Wettquote-Rechner Schweiz: So berechnet sich Ihr Gewinn aus Quote und Einsatz

Updated Oktober 2026
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Ein Stapel unbedruckter Papierscheine liegt neben einem Kugelschreiber auf einem Holztisch.

Wer in Schweizer Buchmacher-Apps oder an der Verkaufsstelle eine Wette abschliesst, sieht auf dem Wettschein sofort zwei Zahlen: den Einsatz, den er riskiert, und die Quote, mit der sein Einsatz multipliziert wird. Was zwischen diesen beiden Zahlen passiert, sobald die Wette aufgegeben ist, ist die Frage, die ein Wettquote-Rechner beantwortet – und zwar genau so, wie Sporttip und Jouez Sport die Auszahlung am Ende tatsächlich vornehmen.

Wer seinen Rechner im Internet öffnet, merkt schnell: Es gibt nicht «den einen» Wettquote-Rechner, sondern drei Rechnungen, die ein Wettschein enthalten kann – die Einzelwette, die Kombiwette und die Systemwette. Jede Formel braucht eigene Eingaben, und jede liefert eine andere Grösse zurück. Die folgenden Abschnitte zeigen, wie diese Rechnungen funktionieren – und was die Auszahlung am Ende von der simplen Rechenformel unterscheidet: die Rundung auf 5 Rappen, die Mindest- und Höchsteinsätze sowie die Gewinnobergrenzen der beiden Schweizer Veranstalter.

Stand: Oktober 19, 2026 – geprüft gegen die Spielregeln und Teilnahmebedingungen Sporttip Version 4.2 und das Règlement Jouez Sport, 17. Ausgabe (September 2024).

Wettmärkte im Vergleich: Welche Rechner es in der Schweiz gibt

Ein Wettquote-Rechner ist im Kern ein Multiplikator: Einsatz mal Quote ergibt den Bruttogewinn, der Bruttogewinn minus Einsatz den Nettogewinn. Welche Quote er anzeigt, hängt davon ab, was der Veranstalter anbietet, und in der Schweiz heisst das: was Sporttip und Jouez Sport in ihrem Wettprogramm führen.

Der Gewinnbetrag einer Sporttip-Wette ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen mal Gesamtquote, und wird auf 5 Rappen genau abgerundet.

Die beiden Veranstalter, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, decken zusammen die Deutschschweiz und die Romandie ab. Wer auf einer dieser beiden Plattformen rechnet, rechnet mit deren Quoten und deren Rundungsregeln – nicht mit den Quoten eines ausländischen Anbieters, der in der Schweiz keine Bewilligung hat. Wer auf einer ausländischen Plattform rechnet, rechnet mit deren Quoten, hat aber in der Schweiz keine Handhabe, wenn die Auszahlung anders ausfällt als versprochen.

Die Übersicht «Anbieter im Vergleich» ordnet die verfügbaren Rechner und Anbieter in der Schweiz nach ihrer Bewilligungslage. Die Spalten zeigen, wer offiziell in der Schweiz tätig ist und bei wem die ausländische Lizenz keine Wirkung hat.

Anbieter Schweizer Bewilligung Veranstalter / ausgewiesene Lizenz
Swisslos Sporttip Bewilligung als Grossspiel (BGS) SWISSLOS Interkantonale Landeslotterie Genossenschaft, Basel – Aufsicht Gespa
Loterie Romande Jouez Sport Bewilligung als Grossspiel (BGS) Loterie Romande (Société de la Loterie de la Suisse Romande), Lausanne – Aufsicht Gespa
WirWetten ohne Schweizer Bewilligung keine ausgewiesene Lizenz mit Wirkung in der Schweiz
BillyBets ohne Schweizer Bewilligung keine ausgewiesene Lizenz mit Wirkung in der Schweiz
Bahigo ohne Schweizer Bewilligung keine ausgewiesene Lizenz mit Wirkung in der Schweiz
Boomerang Bet ohne Schweizer Bewilligung keine ausgewiesene Lizenz mit Wirkung in der Schweiz
Interwetten ohne Schweizer Bewilligung keine ausgewiesene Lizenz mit Wirkung in der Schweiz
HighFlyBet ohne Schweizer Bewilligung keine ausgewiesene Lizenz mit Wirkung in der Schweiz
Rabona ohne Schweizer Bewilligung keine ausgewiesene Lizenz mit Wirkung in der Schweiz
Rollbit ohne Schweizer Bewilligung keine ausgewiesene Lizenz mit Wirkung in der Schweiz

Die Tabelle trennt zwei Gruppen, die in der Werbung oft vermischt werden: zwei Veranstalter mit einer Schweizer Bewilligung und acht Anbieter ohne diese Bewilligung. Nur die Bewilligung zählt, die die Gespa in der Schweiz anerkennt – ausländische Lizenzen (Malta, Curaçao, Deutschland oder anderswo) gelten hier nicht. Wer in der Schweiz wettet, sollte sich bewusst sein, dass Abschlüsse bei Anbietern ohne Bewilligung nicht unter Schweizer Aufsicht stehen und die Folgen im Abschnitt zur Rechtslage dargelegt sind.

Was ein Wettquote-Rechner leistet – und was nicht

Ein Wettquote-Rechner ist ein Werkzeug, kein Urteil. Er rechnet aus, was die eingegebenen Zahlen ergeben, und er rechnet nichts aus, was er nicht weiss. Drei Dinge muss ein Rechner wissen, um ein Ergebnis zu liefern: den Einsatz, die Quote oder die Quoten und die Wettart. Alles andere – ob das Spiel stattfindet, ob die Auszahlung pünktlich kommt, ob die Quote bis zum Anpfiff noch stimmt – liegt ausserhalb seiner Reichweite.

Ein Abakus aus Holz steht auf einem Schreibtisch, einige Perlen sind nach links geschoben, Seitenlicht fällt darauf.
Bei Jouez Sport beträgt der Mindesteinsatz online CHF 2 und der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten CHF 500.

Was ein Rechner kann: Er multipliziert. Aus Einsatz und Quote wird der Bruttogewinn. Aus den Einzelquoten einer Kombiwette wird die Gesamtquote, indem sie miteinander multipliziert werden. Aus den Quoten eines Marktes wird die implizite Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs – 1 geteilt durch die Quote – und daraus die Marge des Marktes. Für eine Systemwette zerlegt er die Gesamtquote in die Quoten aller Kombinationen, die der Spielende angekreuzt hat, und addiert deren mögliche Gewinne.

Was ein Rechner nicht kann: Er weiss nicht, wie der Veranstalter rundet. Er weiss nicht, ob eine Wette innerhalb der Mindest- und Höchsteinsätze liegt. Er weiss nicht, ob ein Spiel ausfällt und die Wette storniert wird. Er weiss nicht, ob die Auszahlung auf das Bankkonto oder das Postkonto des Spielenden geht und ob die Schweizer Verrechnungssteuer greift. All das regelt jeder Veranstalter in seinen eigenen Spielregeln.

Einsatz mal Quote – das Fundament

Die einfachste Rechnung: Wer CHF 10 auf eine Einzelwette mit Quote 2.50 setzt, erhält bei einem Sieg CHF 25 ausbezahlt, der Reingewinn beträgt CHF 15. Bei Quote 1.50 und demselben Einsatz sind es CHF 15 Bruttogewinn und CHF 5 Nettogewinn. Wer den möglichen Gewinn vor dem Tipp abschätzen will, gibt den geplanten Einsatz und die angebotene Quote ein – der Rechner zeigt den Brutto- und den Nettogewinn.

Die Sporttip-Spielregeln halten fest, dass sich der Gewinnbetrag einer Wette aus dem Einsatz mal der Quote ergibt, bei Kombinationen aus dem Einsatz mal der Gesamtquote. Wer das im Kopf oder im Taschenrechner nachvollzieht, sieht: dasselbe Prinzip, eine andere Eingabe. Der Unterschied zwischen Einzel- und Kombiwette liegt nicht in der Formel, sondern darin, dass die Quote eines kombinierten Wettscheins erst aus den Einzelquoten gebildet wird.

Gesamtquote einer Kombiwette – das Produkt der Einzelquoten

Eine Kombiwette fasst mehrere Voraussagen zu einem Wettschein zusammen. Gewonnen ist die Wette nur, wenn alle Voraussagen eintreffen. Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten: Wer drei Voraussagen mit den Quoten 1.80, 2.20 und 1.95 kombiniert, erhält eine Gesamtquote von 1.80 × 2.20 × 1.95 = 7’722. Bei einem Einsatz von CHF 5 ergibt das einen Bruttogewinn von CHF 38.61 und einen Nettogewinn von CHF 33.61.

Diese Multiplikation ist der Grund, warum Kombiwetten mit hohen Gesamtquoten aussehen, als sei ein kleiner Einsatz «schon viel wert». Sie sind es auch – aber nur, wenn alle Voraussagen eintreffen. Sinkt die Wahrscheinlichkeit jeder Voraussage unter 100 %, fällt die Wahrscheinlichkeit, dass alle eintreffen, mit jedem Tipp. Wer das im Rechner nachvollzieht, sieht die Kehrseite einer hohen Gesamtquote.

Bei Jouez Sport besteht eine Kombiwette aus 2 bis 10 Tipps. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss dabei mindestens 1.10 betragen und darf den Faktor 100’000 nicht überschreiten. Diese Obergrenze ist bei sehr hohen Gesamtquoten im Multiples-Schein relevant.

Systemwette – mehrere Kombinationen auf einem Schein

Eine Systemwette ist eine Sammlung von Kombiwetten auf demselben Wettschein. Wer vier Voraussagen auswählt und «System 2 aus 4» ankreuzt, lässt den Veranstalter alle möglichen Zweier-Kombinationen aus diesen vier Voraussagen bilden – bei vier Voraussagen sind das sechs Kombinationen. Jede Kombination wird einzeln gewertet: Gewinne aus eingetroffenen Kombinationen werden addiert, der Einsatz wird durch die Anzahl Kombinationen geteilt.

Diese Aufteilung ist der Punkt, an dem viele Spielende zum ersten Mal rechnen müssen. Wer bei «System 2 aus 4» einen Einsatz von CHF 12 setzt, wettet effektiv CHF 2 pro Kombination. Wer bei «System 3 aus 6» einen Einsatz von CHF 30 setzt, wettet CHF 2 pro Kombination, und es gibt 20 Kombinationen. Wer den möglichen Gewinn schätzt, muss daher nicht nur die Gesamtquote berechnen, sondern die Quoten jeder einzelnen Kombination.

Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000 – das ist das Zehnfache einer Einzel- oder Kombinationswette. Wer mit kleineren Einsätzen rechnet, kommt schnell an die CHF-1-Marke pro Kombination, wenn er ein grösseres System spielt. Genau hier setzt die Spielerbeziehung der Mindest- und Höchsteinsätze an.

Implizite Wahrscheinlichkeit und Marge

Quoten sind nicht einfach Zahlen, sie sind Wahrscheinlichkeiten mit einem Aufschlag. Eine Quote von 2.00 entspricht einer Wahrscheinlichkeit von 50 % – 1 geteilt durch 2.00 ergibt 0.50. Eine Quote von 4.00 entspricht 25 %, eine Quote von 1.25 entspricht 80 %. Addiert man die impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes, liegt die Summe über 100 % – und die Differenz zu 100 % ist die Marge des Veranstalters.

Die Marge zeigt, wie viel von jedem Franken Einsatz im Schnitt beim Veranstalter bleibt. Eine Marge von 5 % heisst: Von jedem eingesetzten Franken zahlt der Veranstalter 95 Rappen als Gewinn aus und behält 5 Rappen. Die Auszahlungsquote ist die Gegengrösse: 95 % Auszahlungsquote entsprechen 5 % Marge. Wer in seinem Rechner die implizite Wahrscheinlichkeit ausrechnet, sieht diese Marge direkt – und sieht auch, wie sie sich von Markt zu Markt unterscheidet.

Ein Beispiel: Für einen Zwei-Wege-Markt mit Quoten 1.90 und 1.90 ist die implizite Wahrscheinlichkeit jedes Ausgangs 1 geteilt durch 1.90, also rund 52.63 %. Addiert man beide, ergibt sich eine Summe von rund 105.26 %. Die Marge liegt also in einer Grössenordnung von etwa 5 %, die Auszahlungsquote bei rund 95 %. Solche symmetrischen Quoten kommen in der Praxis bei ausgeglichenen Spielen vor, etwa bei einem Tennismatch oder einem Fussballspiel ohne klaren Favoriten – ein Beispiel, kein notierter Preis.

Wer mit diesem Wissen in den Wettschein schaut, sieht: Eine hohe Marge schmälert den Gewinn, bevor er ausbezahlt wird. Wer zwischen zwei Märkten mit ähnlichen Quoten wählen kann, sollte den mit der niedrigeren Marge wählen – der Reingewinn auf lange Sicht ist dort höher.

Rechtslage in der Schweiz: Wer rechnen darf und wer nicht

In der Schweiz ist Sportwetten ein Grossspiel im Sinne des Bundesgesetzes über Geldspiele (BGS, SR 935.51). Das Gesetz ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten und wird von der Gespa (Interkantonale Geldspielaufsicht, Bern) beaufsichtigt – nicht von der ESBK, die nur Casinos überwacht. Eine Bewilligung für Sportwetten braucht eine Veranstalterbewilligung und eine Spielbewilligung pro Spiel, und sie «gilt nur in der Schweiz». Eine ausländische Lizenz hat hier keine Wirkung.

Ein Brückengeländer aus Stahl über einem Gebirgsfluss im Gegenlicht, darunter schäumendes Wasser.
Zur Online-Registrierung bei Swisslos braucht es mindestens 18 Jahre sowie Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet.

Die Kantone haben die Zahl der Veranstalter, die Lotterien und Sportwetten durchführen dürfen, auf zwei begrenzt: Swisslos mit dem Produkt Sporttip für die Deutschschweiz, das Tessin und Liechtenstein, und Loterie Romande mit dem Produkt Jouez Sport für die sechs Westschweizer Kantone Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis. Ein Online-Konto bei einem der beiden Veranstalter bekommen nur Personen mit Wohnsitz im jeweiligen Vertragsgebiet, die mindestens 18 Jahre alt sind und keine Spielsperre haben. Eine Spielregistrierung ist nur einmal pro Person möglich.

Das bedeutet für den Wettquote-Rechner: Wer in der Schweiz wettet, hat die Wahl zwischen zwei Veranstaltern – mit unterschiedlichen Quoten, unterschiedlichen Mindest- und Höchsteinsätzen, unterschiedlichen Rundungsregeln und unterschiedlichen Gewinnobergrenzen. Wer bei einem ausländischen Anbieter wettet, wettet in einer Grauzone: Die Anbieter haben keine Schweizer Bewilligung, sind nicht an das Schweizer Ausschlussregister angeschlossen, und im Streitfall gibt es keinen Schweizer Rekursweg. Die Gespa führt eine Sperrliste ausländischer Domains, die Schweizer Telekomanbieter per DNS blockieren – Ende 2025 standen 671 Domains auf dieser Liste, und bei «Domain-Hopping» werden blockierte Domains innert Stunden ersetzt.

Wer das Spielguthaben auf das Bank- oder Postkonto ausgezahlt haben will, braucht ein Konto auf den eigenen Namen: Anonyme Auszahlungen oder Auszahlungen in Kryptowährungen gibt es bei lizenzierten Schweizer Anbietern nicht. Das BGS verbietet die Kreditvergabe an Spielende.

Wer in der Schweiz wettet, muss 18 sein

Sporttip-Wetten stehen Personen ab 18 Jahren offen, Personen unter 18 Jahren sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Wer als Wettkämpfer an einem Wettereignis teilnimmt, darf auf dieses Ereignis nicht wetten. Für die Online-Registrierung bei Swisslos braucht es neben dem Mindestalter von 18 Jahren den Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Swisslos-Vertragsgebiet, es darf keine Spielsperre bestehen, und jede Person darf sich nur einmal registrieren.

Die Identitätsprüfung läuft automatisiert: Die Daten werden aus dem hochgeladenen Ausweis ausgelesen und gegen Adressdatenbanken geprüft. Wer sich also einen «zweiten Account» anlegen will, um Limiten zu umgehen, scheitert an der Datenbank – und macht sich bei einer späteren Auszahlung angreifbar, weil die Bank- oder Postverbindung mit dem Kontoinhaber übereinstimmen muss.

Spielerschutz: Limiten, Spielsperre und was der Rechner nicht zeigt

Ein Wettquote-Rechner zeigt, was eine Wette maximal auszahlt. Er zeigt nicht, was sie im Durchschnitt kostet, und er zeigt nicht, was sie kostet, wenn sie verloren geht. Genau hier setzt der Spielerschutz an: bei dem, was vorher limitiert wird, nicht bei dem, was nachher ausgezahlt wird.

Bei Swisslos müssen Spielende vor der ersten Sporttip-Teilnahme Verlustlimiten für 1, 7 und 30 Tage setzen – die Obergrenze liegt bei CHF 9’999, bei Personen unter 21 Jahren bei CHF 1’000. Eine Senkung der Limite gilt sofort, eine Erhöhung erst nach 72 Stunden. Zusätzlich gibt es eine freiwillige Einzahlungslimite für jeweils 30 Tage. Die Statu und die Gründe dafür: Eine Erhöhung mit Wartefrist verhindert, dass eine Limite im Affekt hochgesetzt wird.

Wer sich selbst vom Spielen ausschliessen will, kann den Zugang produktbezogen für 1 bis 180 Tage sperren lassen – eine Selbstsperre, die ohne Aufhebung vor Fristablauf läuft. Eine unbefristete Spielsperre wird in einem schweizweiten Register eingetragen und gilt auch für Casinos einschliesslich Online-Casinos sowie im Fürstentum Liechtenstein. Wer aus dem Register ausgetragen werden will, muss nach drei Monaten einen Antrag stellen, eine Fachstelle beiziehen und die Sperre aktiv aufheben lassen – ein bewusst aufwendiger Weg, um Spontanentscheidungen zu verhindern.

Wer in Schweizer Buchmacher-Apps oder an der Verkaufsstelle wettet, sieht im Wettschein seinen Einsatz, seine Quote und seinen möglichen Gewinn – nicht die Wahrscheinlichkeit, dass er verliert. Die Gespa hat 2025 an Verkaufsstellen 200 Testkäufe durchgeführt: 47,5 % der Testkäufe wurden an Minderjährige verkauft. Wer also glaubt, der Schutz an der Verkaufsstelle sei wasserdicht, irrt – die Kontrolle endet am Verkaufsstellentresen, nicht beim Minderjährigenschutz.

Limiten für Sporttip und Jouez Sport im Detail

Bei Sporttip beträgt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten CHF 1, der Höchsteinsatz für eine Einzel- oder Kombinationswette CHF 1’000 und für eine Systemwette CHF 10’000. Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründen ändern, und eine Wette über der Limite wird nicht angenommen.

Für Jouez Sport gilt ein Mindesteinsatz von CHF 2 online, CHF 3 in Verkaufsstellen sowie CHF 2 für Multiples. Die Obergrenzen liegen bei CHF 500 für Einzel- und Kombiwetten, während ein Wettschein mit Multiples höchstens CHF 7’500 Gesamteinsatz erlauben darf. Der Höchstgewinn beläuft sich auf CHF 300’000 pro Einzel- oder Kombiwette beziehungsweise CHF 1’000’000 für die Summe aller Gewinne eines Multiples. Die Gesamtquote darf den Wert von 100’000 nicht übertreffen.

Wer in den beiden Apps rechnet, sieht diese Limiten am Wettschein, sobald er eine Wette platzieren will. Wer die Quoten der beiden Anbieter vergleicht, sollte zusätzlich auf den Spread achten – auf die Differenz zwischen den Quoten für dasselbe Ereignis. Wer die identische Wette zu einer besseren Quote bei einem anderen Anbieter platzieren könnte, hat eine echte Wahl.

Wettarten und ihre Rechnung: Einzel, Kombi, System, Live

Die Rechenformel ändert sich nicht, wenn die Wettart wechselt. Sie ändert sich, wenn sich die Eingaben ändern: Bei einer Einzelwette ist es eine Quote, bei einer Kombiwette sind es mehrere Einzelquoten, bei einer Systemwette sind es mehrere Kombinationen aus mehreren Einzelquoten, bei einer Livewette ist es eine Quote, die sich während des Spiels ändert.

Was sich bei jeder Wettart ändert, ist die Frage, was «Quote» bedeutet. Bei einer Einzelwette ist es die vom Veranstalter festgelegte Quote für genau diesen Ausgang. Bei einer Kombiwette ist es die aus den Einzelquoten gebildete Gesamtquote. Bei einer Systemwette sind es die Quoten aller Kombinationen, die das System bildet. Bei einer Livewette ist es die Quote zum Zeitpunkt der Wettenanlage – sie kann sich Sekunden später ändern, und was im Wettschein steht, gilt.

Bei Sporttip-Livewetten gilt die Wette unabhängig davon, ob das Ereignis live übertragen wird. Wetten, die nach dem tatsächlichen Eintreffen des Wettausgangs platziert werden, zählen mit Quote 1.00 – wer also eine Wette abschickt, nachdem das Tor schon gefallen ist, bekommt im Erfolgsfall nur den Einsatz zurück. In spielentscheidenden Situationen – Elfmeter, Rote Karte, Videoschiedsrichter-Entscheid – kann Swisslos Wetten mit Quote 1.00 werten. Wer in einer hektischen Spielsituation «schnell noch» tippt, sollte wissen, dass genau diese Sekunde zählt.

Cash-Out: Auszahlung vor dem Ende

Cash-Out bei Sporttip gibt es für Einzel-, Kombinations- und Langzeitwetten, vor Spielbeginn und live, aber nur bei Online-Wetten und nur als vollständiges Cash-Out ohne Teilauszahlung. Ein ausgeführtes Cash-Out lässt sich nicht rückgängig machen, und eine Garantie für jeden Markt besteht nicht. Der Cash-Out-Betrag ist tiefer als der mögliche nicht vorzeitige Wettgewinn, hängt vom Stand der Sportereignisse ab und kann von Swisslos jederzeit geändert werden. Swisslos muss Cash-Out nicht für alle Wetten anbieten.

Wer mit einem Cash-Out-Rechner rechnet, sollte wissen: Der Cash-Out-Betrag ist eine Schätzung des Veranstalters auf Basis des aktuellen Spielstands, nicht eine zugesicherte Auszahlung. Wer vor dem Spielstand von 2:0 auscashet und das Spiel endet 2:2, hat den «sicheren» Gewinn abgegeben – aber nicht den garantierten.

Bet-Builder und voneinander abhängige Ereignisse

Bei Sporttip werden voneinander abhängige Wettereignisse derselben Sportveranstaltung nur über die «Bet-Builder-Funktion» kombiniert. Wer also auf «Heimsieg» und «über 1,5 Tore» im selben Spiel tippen will, muss den Bet-Builder verwenden – nicht zwei separate Wetten zu einer Kombination zusammenfügen. Nimmt Swisslos irrtümlich eine solche Kombination ohne diese Funktion an, kann sie die ganze Kombinationswette für ungültig erklären und den Einsatz zurückerstatten. Wer im Wettquote-Rechner Kombinationen aus dem gleichen Spiel eingibt, sollte prüfen, ob der Wettschein diese Funktion tatsächlich verwendet.

Kombiboost und Quotenboost: was die Rechnung verändert

Der Sporttip-Kombiboost gilt nur online, für Prematch, Live und Systemwetten, und verlangt mindestens vier Voraussagen mit einer Quote von je mindestens 1.50. Der Bonus auf den Nettogewinn beträgt 5 % bei vier Voraussagen, 20 % bei sieben, 40 % bei zehn und 100 % bei fünfzehn Voraussagen. Einsatz und Gewinnerhöhung sind limitiert. Wer also im Rechner einen Nettogewinn von CHF 100 sieht und mit fünfzehn Voraussagen spielt, sieht effektiv CHF 200 – eine Verdoppelung, die der Rechner nicht kennt, weil sie an die Voraussagen und die Mindestquote gebunden ist.

Quotenboosts bei Sporttip gelten nur online für Prematch-Einzelwetten auf eine Voraussage, Profitboosts erhöhen den möglichen Nettogewinn eines definierten Sportereignisses um einen angegebenen Prozentsatz. Beide sind pro Wettenden nur einmal nutzbar und in Einsatz und Erhöhung limitiert. Bei einem Cash-Out verfällt der Boost. Wer einen Quotenboost in den Wettquote-Rechner einrechnet, sollte wissen, dass der Boost nur einmal pro Person gilt – wer ihn auf einer anderen Wette einlöst, hat auf der zweiten Wette keinen Boost mehr.

Rundung und Auszahlung: warum der Rechner nicht stimmt

Der grösste Unterschied zwischen dem, was ein Rechner anzeigt, und dem, was am Ende ausgezahlt wird, liegt in der Rundung. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag einer Wette zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Wer also einen Gewinn von CHF 38’616 ausrechnet, sieht am Ende CHF 38.60 oder CHF 38.65 – nicht CHF 38.61.

Wer mit kleinen Einsätzen und niedrigen Quoten rechnet, sieht diesen Rundungsunterschied kaum. Wer mit Kombiwetten und hohen Gesamtquoten rechnet, sieht ihn deutlich. Bei einer Gesamtquote von 7’722 und einem Einsatz von CHF 5 ergibt die Rechnung CHF 38.61; nach der Rundung sind es CHF 38.60. Bei grösseren Einsätzen wird der Unterschied sichtbar.

Bei Gewinnen bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung schreibt Swisslos den Betrag automatisch dem Wallet gut. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das Schweizer oder Liechtsteiner Bank- oder Postkonto überwiesen. Swisslos zahlt Spielguthaben innerhalb von 365 Tagen zweimal gratis auf ein auf den eigenen Namen lautendes Schweizer oder Liechtensteiner Bank- oder Postkonto aus; ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen. Gratisspielguthaben aus Promotionen ist nicht auszahlbar.

Wer also auf eine Auszahlung wartet, sollte die Karenzzeit kennen: bis zu zehn Arbeitstage für eine Auszahlung ab der dritten innerhalb eines Jahres. Wer gleichzeitig auf einen Boost oder einen Profitboost wartet, sollte wissen, dass diese ebenfalls den Auszahlungsregeln unterliegen.

Abgesagte Spiele und stornierte Wetten

Wird ein Sporttip-Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn (oder im Rahmen eines Turniers) nachgeholt, ist die Wette ungültig: Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Wer also eine Kombiwette mit fünf Voraussagen hat, von denen eine abgesagt wird, sieht am Ende eine Vierer-Kombination – mit Quote multipliziert mit 1.00 für die ausgefallene Voraussage, was effektiv den Faktor 1 ergibt.

Wer in den Ferien auf eine Wette setzt und das Spiel verschoben wird, sollte die 48-Stunden-Frist im Auge behalten. Nach 48 Stunden ohne Nachholspiel gilt die Wette als storniert – und der Rechner, der mit der ursprünglichen Quote gerechnet hat, hat umsonst gerechnet.

Wettquote-Rechner im Praxistest: was die Schweizer Apps leisten

Beide Schweizer Veranstalter bieten im Wettschein eine eingebaute Rechenfunktion: Sobald der Spielende Quote und Einsatz eingibt, zeigt der Wettschein den möglichen Brutto- und Nettogewinn an. Wer eine Systemwette spielt, sieht die möglichen Gewinne pro System-Zeile. Die Frage ist, was die App nicht anzeigt – und hier wird ein externer Wettquote-Rechner interessant.

Wer seine eigenen Wetten dokumentieren will – Einsatz, Quote, Wettart, möglicher Gewinn – kann das in einer Tabelle tun. Wer den Überblick über mehrere Wetten behalten will, kann eine App oder einen Rechner verwenden, der die Eingaben erlaubt. Wer die Marge eines Marktes schätzen will, gibt die Quoten ein und liest die implizite Wahrscheinlichkeit ab.

Was beim Veranstalter bleibt – die Marge als Rechnungsgrösse

Die Marge eines Marktes ist die Differenz zwischen 100 % und der Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge. Eine Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1.90 und 1.90 hat eine Marge von etwa 5 % – auf jeden eingesetzten Franken zahlt der Veranstalter 95 Rappen zurück. Eine Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1.95 und 1.95 hat eine Marge von etwa 2,5 %. Eine Zwei-Wege-Wette mit Quoten 1.80 und 1.80 hat eine Marge von etwa 11 %.

Je niedriger die Marge, desto mehr vom Einsatz wird im Durchschnitt an die Spielenden ausgezahlt. Wer zwischen zwei Märkten mit ähnlichen Ausgängen wählen kann, sollte den mit der niedrigeren Marge wählen. Wer zwischen einem Markt mit vielen Ausgängen (Drei-Wege-Fussball) und einem mit wenigen Ausgängen (Zwei-Wege-Tennis) wählen kann, sollte wissen, dass Drei-Wege-Märkte tendenziell höhere Margen haben, weil der Veranstalter das Unentschieden mitfinanziert.

Anbieter im Detail

Die folgende Übersicht bewertet die beiden Schweizer Veranstalter und die acht ausländischen Anbieter, die in Schweizer Werbung erscheinen, nach den Kriterien, die für einen Wettquote-Rechner relevant sind: Bewilligung, Rechenregeln und Auszahlungswege. Ausländische Anbieter haben in der Schweiz keine Bewilligung und keinen Schweizer Rekursweg – wer bei ihnen wettet, wettet im Ausland.

Swisslos Sporttip – der Standard für die Deutschschweiz

Swisslos ist eine der beiden Veranstalterinnen, die in der Schweiz Sportwetten anbieten dürfen, und führt ihre Sportwetten unter dem Namen Sporttip. Der Sitz ist in Basel, die Bewilligung ist eine Grossspiel-Bewilligung nach BGS, die Aufsicht liegt bei der Gespa. Sporttip wird im Gebiet der Kantone AG, AI, AR, BE, BL, BS, GL, GR, LU, NW, OW, SG, SH, SO, SZ, TG, UR, ZG und ZH sowie im Tessin und im Fürstentum Liechtenstein durchgeführt – also in der Deutschschweiz und im Tessin.

Die Rechenregel für Sporttip: Der Gewinnbetrag ergibt sich aus Einsatz mal Quote, bei Kombinationen aus Einsatz mal Gesamtquote, dem Produkt der Einzelquoten. Erst wird auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet. Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten: CHF 1. Höchsteinsatz für Einzel- und Kombinationswette: CHF 1’000. Höchsteinsatz für Systemwette: CHF 10’000. Eine Wette über der Limite wird nicht angenommen; Swisslos kann die Limiten jederzeit ohne Angabe von Gründe ändern.

Für die Auszahlung gilt: Gewinne bis CHF 1’000 pro Spielbestätigungsquittung werden automatisch dem Wallet gutgeschrieben. Gewinne über CHF 1’000 werden bei bekannter Zahlungsverbindung innert drei Arbeitstagen auf das Bank- oder Postkonto überwiesen. Innerhalb von 365 Tagen sind zwei Auszahlungen gratis, ab der dritten Auszahlung kann eine Kommission von 3 % belastet werden. Die Überweisung erfolgt innert 5 bis 10 Arbeitstagen.

Wertung: Wer in der Deutschschweiz oder im Tessin wettet, kommt an Sporttip nicht vorbei – es ist einer von zwei Veranstaltern und der einzige im Vertragsgebiet. Der Vorteil liegt in der eingebauten Rechenfunktion im Wettschein, in der nachvollziehbaren Rundung und in der Schweizer Bewilligung mit Gespa-Aufsicht. Der Nachteil liegt in den eher niedrigen Höchsteinsätzen für Einzel- und Kombinationswetten – wer mit grösseren Einsätzen spielt, kommt bei Systemwetten mit CHF 10’000 besser weg.

Loterie Romande Jouez Sport – der Standard für die Romandie

Die Loterie Romande führt ihre Sportwetten unter dem Namen Jouez Sport und ist die zweite Veranstalterin mit einer Schweizer Bewilligung. Sitz in Lausanne, Verkaufsstellen in der Westschweiz, Aufsicht durch die Gespa. Jouez Sport wird in den sechs Westschweizer Kantonen Freiburg, Genf, Jura, Neuenburg, Waadt und Wallis durchgeführt.

Die Rechenregel für Jouez Sport: Einzel- und Kombiwetten mit Mindesteinsatz online CHF 2, in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2. Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten: CHF 500. Ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten. Höchstgewinn pro Einzel- oder Kombiwette: CHF 300’000. Höchstgewinn für alle Gewinne eines Multiples zusammen: CHF 1’000’000. Die Quote einer Einzelwette oder die Gesamtquote einer Kombiwette muss mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen.

Wertung: Wer in der Romandie wettet, kommt an Jouez Sport nicht vorbei – die Romandie ist das Vertragsgebiet der Loterie Romande, nicht von Swisslos. Der Vorteil liegt in den hohen Gewinnobergrenzen – bis CHF 1’000’000 für ein Multiples – und in der Schweizer Bewilligung. Der Nachteil liegt in den niedrigeren Höchsteinsätzen pro Einzel- und Kombiwette (CHF 500 gegenüber CHF 1’000 bei Sporttip). Wer regelmässig mit kleinen Einsätzen spielt, ist mit beiden Veranstaltern gut bedient.

WirWetten – ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

WirWetten hat keine Schweizer Bewilligung. Eine ausländische Lizenz hat in der Schweiz keine Wirkung, das Online-Angebot richtet sich an Spielende in anderen Märkten. Wer in der Schweiz bei WirWetten wettet, wettet im Ausland: Ohne Schweizer Bewilligung, ohne Anschluss an das Schweizer Ausschlussregister, ohne Schweizer Rekursweg. Domains ausländischer Anbieter können auf der Sperrliste der Gespa landen und per DNS blockiert werden – WirWetten gehört zu den Anbietern, die in der Schweiz blockiert werden können.

Wertung: Wer in der Schweiz wettet, hat mit WirWetten keinen Vorteil, den Sporttip oder Jouez Sport nicht bieten – und hat im Streitfall keinen Schweizer Rekursweg. Die Rechenregeln im Wettschein sind die Regeln des Anbieters, nicht die Regeln eines Schweizer Veranstalters. Wer aus Gewohnheit bei einem ausländischen Anbieter wettet, sollte wissen, dass die Auszahlung im Streitfall nach ausländischem Recht erfolgt.

BillyBets – ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

BillyBets verfügt über keine Schweizer Bewilligung. Das bedeutet, dass die vom Betreiber genannte Lizenz in der Schweiz rechtlich wirkungslos ist. Wetten bei diesem Anbieter erfolgen ohne den Schutz des Schweizer Ausschlussregisters oder einen Schweizer Rekursweg. Auch BillyBets kann von der Gespa auf die Sperrliste gesetzt werden.

Wertung: BillyBets gehört zu den ausländischen Anbietern, die in der Schweiz per DNS blockiert werden können. Die Rechenregeln sind die des Anbieters, nicht die eines Schweizer Veranstalters. Wer einen Wettschein bei BillyBets ausfüllt, sollte die Mindest- und Höchsteinsätze des Anbieters prüfen, nicht die von Sporttip oder Jouez Sport – die Limits sind andere.

Bahigo – ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Bahigo besitzt keine Schweizer Zulassung. Die Lizenz aus dem Ausland ist hier nicht anerkannt. Wer dennoch bei Bahigo wettet, nutzt ein Angebot ausserhalb des Schweizer Spielerschutzes und des rechtlichen Rekurswegs.

Wertung: Bahigo gehört zu den ausländischen Anbietern, die in der Schweiz per DNS blockiert werden können. Für einen Wettquote-Rechner bedeutet das: Die Quoten, die im Wettschein angezeigt werden, sind die Quoten von Bahigo, nicht die eines Schweizer Veranstalters. Wer die identische Wette in der Schweiz bei Sporttip oder Jouez Sport platzieren kann, hat damit zwei Rechnungen, die sich unterscheiden können.

Boomerang Bet – ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Boomerang Bet hat keine Schweizer Bewilligung. Wer in der Schweiz bei Boomerang Bet wettet, wettet im Ausland. Die Sperrliste der Gespa kann auch Boomerang Bet betreffen.

Wertung: Boomerang Bet ist einer der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer den Anbieter in der Schweiz nutzt, sollte wissen, dass keine Schweizer Verrechnungssteuer erhoben wird, der Kanton Thurgau aber Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen behandelt.

Interwetten – ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Interwetten hat keine Schweizer Bewilligung. Interwetten wird von der Gespa explizit als Beispiel für «Domain-Hopping» genannt – also für das Ersetzen blockierter Domains durch neue. Wer in der Schweiz bei Interwetten wettet, wettet im Ausland, und die Sperrliste der Gespa betrifft Interwetten namentlich.

Wertung: Interwetten gehört zu den Anbietern, die in der Schweiz regelmässig per DNS blockiert werden. Für einen Wettquote-Rechner bedeutet das: Die angezeigten Quoten sind die von Interwetten, die Auszahlungswege sind die von Interwetten. Wer die identische Wette in der Schweiz platzieren kann, spart sich den DNS-Sprung.

HighFlyBet – ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

HighFlyBet fehlt die Schweizer Bewilligung. Die Lizenzangaben des Betreibers haben auf den Schweizer Markt keinen Einfluss. Wetten bei HighFlyBet unterliegen daher nicht dem Schutz lokaler Gesetze.

Wertung: HighFlyBet ist einer der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Für einen Wettquote-Rechner bedeutet das: Die Quoten und Limits sind die des Anbieters. Wer die Schweizer Variante mit Gespa-Aufsicht will, muss zu Sporttip oder Jouez Sport.

Rabona – ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Rabona hat keine Schweizer Bewilligung. Die Lizenz ist im Inland rechtlich wirkungslos. Wer bei Rabona wettet, tut dies im Ausland, was die entsprechenden Konsequenzen für Spielerschutz und rechtliche Absicherung nach sich zieht.

Wertung: Rabona ist einer der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer in der Schweiz wettet, sollte wissen, dass Rabona auf der Sperrliste der Gespa landen kann. Die Rechenregeln sind die des Anbieters.

Rollbit – ausländischer Anbieter ohne Schweizer Bewilligung

Rollbit besitzt keine Schweizer Bewilligung. Die vom Anbieter genannte Lizenz ist in der Schweiz ohne Rechtskraft. Wer bei Rollbit wettet, spielt daher ausserhalb des Schweizer regulierten Marktes.

Wertung: Rollbit ist einer der ausländischen Anbieter ohne Schweizer Bewilligung. Wer in der Schweiz wettet, hat mit Rollbit keinen Vorteil, den Sporttip oder Jouez Sport nicht bieten – und keinen Schweizer Rekursweg im Streitfall.

Besteuerung: was der Gewinn mit dem Finanzamt zu tun hat

Gewinne aus Schweizer bewilligten Grossspielen – wozu auch Sportwetten gehören – sind in der Schweiz einkommenssteuerfrei bis zum Steuerfreibetrag pro Einzelgewinn. Die bundesrechtliche Schwelle liegt seit dem 1. Januar 2026 bei CHF 1’071’000; im Jahr 2025 lag sie bei CHF 1’070’400. Über dieser Schwelle behält der Veranstalter 35 % Verrechnungssteuer ein, die der Spielende bei der Steuererklärung durch Deklaration des Gewinns zurückholen kann.

Die kantonalen Schwellen weichen davon ab. Wer in der Schweiz wettet und einen Gewinn verbucht, sollte die Schwelle seines Kantons kennen – sie liegt teils deutlich tiefer als die bundesrechtliche. Wer «je nach Kanton» schreibt, schreibt das, was die Steuerverwaltungen tatsächlich praktizieren: ein Spielender in einem Kanton mit tieferer Schwelle zahlt Steuern auf einem Gewinn, der in einem anderen Kanton steuerfrei wäre.

Gewinne aus ausländischen Anbietern unterliegen nicht der Schweizer Verrechnungssteuer. Der Kanton Thurgau behandelt Gewinne aus ausländischen Grossspielen als voll steuerbares Einkommen, unabhängig von der Höhe. Wer also bei einem ausländischen Anbieter wettet und im Kanton Thurgau wohnt, deklariert den Gewinn in der Steuererklärung – auch wenn er unter der bundesrechtlichen Schwelle liegt.

Eine Wettsteuer auf den Einsatz gibt es in der Schweiz nicht. Wer in einem Online-Rechner eine «Wettsteuer» eingeben muss, gibt eine Grösse ein, die es in dieser Form nicht gibt. Die Kosten einer Wette sind die Marge des Marktes und der Verlust der Wette – nicht eine staatliche Abgabe.

Spielregeln im Detail: was die Rechnung beeinflusst

Bei Sporttip umfasst die reguläre Spielzeit die reguläre Spieldauer (Fussball: 90 Minuten) plus Nachspielzeit. Verlängerung und Penaltyschiessen zählen nur, wenn das Wettprogramm darauf hinweist oder sie Gegenstand der Wette sind. Wer also auf «Sieg nach 90 Minuten» wettet, sieht seine Wette storniert, wenn das Spiel in die Verlängerung geht – und das Wettprogramm zeigt diese Unterscheidung im Wettschein.

Bei abgesagten Spielen gilt: Wird ein Wettereignis abgesagt und nicht innert 48 Stunden nach dem ursprünglichen Beginn nachgeholt, ist die Wette ungültig. Einzelwetten werden zurückbezahlt, in Kombinationswetten erhält die Voraussage Quote 1.00. Turnierspiele werden im Rahmen des Turniers nachgeholt – also nicht innerhalb der 48-Stunden-Frist, sondern im Turnierzeitplan.

Sporttip-Gewinne, die nicht innerhalb von 26 Wochen nach der öffentlichen Bekanntmachung der Wettauswertung geltend gemacht werden, verfallen zugunsten des Zwecks der Swisslos. Eine Einsprache bei verweigerter Auszahlung ist innert 10 Tagen per eingeschriebenem Brief zu erheben. Wer also eine Auszahlung vermisst, hat 26 Wochen Zeit, sie geltend zu machen – und 10 Tage, um Einsprache zu erheben, wenn die Auszahlung verweigert wird.

Zahlung und Auszahlung: was nach dem Gewinn passiert

Spielguthaben auf dem Swisslos-Wallet kann per Online-Zahlungsmöglichkeit oder Einzahlungsschein gekauft werden, der Mindestbetrag liegt bei CHF 20. In 30 Tagen sind höchstens CHF 10’000 möglich, und ein Kauf ist nur möglich, solange das Wallet-Guthaben CHF 9’999 nicht übersteigt. Swisslos bietet PostFinance Pay als Zahlungsart zum Aufladen des Swisslos-Spielkontos an; die Transaktion wird direkt in der PostFinance App bestätigt.

Die Auszahlung geht nur auf ein Bank- oder Postkonto, das auf den eigenen Namen lautet. Wer also ein Konto auf den Namen der Partnerin oder des Partners hat, kann sich das Gewinnguthaben nicht auszahlen lassen – die Auszahlung wird abgelehnt. Wer umgezogen ist, sollte die Adresse im Swisslos-Konto aktualisieren, bevor die Auszahlung angefordert wird.

Die Schweizer Spielbankenregeln verlangen eine Verifikation der Identität und der Zahlungsverbindung, bevor eine Auszahlung erfolgt. Die Verifikation läuft automatisiert über die Adressdatenbank, die Swisslos mit dem Ausweis abgleicht. Wer eine Auszahlung erhält, hat diese Verifizierung hinter sich – wer sie nicht hat, bekommt keine Auszahlung.

Häufige Fragen zum Wettquote-Rechner in der Schweiz

Wie berechnet sich der Gewinn aus Einsatz und Quote?

Der Bruttogewinn ist Einsatz mal Quote. Wer CHF 10 auf Quote 2.50 setzt, erhält CHF 25 ausbezahlt, der Nettogewinn beträgt CHF 15. Bei Sporttip wird der Gewinnbetrag zuerst auf zwei Nachkommastellen aufgerundet, dann auf 5 Rappen genau abgerundet – aus CHF 25 wird also CHF 25.00, aus CHF 38.61 wird CHF 38.60.

Wie wird die Gesamtquote einer Kombiwette gebildet?

Die Gesamtquote ist das Produkt der Einzelquoten: 1.80 × 2.20 × 1.95 ergibt 7’722. Bei einem Einsatz von CHF 5 resultiert ein Bruttogewinn von CHF 38.61 und ein Nettogewinn von CHF 33.61. Bei Jouez Sport muss die Gesamtquote mindestens 1.10 betragen und darf 100’000 nicht übersteigen; eine Kombiwette umfasst 2 bis 10 Voraussagen.

Wie rundet Sporttip den Gewinn, und warum weicht er vom Rechner ab?

Sporttip rundet zuerst auf zwei Nachkommastellen auf, dann auf 5 Rappen genau ab. Ein Rechner zeigt 38.61; der Wettschein zeigt 38.60 oder 38.65. Die Differenz beträgt ein bis zwei Rappen – unsichtbar bei kleinen Einsätzen, sichtbar bei hohen Kombiwetten mit vielen Nachkommastellen. Die Rundung gilt für jeden Gewinnbetrag, unabhängig von der Wettart.

Wie berechnen sich implizite Wahrscheinlichkeit und Marge?

Die implizite Wahrscheinlichkeit einer Quote ist 1 geteilt durch die Quote: 1.90 entspricht etwa 52.63 %. Die Summe der impliziten Wahrscheinlichkeiten aller Ausgänge eines Marktes liegt über 100 %; die Differenz zu 100 % ist die Marge des Veranstalters. Bei Quoten 1.90 und 1.90 ergibt sich eine Summe von rund 105.26 % und eine Auszahlungsquote von rund 95 %.

Wie rechnet sich eine Systemwette, und welche Angaben sind nötig?

Eine Systemwette ist eine Sammlung von Kombinationen aus mehreren Voraussagen. Bei «System 2 aus 4» mit vier Voraussagen gibt es sechs Kombinationen; der Einsatz wird durch die Anzahl Kombinationen geteilt. Wer CHF 12 setzt, wettet CHF 2 pro Kombination. Bei Sporttip beträgt der Höchsteinsatz für eine Systemwette CHF 10’000, bei «System 3 aus 6» sind es 20 Kombinationen – der Einsatz pro Kombination liegt bei höchstens CHF 500.

Welche Mindest- und Höchsteinsätze setzen Sporttip und Jouez Sport?

Bei Sporttip liegt der Mindesteinsatz für Einzel- und Kombinationswetten bei CHF 1, der Höchsteinsatz bei CHF 1’000 und für eine Systemwette bei CHF 10’000. Bei Jouez Sport liegt der Mindesteinsatz online bei CHF 2 (in Verkaufsstellen CHF 3, für Multiples CHF 2), der Höchsteinsatz für Einzel- und Kombiwetten bei CHF 500; ein Wettschein mit Multiples darf insgesamt höchstens CHF 7’500 Einsatz enthalten.

Inhalt erstellt vom Team «wettenzahlungch»