Afrika-Cup Wetten Schweiz 2026: Wer anbietet, was erlaubt ist und was eine Quote kostet

Updated Oktober 2026
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Ein ausgetrockneter Fussballplatz mit Rasenstreifen im warmen Nachmittagslicht, im Hintergrund Palmen und ein flaches Stadiondach.

Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2), den Geschäftsbericht 2025 von Swisslos sowie die Gespa-Liste der bewilligten Sportereignisse und Wettarten.

Der Afrika-Cup 2027 soll vom 19. Juni bis zum 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda stattfinden.

Wer in der Schweiz auf den Afrika-Cup wetten will, stösst zuerst auf eine kleine, aber harte Tatsache: Nur zwei Veranstalterinnen dürfen hier Sportwetten anbieten. Was angeboten wird, welche Quoten erscheinen, wie ein Schein überhaupt aussieht, all das hängt an dieser einen Struktur. Die andere Seite – ausländische Marken, die in Schweizer Wohnzimmern landen, ob mit oder ohne DNS-Sperre – gehört zum Bild, aber nicht zum erlaubten Weg.

Der Afrika-Cup findet nicht 2026 statt. Die nächste Ausgabe ist für den Sommer 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. Die letzte wurde im Winter 2025/26 in Marokko ausgetragen. Wer in einem Keyword 2026 schreibt, meint das Erscheinungsjahr, nicht das Turnier. Das prägt den ganzen weiteren Ablauf: Welche Quoten lassen sich überhaupt anschauen, in welcher Form liegen Ergebnisse vor, welche Regeln gelten für die reguläre Spielzeit.

Die zwei bewilligten Veranstalterinnen und was sie trennen

In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Geldspielgesetzes. Der Bundesgesetzgeber hat die Zahl der Veranstalterinnen für Lotterien und Sportwetten auf zwei begrenzt. Beide haben eine Veranstalterbewilligung und pro Spiel eine Spielbewilligung; die Aufsicht liegt bei der Gespa, nicht bei der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine ausländische Lizenz, gleich aus welchem Land, hat in der Schweiz keine Wirkung.

Ein Fussball liegt auf rotbraunem Sand am Rand eines Dorfes, die Abendsonne wirft lange Schatten.
Der Afrika-Cup 2025 fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko mit 24 Nationen statt.

Die Aufteilung folgt der Sprachregion. Swisslos, mit Sitz in Basel und als Genossenschaft organisiert, führt Sportwetten unter dem Produktnamen Sporttip durch. Das Vertragsgebiet umfasst die Deutschschweizer Kantone Aargau, Appenzell Innerrhoden, Appenzell Ausserrhoden, Bern, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Glarus, Graubünden, Luzern, Nidwalden, Obwalden, St. Gallen, Schaffhausen, Solothurn, Schwyz, Thurgau, Uri, Zug und Zürich, dazu den Kanton Tessin und das Fürstentum Liechtenstein. Wer dort wohnt oder seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat, kann ein Online-Konto eröffnen und an Sporttip teilnehmen.

Die Loterie Romande betreibt für die sechs Westschweizer Kantone – Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis – das Sportwettenangebot Jouez Sport. Sie unterhält 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz und beschäftigt 221 Mitarbeitende; Sitz und Kontaktadresse sind Lausanne. Wer dort wohnsässig ist, spielt über sie.

Was nicht alle wissen: Ein Konto bei der jeweils «falschen» Veranstalterin geht nicht. Wer in Genf wohnt, kann sich nicht bei Swisslos registrieren, und wer in Zürich wohnt, hat bei Jouez Sport keinen Zugang. Die Produkte gelten nur im jeweils eigenen Vertragsgebiet, und beide schliessen Minderjährige aus, schreiben eine Online-Registrierung mit Ausweiskontrolle vor und setzen voraus, dass keine Spielsperre besteht.

Unterschiede im Produkt bestehen, sind aber für einen Afrika-Cup-Schein nicht der entscheidende Punkt. Sporttip bietet Online-Wetten mit Quotenboosts, Profitboosts und einem Kombiboost. Cash-Out ist nur online, nur als vollständiges Cash-Out und nur bei Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar. Live-Wetten werden unabhängig davon angenommen, ob das Ereignis live übertragen wird. Das Sporttip-Angebot für Afrika-Cup-Spiele folgt den üblichen Spielausgängen, Ergänzungen zur regulären Spielzeit und Siegerwetten – soweit die Gespa-Liste das Turnier und die jeweiligen Wettarten freigibt.

Vergleich der Anbieter auf einen Blick

Marke Schweizer Bewilligung Trägerin / Veranstalterin
Sporttip Grossspiel-Bewilligung (BGS), Aufsicht Gespa Swisslos Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel
Jouez Sport Grossspiel-Bewilligung (BGS), Aufsicht Gespa Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne
Bruce Bet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt
1xBet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt
Funbet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt
BetLabel ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt
Gamdom ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt
Pribet ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung nicht bewilligt

Die Tabelle zeigt die Struktur, kein Ranking. Innerhalb der bewilligten Reihe gibt es kein «besser» und «schlechter»; sie sind beide für ihren Bereich zugelassen. Die ausländischen Marken bleiben aus einem anderen Grund aufgeführt: Sie tauchen in der Werbung, auf Affiliate-Seiten und in Vergleichen auf, die Schweizer Spielende lesen. Sie sind hier nicht deshalb bewertet, weil sie eine Alternative zu Sporttip oder Jouez Sport wären – sie sind es nicht.

Ein Bergpass in den Schweizer Alpen mit leerer Strasse und Schneeresten am Rand im ersten Frühlicht.
Im Finale des Afrika-Cups 2025 am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung.

Welche Spiele verfügbar sind und was nicht bewettet werden darf

Die Gespa führt eine geschlossene Liste der bewilligten Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten. Was nicht auf der Liste steht, darf nicht angeboten werden. Die Liste ist die einzige Quelle dessen, was Schweizer Wettende zu Gesicht bekommen; nicht jeder Markt eines internationalen Anbieters ist in der Schweiz erlaubt. Eckenwetten, Kartenwetten und Esports-Märkte fehlen auf der Gespa-Liste ebenso wie Wetten auf Wetter, Politik oder TV-Shows.

Der Afrika-Cup gehört zum Fussball, der zur Liste gehört. Was genau am Turnier bewettet werden darf, bestimmt die Liste von Version zu Version. Sie wird hier nicht abgedruckt – sie ändert sich – aber sie ist die Stelle, an der ein konkreter Markt vor Scheinabgabe nachzuschlagen ist. Die Liste nennt auch Frauenwettbewerbe und Juniorenwettbewerbe separat; Qualifikationsspiele sind nur bewilligt, wenn sie gelistet sind, und Veranstaltungen, an denen mehrheitlich Minderjährige teilnehmen, sind ausgeschlossen.

Die beiden Veranstalterinnen dürfen nur das anbieten, was bewilligt ist. Was die Gespa in Version 10.09.2026 freigegeben hat, gilt ab dann; was sie später wieder herausnimmt, wird vom Angebot genommen. Wer einen Afrika-Cup-Schein abgibt, sollte auf der Liste nachsehen, ob der Markt, auf den er tippen will, überhaupt noch zur Verfügung steht.

Wettarten im Schnelldurchlauf

Sporttip unterscheidet drei Haupttypen: die Einzelwette, die Kombinationswette und die Systemwette. Bei der Einzelwette geht es um eine einzige Voraussage, bei der Kombinationswette um mehrere, deren Einzelquoten sich zu einer Gesamtquote multiplizieren, und bei der Systemwette um eine strukturierte Auswahl von Tipps aus mehreren Spielen, bei der auch einzelne Annahmen verlieren dürfen, ohne den ganzen Schein zu kippen. Voneinander abhängige Ereignisse derselben Sportveranstaltung – zum Beispiel die korrekten Resultate zweier Spiele einer Vorrundengruppe – werden nur über die Bet-Builder-Funktion zusammengeführt; was nicht über diesen Weg verbunden ist, kann von Swisslos nachträglich für ungültig erklärt und der Einsatz zurückerstattet werden.

Die Mindest- und Höchsteinsätze sind Teil der Spielregeln, nicht der Verordnung. Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz pro Einzel- oder Kombinationswette bei CHF 1’000 und pro Systemwette bei CHF 10’000. Swisslos kann diese Limiten jederzeit und ohne Angabe von Gründen ändern; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Was die reguläre Spielzeit bedeutet

Eine typische Falle liegt in der Spielzeit. Für Afrika-Cup-Spiele gilt die reguläre Spielzeit als die reguläre Spieldauer – beim Fussball 90 Minuten – zuzüglich der Nachspielzeit. Verlängerung und Elfmeterschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Spielausgang endet also in der Regel mit dem 1:1 am Ende der Nachspielzeit; wer auf den Sieger nach Verlängerung oder Penaltyschiessen wetten will, muss einen Markt wählen, der das ausdrücklich abdeckt.

Bei Live-Wetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit der Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten. Wer in den letzten Sekunden eines KonterSpiels auf den nächsten Treffer setzt, sollte damit rechnen, dass die Annahme verweigert wird.

Wie Quoten entstehen und was eine Marge ist

Eine Quote ist keine Prognose. Sie ist eine risikogewichtete Schätzung der Veranstalterin, dividiert durch deren Marge. Die Marge ist der Anteil jedes eingesetzten Frankens, der beim Veranstalter bleibt; sie ist das Gegenteil der Auszahlungsquote. Wer die Auszahlungsquote eines Marktes kennt, kann die Marge direkt ausrechnen: Auszahlungsquote und Marge ergeben zusammen 100 Prozent.

Die Berechnung geht so: Für jede mögliche Auswahl wird ihre Wahrscheinlichkeit geschätzt; daraus ergibt sich die faire Quote als Kehrwert der Wahrscheinlichkeit; die Veranstalterin multipliziert diese fairen Quoten mit einem Korrekturfaktor, der ihre Marge sichert. Übrig bleiben Quoten, die für jede Auswahl «etwas zu tief» sind, aber so, dass die Summe der Kehrwerte grösser als 1 ist.

Ein Rechenbeispiel ohne Bezug auf einen konkreten Markt: drei Auswahlen mit Quoten 2.10, 3.40 und 3.60. Die Kehrwerte sind 0.4762, 0.2941 und 0.2778 und ergeben zusammen 1.0481. Die Auszahlungsquote ist 1 geteilt durch diese Summe, also rund 95.4 Prozent – die Veranstalterin gibt einen Frankel zurück von jedem eingesetzten Franken, gemittelt über alle Ausgänge. Die Marge dieses Marktes liegt in der Grössenordnung von rund 4 bis 5 Prozent. Solche Margen sind für eine Dreiwege-Wette auf einen Fussball-Markt nicht ungewöhnlich; bei Live-Wetten und exotischeren Märkten ist die Marge höher.

Eine Bandbreite statt einer einzelnen Zahl ist hier angemessen, weil die Beispielquoten willkürlich gesetzt sind. Sie stehen in keinem Verhältnis zu einer konkreten Afrika-Cup-Partie und sollen nur zeigen, was eine typische Marge in der Grössenordnung ist: Die Auszahlungsquote liegt im Beispiel bei rund 95 Prozent, entsprechend einer Marge im Bereich von etwa 5 Prozent. Kleinere Margen findet man auf Siegerwetten bei grossen Events, grössere Margen auf Kombiwetten-Boosts und Livewetten.

Was die Marge für den Spielenden bedeutet: Wer bei einem Markt mit 5 Prozent Marge zehn Franken setzt, lässt im Schnitt einen halben Franken als Kosten liegen. Bei einer Auszahlungsquote von 95 Prozent gehen 95 Rappen von jedem gesetzten Franken an die Spielenden zurück, 5 Rappen bleiben beim Veranstalter. Ein einzelner Tipp gewinnt oder verliert, aber über hundert Scheine gemittelt kostet der Markt genau diese Marge.

Quotenboosts, Kombiboost und Cash-Out

Die Begriffe klingen grosszügig; sie sind es nur in seltenen Fällen. Bei Sporttip gibt es zwei verwandte, aber getrennte Mechanismen: Quotenboosts und Profitboosts. Quotenboosts verbessern die Quote einer ausgewählten Prematch-Einzelwette auf eine Voraussage; Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettkonto nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost.

Der Kombiboost funktioniert über die Anzahl der Voraussagen auf einem Kombischein. Voraussetzung sind mindestens vier Voraussagen mit Einzelquoten von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 Prozent bei vier Voraussagen, 20 Prozent bei sieben, 40 Prozent bei zehn und 100 Prozent bei fünfzehn solchen Voraussagen. Wer auf einer Afrika-Cup-Spielkombi unter vier Voraussagen bleibt, bekommt keinen Boost; wer sieben Voraussagen mit jeweils einer Quote von 1.50 setzt, erhält 20 Prozent zusätzlich auf den Nettogewinn. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert; ab welchem Schwellenwert die Limite greift, steht in den Spielregeln.

Cash-Out ist nur online verfügbar und nur als vollständiges Cash-Out; ein Teilauszahlen ist nicht möglich. Der angebotene Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten – eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen.

Was ein Boost wert ist, hängt von der Quote ab, auf die er sich stützt. Bei einer Einzelwette zum Beispiel verdoppelt ein 100-Prozent-Profitboost auf eine Wette zu Quote 4.50 den Nettogewinn von 3.50 Franken pro eingesetztem Franken auf 7 Franken; der Einsatz bleibt gleich. Der Hebel wirkt nur, wenn die Wette gewinnt; verlieren, kann sie weiterhin. Das gilt auch für den Kombiboost, der erst am Ende des Scheins zuschlägt.

Verlustlimiten und Spielsperre – das Gerüst, das jeder zahlt

Jede Spielteilnahme beginnt mit einer Selbsteinschätzung. Bei Sporttip müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen, bevor sie zum ersten Mal an einer Sportwette teilnehmen. Die Obergrenze pro Wettkonto liegt bei CHF 9’999 – sofern das Konto von einer Person über 21 Jahren geführt wird. Für Minderjährige zwischen 18 und 21 Jahren gilt eine niedrigere Obergrenze von CHF 1’000 pro Periode. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen.

Eine Senkung der Limite greift sofort. Eine Erhöhung gilt erst nach 72 Stunden – sie ist also kein Mittel der Stunde, wenn die Tipps heute schiefgehen. Diese Wartezeit gilt unabhängig vom Turnier; sie ist Teil der Spielregeln, nicht der Gespa-Verordnung. Wer mitten in der K.-o.-Phase des Afrika-Cups die Limite anheben will, muss sich gedulden.

Die Spielsperre ist ein zweiter Schutz. Bei Swisslos lässt sich der Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos – einschliesslich Online-Casinos – und für das Fürstentum Liechtenstein. Eine selbst gewählte Spielsperre kann erst nach drei Monaten wieder aufgehoben werden, mit Einbezug einer Fachstelle.

Wer sich schwertut, ist damit nicht allein. Wer sich gar nicht auskennt, sollte eine Fachstelle ansprechen, bevor er ein Konto eröffnet; wer bereits spielt und merkt, dass die Kontrolle entgleitet, hat mit der Spielsperre ein Werkzeug, das in Schweizer Recht verankert ist und nicht erst beantragt werden muss.

Spielplan des Afrika-Cups und was auf den Schein kommt

Der Afrika-Cup wird von der CAF organisiert. Erstmals ausgetragen 1957, inzwischen mit 24 Mannschaften seit der Ausgabe 2019, soll das Turnier ab 2028 wieder alle vier Jahre stattfinden, was eine Änderung gegenüber dem bisherigen Rhythmus wäre. Rekordsieger ist Ägypten mit sieben Titeln, Rekordtorschütze Samuel Eto’o mit 18 Turniertoren.

Die letzte Ausgabe fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt. Sechs Vierergruppen spielten das Vorrundenfeld aus, die Gruppenersten und -zweiten zogen in die K.-o.-Runde ein, dazu die vier besten Gruppendritten. Danach folgte das übliche Achtelfinale, Viertelfinale, Halbfinale und das Endspiel – Verlängerung und Elfmeterschiessen eingeschlossen bei Gleichstand nach regulärer Spielzeit. Im Finale am 18. Januar 2026 gewann Senegal gegen den Gastgeber Marokko 1:0 nach Verlängerung. Brahim Díaz war Torschützenkönig mit fünf Toren; im Spiel um Platz 3 gewann Nigeria gegen Ägypten im Elfmeterschiessen mit 4:2.

Eine Fussnote, die im Februar 2026 dazukam: Die CAF wertete das Endspiel zwei Monate später mit 3:0 für Marokko, weil die senegalesische Mannschaft nach einem umstrittenen Elfmeterpfiff in der Nachspielzeit vorübergehend den Platz verlassen hatte. Der senegalesische Verband kündigte Berufung beim CAS an. Für die Wettenden hat das eine praktische Konsequenz: Bei einem Spiel mit nachträglich geändertem Resultat richtet sich die Abrechnung nach dem, was das Wettprogramm zum Zeitpunkt der Tippabgabe als anerkanntes Resultat hatte – und das ist in der Regel das sportliche Ende auf dem Feld, nicht der Verwaltungsakt.

Die nächste Ausgabe ist für den 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda geplant. 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Wer jetzt einen Schein abgibt, tippt nicht auf ein bevorstehendes Turnier, sondern allenfalls auf dessen Qualifikation – soweit die Qualifikationsspiele auf der Gespa-Liste stehen.

Gruppenphase

In der Vorrunde eines Afrika-Cups spielen sechs Vierergruppen, das ergibt 24 Spiele in der Gruppenphase. Jede Mannschaft hat drei Auftritte; zwei Auftritte sind noch spielfrei, wenn die erste Partie beginnt. Die Wetten, die in dieser Phase Sinn ergeben, sind die üblichen Dreiwege-Wetten auf das einzelne Spiel, kombiniert mit Hinweisen zur Tabellenkonstellation: Wer muss noch punkten, wer kann es sich leisten zu verlieren, wer ist bereits durch? Wer die Tabelle im Auge behält, schlägt sich besser als der Fan, der nur das bevorstehende Spiel sieht.

Märkte, die zur Gruppe passen, sind erst verfügbar, wenn die Begegnungen feststehen. Die Gespa-Liste entscheidet, was Schweizer Veranstalterinnen zeigen dürfen; wer seinen Tipp dort nicht findet, gibt ihn entweder anderswo ab – oder gar nicht.

Viertelfinale

Das Viertelfinale eines 24er-Feldes ist die erste K.-o.-Runde nach der Gruppenphase. Die Spiele finden in der zweiten Turnierwoche statt, verteilt auf mehrere Tage. Wer hier wettet, setzt auf den Sieger eines konkreten Spitzenspiels; die reguläre Spielzeit zählt, Verlängerung und Elfmeterschiessen nur, wenn das Wettprogramm es vorsieht.

Quoten auf Viertelfinale-Quartette reagieren stark auf das Los. Eine erwartet einfache Partie hat eine niedrige Siegerquote; die wahrscheinlichste Überraschung, das «interessanteste» Spiel, hat die höhere Quote und entsprechend einen grösseren Hebel – bei einem Markt, an dem die Marge immer mitläuft.

Halbfinale

Das Halbfinale bringt die letzte Vorentscheidung. Wer jetzt noch wettet, setzt auf das Spiel, das über den Finaleinzug entscheidet. Die Spielpaarungen stehen erst nach den Viertelfinalspielen fest; die Quoten sind dann in der Regel enger als in den Runden davor, weil die Halbfinalisten das Turnier gewollt überstehen mussten.

Cash-Out auf einen Halbfinalschein ist eine eigene Überlegung. Wer ein Kombi durch das Viertelfinale getragen hat, kann jetzt einen Teil seines möglichen Gewinns sichern. Wer auf das Halbfinale selbst gewettet hat, sieht den Cash-Out-Wert sich mit dem Spielverlauf verändern – oder die Veranstalterin zieht die Offerte vor Spielbeginn zurück, was ihr Recht ist.

Finale

Das Endspiel eines Afrika-Cups ist ein einzelner Abend. Die reguläre Spielzeit zählt; Verlängerung und Elfmeterschiessen nur, wenn das Wettprogramm es ausdrücklich als Wetttyp anbietet. Wer auf den Sieger nach 90 plus Nachspielzeit wettet, wettet auf das wahrscheinlichere Ergebnis; wer auf den Sieger nach Verlängerung setzt, akzeptiert die niedrigere Quote und die grössere Wahrscheinlichkeit, dass die reguläre Spielzeit nicht reicht.

Wer das Endspiel nicht als Wette, sondern als Spektakel sieht, kann auf andere Märkte ausweichen – Torschützen, Halbzeitresultat, Anzahl Tore. Die Gespa-Liste entscheidet, was Schweizer Veranstalterinnen zeigen. Was erlaubt ist, steht auf der Liste in der jeweils gültigen Fassung; was nicht erlaubt ist, gibt es schlicht nicht im Wettprogramm.

Wer organisiert den Afrika-Cup, und wann findet die nächste Ausgabe statt?

Die nächste Ausgabe ist der Afrika-Cup 2027 vom 19. Juni bis 17. Juli 2027 in Kenia, Tansania und Uganda. 54 Mannschaften haben sich für die Qualifikation gemeldet. Der Afrika-Cup wird von der CAF (Confédération Africaine de Football) veranstaltet; erstmals ausgetragen 1957, mit 24 Mannschaften seit 2019 und nach der Ausgabe 2027 alle vier Jahre stattfindend. Ägypten ist Rekordsieger mit sieben Titeln, Samuel Eto’o mit 18 Toren Rekordtorschütze. Die letzte Ausgabe fand vom 21. Dezember 2025 bis 18. Januar 2026 in Marokko statt; Senegal gewann das Finale gegen den Gastgeber mit 1:0 nach Verlängerung.

Darf in der Schweiz auf den Afrika-Cup gewettet werden, und bei welchem Veranstalter?

Ja, aber nur bei den beiden bewilligten Veranstalterinnen Swisslos (Produkt Sporttip) und Loterie Romande (Produkt Jouez Sport). Sporttip deckt die Deutschschweizer Kantone, den Tessin und Liechtenstein ab, Jouez Sport die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Eine Wette bei einem ausländischen Anbieter ist in der Schweiz nicht erlaubt, auch wenn der Anbieter in einem anderen Land eine Lizenz hat.

Zählen Verlängerung und Elfmeterschiessen zu einer Wette auf den Spielausgang?

Nein, nur wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Eine Wette auf den Spielausgang endet in der Regel mit der regulären Spielzeit plus Nachspielzeit. Eine Wette «Sieger inkl. Verlängerung» wird eigens ausgewiesen; eine «Sieger nach Elfmeterschiessen» ebenso. Wer unsicher ist, schaut auf den Wetttyp, nicht auf die Bezeichnung des Endspiels.

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote, und was ist die Marge?

Der Gewinn einer gewonnenen Einzelwette ist Einsatz mal (Quote minus 1). Wer CHF 10 auf Quote 2.50 setzt, bekommt bei einem Gewinn CHF 25 zurück, davon CHF 15 als Nettogewinn. Die Marge ist der Anteil jedes eingesetzten Frankens, der im Durchschnitt beim Veranstalter bleibt: Auszahlungsquote und Marge ergeben zusammen 100 Prozent. Auf einem Dreiwege-Markt mit Quoten 2.10, 3.40 und 3.60 ergibt sich eine Auszahlungsquote von rund 95 Prozent und damit eine Marge im Bereich von etwa 5 Prozent. Über viele Scheine hinweg kostet dieser Markt im Schnitt 5 Rappen pro eingesetztem Franken.

Wie funktionieren Verlustlimiten, und wie wird eine Spielsperre eingetragen?

Verlustlimiten müssen vor der ersten Sporttip-Teilnahme für 1, 7 und 30 Tage gesetzt werden, mit einer Obergrenze von CHF 9’999 pro Wettkonto (für über 21-Jährige; für 18- bis 21-Jährige gilt CHF 1’000). Senkungen gelten sofort, Erhöhungen erst nach 72 Stunden. Zusätzlich lässt sich eine freiwillige Einzahlungslimite für 30 Tage setzen. Die Spielsperre kann produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst eingerichtet werden; eine unbefristete Sperre wird in ein schweizweites Register eingetragen und gilt auch für Casinos und Liechtenstein. Eine selbst gewählte Sperre kann erst nach drei Monaten und mit Einbezug einer Fachstelle aufgehoben werden.

Ab welchem Betrag fällt auf Wettgewinne Verrechnungssteuer an, und was bedeutet «je nach Kanton»?

Gewinne aus bewilligten Schweizer Grossspielen sind einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Bundesrechtlich liegt dieser Freibetrag seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; 2025 waren es CHF 1’070’400. Darüber wird eine Verrechnungssteuer von 35 Prozent abgezogen, die über die Steuererklärung zurückgefordert werden kann. Der kantonale Freibetrag weicht ab – er ist nicht überall gleich – deshalb schreibt man «je nach Kanton», nicht eine einzelne Zahl. Wer einen Gewinn ausschliesslich bei einem ausländischen Anbieter erzielt, ohne Schweizer Bewilligung, fällt nicht unter diese Verrechnungssteuer; einzelne Kantone – das bekannteste Beispiel ist Thurgau – behandeln solche Gewinne aber als voll steuerbares Einkommen.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»