verlängerung, Rundung, Livewette, abgesagtes Spiel — regeln die Spielregeln dieser beiden Veranstalter.

Rechtslage: Wer in der Schweiz Resultate abrechnen darf

Bewilligung und Zuständigkeit

Online-Sportwetten gelten im Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit 1. Januar 2019) als Grossspiel und werden von der interkantonalen Geldspielaufsicht Gespa beaufsichtigt. Nicht von der ESBK, die nur für Spielbanken zuständig ist, und auch nicht von einer kantonalen Stelle allein. Eine Bewilligung braucht immer zwei Teile: eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel. Die Veranstalterbewilligung legt fest, wer überhaupt anbieten darf, die Spielbewilligung regelt, was genau angeboten wird.

Ein Flur mit Holztüren im Gegenlicht, am Ende des Gangs fällt Tageslicht durch ein Fenster.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt: Swisslos, mit Sitz in Basel, und Loterie Romande, mit Sitz in Lausanne. Beide sind Genossenschaften beziehungsweise Aktiengesellschaften der Kantone, keine privaten Anbieter. Beide führen ihre Sportwetten unter eigenen Produktnamen: Swisslos unter Sporttip. Loterie Romande unter Jouez Sport. Jeder Veranstalter bedient nur sein eigenes Vertragsgebiet.

Vertragsgebiet und Wohnsitzpflicht

Ein Online-Konto bei Swisslos ist nur für Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet möglich. Dieses umfasst die Deutschschweizer Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt, kann ein Konto eröffnen. Wer in der Romandie wohnt, geht zur Loterie Romande und zu Jouez Sport. Wer in einem Kanton wohnt, der nicht zu einem der beiden Vertragsgebiete gehört, hat heute kein reguläres Online-Angebot. Es gibt keine dritte Schweizer Bewilligung und kein zweites Paar.

Die Identitätsprüfung ist ernst gemeint. Vor der ersten Online-Teilnahme werden die Angaben aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Jede Person darf sich nur einmal registrieren. Wer gesperrt ist, wird abgewiesen. Wer das 18. Altersjahr noch nicht vollendet hat, hat keinen Zugang. Wer als Wettkämpfer an einem Ereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Wer diese Regeln nicht einhält, fällt durch die Eröffnung durch.

Was bei Streit bleibt

Genau hier liegt der eigentliche Unterschied zwischen bewilligten und nicht bewilligten Anbietern. Bei Swisslos und Loterie Romande gilt Schweizer Recht. Wer mit der Auszahlung nicht einverstanden ist, hat einen Rechtsweg vor Schweizer Gerichten. Bei Swisslos ist eine Einsprache gegen eine verweigerte Auszahlung innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief an die Genossenschaft zu richten. Eine nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemachte Forderung verfällt zugunsten des Swisslos-Zwecks. Diese Fristen stehen in den Spielregeln und sind nicht verhandelbar. Wer sie verpasst, hat seinen Anspruch verloren.

Ausländische Anbieter fallen durch dieses Schutznetz hindurch. Eine Lizenz aus Curaçao, Malta oder Deutschland hat in der Schweiz keine Wirkung. Wer dort spielt, hat weder einen Schweizer Rechtsweg, noch einen Eintrag im Schweizer Ausschlussregister, und weder Zugang zu den Spielsperren noch zu den kantonalen Selbsthilfeangeboten. Die Gespa publiziert eine Sperrliste von Domains ausländischer Anbieter, die Schweizer Internetprovider per DNS blockieren. Die Liste wächst; wer trotzdem auf einer gesperrten Domain spielt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Rechtsraums.

Werbung und Versprechen

Werbung für in der Schweiz nicht bewilligte Sportwetten ist eine Widerhandlung gegen das BGS und wird mit bis zu CHF 500’000 gebüsst. Die Seite beschreibt diese Anbieter, sie bewirbt sie nicht. Sie nennt ihre Spielmechanik und ihre Quotenstruktur, sie sagt aber nicht, dass sie «sicher» sind oder «legal» in der Schweiz. Beides sind sie nicht.

Spielerschutz: Warum jedes Resultat eine Entscheidung ist

Verlustlimiten und ihre Logik

Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze für Erwachsene liegt bei CHF 9’999 in der längsten Periode; für unter 21-Jährige gilt eine tiefere Limite von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Diese Wartefrist ist die eigentliche Schutzmassnahme. Wer mitten in einer Verlustserie «schnell mehr spielen» möchte, kann die Limite nicht sofort anheben. Die 72 Stunden sind kalt, nicht warm.

Zusätzlich kann eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage gesetzt werden. Die Einzahlungslimite ist nicht zwingend, aber sie ergänzt die Verlustlimite um eine zweite Sperre, die unabhängig von der Trefferquote des Tages wirkt. Wer an einem Tag mehrere hohe Quoten trifft, hat noch keinen Verlust, hat aber Geld eingezahlt. Die Einzahlungslimite fängt diesen Fall ab.

Spielsperre und ihre Reichweite

Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen. Dieses Register wird auch von den Schweizer Spielbanken einschliesslich Online-Casinos und vom Fürstentum Liechtenstein gelesen. Eine schweizweite Spielsperre gilt also nicht nur bei Sporttip, sondern auch beim Grossspiel und beim Casinospiel. Wer sich sperrt, verschwindet aus der gesamten Schweizer Glücksspielwelt.

Eine selbst gewählte Spielsperre kann erst nach drei Monaten aufgehoben werden, und nur mit Einbezug einer Fachstelle. Wer nur eine Pause möchte, kann eine solche Selbstpause bis zu sechs Monaten wählen. Das Schweizer Recht kennt also zwei Stufen: die kurze Pause ohne Folgen und die harte Sperre mit Fachstelle und Karenzfrist. Beide haben einen Namen im Gesetz; bei einer Verfolgung von Resultaten spielen sie direkt hinein.

Warum Live-Ergebnisse das Risiko verschärfen

Wer Resultate in Echtzeit verfolgt, sitzt vor einer sich ständig ändernden Anzeige. Jede Änderung im Spielstand ist ein neuer Anreiz. Eine Livewette wird attraktiv, sobald ein Rückstand aufgeholt zu werden scheint, ein Elfmeter bevorsteht oder ein Spieler verletzt vom Platz geht. Wer den Ausgang des Spiels bereits kennt, kann noch setzen — doch wer den Ausgang bereits kennt, der wettet nicht mehr, der spekuliert auf eine Wette, die der Veranstalter bei Sporttip ausdrücklich mit Quote 1.00 wertet. Der Versuch, eine «sichere» Wette zu platzieren, endet damit, dass die Wette ungültig ist und der Einsatz zurückgeht — ohne Gewinn, aber mit dem dokumentierten Wetteinsatz im Spielkonto. Wer mit Selbstdisziplin spielt, sieht genau darin den Punkt, an dem eine Verlustlimite greifen muss.

Die Schutzmechanismen sind nicht dazu da, das Spielen zu verhindern. Sie sind dazu da, das Spielen in einer Form zu halten, die nicht aus dem Ruder läuft. Wer Resultate verfolgt und gleichzeitig spielt, sollte seine Limite aktiv setzen, nicht die maximale. Die maximale Obergrenze ist eine Sicherheitslinie, kein Zielwert.

Livewetten: Wie der Spielstand die Wette verändert

Cash-Out bei Sporttip

Sporttip bietet Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Das ist die ehrliche Lesart von Cash-Out. Es ist ein Werkzeug, um eine offene Wette vor dem Ende zu schliessen, nicht ein Werkzeug, um eine Wette in einen Gewinn zu verwandeln. Wer eine Wette mit Cash-Out schliesst, nimmt einen kleineren Betrag als den vollen Gewinn in Kauf, wenn die Wette ohne Cash-Out gewonnen hätte. Das ist der Preis der Sicherheit. Wer diesen Preis nicht zahlen will, lässt die Wette laufen.

Livewette nach dem tatsächlichen Wettausgang

Wer bei Sporttip eine Livewette platziert, nachdem das Ereignis, auf das gewettet wird, bereits eingetreten ist, bekommt dafür die Quote 1.00. Das gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer also «die Resultate kennt» und auf den Ausgang wettet, wettet formal auf nichts.

Sporttip behält sich zudem vor, Wetten, die in spielentscheidenden Situationen platziert werden — Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid — mit Quote 1.00 zu werten. Wer in der 88. Minute auf den nächsten Elfmeter wettet, kann riskieren, dass die Wette nachträglich annulliert wird, weil der Veranstalter die Annahme in einer spielentscheidenden Situation als nicht zulässig erachtet. Der Einsatz wird in diesem Fall zurückerstattet, aber nicht ausgezahlt.

Abhängige Ereignisse und Bet-Builder

Voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung dürfen bei Sporttip nur über die Bet-Builder-Funktion kombiniert werden. Wer also auf den Sieg des Heimteams und auf «über 2.5 Tore» im selben Spiel wetten möchte, nutzt die Bet-Builder-Funktion. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann die ganze Kombinationswette für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden. Das ist die einzige regelkonforme Form, abhängige Ereignisse zu kombinieren.

Wer Resultate verfolgt und kombinieren will, ist mit dem Bet-Builder auf der sicheren Seite. Wer die Quoten manuell zusammenstellt, riskiert eine Annullierung. Das gilt auch für Livewetten, deren einzelne Voraussagen auf demselben Spiel beruhen.

Was Cash-Out wirklich bedeutet

Cash-Out klingt nach einer Sicherheitslinie, ist aber eine Funktion mit drei Bedingungen: Sie ist nur online verfügbar, sie lässt keine Teilbeträge zu, und sie wird nicht für jeden Markt garantiert. Wer mit Cash-Off spielt, akzeptiert einen kleineren Gewinn im glückverlauf und einen Totalverlust im schlechten Verlauf, weil der Cash-Out-Betrag unter dem Gewinnpotenzial liegt. Wer ohne Cash-Out spielt, läuft das volle Spiel, gewinnt mehr oder verliert alles. Die Wahl dazwischen ist eine Risikoentscheidung, kein Marketing-Versprechen.

Vorhersagen und Strategie: Was Resultate leisten und was nicht

Form, Heimstärke und Auswärtsbilanz

Wer eine Sportwette platziert, schaut um Resultate vergangener Spiele. Das ist eine notwendige, aber keine hinreichende Information. Eine Heimmannschaft mit fünf Siegen in Folge hat eine Heimstärke, die in der Quote eingepreist ist. Wer diese Heimstärke als Information kauft, kauft sie doppelt: einmal in seiner eigenen Analyse, einmal im Preis, den der Veranstalter dafür ansetzt. Das gilt auch für Auswärtsbilanzen, für die Tagesform einzelner Spieler, für Wetterverhältnisse und für Sperren.

Eine vergangene Heimstärke ist ein Indikator, kein Beleg. Wer auf sechs Heimsiege in Folge einen Auswärtssieg wettet, wettet darauf, dass die Heimmannschaft aus einer Formkrise spielt. Das ist möglich, aber nicht der wahrscheinlichste Fall. Wer aus dieser Wette eine «sichere» Wette macht, addiert zwei Annahmen: die Heimmannschaft verliert, und der Veranstalter hat das nicht bereits im Preis berücksichtigt. Die zweite Annahme ist die teurere.

Resultate und die Formkurve

Eine Formkurve ist ein Durchschnitt weniger Spiele. Eine Verletzung in einem Spiel, eine Sperre im nächsten, ein Trainerwechsel im dritten — jede dieser Änderungen macht eine kleine Beispielmenge noch kleiner. Wer aus fünf Resultaten eine Tendenz liest, liest aus fünf Spielen. Das ist nicht nichts, aber es ist auch nicht viel. Wer aus 25 Resultaten eine Tendenz liest, liest aus 25 Spielen, aber aus einer halben bis ganzen Saison. Das ist eine belastbarere Basis, aber sie wird von vielen anderen Effekten überlagert.

Was Resultate leisten, ist eine Eingrenzung des Möglichen. Was sie nicht leisten, ist eine Vorhersage des Kommenden. Wer aus Resultaten eine Vorhersage macht, addiert eine Annahme über die Stabilität der Bedingungen, die selten eingelöst wird. Wer das ignoriert, wettet auf das, was er sehen will, nicht auf das, was passieren wird.

Vergleich über Buchmacher hinweg

Wer Resultate über mehrere Anbieter vergleicht, sollte nicht die Quoten vergleichen, sondern die Märkte, auf die diese Quoten sich beziehen. Die Quote für «Sieg Heimmannschaft» auf demselben Spiel ist bei zwei Anbietern oft gleich, weil sie sich am Markt orientieren. Die Quote für «Doppelte Chance» kann sich unterscheiden. Die Quote für «über 2.5 Tore» kann sich unterscheiden. Die Quote für einen exotischen Markt kann sich deutlich unterscheiden. Wer nur die Siegquote vergleicht, vergleicht das, was alle vergleichen, und übersieht das, was die Anbieter wirklich unterscheidet.

In der Schweiz ist diese Frage akademisch, weil nur zwei Anbieter Sportwetten anbieten. Wer in der Schweiz wettet, vergleicht Sporttip und Jouez Sport, nicht zehn Buchmacher. Wer beide Anbieter kennt, kennt den Schweizer Markt. Wer mehr vergleicht, vergleicht mit Anbietern, die in der Schweiz keine Bewilligung haben.

Warum Resultate kein Beleg sind

Resultate sind eine Datenbasis, keine Vorhersage. Wer aus Resultaten eine Vorhersage macht, der projiziert Vergangenheit in die Zukunft und nimmt an, dass die Bedingungen stabil bleiben. Diese Annahme ist die teuerste der gesamten Wettstrategie, weil sie nie eingelöst wird. Ein Trainerwechsel, eine Sperre, ein Wetterumschwung, eine Verletzung in der Aufstellung — jeder dieser Punkte bricht die Stabilität. Wer auf Stabilität wettet, wettet darauf, dass nichts passiert. Das ist eine Wette, die das wirkliche Spielgeschehen ignoriert.

Wer eine seriöse Einschätzung sucht, schaut auf die Mannschaftsaufstellung am Spieltag, nicht auf die letzten fünf Resultate. Wer die Aufstellung kennt, kennt die Form der Spieler an diesem Tag. Wer nur die Resultate kennt, kennt die Form der Spieler vor zwei Wochen. Das ist ein anderer Informationstyp, nicht ein Mehr an Information.

Wettmärkte und Abrechnung nach dem Ergebnis

Welche Wettmärkte es gibt

Bei Sporttip und Jouez Sport werden die Wettmärkte durch die Spielregeln und das Wettprogramm definiert, nicht durch den Wunsch des Spielenden. Die wichtigsten Märkte sind:

Was nicht in jedem Wettprogramm steht, sind Eckstoss-Märkte, Kartenmärkte und Esports-Märkte. Die Gespa-Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen vom 10.09.2026 zeigt weder Eckstoss- noch Kartenmärkte und keinen Esports-Bereich. Wer auf solche Märkte wetten will, ist bei einem nicht bewilligten Anbieter.

Was die reguläre Spielzeit umfasst

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Bei Fussball sind das 90 Minuten plus Nachspielzeit. Was nicht dazugehört, sind Verlängerung und Penaltyschiessen. Diese zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer also auf «Sieg Heimmannschaft» wettet und das Spiel geht in die Verlängerung, gewinnt die Wette, wenn das Spiel nach 90 Minuten plus Nachspielzeit entschieden ist. Verlängerung und Penaltyschiessen sind für die Wette unsichtbar.

Wer auf den Ausgang eines Turniers wettet, muss darauf achten, ob die Wette das ganze Turnier umfasst oder nur ein einzelnes Spiel. Bei einem K.o.-Spiel in einem Turnier kann die reguläre Spielzeit mit einem Unentschieden enden, das Spiel geht in die Verlängerung, und der Ausgang nach Verlängerung entscheidet, wer in die nächste Runde kommt. Wer auf «Unentschieden» wettet, verliert, wenn das Spiel in der Verlängerung entschieden wird, auch wenn das Resultat nach 90 Minuten unentschieden war.

Wie der Gewinn berechnet wird

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote. Bei Kombinationswetten ist die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten. Das bedeutet: Eine Wette mit 100 CHF Einsatz und einer Quote von 2.50 ergibt einen Bruttogewinn von 250 CHF. Bei einer Kombinationswette mit zwei Voraussagen zu Quoten 1.80 und 2.20 ergibt die Gesamtquote 3.96, und bei 50 CHF Einsatz ergibt das einen Bruttogewinn von 198 CHF.

Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Das bedeutet: Aus 250’347 CHF werden 250.35 CHF. Aus 198’491 CHF werden 198.49 CHF. Die Rundung wirkt bei kleinen Beträgen nicht, bei grossen Beträgen wirkt sie spürbar.

Eine wichtige Rechenregel: Wer eine Wette verliert, verliert den Einsatz. Wer eine Wette gewinnt, erhält den Einsatz zurück und den Gewinn obendrauf. Bei einer Wette mit 100 CHF Einsatz und Quote 2.50 erhält der Spielende 350 CHF zurück (100 CHF Einsatz plus 250 CHF Gewinn). Bei einer Kombinationswette mit 50 CHF Einsatz und Gesamtquote 3.96 erhält der Spielende 248 CHF zurück (50 CHF Einsatz plus 198 CHF Gewinn).

Beispielrechnung: Eine Zwei-Wege-Wette und ihre Marge

Nehmen wir als illustratives Beispiel einen Zwei-Wege-Markt mit zwei Ausgängen, die beide zu einer Quote von 1.90 angeboten werden. Die Auszahlungsquote dieses Marktes berechnet sich als 1 ÷ (1/1.90 + 1/1.90). Das ergibt 1 ÷ (0.5263 + 0.5263) = 1 ÷ 1.0526 = 0.9500. Das bedeutet: 95 % aller Einsätze werden als Gewinn ausgeschüttet. Die Marge, also der Anteil, den der Veranstalter behält, beträgt 100 % − 95 % = 5 %.

Das ist die Mechanik hinter jeder Quote. Bei jeder Wette ist die Marge im Preis eingepreist, und diese Marge variiert je nach Markt und je nach Sport. Wer Quoten vergleicht, vergleicht nicht nur die Zahl vor dem Komma, sondern die Marge, die in der Zahl steckt. Bei einer Quote von 1.90 gegen 1.90 liegt die Marge bei 5 %. Bei einer Quote von 1.85 gegen 1.85 liegt sie bei rund 8 %. Bei einer Quote von 1.80 gegen 1.80 liegt sie bei rund 11 %. Wer die Marge kennt, versteht, warum «bessere Quoten» nicht nur eine Zahl sind, sondern ein struktureller Unterschied.

Beispielrechnung: Eine Kombinationswette

Eine Kombinationswette mit drei Voraussagen zu Quoten 1.50, 2.00 und 3.00 hat eine Gesamtquote von 1.50 × 2.00 × 3.00 = 9.00. Bei einem Einsatz von 20 CHF ergibt das einen Bruttogewinn von 180 CHF und einen Rückzahlungsbetrag von 200 CHF. Das klingt nach viel, aber jede Voraussage trägt ihre eigene Marge. Wenn jede Einzelquote eine Marge von rund 5 % hat, dann ist die Gesamtmarge der Kombination nicht 5 %, sondern deutlich höher, weil sich die Margen multiplizieren. Eine Kombination aus drei 5 %-Margen hat eine Gesamtquote, die mehr vom Einsatz nimmt als drei Einzelwetten.

Wer Kombinationen spielt, spielt nicht drei Wetten zum Preis von einer. Wer Kombinationen spielt, spielt drei Wetten zum Preis von jeder plus der kombinierten Marge. Das ist der Preis der «Chance auf den grossen Gewinn».

Wenn das Spiel abgesagt wird

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Bei Einzelwetten wird der Einsatz zurückbezahlt. Bei Kombinationswetten erhält die abgesagte Voraussage die Quote 1.00, und die übrigen Voraussagen laufen normal weiter. Eine Kombination aus drei Voraussagen, von denen eine abgesagt wird, reduziert sich auf eine Kombination aus zwei Voraussagen zu den ursprünglichen Quoten.

Wer auf ein Spiel wettet, das möglicherweise verschoben wird, sollte wissen, dass eine Verschiebung innerhalb von 48 Stunden die Wette nicht ungültig macht. Eine Verschiebung um drei Tage macht sie ungültig. Eine Verschiebung um zwei Tage und 23 Stunden macht sie nicht ungültig, wenn das Spiel in dieser Zeit nachgeholt wird. Die 48-Stunden-Regel ist eine Schutzregel für beide Seiten: Sie verhindert, dass ein Veranstalter eine Wette annulliert, weil er die Quoten nachträglich nicht mehr vertreten will, und sie verhindert, dass ein Spielender eine Wette hält, die wegen Spielermangels oder Wetterlage wochenlang offen bleibt.

Mindesteinsatz, Höchsteinsatz und Gewinngrenze

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2) und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000.

Die Differenz zwischen den beiden Anbietern ist bemerkenswert. Sporttip erlaubt höhere Einsätze bei Einzelwetten, Jouez Sport erlaubt tiefere Mindesteinsätze und einen höheren Maximalgewinn. Wer mit kleinen Beträgen spielt, ist bei Jouez Sport mit seinem Mindesteinsatz von CHF 2 online etwas besser bedient; wer mit höheren Beträgen spielt, ist bei Sporttip mit seinem Höchsteinsatz von CHF 1’000 pro Einzelwette besser bedient. Wer sehr hohe Gewinne anstrebt, findet bei Jouez Sport mit dem Höchstgewinn von CHF 1’000’000 für Multiples die grosszügigere Grenze.

Einsatzlimits und Verlustlimiten

Die Einsatzlimits sind nicht dasselbe wie die Verlustlimiten. Eine Einsatzlimite ist eine Schwelle, die der Veranstalter setzt. Eine Verlustlimite ist eine Schwelle, die der Spielende setzt. Wer die Verlustlimite auf CHF 100 pro Woche setzt, kann nicht mehr als CHF 100 pro Woche verlieren — egal, wie hoch der Einsatz pro Wette ist. Wer die Einsatzlimite pro Wette bei CHF 100 hat, kann durchaus mehrere Wetten pro Woche platzieren und insgesamt mehr als CHF 100 verlieren, wenn die Wetten nicht treffen.

Die Verlustlimite ist die stärkere Schutzlinie. Sie wird vom Spielenden gesetzt, nicht vom Veranstalter, und sie gilt unabhängig von der Trefferquote. Wer eine schlechte Woche hat, ist durch die Verlustlimite geschützt. Wer eine gute Woche hat, kann mehr gewinnen als die Limite, weil die Limite nur Verluste zählt.

Top-Anbieter im Überblick: Sporttip und Jouez Sport

Bewilligte Schweizer Veranstalten

In der Schweiz dürfen nur zwei Anbieter Sportwetten anbieten. Diese zwei Anbieter sind die einzigen, die mit einer Schweizer Bewilligung besetzt sind. Wer in der Schweiz eine Sportwette platzieren will, hat genau diese zwei Optionen. Die folgende Tabelle zeigt die beiden Anbieter im Vergleich:

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Bewilligung
Swisslos Sporttip Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem BGS (SR 935.51); Aufsicht durch die Gespa SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Sitz Basel; Produkt Sporttip
Loterie Romande Jouez Sport Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem BGS (SR 935.51); Aufsicht durch die Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande); Produkt Jouez Sport

Beide Anbieter sind bewilligt, beide werden von der Gespa beaufsichtigt, beide sind an die Schweizer Spielregeln und die Schweizer Spielerschutzregeln gebunden. Der Unterschied liegt im Vertragsgebiet und in den konkreten Spielmechaniken.

Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Auf dem Markt tummeln sich weitere Marken, die in der Schweiz keine Bewilligung haben. Diese Marken sind nicht verboten, sie sind nicht bewilligt. Sie fallen nicht unter das Schweizer Recht, sie unterfallen keiner Schweizer Aufsicht. Wer bei ihnen spielt, hat keinen Schweizer Rechtsweg, keine Schweizer Spielsperre und keinen Eintrag im Schweizer Ausschlussregister. Ihre Domains können auf der Gespa-Sperrliste landen und per DNS blockiert werden. Die folgende Liste nennt diese Marken ohne Schweizer Bewilligung, ohne sie zu bewerben:

Diese Marken werben in der Schweiz nicht offiziell und werden in der Regel über Domains angesprochen, die auf der Sperrliste stehen können. Wer auf einer gesperrten Domain spielt, bewegt sich ausserhalb des Schweizer Rechtsraums. Eine ausländische Lizenz (Curaçao, Malta, Deutschland oder ein anderer Staat) hat in der Schweiz keine Wirkung.

Was die Bewilligung wirklich bedeutet

Die Schweizer Bewilligung ist kein Marketing-Label. Sie ist die Eintrittskarte in den Schweizer Rechtsraum. Wer eine Bewilligung hat, untersteht der Aufsicht der Gespa, muss die Schweizer Spielregeln einhalten, muss die Schweizer Spielerschutzregeln anwenden und muss die Schweizer Werberegeln respektieren. Wer keine Bewilligung hat, untersteht keiner dieser Pflichten und bietet daher auch keine dieser Garantien.

In der Schweiz bedeutet das: Wer bei Sporttip oder Jouez Sport spielt, spielt mit dem Schutz des Schweizer Rechts. Wer bei einer der ausländischen Marken spielt, spielt ohne diesen Schutz. Das ist kein Qualitätsurteil über die Plattformen, ihre Spiele oder ihre Quoten. Es ist eine Aussage über den Rechtsraum, in dem das Spiel stattfindet.

Resultate und gemein-wofür

Was die Bewilligung den Spielenden konkret bringt, sind drei Dinge. Erstens: Wer eine Wette verliert und glaubt, dass die Auswertung falsch war, kann sich an die Gespa wenden. Zweitens: Wer eine Spielsperre möchte, kann sie schweizweit geltend machen. Drittens: Wer eine Auszahlung auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bankkonto wünscht, hat einen klaren Weg dorthin.

Bei ausländischen Anbietern fehlen diese drei Wege. Eine falsche Auswertung wird nach den Regeln des ausländischen Anbieters behandelt, oft nach seinem Hausrecht, oft ohne externe Aufsicht. Eine Spielsperre gilt nur im ausländischen Anbieter und nicht in der Schweiz. Eine Auszahlung erfolgt nach den Regeln des ausländischen Anbieters, oft auf ein Konto in einem Land, das nicht die Schweiz ist. Die Spielmechanik mag vergleichbar sein, der Rechtsrahmen ist es nicht.

Die bewilligten Anbieter im Profil

Swisslos Sporttip

Swisslos ist die interkantonale Landeslotterie der Deutschschweizer Kantone, von Basel aus geführt und im Vertragsgebiet von 19 Deutschschweizer Kantonen plus dem Tessin und Liechtenstein tätig. Sporttip ist das Sportwetten-Produkt dieses Veranstalters. Die Marke steht für eine breite Abdeckung der deutschsprachigen Wettöffentlichkeit und eine Verkaufsstellenstruktur, die vor den Online-Angeboten der ausländischen Anbieter gewachsen ist. Wer im Deutschschweizer Vertragsgebiet wohnt, kommt an Swisslos nicht vorbei, wenn er in der Schweiz bewilligt spielen will.

Die Spielmechanik ist auf den deutschen Wettbegriff ausgerichtet: Einzelwette, Kombinationswette, Systemwette, Livewette, Cash-Out, Bet-Builder, Kombiboost, Quotenboosts, Profitboosts. Der Mindesteinsatz pro Einzel- und Kombinationswette liegt bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 pro Einzel- oder Kombinationswette und CHF 10’000 pro Systemwette. Diese Limits sind grosszügig genug, um auch mit höheren Einsätzen zu spielen, ohne dass ein einzelner Spielender den Veranstalter in Bedrängnis bringt.

Der Sporttip-Kombiboost verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50 pro Voraussage. Der Bonus auf den Nettogewinn staffelt sich von 5 % bei vier Voraussagen über 20 % bei sieben, 40 % bei zehn bis 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Diese Staffelung liest sich grosszügig, ist aber an Bedingungen gebunden: Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert, und bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer den Boost nutzt, sollte wissen, dass der Boost nur online gilt, nicht in Verkaufsstellen.

Die Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, und die Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Boost nutzt, spielt ihn einmal; wer ihn nicht nutzt, verliert ihn. Die Mechanik ist eindeutig, der Marketing-Ton ist es nicht.

Wer mit Sporttip spielt, spielt mit dem Anbieter, der die meisten Deutschschweizer Wettenden bedient, mit dem grössten Verkaufsstellennetz der Deutschschweiz und mit dem längsten Spielregelwerk. Wer bei Sporttip verliert, hat einen Schweizer Rechtsweg. Wer bei Sporttip gewinnt, hat einen klaren Auszahlungsweg auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto.

Loterie Romande Jouez Sport

Die Loterie Romande ist die Westschweizer Landeslotterie, geführt von Lausanne aus und in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura tätig. Jouez Sport ist das Sportwetten-Produkt dieses Veranstalters. Die Marke zählt rund 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und rund 221 Mitarbeitende. Wer in der Romandie wohnt, kommt an Loterie Romande nicht vorbei, wenn er in der Schweiz bewilligt spielen will.

Die Spielmechanik bei Jouez Sport ist auf den frankophonen Wettbegriff ausgerichtet. Der Mindesteinsatz online liegt bei CHF 2, in Verkaufsstellen bei CHF 3, für Multiples bei CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 sind hoch sein. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombi muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette liegt bei CHF 300’000 und für alle Gewinne eines Multiples zusammen bei CHF 1’000’000. Diese Höchstgewinne sind grosszügig bemessen und liegen deutlich über dem, was Sporttip pro Einzelwette auszahlt. Wer mit höheren Einsätzen auf Kombinationen spielt und einen grossen Gewinn anstrebt, findet bei Jouez Sport die grosszügigere Gewinngrenze.

Wer mit Jouez Sport spielt, spielt mit dem Anbieter, der die Westschweizer Wettenden bedient, mit dem grössten Verkaufsstellennetz der Romandie und mit dem Spielregelwerk, das im frankophonen Sprachraum vertraut ist. Wer bei Jouez Sport verliert, hat einen Schweizer Rechtsweg. Wer bei Jouez Sport gewinnt, hat einen klaren Auszahlungsweg, der den frankophonen Banken und Vekensystemen vertraut ist.

Grundlagen: Was ein Ergebnis zur Abrechnung führt

Die Mechanik der Auszahlung

Wer bei Sporttip eine Wette platziert, zahlt den Einsatz aus seinem Spielguthaben und nimmt die Wette in das Wettsystem auf. Das Spielguthaben wird per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft, mit einem Mindestbetrag von CHF 20 pro Kauf. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Diese Doppelgrenze schützt vor versehentlichen Überweisungen und vor zu hohen Wallet-Ständen.

Ein altes Radio steht auf einer Küchenablage neben einem Glas Wasser, Morgenlicht fällt durchs Fenster.
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Sobald das Ereignis abgeschlossen ist und das Resultat feststeht, wertet Swisslos die Wette aus. Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert 3 Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto des Teilnehmers überwiesen. Die Auszahlung erfolgt auf ein Konto im eigenen Namen; eine Auszahlung auf ein Konto im Namen einer anderen Person ist nicht möglich.

Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus. Ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar. Wer mit einem Gratisspielguthaben gewinnt, kann den Gewinn behalten, aber das Guthaben selbst nicht auszahlen lassen. Das ist die Schweizer Variante des Bonus-Handlings.

PostFinance Pay und andere Zahlungsarten

Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos an. Die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt. Wer ein PostFinance-Konto hat, kann damit das Swisslos-Spielkonto aufladen, ohne eine separate Kreditkarte oder Bankverbindung angeben zu müssen.

Die Zahlungsarten sind nicht das Thema dieser Seite. Wer eine Sportwette platzieren will, sollte prüfen, welche Zahlungsarten sein Veranstalter anbietet, und entsprechend planen. Bei Swisslos ist die Liste überschaubar, bei Loterie Romande ist sie ebenfalls überschaubar. Wer Kryptowährungen oder anonyme Zahlungswege sucht, ist bei keinem der beiden Schweizer Anbieter richtig — und das ist Absicht.

Die zeitliche Dimension der Auszahlung

Wer bei Sporttip einen Gewinn über CHF 1’000 auszahlen lässt, muss bis zu 3 Arbeitstage warten. Wer unter dieser Fristzahl sind, bekommt den Gewinn sofort auf das Wallet. Wer das Wallet auszahlt, muss weitere 5 bis 10 Arbeitstage warten. Wer innerhalb von 365 Tagen die zweite Auszahlung macht, zahlt keine Kommission. Wer die dritte macht, zahlt 3 %. Diese Staffelung ist nicht grosszügig, aber auch nicht drakonisch. Sie ist die Preisstruktur eines Anbieters, der mit den Banken des Spandes arbeitet.

Die Frist für die Geltendmachung

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Diese zwei Fristen sind die einzigen, die für eine Auszahlung relevant sind. Wer sie verpasst, hat seinen Anspruch verloren.

Die Fristen sind in den Spielregeln festgehalten und gelten unabhängig davon, ob der Spielende von der Auszahlung wusste. Wer eine Wette platziert und das Ergebnis verfolgt, sollte das Datum der Auswertung im Auge behalten. Wer erst Monate später auf das Wallet schaut, hat möglicherweise bereits verloren.

Wettmärkte im Profil: Welche Märkte gibt es?

Sieg-Wetten

Die Sieg-Wette ist die einfachste Form: Wer wettet auf einen von drei Ausgängen (Heimsieg, Unentschieden, Auswärtssieg). Bei Fussball zählt das Resultat nach 90 Minuten plus Nachspielzeit. Was im Spiel danach passiert — Verlängerung, Penaltyschiessen — ist für die Wette unsichtbar.

Die Quote für einen Heimsieg in einem Spiel mit klarem Favoriten liegt oft bei 1.30 bis 1.50. Die Quote für ein Unentschieden liegt bei etwa 3.00 bis 3.50. Die Quote für einen Auswärtssieg in einem Spiel mit klarem Heimfavoriten liegt oft bei 4.00 bis 8.00. Diese Quoten sind Ausdruck der Wahrscheinlichkeitseinschätzung des Veranstalters, nicht der wahren Wahrscheinlichkeit. Die Marge des Marktes liegt typischerweise zwischen 5 % und 10 %.

Doppelte Chance

Die Doppelte Chance kombiniert zwei der drei Ausgänge. Wer auf «Heimsieg oder Unentschieden» wettet, gewinnt, wenn die Heimmannschaft gewinnt oder unentschieden spielt. Wer auf «Unentschieden oder Auswärtssieg» wettet, gewinnt, wenn das Spiel unentschieden endet oder die Auswärtsmannschaft gewinnt. Wer auf «Heimsieg oder Auswärtssieg» wettet, gewinnt, wenn das Spiel nicht unentschieden endet — das ist die Wette gegen das Unentschieden.

Die Quote für die Doppelte Chance liegt tiefer als die Quote für einen einzelnen Ausgang, weil sie zwei Ausgänge abdeckt. Wer auf «Heimsieg oder Unentschieden» wettet, hat eine höhere Gewinnwahrscheinlichkeit, aber einen tieferen Gewinn. Die Marge ist vergleichbar mit der Marge der Einzelwette, weil die mathematische Struktur ähnlich ist.

Torzahl-Wetten

Die Torzahl-Wette ist eine Wette darauf, ob die Gesamtzahl der Tore über oder unter einer vom Wettprogramm festgelegten Schwelle liegt. Die typische Schwelle ist 2.5 Tore. Wer auf «über 2.5 Tore» wettet, gewinnt, wenn das Spiel 3 oder mehr Tore hat. Wer auf «unter 2.5 Tore» wettet, gewinnt, wenn das Spiel 0, 1 oder 2 Tore hat.

Die Quote für «über 2.5 Tore» liegt bei offensiven Spielen oft bei 1.60 bis 1.80, die Quote für «unter 2.5 Tore» bei defensiven Spielen oft bei 1.70 bis 2.00. Die Marge dieses Marktes ist in der Regel etwas höher als die Marge der Sieg-Wette, weil die Vorhersage der Torzahl schwieriger ist als die Vorhersage des Siegers.

Handicap-Wetten

Die Handicap-Wette ist eine Wette, bei der einer Mannschaft vor Spielbeginn ein virtuelles Torvorsprung oder -rückstand zugewiesen wird. Wenn die Heimmannschaft ein Handicap von -1 hat, muss sie mit zwei Toren Unterschied gewinnen, damit die Wette auf «Heimsieg mit Handicap» gewinnt. Wenn die Heimmannschaft ein Handicap von +1 hat, gewinnt die Wette bereits bei einem Unentschieden oder einem Sieg.

Die Quote für eine Handicap-Wette ist in der Regel höher als die Quote für eine normale Sieg-Wette, weil die Bedingung schwieriger zu erfüllen ist. Die Marge ist vergleichbar mit der Marge der Sieg-Wette. Handicap-Wetten werden gerne von Spielenden genutzt, die eine klare Tendenz sehen und eine höhere Quote suchen.

Ergebnis genau

Die Ergebnis-genau-Wette ist eine Wette auf ein exaktes Resultat, etwa 2:1 oder 3:0. Diese Märkte haben in der Regel sehr hohe Quoten (oft 10.00 oder mehr) und sehr niedrige Wahrscheinlichkeiten. Die Marge dieses Marktes ist hoch, weil der Veranstalter das Risiko jedes einzelnen Resultats isoliert. Wer auf 2:1 wettet, gewinnt nur, wenn das Resultat genau 2:1 ist. Wer auf 2:0 wettet, gewinnt nur, wenn das Resultat genau 2:0 ist.

Diese Märkte sind eher Lotterien als Wetten. Sie lohnen sich für Spielende, die eine sehr klare Vorstellung vom Spielverlauf haben und einen kleinen Einsatz auf eine grosse Quote setzen wollen. Sie lohnen sich nicht für Spielende, die eine breite Vorhersage treffen wollen.

Kombinationswetten

Die Kombinationswette ist eine Wette, bei der mehrere Voraussagen kombiniert werden. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten. Alle Voraussagen müssen eintreffen, damit die Wette gewinnt. Eine Kombination aus drei Voraussagen mit Quoten 1.50, 2.00 und 3.00 hat eine Gesamtquote von 9.00 und einen Gewinn von 180 CHF bei 20 CHF Einsatz — vorausgesetzt, alle drei Voraussagen treffen ein.

Die Kombinationswette ist verlockend, weil die Quote schnell wächst. Sie ist riskant, weil eine falsche Voraussage die ganze Wette kippt. Die Marge einer Kombinationswette ist deutlich höher als die Marge einer Einzelwette, weil sich die Margen der Einzelwetten multiplizieren. Eine Kombination aus drei 5-%-Margen hat eine Gesamtquote, die mehr vom Einsatz nimmt als drei Einzelwetten.

Systemwetten

Die Systemwette ist eine Variante der Kombinationswette, bei der auch dann ein Gewinn ausgezahlt wird, wenn nicht alle Voraussagen eintreffen. Bei einer Systemwette «2 aus 3» mit drei Voraussagen gewinnt der Spielende einen Teilbetrag, wenn zwei der drei Voraussagen eintreffen. Bei einer Systemwette «3 aus 4» mit vier Voraussagen gewinnt der Spielende einen Teilbetrag, wenn drei der vier Voraussagen eintreffen.

Systemwetten reduzieren das Risiko einer Kombinationswette, aber sie reduzieren auch den Gewinn. Die Quote einer Systemwette ist niedriger als die Quote einer gleichwertigen Kombinationswette. Wer mit Systemwetten spielt, spielt konservativer und gewinnt seltener gross. Die Obergrenze für eine Systemwette bei Sporttip liegt bei CHF 10’000, deutlich höher als die Obergrenze für eine Kombinationswette.

Bet-Builder

Der Bet-Builder ist eine Funktion, die es erlaubt, mehrere Märkte desselben Spiels zu kombinieren. Wer auf «Sieg Heimmannmann» und «über 2.5 Tore» im selben Spiel wetten möchte, nutzt den Bet-Builder. Die Quote ist das Produkt der Einzelquoten, und die Wette gewinnt, wenn alle ausgewählten Märkte eintreffen.

Der Bet-Builder ist eine bewilligte Form der Kombination. Wer ohne Bet-Builder manuell kombiniert, riskiert eine Annullierung der Wette durch Swisslos, weil die Kombination nicht regelkonform war. Wer mit Bet-Builder kombiniert, ist auf der sicheren Seite.

Livewetten

Die Livewette ist eine Wette, die während des Spiels platziert wird. Bei Sporttip gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten.

Die Livewette ist ein eigenes Marktsegment mit eigenen Quoten und eigener Dynamik. Die Quote passt sich an den Spielstand an, und die Volatilität der Quoten ist hoch. Wer Livewetten spielt, spielt gegen eine sehr schnelle Quote und ein System, das auf spielentscheidende Situationen besonders achtgibt.

Übersicht: Kernbegriffe auf einen Blick

Begriff Bedeutung
Gesamtquote Produkt der Einzelquoten einer Kombinationswette
Auszahlungsquote Anteil der Einsätze, den ein Markt als Gewinn ausschüttet (1 ÷ Summe der reziproken Quoten)
Marge Anteil, den der Veranstalter behält (100 % − Auszahlungsquote)
Quote 1.00 Eine Wette, die nicht als Wette zählt; Einsatz wird zurückerstattet, kein Gewinn
Cash-Out Vorzeitige Schliessung einer offenen Wette zu einem vom Veranstalter festgelegten Betrag
Bet-Builder Funktion zur Kombination mehrerer Märkte desselben Spiels
Verlustlimite Vom Spielenden gesetzte Schwelle für Verluste pro 1, 7 oder 30 Tage
Spielsperre Selbst gewählter oder behördlicher Ausschluss vom Spiel, schweizweit registriert
Bewilligung Veranstalterbewilligung und Spielbewilligung unter dem BGS, von der Gespa erteilt

Häufige Fragen zu Sportwetten-Ergebnissen

Wie wird eine Sportwette nach dem Ergebnis abgerechnet?

Nach dem Ende des Ereignisses wertet der Veranstalter die Wette aus. Bei Einzelwetten wird der Gewinn direkt gutgeschrieben oder ausgezahlt. Bei Kombinationswetten wird die Gesamtquote berechnet und mit dem Einsatz multipliziert. Das Ergebnis nach 90 Minuten plus Nachspielzeit ist das Ergebnis, das zählt, sofern das Wettprogramm keine andere Regelung vorsieht.

Was gilt als reguläre Spielzeit, und zählen Verlängerung und Penaltyschiessen?

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer plus Nachspielzeit. Bei Fussball sind das 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer auf den Sieger eines Spiels wettet, das in die Verlängerung geht, gewinnt die Wette, wenn das Spiel nach 90 Minuten plus Nachspielzeit entschieden ist.

Was passiert mit der Wette, wenn ein Spiel abgesagt oder verschoben wird?

Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage die Quote 1.00, und die übrigen Voraussagen laufen normal weiter. Eine Verschiebung innerhalb von 48 Stunden ist kein Problem, eine Verschiebung darüber hinaus macht die Wette ungültig.

Wie wird der Gewinn aus Einsatz und Quote berechnet und gerundet?

Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote (bei Kombinationen mal Gesamtquote). Das Ergebnis wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Eine Wette mit 100 CHF Einsatz und Quote 2.50 ergibt einen Bruttogewinn von 250 CHF. Bei einer Kombination mit Gesamtquote 3.96 und 50 CHF Einsatz ergibt das einen Bruttogewinn von 198 CHF.

Welche Rolle spielen Ergebnisse vergangener Spiele für eine Einschätzung?

Vergangene Resultate sind eine notwendige, aber keine hinreichende Information. Eine Formkurve ist ein Durchschnitt weniger Spiele, und jede Änderung im Kader, im Trainer oder im Wetter bricht die Stabilität. Wer aus fünf Resultaten eine Tendenz liest, liest aus fünf Spielen. Das ist nicht nichts, aber es ist auch nicht viel. Eine Vorhersage projiziert Vergangenheit in die Zukunft und nimmt eine Stabilität an, die selten eingelöst wird.

Was gilt bei Livewetten, die nach dem tatsächlichen Wettausgang platziert werden?

Bei Sporttip zählen Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, mit Quote 1.00. Das gilt unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wer also «das Resultat kennt» und auf den Ausgang wettet, wettet formal auf nichts. In spielentscheidenden Situationen kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten, etwa bei einem Elfmeter oder einer Roten Karte in der Schlussphase.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»