DFB-Pokal wetten in der Schweiz – was erlaubt ist, wer anbietet, was es kostet

Updated Oktober 2026
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Ein Stapel unbeschriebener Papierzettel mit einem Gummiband liegt auf einer Werkbank im Seitenlicht

Wer in der Schweiz auf den deutschen Fussball-Pokal tippen will, hat genau zwei seriöse Adressen: Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport. Beide dürfen als einzige Grossspiele veranstalten, also auch Sportwetten, und beide teilen das Land untereinander auf. Wer hier wettet, spielt im Rahmen des Geldspielgesetzes, setzt eigene Verlustlimiten und kann sich gegen sich selbst sperren lassen. Wer im Internet auf eine andere Seite stösst, die Fussballwetten anbietet, sollte genauer hinsehen: Solche Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung, keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister und keine Handhabe der Gespa, wenn etwas schiefläuft. In diesem Artikel erfahren Sie, wo in der Schweiz legal gewettet werden darf, wie Quoten und der Kombiboost von Sporttip funktionieren, wie eine Tipp-Prognose entsteht und worauf bei Verlängerung und Elfmeterschiessen im Pokal zu achten ist.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote und wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet.

Stand der Daten: Oktober 19, 2026, abgeglichen mit den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie dem Reglement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).

Die Rechtslage in der Schweiz – nur zwei dürfen Sportwetten anbieten

Das Schweizer Geldspielgesetz (BGS, SR 935.51, in Kraft seit dem 1. Januar 2019) teilt Glücksspiele in zwei Klassen. Geldspiele, die wegen ihrer Höhe und Art ein erhöhtes Suchtpotenzial haben, gelten als Grossspiele (Art. 3 lit. c und e BGS); Sportwetten gehören eindeutig in diese Kategorie. Grossspiele brauchen eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel (Art. 21–25 BGS) und dürfen in der Schweiz nur von einer beschränkten Zahl von Veranstaltern angeboten werden (Art. 4 BGS: eine Bewilligung «gilt nur in der Schweiz»). Aufsichtsbehörde ist die Gespa, die Interkantonale Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern; sie beaufsichtigt die Lotterien und Sportwetten, nicht aber die Spielbanken – die fallen in den Bereich der ESBK.

Ein Kiesweg führt durch einen Obstgarten zu einem Bauernhaus mit Holzbalkon, über dem Tal liegt Abendlicht
Swisslos hat ihren Sitz in Basel und veranstaltet Lotterien und Sportwetten gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung vom 20. Mai 2019 (IKV 2020).

Die Kantone haben in der interkantonalen Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019 (IKV 2020) festgelegt, dass es für die grossen Lotterien und die Sportwetten landesweit nur zwei Veranstalter geben darf: die SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft mit Sitz in Basel für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne für die Westschweiz. Swisslos bietet ihre Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip an, die Loterie Romande unter Jouez Sport. Beide Marken sind also nicht eigene Firmen, sondern die wettrechtlichen Produkte der jeweiligen Genossenschaft.

Wichtig für jede Wettende und jeden Wettenden: Eine Online-Registrierung bei Swisslos oder bei der Loterie Romande ist nur möglich, wenn der Wohnsitz oder der gewöhnliche Aufenthalt im jeweiligen Vertragsgebiet liegt. Das Swisslos-Gebiet umfasst die Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer im Wallis wohnt, gehört automatisch zum Gebiet der Loterie Romande, das die Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura umfasst. Ein Walliser kann sich also kein Sporttip-Konto eröffnen, eine Zürcherin kein Konto bei Jouez Sport.

Eine ausländische Bewilligung – gleich aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land – hat in der Schweiz ausdrücklich keine Wirkung. Wer ohne Schweizer Bewilligung Sportwetten anbietet, macht sich nach Art. 130 BGS strafbar: bis zu drei Jahre Freiheitsstrafe oder Geldstrafe, bei gewerbsmässigem Handeln bis zu fünf Jahre. Die Gespa führt eine Sperrliste mit ausländischen Domain-Namen, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blocken müssen (Art. 86–93 BGS); Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste. Wer auf einer nicht gesperrten Seite spielt, ist nicht strafbar, hat aber auch keine Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister, keine Schweizer Beschwerdestelle und keine Garantie, dass Gewinne tatsächlich ausbezahlt werden. Gewinne aus ausländischen Grossspielen können zudem je nach Kanton anders besteuert werden als Gewinne aus Schweizer Grossspielen.

Wetten darf man in der Schweiz nur auf Sportereignisse. Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows sind nicht erlaubt. Welche Sportarten, Wettbewerbe und Wetttypen angeboten werden dürfen, regelt eine geschlossene Liste der Gespa (Stand 10.09.2026, Art. 25 BGS, Art. 29 VGS): Qualifikationsrunden nur, wenn sie auf der Liste stehen, Frauenwettbewerbe nur, wenn sie auf der Liste stehen, Rangwetten nur, wenn der Rang über die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb oder über das Podium entscheidet, nie Wetten auf Trainingsläufe. Eckball- und Kartenmärkte sowie ein Esports-Bereich fehlen auf der Liste. Veranstaltungen, an denen überwiegend Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen (Art. 25 Abs. 2 BGS).

Wer in der Schweiz wettet, spielt also in einem stark regulierten Markt. Wer im Internet eine andere Seite findet, sollte prüfen, ob diese Seite tatsächlich zu Swisslos oder zur Loterie Romande gehört – alles andere bewegt sich in einem Bereich, in dem das Schweizer Recht nicht greift.

Was die Gespa kontrolliert – und was nicht

Die Gespa prüft, ob die beiden Veranstalter ihre Bewilligungen einhalten, ob die Wettangebote innerhalb der Liste bleiben und ob die Spielsuchtvorschriften umgesetzt werden. Sie führt Testkäufe durch, zuletzt 2025 mit 200 Versuchen an Verkaufsstellen: In 47,5 Prozent der Fälle wurde einem Minderjährigen eine Sportwette verkauft. Das ist kein gutes Ergebnis und zeigt, dass der Jugendschutz an Verkaufsstellen nicht luftdicht ist; einzelne Testergebnisse werden hier nicht ausgewiesen, das gehört in die Bewertung der Verkaufsstellen und nicht in eine Online-Beurlaubung.

Ein Fussball liegt im Netz hinter einem Tor, weicher Morgennebel hängt über dem Rasen
Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig.

Was die Gespa nicht kontrolliert: das Marketing der ausländischen Anbieter, die über Werbung im Internet auf Schweizer Kunden übertragen werden. Werbung für in der Schweiz nicht bewilligtes Glücksspiel ist verboten (Art. 74 Abs. 3 BGS) und kann mit einer Busse bis zu CHF 500’000 bestraft werden (Art. 131 BGS); diese Werbung erreicht Schweizerinnen und Schweizer trotzdem, und die DNS-Sperre richtet sich nach Domains, nicht nach Werbeplattformen.

Spielerschutz – Verlustlimiten, Pausen, Ausschluss

Spielerschutz ist im BGS nicht als Empfehlung formuliert, sondern als Pflicht. Wer bei Sporttip oder bei Jouez Sport spielt, gibt sich vor der ersten Wette selbst einen Rahmen – und dieser Rahmen ist Teil der Spielbedingungen.

Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Teilnahme Verlustlimiten für einen Tag, sieben Tage und 30 Tage setzen. Die Obergrenze pro Periode beträgt 9’999 Franken, für Personen unter 21 Jahren 1’000 Franken. Eine Senkung der Limite wird sofort wirksam; eine Erhöhung greift erst 72 Stunden nach der Anpassung, damit eine spontane Entscheidung am Rand einer verlorenen Wette nicht sofort zu einem höheren Risiko führt. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite, die für 30 Tage gilt. Bei Loterie Romande gelten eigene Limiten, die in den Jouez-Bedingungen festgelegt sind.

Wer sich selbst sperren lassen will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren, ohne dass die Sperre vor Fristablauf aufgehoben wird. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt automatisch auch für Casinos, einschliesslich Online-Casinos, sowie für das Fürstentum Liechtenstein. Das bedeutet: Eine Spielsperre bei Sporttip sperrt nicht nur Sporttip, sondern die Person nimmt sich auch aus allen anderen bewilligten Schweizer Spielangeboten heraus.

Das BGS sieht zudem vor, dass der Veranstalter eine freiwillige Pause von bis zu sechs Monaten anbieten muss (Art. 89 VGS) und dass eine Selbstsperre erst nach drei Monaten und nur mit Einbezug einer Fachstelle aufgehoben werden kann (Art. 81 BGS, Art. 84 VGS). Wer sich aus dem Register entfernen lassen will, geht also nicht zur Wettkasse, sondern zu einer anerkannten Beratungsfachstelle, die die Aufhebung begleitet.

Die wichtigste Konsequenz für das eigene Spielverhalten: Es gibt keine staatliche, fixe Einzahlungsgrenze in der Schweiz. Was eine Wettende oder ein Wettender pro Tag, Woche oder Monat einsetzt, wird durch die selbst gesetzten Limiten bestimmt. Das ist mehr Eigenverantwortung als in vielen anderen Ländern, aber die Mechanik der Erhöhungsverzögerung und der produktübergreifenden Sperre sorgt dafür, dass die eigenen Entscheide nicht in einer einzigen unglücklichen Sekunde eine Lawine auslösen können.

Prognose und Strategie beim DFB-Pokal – was Tipps können und was nicht

Wer nach DFB-Pokal-Tipps sucht, sucht in Wahrheit nach zwei Dingen: nach einer Vorhersage und nach einer Strategie. Beide haben im Pokal eigene Tücken.

Eine Pokalpartie ist keine Ligapartie. Die Ligateilaufstellung steht meistens in einem stabilen Verhältnis zur Tabellensituation; ein Pokalspiel zwischen einem Erstligisten und einem Drittligisten kann sehr asymmetrisch laufen, genauso oft aber kippt die Rolle. Die Form der letzten Spiele, die Aufstellung am Spieltag, die Belastung aus einem Europacup-Spiel unter der Woche – all das fliesst in eine Prognose ein. Was eine seriöse Prognose ausspricht, ist eine Wahrscheinlichkeit, kein Versprechen. Wer nach «sicheren Tipps» sucht, sucht nach etwas, das es nicht gibt: Vor dem Anpfiff weiss niemand, wer gewinnt.

Daraus ergibt sich eine zweite Eigenheit des Pokals: die Variation der Auszahlungsquoten. Wo der Markt eine Heimmannschaft klar vorne sieht, sind die Quoten für den Aussenseiter hoch – und umgekehrt. Eine Value-Wette ist eine Wette, deren Quote nach eigener Einschätzung der Wahrscheinlichkeit höher ist, als sie sein sollte. Wer eine Quote von 3.50 für einen Sieg des Aussenseiters sieht und selbst die Gewinnchance auf 30 Prozent schätzt, hat eine Value-Situation: 30 % × 3,50 = 1,05. Das ist die Grundrechnung hinter jeder Value-Wette; was die Rechnung nicht liefert, ist eine Garantie.

Eine Strategie beim Pokalwetten hat drei Hebel, die nichts mit dem Spiel selbst zu tun haben:

  1. Wie viele Beine kombiniere ich, und wie wirkt sich das auf die Gesamtquote aus?
  2. Welcher Anteil des Budgets geht in eine Einzelwette, welcher in eine Kombiwette?
  3. Wie gehe ich damit um, wenn die Wette in der 89. Minute noch steht und in der Nachspielzeit kippt?

Die zweite Frage ist die wichtigste. Eine Kombiwette erhöht die Gesamtquote, weil die Quoten der einzelnen Begegnisse miteinander multipliziert werden. Bei vier Beinen mit Quoten von 1,80, 2,20, 1,60 und 1,90 ergibt sich eine Gesamtquote von 1,80 × 2,20 × 1,60 × 1,90 = 12,05. Das klingt verlockend, aber die Wahrscheinlichkeit, dass alle vier Begegnisse im richtigen Sinne ausgehen, ist das Produkt der Einzelwahrscheinlichkeiten und liegt fast immer unter 20 Prozent. Wer jede Woche einen Zehn-Franken-Einsatz auf eine solche Kombination setzt, gewinnt im Schnitt etwa 12 Franken pro Versuch – die Differenz zwischen Brutto-Marge und dieser Rechnung ist das, was am Ende der Anbieter behält. Auf Dauer 1000 Versuche verliert die oder der Spielende mit dieser Mechanik Geld.

Die dritte Frage betrifft das Cash-Out, also die Möglichkeit, eine Wette vor dem Ende aller Beine auszahlen zu lassen. Bei Sporttip funktioniert Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, sowohl vor Spielbeginn als auch live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out, nicht in Teilen. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Gewinn, wenn man die Wette laufen lässt, und Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten. Wer eine Vier-Bein-Kombi nach dem ersten Spiel auscashen will, bekommt einen Betrag angeboten, der fast immer unter dem liegt, was die Wette nach allen vier Spielen wert wäre – und die Frage ist, ob das Risiko, dass die letzten drei Spiele kippen, diesen Abschlag rechtfertigt.

Wett-Tipps von Influencern, kostenpflichtigen Portalen oder Telegram-Gruppen sind keine Prognosen, sondern Behauptungen. Wer sie nutzt, übernimmt die Verantwortung für die Entscheidung, und keine Statistik und kein «Experte» macht das eigene Risiko zum Risiko eines anderen. Der ehrlichste Umgang mit Tipps ist der, sie als ein weiteres Argument zu lesen – nicht als Entscheidung.

Wettmärkte und Quoten – was es beim DFB-Pokal gibt und was die Quote verbirgt

Das Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport zum DFB-Pokal folgt dem, was die Gespa-Liste erlaubt. Im Kern sind das die klassischen Märkte: Sieg (Drei-Wege-Wette auf Heimsieg, Unentschieden oder Auswärtssieg), Tore (Über/Unter, oft 2,5 Tore), Weiterkommen (welche Mannschaft zieht in die nächste Runde ein), Pokalsieger (Langzeitwette auf den Gesamtsieger des Turniers), Halbzeit/Endstand-Kombinationen und Torschützen, soweit auf der Liste. Eckballmärkte und Kartenmärkte fehlen, wie oben erwähnt.

Wie eine Quote rechnet

Die Quote, die ein Anbieter anzeigt, ist nicht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt. Sie ist die Quote, die der Anbieter auszahlt, wenn das Ereignis eintritt, und sie enthält eine Marge. Die Marge ist der Anteil, den der Anbieter im Durchschnitt von jedem eingesetzten Franken behält; die Auszahlungsquote ist das, was übrig bleibt.

Für eine Zwei-Wege-Wette mit zwei Quoten lässt sich das einfach durchrechnen. Nimmt man ein illustratives Beispiel mit zwei Quoten von 1.90 und 1.90 (kein zitiertes Angebot, nur ein Rechenbeispiel), ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte der Quoten:

Auszahlungsquote = 1 / (1/1,90 + 1/1,90) = 1 / (0,5263 + 0,5263) = 1 / 1,0526 = 0,9500.

Das sind 95,0 Prozent Auszahlungsquote und entsprechend 5,0 Prozent Marge. Das ist eine plausible Bandbreite für einen Drei-Wege-Markt im Fussball; in der Realität liegt die Marge bei einem ausgeglichenen Spiel eher bei 6 bis 8 Prozent und bei einem Spiel mit klarem Favoriten höher, weil der Anbieter die Asymmetrie über die Quoten mitnimmt. Eine Quote von 1.90 / 1.90 ist also nicht «fair», sondern enthält 5 Prozent Marge; was der Buchmacher von einem Franken Einsatz im Schnitt behält, ist genau diese Differenz zwischen Auszahlungsquote und 100 Prozent.

Was heisst das für eine reale Wette? Ein Einsatz von 10 Franken auf eine Einzelwette mit Quote 2,10 bringt im Gewinnfall 21,00 Franken zurück (10 × 2,10), also 11,00 Franken Reingewinn. Bei einer Kombiwette aus drei Beinen mit Quoten 1,80, 2,20 und 1,60 wird die Gesamtquote mit 1,80 × 2,20 × 1,60 = 6,336 berechnet; 10 Franken Einsatz bringen im Gewinnfall 63,36 Franken, also 53,36 Franken Reingewinn. Der Gewinnbetrag wird bei Sporttip auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet, das macht aus 63,36 Franken am Ende 63,35 Franken. Bei Kombiwetten ist die Rundung am Ende gering, sichtbar wird sie bei Einzelwetten mit krummen Endresultaten.

Der Kombiboost von Sporttip – was er bringt und was er kostet

Sporttip bietet online einen Kombiboost, der den Nettogewinn einer Kombiwette prozentual erhöht. Der Boost gilt für Prematch-, Live- und Systemwetten, ist also breit verfügbar, gilt aber nur online – an der Verkaufsstelle gibt es ihn nicht. Die Bedingungen sind klar:

Anzahl Voraussagen Mindestquote je Voraussage Bonus auf den Nettogewinn
4 1,50 5 %
7 1,50 20 %
10 1,50 40 %
15 1,50 100 %

Der Bonus wird auf den Nettogewinn aufgeschlagen, nicht auf den Einsatz; wer CHF 10 auf eine 15er-Kombi mit Gesamtquote 200 setzt, gewinnt ohne Boost CHF 1’990, mit 100-%-Boost CHF 3’980. Das ist substanziell, aber die Mechanik ist klar: Der Boost kostet den Anbieter Marge, und Marge kostet der Anbieter dort, wo die Konkurrenz ausreichend gross ist. Bei Sporttip ist die Konkurrenz im Inland null, weil es sie nicht gibt, also ist der Boost als Marketing-Instrument für die Genossenschaft günstiger als für jeden privaten Anbieter. Für die Spielenden ist er ein reales Plus auf jede ausreichend grosse Kombiwette – vorausgesetzt, die Quoten der einzelnen Voraussagen liegen jeweils bei mindestens 1,50 und die Wette liegt tatsächlich bei vier, sieben, zehn oder fünfzehn Beinen.

Quotenboosts und Profitboosts

Neben dem Kombiboost gibt es bei Sporttip zwei weitere Boosts: Quotenboosts, die für eine einzelne Prematch-Voraussage die Quote erhöhen, und Profitboosts, die den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz erhöhen. Beide sind pro Wettende oder Wettenden nur einmal nutzbar, sind in Einsatz und Erhöhung limitiert und verfallen, wenn die Wette über Cash-Out vorzeitig beendet wird. Wer einen Profitboost nutzt, sollte wissen, dass die Begrenzung pro Person gilt, nicht pro Wette – wer denselben Boost zweimal nutzt, riskiert die Annahme zu verlieren.

Was bei abgesagten und verschobenen Spielen passiert

Pokalspiele werden verschoben, wenn das Wetter nicht mitspielt, wenn ein Stadion nicht bespielbar ist oder wenn eine Mannschaft im Europacup noch nachsitzen muss. Sporttip behandelt diese Fälle nach einer festen Regel: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt – oder im Rahmen eines Turniers nachgeholt –, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückerstattet, in Kombinationswetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1,00 (das heisst, sie fällt aus der Kombination heraus, ohne den Gewinn zu entwerten). Wer eine Kombiwette auf fünf Spiele gesetzt hat und ein Spiel fällt aus, gewinnt die Wette, wenn die anderen vier stimmen, mit der reduzierten Gesamtquote.

Verlängerung und Elfmeterschiessen – wann sie zählen

Im Pokal wird nach 90 Minuten plus Nachspielzeit verlängert und gegebenenfalls Elfmeterschiessen geschossen. Für die Wette zählt nur, was die Wette ausmacht. Die reguläre Spielzeit bei Sporttip umfasst die reguläre Spieldauer (im Fussball rund 90 Minuten) plus die Nachspielzeit; Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf «Sieger nach 90 Minuten» ist nach 90 Minuten plus Nachspielzeit entschieden, gleich wie das Spiel danach ausgeht. Eine Wette auf «Sieger des Spiels» oder «Aufsteiger in die nächste Runde» wird durch Verlängerung und Penaltyschiessen entschieden. Wer das nicht unterscheidet, verliert eine Wette, die formal verloren ist, obwohl die favorisierte Mannschaft weitergekommen ist.

DFB-Pokal 2026 – Turnierform, Schweizer Wettprogramm und Pokalsieger

Der DFB-Pokal wird seit 1937/02 ausgespielt und ist nach der Bundesliga der zweitwichtigste Fussball-Wettbewerb im deutschen Verband. 64 Mannschaften starten: die 18 Erstligisten, die 14 besten Zweitligisten der Vorsaison und 32 Vertreter der Landesverbände aus den drei unteren Ligen (in der Regel die Dritt- und Viertligisten, vielfach die jeweiligen Pokalsieger auf Verbandsebene). Gespielt wird im K.-o.-System in sechs Runden bis zum Finale, das traditionell in Berlin stattfindet.

Im Schweizer Wettprogramm taucht der DFB-Pokal dann auf, wenn die Gespa-Liste ihn als zulässigen Wettbewerb führt. Die einzelnen Partien werden im Prematch-Programm und teilweise live angeboten; die Verfügbarkeit pro Runde hängt davon ab, ob und wann die Liste für die konkrete Paarung freigeschaltet ist. Die Langzeitwette «Pokalsieger» wird meistens parallel zu den ersten Runden geöffnet und bleibt über die Saison hinweg verfügbar.

Für eine Wettende oder einen Wettenden beim DFB-Pokal bedeutet das praktisch:

Wer auf den Pokalsieger wettet, wettet auf eine Langzeitwette: Die Quote wird bei Wettabgabe fixiert, der Gewinn wird erst am Ende der Saison ausgewertet. Eine vorzeitige Auszahlung kann über Cash-Out erfolgen, sofern Sporttip diese Option anbietet; Cash-Out auf Langzeitwetten ist möglich, aber nicht garantiert.

Vergleich der Anbieter – wer in der Schweiz was darf

Wer in der Schweiz auf den DFB-Pokal wetten will, kommt an der Frage «Wer bietet das an?» nicht vorbei. Die Antwort in einem Satz: Nur Swisslos (Sporttip) und Loterie Romande (Jouez Sport) sind in der Schweiz bewilligt. Wer einen anderen Namen sieht, sieht ein Angebot ohne Schweizer Bewilligung.

Marke Schweizer Bewilligung Veranstalter bzw. ausgewiesene Lizenz
Sporttip Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Jouez Sport Veranstalter- und Spielbewilligung (BGS, Aufsicht Gespa) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
BC.Game ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
22Bet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
BetOnRed ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
20Bet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
DirectionBet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
BassBet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
N1 Bet ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung ausgewiesene Lizenz: nicht etabliert, ohne Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle zeigt, wo die Trennlinie liegt: zwei Schweizer Veranstalter mit Gespa-Bewilligung, acht ausländische Marken ohne. Für eine Schweizer Wettende oder einen Schweizer Wettenden hat die erste Zeile Konsequenzen, die in keiner Spalte stehen: Wer bei BC.Game, 22Bet, BetOnRed, 20Bet, DirectionBet, BassBet, N1 Bet oder Gamdom spielt, ist nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, hat im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg und riskiert, dass Gewinne nach kantonalem Recht vollständig steuerpflichtig sind, weil sie aus einem Grossspiel ohne Schweizer Bewilligung stammen.

Swisslos Sporttip – wer darum herum nicht wettet

Swisslos ist die Genossenschaft der Deutschschweizer Kantone plus Tessin und Liechtenstein. Sporttip ist ihr Sportwetten-Produkt, verfügbar online und an Verkaufsstellen. Wer in Zürich wohnt, in Luzern, im Thurgau oder in St. Gallen, wer im Tessin wohnt oder in Liechtenstein, kann sich online registrieren und spielt direkt bei einem lizenzierten Schweizer Veranstalter.

Mindesteinsatz online für Einzel- und Kombinationswetten: CHF 1. Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette: CHF 1’000, für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Der Gewinn wird zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet; eine Wette zu 10 CHF auf Quote 2,07 zahlt 20,70 Franken – abgerundet auf 5 Rappen genau sind das 20,70 Franken, bei einer Quote von 2,075 wären es 20,75 Franken nach der Aufrundung auf zwei Nachkommastellen.

Auszahlung von Gewinnen: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das eigene Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Eine Barauszahlung in der Verkaufsstelle ist möglich; bei Online-Wetten ist sie es nicht, weil die Gewinne direkt auf das Konto gehen. Eine Wette über CHF 1’000 muss also zwingend auf das eigene Konto gehen, und die Aufsicht über die Auszahlung läuft über die Gespa. Auszahlungen aus dem Spielguthaben sind innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent belastet werden; die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar, das heisst: Wer mit einem Bonus gewinnt, kann den Bonus nicht in bar beheben, sondern muss ihn wieder einsetzen.

Das Sporttip-Wallet selbst wird per Online-Zahlung oder Einzahlungsschein aufgeladen, mit einem Mindestbetrag von CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Wer also den vollen Monatsbetrag ein- und auszahlt, muss über das Jahr hinweg 24-mal den Zyklus Wallet-Konto-Wallet durchlaufen, um ohne Kommission zu bleiben. PostFinance Pay ist eine der verfügbaren Online-Zahlungsarten und wird direkt in der PostFinance-App bestätigt.

Was Sporttip von einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung strukturell unterscheidet: der Zugang zum Spielsperren-Register, die Pflicht zur Identitätsprüfung (Art. 47–52 VGS), die Auszahlung auf ein Konto im eigenen Namen (Art. 50 Abs. 2 VGS) und die Pflicht, Gewinne auf das eigene Schweizer oder Liechtensteiner Konto zu überweisen. Wer bei einem ausländischen Anbieter spielt, bekommt eine andere Auszahlungsmechanik, in der Regel mit Krypto oder über ein Drittland-Konto, und im Streitfall keine Schweizer Aufsicht. Der Schutz kostet bei Sporttip nichts extra – er ist Teil der Bewilligung und der Pflicht daraus.

Was die Auszahlungsmechanik beim Pokal-Turnier selbst betrifft: Eine Wette auf den Pokalsieger wird erst am Ende der Saison ausgewertet. Wer in der ersten Runde CHF 20 auf den Sieger zu Quote 3,30 setzt, gewinnt am Ende, wenn der Sieger tatsächlich gewinnt, CHF 66.00 brutto. Wer vor dem Finale auscashen will, bekommt einen tieferen Betrag als den möglichen Endwert; Swisslos garantiert Cash-Out nicht für alle Wetten und nicht für jeden Markt. Eine Wettende, die das nicht will, lässt die Wette bis zum Ende laufen und nimmt das Risiko einer Niederlage im Finale mit.

Verdikt: Sporttip ist die einzige seriöse Schweizer Adresse für alle, die im Vertragsgebiet der Deutschschweiz, des Tessins oder Liechtensteins wohnen. Das Angebot ist solide, die Regeln sind klar, der Schutz greift. Wer sich beim Pokalwetten an den Kombiboost herantastet, sollte die Mindestquote von 1,50 pro Bein im Auge behalten und die Anzahl Voraussagen wirklich halten: Vier Beine sind wenig, fünfzehn Beine sind eine sehr lange Kette, in der schon ein einziges unerwartetes Ergebnis die ganze Kette bricht. Der Sporttip ist die Wahl, wenn man in seinem Vertragsgebiet wohnt und das gesetzlich geschützte Umfeld will – nicht weil die Quoten höher sind, sondern weil das, was am Rand einer Wette passiert (Sperre, Auszahlung, Streitfall), an einem Schweizer Rahmen aufgehängt ist.

Loterie Romande Jouez Sport – das Schweizer Pendant für die Romandie

Die Loterie Romande mit Sitz in Lausanne führt das Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone. Ihr Vertragsgebiet umfasst Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura; eine Westschweizer Wettende, die in Genf wohnt, kann sich online registrieren und bei Jouez Sport spielen, nicht aber bei Sporttip. Die Loterie Romande zählt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und 221 Mitarbeitende.

Mindesteinsatz online: CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten: CHF 500, ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Einzel- oder Gesamtquote muss mindestens 1,10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen. Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette: CHF 300’000, für alle Gewinne eines Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Das Reglement Jouez Sport stammt aus dem September 2024 und liegt in seiner 17. Ausgabe vor; die Regeln sind weniger engmaschig aktualisiert als die von Sporttip, dafür aber in einem Punkt grosszügiger: der Höchstgewinn von CHF 300’000 ist deutlich höher als die Obergrenze, die eine Sporttip-Wette über das Einsatzlimit erreicht. Wer mit kleinen Einsätzen hohe Quoten fährt, kann bei Jouez Sport mehr mitnehmen, sofern die Voraussagen passen.

Wichtig für alle, die zwischen den beiden Marken wechseln wollten: Es geht nicht. Eine in Lausanne wohnhafte Person kann nicht einfach bei Swisslos ein Konto eröffnen. Wer in einem anderen Kanton wohnt und in den letzten Monaten in die Romandie umgezogen ist, muss die Adresse aktualisieren und prüfen lassen, ob die Online-Registrierung noch möglich ist; die Regel ist der Wohnsitz, nicht der Arbeitsort.

Verdikt: Jouez Sport ist die einzige seriöse Schweizer Adresse für alle, die in der Romandie wohnen. Die Mechanik ähnelt Sporttip, die Einsatz- und Gewinngrenzen sind aber konservativer (CHF 500 statt CHF 1’000 pro Einzelwette, dafür CHF 300’000 Höchstgewinn statt eines faktischen Höchstgewinns durch das Einsatzlimit). Wer aus der Romandie eine solide Wettkultur aufbauen will, findet bei Jouez Sport ein vollständiges Angebot; der Kombiboost fehlt im Vergleich zu Sporttip, dafür ist die Auszahlungsquote in vielen Märkten vergleichbar. Die Loterie Romande ist die Wahl, wenn man im Vertragsgebiet wohnt und das Westschweizer Pendant zum Deutschschweizer Sporttip will.

BC.Game – ohne Schweizer Bewilligung, internationale Reichweite

BC.Game ist eine internationale Marke mit Aktivität in vielen Märkten, aber ohne Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz – also das, was die Marke selbst auf ihrer Seite zeigt – ist nicht etabliert, was nichts anderes heisst, als dass sie in der Schweiz keine Wirkung hat. Eine Lizenz aus einem anderen Rechtsraum (etwa Curaçao oder eine andere Jurisdiction) gilt in der Schweiz nicht, weil Art. 4 BGS Bewilligungen ausdrücklich auf das Inland beschränkt.

Für eine Schweizer Wettende, die bei BC.Game spielen würde, heisst das: keine Anbindung an das Schweizer Spielsperren-Register, keine Schweizer Aufsicht, keine Schweizer Beschwerdestelle. Die Gespa kann Domains auf die Sperrliste setzen, was zur DNS-Blockierung führt; die Spielerin oder der Spieler hat in diesem Fall keinen Zugang mehr über Schweizer Internetanschlüsse, aber die Anwendung selbst läuft weiter, und der Zugang über technische Umgehungen ist im Inland ebenfalls verboten.

Verdikt: Wer in der Schweiz auf den DFB-Pokal wetten will, ist bei BC.Game strukturell im falschen Angebot. Die Marke hat Reichweite und Akzeptanz in anderen Märkten; in der Schweiz gehört sie zu den Domains, die in eine Liste gehören, die mit dem Schweizer Recht wenig zu tun hat. Wer auf Sporttip oder Jouez Sport verzichten will, gibt damit den Schweizer Schutzrahmen auf.

22Bet – ohne Schweizer Bewilligung, ähnliche Mechanik wie BC.Game

22Bet folgt im Profil BC.Game sehr ähnlich: international tätig, ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bewilligung, ohne Anbindung an das Schweizer Ausschlussregister. Das Wettprogramm zum DFB-Pokal ist breit, oft breiter als das von Sporttip oder Jouez Sport, weil die Gespa-Liste nicht greift und der Anbieter seine eigenen Listen führen kann. Diese Breite ist gleichzeitig der Punkt, an dem das Schweizer Recht nicht greift.

Verdikt: 22Bet ist in der Schweiz kein valabler Anbieter für DFB-Pokal-Wetten. Wer den Anbieter trotzdem nutzt, nimmt einen administrativen Spagat in Kauf, der im Streitfall beim Anbieter selbst endet und nicht bei einer Schweizer Stelle.

BetOnRed – ohne Schweizer Bewilligung

BetOnRed ist eine weitere Marke auf der Liste der Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Das Profil gleicht dem von 22Bet und BC.Game: international ausgerichtet, ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz auf der möglichen Sperrliste. Die Auszahlungsmechanik läuft in der Regel über Krypto oder über internationale Zahlungsdienstleister, nicht über ein Schweizer Bank- oder Postkonto.

Verdikt: Wer in der Schweiz wettet, sollte BetOnRed nicht nutzen. Die Mechanik, das Wettprogramm und die Boni sind keine Kompensation dafür, dass die Schweizer Aufsicht nicht greift.

20Bet – ohne Schweizer Bewilligung

20Bet reiht sich in das gleiche Profil ein. Die Marke hat in mehreren Märkten eine relevante Position, in der Schweiz fehlt die Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz – was auch immer sie sein mag – hat in der Schweiz keine Wirkung.

Verdikt: Wie bei BC.Game und 22Bet ist die Schweizer Position dieselbe: kein Schweizer Rahmen, keine Schweizer Aufsicht, kein Schweizer Schutz.

DirectionBet – ohne Schweizer Bewilligung

DirectionBet folgt dem gleichen Profil wie die anderen Marken ohne Schweizer Bewilligung: ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bewilligung, keine Anbindung an das Ausschlussregister. Die Marke mag eigene Schwerpunkte im Wettprogramm haben, der entscheidende Punkt ist die fehlende Schweizer Bewilligung.

Verdikt: Für eine Schweizer Wettende ist DirectionBet kein Ersatz für Sporttip oder Jouez Sport, sondern ein alternatives Angebot ohne Schweizer Aufsicht.

BassBet – ohne Schweizer Bewilligung

BassBet ist eine weitere Marke aus dem internationalen Markt ohne Schweizer Bewilligung. Die ausgewiesene Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, das Wettprogramm mag im internationalen Vergleich breit sein, die Schweizer Aufsicht greift nicht.

Verdikt: Wer in der Schweiz wettet, hat mit BassBet keinen Schweizer Schutz. Das ist der entscheidende Punkt; das Wettprogramm ist zweitrangig.

N1 Bet – ohne Schweizer Bewilligung

N1 Bet reiht sich in das Profil ein. Die Marke hat in anderen Märkten Akzeptanz, in der Schweiz fehlt die Bewilligung, die ausgewiesene Lizenz hat keine Wirkung.

Verdikt: N1 Bet ist in der Schweiz kein valabler Anbieter. Das gilt unabhängig vom Bonus oder vom Wettprogramm, weil der Rahmen fehlt.

Gamdom – ohne Schweizer Bewilligung

Gamdom schliesst die Reihe der acht ausländischen Marken ohne Schweizer Bewilligung ab. Das Profil ist identisch: international ausgerichtet, ausgewiesene Lizenz nicht etabliert, in der Schweiz ohne Bewilligung.

Verdikt: Gamdom ist in der Schweiz kein Ersatz für einen bewilligten Anbieter. Wer auf den DFB-Pokal wetten will, hat mit Swisslos und Loterie Romande genau zwei valable Schweizer Wege.

Zahlungen, Auszahlung und Steuern – was beim Schweizer Modell anders läuft

Wer bei Sporttip oder bei Jouez Sport spielt, zahlt auf das eigene Schweizer Konto ein und lässt sich auf das eigene Schweizer Konto auszahlen. Das ist im Inland eine Pflicht und keine Wahl (Art. 50 Abs. 2 VGS: Auszahlungen nur auf ein Zahlungskonto im Namen der Kontoinhaberin oder des Kontoinhabers). Eine Auszahlung in bar gibt es bei Online-Wetten nicht; eine Barauszahlung an der Verkaufsstelle ist möglich, soweit die Quittung einen Gewinn ausweist.

Mindestbetrag für eine Aufladung des Swisslos-Wallets: CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Damit ist der maximale Umlauf klar definiert; wer diesen Umlauf überschreiten würde, geht über die direkte Banküberweisung. Die Verfügbarkeit von PostFinance Pay ergänzt das Spektrum für jene, die ohne Kreditkarte einzahlen wollen.

Die Auszahlung bei Sporttip läuft auf das eigene Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto; die ersten zwei Auszahlungen innert 365 Tagen sind gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 Prozent erhoben werden. Die Überweisung dauert 5 bis 10 Arbeitstage. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar – das ist eine direkte Konsequenz daraus, dass Promotionen bewilligungspflichtig sind und das Gratispokal-Guthaben eine eigene Verwendung hat.

Steuern auf Wettgewinne

Die Eidgenössische Steuerverwaltung behandelt Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen (und damit auch aus Sportwetten) als steuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Der Bund setzt diesen Freibetrag seit dem 1. Januar 2026 auf CHF 1’071’000 (2025 waren es CHF 1’070’400). Über dem Freibetrag werden 35 Prozent Verrechnungssteuer direkt vom Veranstalter abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden können. Die kantonalen Freibeträge liegen ebenfalls unterschiedlich, weshalb eine pauschale Aussage nicht möglich ist; die Formulierung «je nach Kanton» ist hier die einzig ehrliche.

Wer von einem ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung gewinnt, fällt nicht unter die Verrechnungssteuer (die ist Schweizer Grossspielen vorbehalten), aber die kantonale Praxis kann anders aussehen: Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerpflichtiges Einkommen, unabhängig vom Betrag. Eine allgemeine Aussage, was bei einem Gewinn bei BC.Game oder einem der anderen Anbieter gilt, lässt sich nicht treffen; die kantonale Steuerverwaltung weiss die Antwort, eine «regulatorische Aussage in einem Artikel» wäre hier ohne Substanz.

Wie ein Spieltag beim Pokalwetten praktisch aussieht

Wer in der Schweiz auf eine DFB-Pokal-Partie wetten will, geht einen klaren Weg:

  1. Wer in der Deutschschweiz, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, registriert sich online bei Swisslos; wer in der Romandie wohnt, bei der Loterie Romande. Voraussetzung ist Wohnsitz im Vertragsgebiet, Mindestalter 18, keine bestehende Spielsperre, eine Person pro Konto. Die Identität wird über einen Ausweis und eine Adressdatenbank-Prüfung verifiziert.
  2. Vor der ersten Wette setzt die Person Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage (Obergrenze CHF 9’999, unter 21 Jahren CHF 1’000), optional eine Einzahlungslimite für 30 Tage.
  3. Das Wallet wird aufgeladen, mind. CHF 20, max. CHF 9’999 Guthaben zu jedem Zeitpunkt, max. CHF 10’000 in 30 Tagen.
  4. Die Wette wird online oder an der Verkaufsstelle platziert, mit Einsatz zwischen CHF 1 (Sporttip online) oder CHF 2 (Jouez Sport online) und der Höchstgrenze.
  5. Nach Spielende wird die Wette ausgewertet; Gewinne bis CHF 1’000 gehen auf das Wallet, Gewinne darüber direkt aufs Bank- oder Postkonto innert drei Arbeitstagen (Sporttip).
  6. Bei einer Auszahlung aus dem Wallet auf das eigene Konto: zweimal pro Jahr gratis, ab dem dritten Mal 3 Prozent Kommission, Bearbeitung 5 bis 10 Arbeitstage.

Was an diesem Ablauf auffällt: Die Pflicht zur Selbstlimitierung steht am Anfang und nicht erst beim Erkennen eines Problems. Das ist die direkte Umsetzung des Spielerschutzgedankens aus dem BGS: Wer noch nie gewettet hat, muss sich bereits Grenzen setzen, und die Erhöhung dieser Grenzen hat eine 72-Stunden-Verzögerung bei Sporttip (gesetzlich 24 Stunden, von Swisslos auf 72 verlängert). Das ist mehr Eigenverantwortung, als viele aus anderen Regulierungen gewohnt sind.

Was eine Quote wirklich bedeutet – die Mechanik im Hintergrund

Wer in einem Wettprogramm eine Quote sieht, sieht den Endpunkt einer Kette von Überlegungen. Der Anbieter schätzt die Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs, korrigiert sie um seine Marge und gibt das Resultat als Quote aus. Eine Quote von 1,90 auf einen Sieg der Heimmannschaft heisst: Der Anbieter schätzt die Wahrscheinlichkeit niedriger als 52,58 % und nimmt 5 Prozent Marge auf den Markt. Eine Quote von 4,50 auf den Aussenseiter heisst: Der Anbieter schätzt die Wahrscheinlichkeit deutlich niedriger als 22,22 %, mit derselben Marge.

Eine Wette auf den Aussenseiter mit Quote 4,50 bringt bei einem Einsatz von CHF 10 im Gewinnfall CHF 45,00. Wer die Wahrscheinlichkeit selbst auf 25 % schätzt, sieht eine Value: 0,25 × 4,50 = 1,125. Wer die Wahrscheinlichkeit auf 20 % schätzt, sieht keine Value: 0,20 × 4,50 = 0,90. Was eine Value-Suche bringt, ist eine Diskrepanz zwischen der eigenen Schätzung und der impliziten Schätzung des Marktes; sie bringt keine Garantie, dass die Schätzung richtig ist.

Was die Mechanik im Hintergrund für ein DFB-Pokal-Spiel bedeutet: Die Quoten für ein Bundesliga-Spitzenspiel gegen einen Drittligisten werden sehr wahrscheinlich die Marge eines regulären Saisonspiels haben, mit einer Auszahlungsquote in der Grössenordnung von 90 bis 95 Prozent. Die Quoten für ein ausgeglichenes Pokalspiel zwischen zwei Bundesligisten liegen näher am Buchmacher-Durchschnitt. Die Quoten für ein Finale liegen im Langfrist-Markt mit höherer Marge, weil die Anzahl möglicher Szenarien grösser ist und der Anbieter das Risiko breiter verteilt.

Was die Mechanik im Hintergrund für eine Wettende heisst: Wer viele kleine Wetten mit niedriger Marge macht, verliert im Schnitt weniger als jemand, der wenige grosse Wetten mit hoher Marge macht. Wer auf hohe Quoten in unübersichtlichen Märkten setzt, gewinnt im Erfolgsfall mehr, verliert aber auch öfter. Die Differenz zwischen Auszahlungsquote und 100 Prozent ist der Preis, den jede Wette an den Anbieter zahlt; wer das ignoriert, verliert langfristig Geld, unabhängig von der eigenen Fähigkeit, Spiele zu lesen.

Häufige Fragen

In der Schweiz dürfen nur Swisslos mit dem Produkt Sporttip und die Loterie Romande mit Jouez Sport Sportwetten anbieten, beide gestützt auf das Geldspielgesetz und unter Aufsicht der Gespa. Wer in den Vertragsgebietern wohnt, kann sich online registrieren; alle anderen Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung und keine Wirkung im Inland.

Wie werden Verlängerung und Elfmeterschiessen bei einer Pokalwette abgerechnet?

Bei Sporttip zählt für die reguläre Wette nur die reguläre Spielzeit inklusive Nachspielzeit, also rund 90 Minuten plus Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind; eine Wette «Wert Sieger nach 90 Minuten» ist vor der Verlängerung entschieden.

Wie sinnvoll sind Wett-Tipps zum Pokalfinale, und warum ist kein Tipp sicher?

Tipps sind eine von Wahrscheinlichkeit, nicht ein Versprechen: Eine Pokalpartie hat zwei mögliche Ausgänge nach 90 Minuten, vier nach Verlängerung und noch einmal zwei nach Elfmeterschiessen, und die Wahrscheinlichkeiten verschieben sich mit Form, Auflösung und Tagesform. Wer nach «sicheren Tipps» sucht, sucht nach etwas, das es nicht gibt; eine eigene Value-Einschätzung ist das einzige, was eine Wettentscheidung trägt.

Wie berechnet sich der Gewinn einer Kombiwette aus den Einzelquoten?

Der Gewinn ergibt sich aus Einsatz mal Gesamtquote, wobei die Gesamtquote das Produkt der Einzelquoten ist. Beispiel: drei Beine mit 1,80, 2,20 und 1,60 ergeben eine Gesamtquote von 6,336; ein Einsatz von CHF 10 bringt CHF 63,36 brutto, abgerundet auf 5 Rappen genau bei Sporttip CHF 63,35.

Was bedeutet der Kombiboost von Sporttip, und welche Bedingungen gelten dafür?

Der Kombiboost erhöht den Nettogewinn einer Kombiwette um 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen mit Mindestquote 1,50; er gilt nur online und nicht an Verkaufsstellen, und eine Erhöhung greift erst nach 72 Stunden.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze gelten bei Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 1’000, pro Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 500, der Höchsteinsatz eines Wettscheins mit Maximum CHF 7’500, der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette bei CHF 300’000, für Multiples zusammen CHF 1’000’000.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»