Heinz-Wette 2026: So funktioniert das System aus 57 Einzelwetten in der Schweiz
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Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Wer in der Schweiz auf Sport wetten will, hat nur zwei seriöse Adressen, denn das Geldspielgesetz erlaubt Grossspiele im Bereich Sportwetten ausschliesslich Swisslos mit dem Produkt Sporttip und der Loterie Romande mit Jouez Sport. Aus diesem Grund steht hier nicht eine Liste internationaler Buchmacher, sondern die Frage, was eine Heinz-Wette tatsächlich ist, was sie kostet, sobald der Einsatz über 57 Linien läuft, und welche Regeln die beiden Schweizer Veranstalter für eine solche Systemwette setzen.
Aktualisiert am Oktober 19, 2026 und abgeglichen mit den Spielregeln und Teilnahmebedingungen von Sporttip (Version 4.2) sowie dem Règlement Jouez Sport (17. Ausgabe, September 2024).
Die zwei Schweizer Veranstalter im Direktvergleich
Die Auswahl fällt in der Schweiz nicht breit aus, und genau das macht den Vergleich übersichtlich: zwei Veranstalter, zwei Produkte, zwei Verbreitungsgebiete. Beide Organisationen sind Genossenschaften beziehungsweise Aktiengesellschaften mit Sitz in der Schweiz, beide stützen ihre Bewilligung auf das Bundesgesetz über Geldspiele (BGS, SR 935.51), und beide stehen unter der Aufsicht der Gespa, der interkantonalen Geldspielaufsicht mit Sitz in Bern. Wer in einem der 19 Deutschschweizer Kantone, im Tessin oder in Liechtenstein wohnt, ist bei Swisslos Sporttip an der richtigen Stelle; wer in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf oder Jura lebt, spielt bei der Loterie Romande unter dem Namen Jouez Sport. Eine Online-Registrierung bei einem der beiden ist nur mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet möglich.

| Einordnung | Anbieter | Schweizer Bewilligung | Träger / ausgewiesene Bewilligung |
|---|---|---|---|
| Deutschschweiz & Liechtenstein | Swisslos Sporttip | Veranstalter- und Spielbewilligung gemäss BGS (Grossspiel) | SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel; gestützt auf die IKV vom 20.05.2019 |
| Westschweiz | Loterie Romande Jouez Sport | Veranstalter- und Spielbewilligung gemäss BGS (Grossspiel) | Société de la Loterie de la Suisse Romande, Lausanne |
Was den Wettmarkt prägt
Der schweizerische Sportwettenmarkt ist klein, reglementiert und statisch. Er wird nicht von Werbekampagnen oder Quotenrennen geprägt, sondern von einer geschlossenen Liste erlaubter Sportarten, Wettbewerbe und Wettarten, die die Gespa führt. Eckball- oder Kartenmärkte tauchen dort nicht auf, und ein Esports-Bereich fehlt ebenfalls. Was im Wettprogramm erscheint, ist eine Vorauswahl, nicht das Ergebnis eines Wettbewerbs unter Anbietern. Eine Heinz-Wette lässt sich bilden, soweit die einzelnen Voraussagen aus dem genehmigten Angebot stammen und die Zahl der Auswahlen im zulässigen Rahmen bleibt.
Was eine Heinz-Wette tatsächlich ist
Die Heinz-Wette gehört zur Familie der Full-Cover-Wetten, die sämtliche möglichen Mehrfachwetten über eine bestimmte Zahl von Auswahlen abdecken. Bei sechs Auswahlen sind das exakt 57 Wetten: jede mögliche Kombination aus zwei Auswahlen (15 Doppel), drei Auswahlen (20 Dreier), vier Auswahlen (15 Vierer), fünf Auswahlen (6 Fünfer) und sechs Auswahlen (1 Sechser). Einzelwetten auf die Auswahlen sind nicht enthalten, und genau dieser Punkt trennt den Heinz von einer gewöhnlichen Kombiwette.

Aufbau der 57 Einzelwetten
Eine Auswahl allein bringt bei einem Heinz nichts. Erst ab zwei richtigen Tipps fliesst ein Ertrag, weil dann die 15 Doppel ins Spiel kommen. Der Ertrag steigt progressiv, je mehr Auswahlen aufgehen: jede weitere richtige Auswahl aktiviert zusätzliche Kombinationen, in denen sie steckt. Wer von sechs Auswahlen fünf trifft, gewinnt aus 15 + 20 + 15 + 6 = 56 Mehrfachwetten; die eine fehlende Komponente ist der Sechser, der sechs Richtige auf einmal verlangt.
Der Name kommt nicht von einem Sponsor, sondern von der Zahl 57, die an den Werbeslogan des amerikanischen Lebensmittelkonzerns Heinz erinnert. Die englische Wikipedia nennt diese Systemwette nach dieser Zahl, und in deutschsprachigen Wettprogrammen erscheint sie schlicht als «Heinz» oder als «Systemwette 6 aus 6».
Heinz, Super Heinz und Goliath im Vergleich
Die Heinz-Familie folgt einer einfachen Reihe: Der Heinz deckt sechs Auswahlen ab, der Super Heinz sieben und der Goliath acht. Beim Super Heinz erhöht sich die Zahl der Einzelwetten von 57 auf 120: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebenfachwette. Beim Goliath, der acht Auswahlen kombiniert, sind es 247 Einzelwetten. Auch beim Super Heinz muss mindestens eine Auswahl mehr richtig sein als die Grösse der kleinsten Kombination verlangt, also mindestens zwei von sieben, sonst gibt es keinen Ertrag.
| System | Auswahlen | Einzelwetten | Kleinster auszahlender Treffer |
|---|---|---|---|
| Heinz | 6 | 57 | 2 Richtige |
| Super Heinz | 7 | 120 | 2 Richtige |
| Goliath | 8 | 247 | 2 Richtige |
Einsatz, Limits und Verteilung auf 57 Linien
Eine Heinz-Wette verteilt den Einsatz auf alle 57 Linien. Wer pro Linie einen Franken setzt, gibt insgesamt 57 Franken aus. Wer pro Linie zehn Franken setzt, sind es 570 Franken. Diese Mechanik wird auf dem Wettschein oft übersehen, weil die Eingabemaske meist nach einem «Einsatz pro Linie» fragt und die Gesamtsumme erst nach der Bestätigung sichtbar wird.
Limits bei Sporttip
Bei Sporttip kostet eine Einzel- oder Kombinationswette mindestens CHF 1 und höchstens CHF 1’000 pro Schein. Für eine Systemwette wie den Heinz liegt die Höchstgrenze bei CHF 10’000, also beim Zehnfachen einer Einzelwette. Das ist die einzige Grenze, an der die 57 Linien Halt finden, denn pro Linie gilt bei einem Systemwettenschein eine andere Obergrenze. Wer mit dem maximalen Systemeinsatz spielt, riskiert einen fünfstelligen Betrag auf eine Wette, die nur dann etwas zurückgibt, wenn mindestens zwei Auswahlen aufgehen.
Die Limits können von Swisslos jederzeit und ohne Angabe von Gründen geändert werden; eine Wette über der Limite wird nicht angenommen. Es lohnt sich also, vor einer grösseren Systemwette einen Blick in die aktuellen Spielregeln zu werfen.
Limits bei Jouez Sport
Bei der Loterie Romande beträgt der Online-Mindesteinsatz CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3 und auch für Multiples CHF 2. Der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten liegt bei CHF 500, und ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Eine Heinz-Wette mit 57 Linien kostet bei einem Einsatz von CHF 2 pro Linie bereits CHF 114, und sie kann mit dem Maximum von CHF 7’500 nur gespielt werden, wenn pro Linie rund CHF 131 gesetzt werden, was deutlich unter dem Höchsteinsatz für Einzelwetten bleibt, aber die Linienzahl multipliziert den Betrag.
Eine Kombiwette umfasst bei Jouez Sport zwischen 2 und 10 Voraussagen, und die Gesamtquote muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist auf CHF 300’000 gedeckelt, der Höchstgewinn für alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000.
Was die Quote über eine Heinz-Wette aussagt
Die Quote einer Heinz-Wette ergibt sich aus dem Produkt der Einzelquoten. Wer sechs Quoten von 2.00 wählt, erhält eine Gesamtquote von 64 für die Sechsfachwette. Wer sechs Quoten von 1.50 wählt, kommt auf 11.39. Wer sechs Quoten von 2.50 wählt, landet bei 244.14. In der Mitte zwischen diesen Welten liegt ein typischer Mix aus Fussball-, Tennis- und Eishockeyquoten, bei dem die Gesamtquote rasch in den dreistelligen Bereich steigt.
Diese Gesamtquoten sind das Produkt einer Kettenmultiplikation, und sie sind ehrlich nur, wenn die Einzelquoten ihrerseits ohne überhöhte Margen zustande kommen. Die Gesamtquote einer Systemwette sieht auf dem Wettschein verlockend aus, verdeckt aber zwei Dinge: erstens den Anteil, den der Veranstalter an jedem Spielmarkt als Marge einbehält, und zweitens die Tatsache, dass nur die wenigsten der 57 Linien aktiv werden, wenn nicht alle Auswahlen gewinnen.
Beispielrechnung: sechs Auswahlen mit Quoten 1.50, 2.00 und 2.50
Wer bei sechs Auswahlen mit gemischten Quoten spielt, etwa zwei Auswahlen zu 1.50, zwei zu 2.00 und zwei zu 2.50, und pro Linie einen Franken setzt, zahlt 57 Franken Einsatz. Die genauen Gewinne hängen davon ab, welche Auswahlen richtig liegen:
- Bei nur zwei Richtigen aus den niedrigen Quoten gewinnt das Doppel aus zwei 1.50-Auswahlen 1 × (1.50 × 1.50) = 2.25 Franken.
- Bei drei Richtigen zwei von 1.50 und eine von 2.00 gewinnen das entsprechende Dreier (1.50 × 1.50 × 2.00) und das entsprechende Doppel (1.50 × 2.00) sowie das andere Doppel aus den beiden 1.50-Auswahlen, was insgesamt einen Bruttoertrag von rund 7 Franken ergibt, bei 57 Franken Einsatz also ein deutliches Minus.
- Bei vier Richtigen, gemischt aus den Quoten, steigt der Ertrag deutlich an und kann im niedrigen bis mittleren dreistelligen Bereich landen, je nachdem welche Auswahlen richtig liegen.
- Bei fünf oder sechs Richtigen erreicht der Ertrag den vierstelligen Bereich, und bei sechs Richtigen liegt er im fünfstelligen Bereich, weil die Gesamtquote aus 1.50, 1.50, 2.00, 2.00, 2.50 und 2.50 rund 56.25 beträgt, also 57 Franken Einsatz multipliziert mit 56.25 gleich etwa 3’206 Franken ausmacht.
Die Spanne zwischen «alles richtig» und «nichts oder nur eines richtig» ist das Wesen der Systemwette: sie bezahlt Teilerfolge, aber sie tut es aus einem grossen Topf, der bei einem Teiltreffer oft nicht annähernd gefüllt wird. Genau diese Mechanik macht den Heinz für Wettende interessant, die nicht alle Auswahlen sicher tippen wollen, aber dennoch auf einen Volltreffer hoffen.
Was die Marge in jeder Quote bedeutet
Die Marge eines Marktes ist das, was der Veranstalter von jedem eingesetzten Franken einbehält. Sie ergibt sich rechnerisch aus der Auszahlungsquote: Liegen die drei Quoten eines Fussballspiels auf Heimsieg, Unentschieden und Auswärtssieg bei 2.13, 3.40 und 3.50, so ergibt sich die Auszahlungsquote als 1 ÷ (1/2.13 + 1/3.40 + 1/3.50), also rund 94.2 %, und die Marge liegt bei etwa 5.8 %. Bei Märkten mit vielen Auswahlen wie Handicap-Linien oder Torwetten liegt die Marge höher, oft zwischen 6 und 10 %. Diese Marge steckt in jeder der sechs Auswahlen eines Heinz, und die kumulierte Marge einer Sechsfachwette ist die Multiplikation der Margen, nicht die Summe. Eine Marge von 6 % in jedem Spielmarkt führt über sechs Auswahlen zu einer erwarteten Auszahlung von etwa 69 %, weil (1 − 0.06)⁶ ≈ 0.69. Genau diese Erwartung steht hinter jeder Zeile der Tabelle unter Heinz, Super Heinz und Goliath im Vergleich, und sie ist der Grund, warum Systemwetten trotz hoher Gesamtquoten in der statistischen Mehrheit der Fälle nicht aufgehen.
Heinz und Kombiwette: was sie trennt
Eine gewöhnliche Kombiwette fasst die Auswahlen zu einer einzigen Wette zusammen, die nur dann gewinnt, wenn alle Auswahlen richtig sind. Eine Heinz-Wette verteilt die Auswahlen auf 57 Wetten, die unabhängig voneinander ausgewertet werden. Eine Kombiwette ist einfach zu kalkulieren, weil sie einen einzigen Ertrag oder nichts bringt; ein Heinz verlangt eine Aufschlüsselung, welche Kombinationen getroffen wurden und welche Quote jede einzelne hat. Aus diesem Grund, weil die Kombiwette linear ist, ist sie leichter zu lesen, und aus diesem Grund, weil der Heinz viele kleine Wetten bündelt, ist er teurer, aber auch im Teiltreffer noch einträglich.
| Eigenschaft | Kombiwette | Heinz |
|---|---|---|
| Anzahl Wetten | 1 | 57 |
| Auszahlung | nur bei vollem Treffer | ab 2 Richtigen |
| Einsatz | ein Betrag | Betrag × 57 |
| Gesamtquote | Produkt der Einzelquoten | Produkt pro Linie unterschiedlich |
| Verlustwahrscheinlichkeit | hoch (alle müssen stimmen) | geringer (Teiltreffer möglich) |
Der wesentliche Unterschied liegt im Risiko pro Franken Einsatz: Bei der Kombiwette ist der gesamte Einsatz verloren, wenn nur eine Auswahl falsch ist; beim Heinz bleibt ein Ertrag, sobald mindestens zwei Auswahlen stimmen. Dieser Vorteil wird mit einem Vielfachen an Einsatz erkauft, denn 57 Linien kosten 57 mal so viel wie eine Einzelwette auf einer Auswahl.
Cash-Out und Teilauszahlung bei einer Heinz-Wette
Bei Sporttip ist Cash-Out für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten verfügbar, vor Spielbeginn und live, aber nur online und nur als vollständiges Cash-Out. Eine Teilauszahlung, wie sie internationale Buchmacher kennen, gibt es bei Sporttip nicht. Das bedeutet: Wer eine Heinz-Wette vorzeitig auscashen will, muss die ganze Wette abgeben, nicht einzelne Linien.
Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche Wettgewinn bei normalem Ablauf, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für jeden Markt anbieten, und ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen. Bei einem Cash-Out verfällt zudem ein allfälliger Quotenboost oder Profitboost auf der abgegebenen Wette.
Für eine Heinz-Wette bedeutet das: Cash-Out kommt nur dann in Frage, wenn bereits einige Auswahlen richtig sind und Swisslos den Verkauf der Gesamtposition anbietet. Wer ein Cash-Out akzeptiert, gibt die Chance auf die höheren Auszahlungen ab, die ein vollständiger Treffer aller 57 Linien bedeutet hätte, und nimmt dafür einen festen Betrag mit. In Spielen, in denen die offenen Auswahlen noch unsicher sind, kann ein Cash-Out sinnvoll sein; in Spielen, in denen die Auswahlen sicher liegen, verzichtet ein Cash-Out auf bares Geld.
Livewetten und Heinz
Livewetten sind bei Sporttip erlaubt, vor dem Spiel und während des Spiels. Bei Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis tatsächlich live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit der Quote 1.00. In spielentscheidenden Situationen, etwa nach einem Elfmeter, einer Roten Karte oder einer Entscheidung des Videoschiedsrichters, kann Swisslos Wetten ebenfalls mit Quote 1.00 werten.
Für eine Heinz-Wette heisst das: Einzelne Auswahlen können auf eine Livewette mit Quote 1.00 zurückgestuft werden, wenn sie verspätet platziert wurden oder in einer spielentscheidenden Situation gesetzt wurden. Eine zurückgestufte Auswahl trägt nichts mehr zum Ertrag bei und wirkt im Heinz wie eine verlorene Auswahl.
Wann eine Heinz-Wette ungültig wird
Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist sie ungültig. Bei Einzelwetten wird der Einsatz zurückbezahlt; in Kombinations- und Systemwetten erhält die betroffene Voraussage die Quote 1.00. Für eine Heinz-Wette wirkt das wie eine verlorene Auswahl, die in den 57 Einzelwetten entsprechend weniger Ertrag bringt.
Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Eine Mehrfachwette auf «Heimsieg und über 2.5 Tore» aus derselben Partie ist ohne diese Funktion unzulässig. Nimmt Swisslos eine solche Kombination irrtümlich an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Für eine Heinz-Wette heisst das: Die Auswahlen müssen aus verschiedenen, unabhängigen Wettereignissen stammen.
Verlustlimiten und Spielsperre
Vor der ersten Sporttip-Teilnahme müssen Spielende Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen. Die Obergrenze liegt bei CHF 9’999 pro Tag, Woche oder Monat; unter 21 Jahren gilt eine Obergrenze von CHF 1’000. Eine Senkung der Limite tritt sofort in Kraft, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich kann eine Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage freiwillig gesetzt werden.
Diese Limiten sind nicht nur Formalität, sondern Mechanik. Eine Heinz-Wette mit 57 Linien kostet ein Mehrfaches einer Einzelwette, und die Verlustlimite für 7 oder 30 Tage kann durch eine einzelne Systemwette vollständig ausgeschöpft werden. Wer mit kleinen Limits spielt, sollte den Systemeinsatz vor der Bestätigung prüfen, nicht erst nach der Buchung.
Spielende können sich produktbezogen für 1 bis 180 Tage selbst sperren, ohne Aufhebung vor Fristablauf. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Die Spielsperre ist unabhängig vom Veranstalter und vom Produkt: Wer einmal gesperrt ist, kann weder bei Sporttip noch bei einer Lotterie noch in einem Casino mehr spielen.
Wer bei Sporttip wetten darf
Eine Online-Registrierung bei Swisslos ist ab 18 Jahren möglich und nur mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet (siehe oben). Es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren. Die Daten werden aus einem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft.
Bei Sporttip selbst sind Wetten ab 18 Jahren offen. Personen unter 18 Jahren sind ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Diese letzte Regel ist für Amateure im Breiten- und Nachwuchssport relevant: Sobald jemand selbst auf dem Platz steht, ist die Wette auf das eigene Spiel unzulässig.
Steuern auf Wettgewinne
Gewinne aus Swisspermitted Grossspielen sind bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn einkommensteuerfrei. Der Bundesfreibetrag liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000 (im Jahr 2025 waren es CHF 1’070’400); der kantonale Freibetrag unterscheidet sich, weshalb die Faustregel «je nach Kanton» lautet. Oberhalb des Freibetrags behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die über die Steuererklärung rückforderbar ist. Ein typischer Wettgewinn liegt deutlich unter diesen Freibeträgen, und die meisten Wettenden zahlen weder Einkommensteuer noch Verrechnungssteuer auf einen Heinz-Gewinn.
Auf den Einsatz selbst fällt keine Schweizer Wettsteuer; die Kosten für den Fiskus stecken in der Marge der Quoten, nicht auf dem Wettschein. Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen keiner Verrechnungssteuer, aber die kantonale Steuerpraxis im Thurgau behandelt solche Gewinne als voll steuerbares Einkommen unabhängig vom Betrag.
Was eine Heinz-Wette in der Schweiz konkret bedeutet
Wer mit einer Heinz-Wette spielt, setzt 57 kleine Wetten auf einen Schlag, und die meisten dieser Wetten sind bei einem typischen Spieltag Kombinationen aus Fussball-, Tennis- und Eishockeyauswahlen, deren Quoten zwischen 1.30 und 3.50 liegen. Die Gesamtquote eines Volltreffers liegt dann im niedrigen bis mittleren vierstelligen Bereich, der Gesamteinsatz zwischen CHF 57 und CHF 570, je nach Linieneinsatz.
Diese Mechanik ist im Wettprogramm von Sporttip und Jouez Sport abgebildet, soweit das System sechs Auswahlen in einer Systemwette erlaubt. Die Frage, ob ein bestimmtes Wettprogramm einen Heinz führt oder ihn als «System 6/6» bezeichnet, ist operativ und kann je nach Version der Spielregeln variieren. Wer auf der Seite des Veranstalters spielt, prüft die aktuellen Spielregeln und das Wettprogramm direkt vor dem Tipp.
Swisslos Sporttip im Profil
Swisslos betreibt Sporttip als Produkt für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, gestützt auf die Interkantonale Vereinbarung über die gemeinsame Durchführung von Geldspielen vom 20. Mai 2019. Der Sitz der Genossenschaft ist Basel, und die Aufsicht führt die Gespa in Bern. Sporttip ist sowohl online als auch in Verkaufsstellen verfügbar.
Für eine Heinz-Wette bei Sporttip gelten die Limits für Systemwetten: maximal CHF 10’000 pro Wettschein, Mindesteinsatz CHF 1 pro Linie. Cash-Out ist nur als vollständiges Cash-Out und nur online verfügbar, nicht in Teilauszahlung. Quotenboosts und Profitboosts sind online verfügbar, jeweils pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Der Kombiboost gilt nur online, vor oder während des Spiels sowie für Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Mindestquote von 1.50; der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn solchen Voraussagen.
Das Sporttip-Angebot ist breit im Rahmen der Gespa-Liste: Fussball, Eishockey, Tennis, Handball und eine Auswahl weiterer Sportarten, soweit sie in der Liste auftauchen. Eckball- und Kartenmärkte fehlen, ebenso Esports. Die Heinz-Wette ist im Wettprogramm abgebildet, soweit das System sechs Auswahlen unterstützt.
Sporttip ist die richtige Adresse für deutschsprachige Schweizer Wettende, die innerhalb des gesetzlich erlaubten Rahmens spielen wollen. Die Vollständigkeit der Gespa-Liste, die klaren Limits und der Vorrang aller Verfahren auf Verlierer- und Spielerschutz machen diesen Anbieter zur ersten Wahl für eine Heinz-Wette in seinem Verbreitungsgebiet. Wer mehrere Wochen im Voraus plant und auf Bundesliga, Champions League, NHL und ATP-Tour setzen will, findet hier das vollständige Programm.
Loterie Romande Jouez Sport im Profil
Die Loterie Romande betreibt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Waadt, Wallis, Neuenburg, Genf und Jura. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Lausanne (Avenue de Provence 14, 1001 Lausanne) und betreibt 2’350 Verkaufsstellen in der Westschweiz mit 221 Mitarbeitenden. Die Aufsicht führt ebenfalls die Gespa.
Die Limits bei Jouez Sport sind enger als bei Sporttip: Online-Mindesteinsatz CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500, Höchsteinsatz für ein Multiples-Wettschein CHF 7’500. Eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen, die Gesamtquote muss zwischen 1.10 und 100’000 liegen. Der Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette ist auf CHF 300’000 gedeckelt, der Höchstgewinn für alle Gewinne eines Multiples zusammen auf CHF 1’000’000.
Das Wettprogramm ist ähnlich strukturiert wie bei Sporttip, da beide Veranstalter dieselbe Gespa-Liste nutzen. Eine Heinz-Wette mit 57 Linien ist auch bei Jouez Sport spielbar, soweit das System diese Auswahlgrösse unterstützt; bei 10 Voraussagen als Maximalzahl liegt der Super Heinz mit 7 Auswahlen ebenfalls im Rahmen, der Goliath mit 8 Auswahlen ebenfalls.
Jouez Sport ist die richtige Adresse für Westschweizer Wettende. Die etwas engeren Limits und der etwas tiefere Höchstgewinn im Vergleich zu Sporttip sind die hauptsächlichen Einschränkungen; die Spielmechanik, die Sicherheit und der Spielerschutz sind mit Sporttip identisch, da beide unter derselben Gespa-Aufsicht stehen.
Ausländische Anbieter ohne Schweizer Bewilligung
Wer in der Schweiz surft, stösst früher oder später auf Buchmacher mit Namen wie MyStake, HighFlyBet, Duelbits, Rollbit, Boomerang Bet, Unibet, Sportuna oder Fezbet. Keiner dieser Anbieter verfügt über eine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz aus Curaçao, Malta, Deutschland oder einem anderen Land hat in der Schweiz keine Kraft (Art. 4 BGS). Diese Anbieter sind nicht an die Schweizer Spielsperre angeschlossen, unterliegen nicht der Gespa-Aufsicht und bieten im Streitfall keinen Schweizer Rechtsweg.
Die Gespa führt eine Liste gesperrter ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren (Sperrliste). Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, und gesperrte Domains werden innerhalb von Stunden ersetzt, ein Mechanismus, der in der Aufsichtspraxis als Domain-Hopping bezeichnet wird. Wer mit einem VPN auf eine gesperrte Domain zugreift, umgeht die Sperre, ändert aber nichts an der Rechtslage: Es bleibt eine illegale Wette aus Schweizer Sicht, und der Anbieter bleibt ein Anbieter ohne Schweizer Bewilligung.
Für Wettende bedeutet das: Wer bei einem ausländischen Buchmacher spielt, riskiert, dass Einsatz und Gewinn in einem Strafverfahren gegen den Anbieter eingezogen werden, dass keine Schweizer Spielsperre greift und dass die kantonale Steuerpraxis im Thurgau Gewinne aus ausländischen Grossspielen voll besteuert. Dazu kommt: Werbeversprechen wie «beste Quoten», «100 % Bonus» oder «risikofrei» sind in der Schweiz für solche Anbieter verboten, und Verstösse gegen das Werbeverbot werden mit Bussen bis CHF 500’000 geahndet.
Die folgende Übersicht nennt diese Anbieter nur als Hintergrund, nicht als geprüfte Buchmacher: Wer eine Heinz-Wette spielen will, ist bei Swisslos Sporttip oder Loterie Romande Jouez Sport richtig, je nach Wohnsitzkanton.
| Anbieter | Schweizer Bewilligung | Bemerkung |
|---|---|---|
| MyStake | ohne Schweizer Bewilligung | keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung im Thurgau |
| HighFlyBet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung im Thurgau |
| Duelbits | ohne Schweizer Bewilligung | keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung im Thurgau |
| Rollbit | ohne Schweizer Bewilligung | keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung im Thurgau |
| Boomerang Bet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung im Thurgau |
| Unibet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung im Thurgau |
| Sportuna | ohne Schweizer Bewilligung | keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung im Thurgau |
| Fezbet | ohne Schweizer Bewilligung | keine Gespa-Aufsicht, keine Schweizer Spielsperre, kantonale Besteuerung im Thurgau |
Was eine Heinz-Wette für wen taugt
Eine Heinz-Wette ist nichts für Einsteiger und nichts für den kleinen Geldbeutel. Wer sechs Auswahlen treffen will, muss in sechs Märkten eine begründete Meinung haben, und wer pro Linie auch nur CHF 1 setzt, gibt CHF 57 aus. Wer das Spielbudget ernst nimmt, hat meist keine CHF 57 pro Wette übrig, schon gar nicht, wenn drei oder vier solcher Wetten parallel laufen.
Wer hingegen ein Wochenbudget im niedrigen dreistelligen Bereich hat und mit klaren Lieblingsauswahlen spielt, für den kann der Heinz eine Form sein, das Risiko pro Auswahl zu streuen, ohne auf eine einzige Wette zu setzen. Wer fünf von sechs Auswahlen mit hoher Wahrscheinlichkeit sieht und die sechste als «Hoffnung» mitnimmt, der reduziert mit dem Heinz die Verlustwahrscheinlichkeit im Vergleich zur Sechsfachkombi, akzeptiert aber einen höheren Einsatz und eine niedrigere Auszahlung im Volltreffer. Der Heinz taugt nicht als Strategie, die Regelmässig gewinnt; er taugt als Form, einen Tippschein mit teilbarem Risiko zu spielen, ohne die Chance auf einen hohen Ertrag bei einem Volltreffer aufzugeben.
Wer den Super Heinz mit sieben Auswahlen spielt, erhöht die Spannweite weiter: 120 Linien, Mindesteinsatz CHF 120 bei einem Franken pro Linie, Gesamtquote schnell im fünfstelligen Bereich, und die Trefferquote noch tiefer als beim Heinz, weil eine siebte Auswahl dazukommt, die stimmen muss.
Praktische Schritte für eine Heinz-Wette
Wer eine Heinz-Wette bei Sporttip oder Jouez Sport spielen will, geht in der Regel folgende Schritte:
- Wettprogramm öffnen und die sechs (beim Super Heinz sieben) Wettereignisse auswählen.
- Wettart auf «System 6/6» (oder die entsprechende Bezeichnung im Wettprogramm) setzen.
- Einsatz pro Linie eingeben, das System zeigt den Gesamteinsatz.
- Verlustlimite und Kontostand prüfen, denn 57 Linien können das Tageslimit vollständig ausschöpfen.
- Wette bestätigen und im Wettkonto die Buchung prüfen.
Vor der Bestätigung lohnt sich der Blick auf die Quoten und auf die Liste der offenen Auswahlen, denn eine späte Änderung an einer Quote führt nicht automatisch zu einer Benachrichtigung, und eine Heinz-Wette reagiert empfindlich auf Quotenänderungen, weil sie alle 57 Linien gleichzeitig betreffen.
Häufige Fragen zur Heinz-Wette
Wie funktioniert eine Heinz-Wette und aus welchen Einzelwetten besteht sie?
Eine Heinz-Wette ist eine Systemwette auf sechs Auswahlen, die aus 57 einzelnen Wetten besteht: 15 Doppel, 20 Dreier, 15 Vierer, 6 Fünfer und 1 Sechser. Einzelwetten auf die Auswahlen sind nicht enthalten. Mindestens zwei Auswahlen müssen richtig sein, damit ein Ertrag fliesst.
Was ist der Unterschied zwischen einer Heinz-Wette und einer gewöhnlichen Kombiwette?
Eine Kombiwette ist eine einzige Wette, die nur dann auszahlt, wenn alle Auswahlen richtig sind. Eine Heinz-Wette verteilt die Auswahlen auf 57 Wetten, sodass bereits ab zwei richtigen Tipps ein Ertrag entsteht. Der Einsatz ist beim Heinz jedoch um ein Vielfaches höher als bei einer Kombiwette mit gleicher Auswahl.
Wie hoch ist der Gesamteinsatz bei einer Heinz-Wette?
Wer pro Linie CHF 1 setzt, gibt insgesamt CHF 57 aus; wer pro Linie CHF 10 setzt, sind es CHF 570. Der Gesamteinsatz ergibt sich aus der Summe der Einsätze pro Linie und nicht aus einem separaten «Systemeinsatz», weil das System den Betrag auf alle 57 Wetten verteilt.
Was unterscheidet eine Super-Heinz-Wette von der einfachen Heinz-Wette?
Der Super Heinz erweitert das Prinzip auf sieben Auswahlen und umfasst 120 Einzelwetten: 21 Doppel, 35 Dreier, 35 Vierer, 21 Fünfer, 7 Sechser und 1 Siebenfachwette. Auch hier sind keine Einzelwetten enthalten, und der Mindesttreffer liegt bei zwei von sieben richtigen Auswahlen.
Dürfen in der Schweiz nur Swisslos und die Loterie Romande Sportwetten anbieten?
Ja. Das Bundesgesetz über Geldspiele erlaubt Grossspiele im Bereich Sportwetten ausschliesslich Swisslos mit dem Produkt Sporttip und der Loterie Romande mit Jouez Sport, beide unter Aufsicht der Gespa. Ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung; ihre Domains können auf der Sperrliste der Gespa stehen.
Wie berechnet sich die Auszahlung aus Einsatz und Quote, und wo steckt die Marge?
Bei einer Einzelwette ist die Auszahlung Einsatz mal Quote. Bei einer Kombiwette ist es Einsatz mal Gesamtquote, also mal dem Produkt der Einzelquoten. Bei Sporttip wird der Gewinn zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet und dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Die Marge des Veranstalters steckt in jeder einzelnen Quote: Sie ist die Differenz zwischen 100 % und der Auszahlungsquote, also zwischen 1 und 1 geteilt durch die Summe der Kehrwerte aller Quoten eines Marktes. Bei einer typischen Fussball-1X2-Marge von rund 5 bis 6 % sinkt die erwartete Auszahlung über sechs Auswahlen einer Heinz-Wette deutlich.
Wettarten – wettenzahlungch
Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»
